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Spacemonkeyz vs. Gorillaz - Laika come home

Spacemonkeyz vs. Gorillaz- Laika come home

Parlophone / EMI
VÖ: 01.07.2002

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Per Anhalter durch die Galaxis

Kann man Affen eigentlich melken? Zumindest einen Versuch ist es wert. Als hätten die "G-Sides" nicht schon genug Saft aus den Zitzen des letztjährigen Gorillaz-Debüts gepreßt, begeben sich nun die Spacemonkeyz daran, auch noch die letzten Beats von Hits wie "Clint Eastwood" auzuquetschen. Das Extrakt dieser rationalisierten Milchwirtschaft ist leider nicht der erhoffte wohlschmeckende Neuaufguß, sondern ein dünnes Gebräu, daß selbst mit viel Alkohol gemischt nicht richtig zünden will.

Typisch für Weltraumreisende hat der Sternentrip eine Mission: Laika nach Hause holen. Warum man dafür eine gute Stunde sphärische Remixe ertragen muß, ist nicht direkt einsichtig - doch sind wir das ja mittlerweile aus dem Kosmos der Comic-Helden um Damon Albarn gewöhnt. Hervorgegeangen sind die Spacemonkeyz übrigens aus einem Remixauftrag der B-Seite von "Tomorrow comes today", die standesgemäß verdubbt wurde. Der gefiel den Obergorillas so gut, daß sie die Herren D-Zire, Dubversive und Gayva zwangsverpflichteten, auch noch die restlichen Tracks des Albums einer Schönheitskur mit Hallbädern und Baßmassagen zu unterziehen.

Anders als anderen Sternenfahrern kann man dem Primatenrudel nämlich zu Gute halten, daß sie nicht keimfreie NASA-Basen oder verrottete russische Abschußrampen als Basislager gewählt haben, sondern direkt aus der Karibik und mit reichlich Reggae-Flair im Handgepäck starten. Wer angesichts der Mischung aus Dub, Elektronik, Déjà-vu-Erlebnissen und Blasinstrumenten ein Ziehen in der Magengegend verspürt, dem sei gesagt, daß ausgedehntes Astronautentraining gegen solche allzu menschlichen Probleme helfen soll.

Schwerlose Schönheit und atemberaubende Welten tun sich aber auch für erfahrene Raumpiloten nicht auf. Vielmehr entsteht das üble Gefühl, hier zum Affen gehalten zu werden. Zwölf Songs bei 70 Minuten Spielzeit - das bedeutet reichlich Platz auch noch die dümmste Idee in Richtung Ewigkeit zu walzen. Schon nach den ersten drei Songs kann man sich ungefähr vorstellen, was russische Kosmonauten in der MIR so empfunden haben müssen: Anfangs mag es ja ganz spannend sein, auf Dauer ist der ewig gleiche Ausblick aber weniger adrenalinfördernd. Vom Astronautenfutter ganz zu schweigen.

(Thorsten Thiel)

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Highlights

  • 5/4 (P45)

Tracklist

  1. 19/2000 (Jungle fresh)
  2. Slow country (Strictly rubba dub)
  3. Tomorrow comes today (Banana baby)
  4. Man research (Monkey racket)
  5. Punk (Re-punked)
  6. 5/4 (P45)
  7. Starshine (Dub/9)
  8. Soundcheck (Gravity) (Crooked dub)
  9. New genius (Brother) (Mutant genius)
  10. Re hash (Come again)
  11. Clint Eastwood (A fistful of peanuts)
  12. M1A1 (Lil dub chefin)

Gesamtspielzeit: 69:36 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Galford
2002-07-15 21:42:58 Uhr
Ich will Blur zurück!!!! Weg mit den Gorillas. Albarn ist ohne Coxon scheinbar nur halb so gut.
Magicmanson
2002-07-15 20:50:17 Uhr
Da musste lange suchen! Ha Ha Ha Ha
Spacemonkey
2002-07-15 10:41:04 Uhr
Hey gibt es hier ein paar Gorillazfans die zufällig das neue Album Laika come home besitzen? Schreibt doch mal wie`s euch so gefällt. Also Gorillazfans ran an die Tasten!!
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