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Pyogenesis - She makes me wish I had a gun

Pyogenesis- She makes me wish I had a gun

Hamburg / Sony
VÖ: 03.06.2002

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Fade away

Was haben die uns schon überrascht. Anfang der Neunziger rumpelten Pyogenesis noch mit düsterem Death Metal im Schlepptau und Rüschenhemdchen auf der Hühnerbrust durch bundesdeutsche Gothic-Grüfte. Es folgten unzählige Wandlungen, in denen sich die Band vom semiprofessionellen Grunzebär zum durchaus auch international konkurrenzfähigen Power-Pop-Act mauserte. Der vorgezeichnete Weg führte zwar schleppend, aber stetig nach oben. Und nach den bisherigen Bestleistungen von "Mono" (1998) galt diese Formation sowieso mindestens als Hansdampf in allen Gassen. Zumindest bis Anfang 1999, als die komplette Stammbelegschaft bis auf Goldkehlchen Flo von Schwarz die Flinte ins Korn warf. Pyogenesis - eine Band wie ein Chamäleon. Unberechenbar, bodenständig und irgendwie doch so garnicht anders.

In beinahe komplett neuer Besetzung versucht sich die etablierte Spaßkapelle an einem neuen Neuanfang. So wagen Pyogenesis mit "She makes me wish I had a gun" das lange erwartete Comeback auf dem hausinternen, neugegründeten Label und setzen auch musikalisch zwar auf Hausmannskost, aber einmal mehr nicht auf das allersicherste Pferd. Pyogenesis - irgendwie auch eine Band ohne greifbare Identität.

Die ins Leben gerufene Neuinkarnation greift einerseits auf Altbewährtes zurück, dreht das Ruder nach den gewaltfreien Lauschangriffen des vorhergehenden Tonträgers andererseits jedoch stramm in Richtung wiederentdeckter Härte, die sowohl ihre Vorliebe zu schwachbrüstigem Regionalliga-Punkrock allerdings nicht verbergen kann. Ausgepumpten, kraftlosen Titeln wie "Don't you say maybe", "Punk rock is her life", "Empathy" oder "As you wish" merkt man des öfteren eines nur allzu deutlich an: Daß mit Tim Eiermann (Liquido) eine mehr als wichtige Songwriting-Säule fehlt.

Auch wenn die Vorraussetzungen demzufolge nicht unbedingt zum Besten stehen, stolpert Flo von Schwarz im Zeichen der Beinahe- Wiederentdeckung alter Spielfreudenneben überwiegendem Dilettanten-Pogo for the masses nebenbei auch noch durch eher leidlich gelungenen Quasi-Pop wie in "Everyday" oder "She cries". Da grüßt auch mit dem Zusatz in Form diverser Comeback-Boni nur überaus fades Mittelmaß. Will it ever be the way it used to be?

(Sven Cadario)

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Highlights

  • I don\'t know
  • I feel sexy

Tracklist

  1. Intro (Werner von Braun)
  2. I don't know
  3. Don't you say maybe
  4. I feel sexy
  5. Seperate the boys from men
  6. Everyday
  7. She cries
  8. Lunacy
  9. Punk Rock is her life
  10. The pain of heartache
  11. Sleep all day - rock the night
  12. Empathy
  13. As you wish

Gesamtspielzeit: 31:57 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Obrac
2005-12-29 13:44:04 Uhr
Ich fand Ignis creatio damals garnicht schlecht. Das Instrumentalstück am Ende hatte was.
stativision
2005-12-29 13:37:25 Uhr
jau, anathema hört man da ganz gewaltig raus. ist aber imo schon etwas über dem niveau einer schülerband, ein paar passagen hätten sich sogar gar nicht schlecht auf dem album einer großen band gemacht.
Skeleton
2005-12-26 04:38:27 Uhr
Äh, ich bin übrigens nicht der gleiche Skeleton, der am 20.01.2003 geschrieben hat, das "Don't you say maybe" ein geiler song ist. 'Tschuldigung, ist mir eben erst aufgefallen, das es da noch einen gab. Das nur, um verwechslungen auszuschließen.
Skeleton
2005-12-26 04:30:43 Uhr
Durchaus. Ich hör' die eigentlich recht gern. Also, zwar nicht immer, aber immer öfter( um mal ein bischen mit Phrasen um mich zu wefen).
Sven
2005-12-24 07:57:21 Uhr
Ja, hier. Klingt nach Schülerband, die gerne Anathema (Serenades) und Paradise Lost (Gothic) gewesen wären. Ist aber schon ganz lustig, irgendwie.
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