Sting - The last ship

Sting- The last ship

Cherrytree Sessions / A&M / Universal
VÖ: 20.09.2013

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Der Mann und das Meer

Plötzlich steht Sting in voller Montur auf der Bühne und predigt. In Offizierskluft, mit einem Zauberstab und einer Handvoll guter Geschichten im Seesack. Er führt eine Flotte an, die mit Trompeten und Pauken in die Schlacht zieht ("What have we got"). Mit sanfteren Klängen inszeniert er eine Musiklandschaft, die im unberührten Auenland beheimatet ist ("The last ship", "August winds"). Er feiert seine keltischen Wurzeln mit prononciertem Akzent und treibt die irische Truppe von Lord of the Dance an ("Ballad of the great eastern"). Dazu hebt er seine unverwechselbare Stimme und erzählt in schwergewichtigen und pathoserfüllten Songs wie "Dead man's boots" und "The night the pugilist learned how to dance" von Kindheitserinnerungen, Heimkehr, Selbsterfahrung und Vergänglichkeit. Bilder, die einem beim Hören von "The last ship" vor Augen geführt werden und bald auch am Broadway zu sehen sein werden. Denn dort wird das gleichnamige Theaterstück von Sting aufgeführt, an dem er seit drei Jahren intensiv arbeitet.

Das Album klingt dadurch stellenweise wie ein Soundtrack. Ein Soundtrack des Lebens mit keltischen Klängen, die aus Stings Heimat stammen. Manchmal denkt man bei "The last ship" an ein Hörbuch, wenn Sting mit seiner rauen Stimme vom Niedergang des Schiffsbaus im englischen Newcastle der 80er Jahre erzählt. Von Sprechgesang sind auch seine Balladen auf dem Album geprägt. Stücke wie "I love her but she loves someone else" und "The last ship" zeigen Sting als Singer-Songwriter. Ein Rock-Poet, der dieses Mal mit der eindeutigen Stimme seiner englischen Heimat von der Vielschichtigkeit menschlicher Beziehungen und vom hohen Stellenwert von Familie und Gemeinschaft mehr spricht als singt.

Vor allem das himmlische, balladeske "So to speak" bleibt länger im Gedächtnis haften. Das Duett mit der süßen Becky Unthank besticht mit einer wunderschönen, harmonischen Melodie, mit sanften Streichern und klagendem Klavier, die an das Lied zum Untergang der Titanic erinnern. Am Ende schippert das Schiff dem Sonnenuntergang entgegen, die Flaschenpost kreuzt unseren Blick, die Schiffsglocke läutet und der Vorhang fällt. Applaus!

(Natalie Cada)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • So to speak
  • The last ship

Tracklist

  1. The last ship
  2. Dead man's boots
  3. And yet
  4. August winds
  5. Language of birds
  6. Practical arrangements
  7. The night the pugilist learnt how to dance
  8. Ballad of the great eastern
  9. What have we got? - featuring Jimmy Nail
  10. I love her but she loves someone else
  11. So to speak - featuring Becky Unthan
  12. The last ship (Reprise)

Gesamtspielzeit: 45:24 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread
Dein Name:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Cowboy
2013-11-09 23:06:39 Uhr
Ein Anti-Stink-Shirt hätte ich acuh mal so gerne.
Depp Jones
2013-11-09 21:54:53 Uhr
...hat mir gut gefallen, das Lied bei Wetten dass !!!
Dabei liegt bei mir im Schrank das Anti-Sting-Shirt "Ugh" von Chumbawamba !!!
Robin
2013-08-13 12:30:14 Uhr
Sein Kolben gut geölt - so klingt und klongt das neue Album. Geil.
Elisa
2013-08-13 11:04:42 Uhr
Sting ist noch ein echter Musiker, ganz im Gegenteil zu Tom York, der ist ehe rein überkandidelter Möchtegern-Künstler uind exalteirter Selfdarsteller.
gaylord knows whats up
2013-08-12 22:26:07 Uhr
gemeinsam mit Rob Mathes, den Sting „meinen Löwen“ nennt

total gay ey
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum du diesen Post melden möchtest.

Weitere Rezensionen im Plattentests.de-Archiv

Threads im Plattentests.de-Forum