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Soundtrack - Spider-Man

Soundtrack- Spider-Man

Columbia / Roadrunner / Island Def Jam / Sony Soundtrax
VÖ: 10.06.2002

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Size does matter

Alle Jahre wieder gibt es ihn. Den "Armageddon", "Batman" oder "Independence day". Das, was man früher "Kassenknüller" genannt hatte und nun neudeutsch auf "Blockbuster" hört. Kein gewöhnlicher Film, sondern ein Kinoereignis, wie uns die Marketing-Maschinerie weismachen will. "Spider-Man" heißt der Kino-Sommerhit vom Reißbrett diesmal, und nachdem im Falle der letzten überdimensionierten Comic-Verfilmung "Godzilla" das Konzept nur bedingt aufging, stehen diesmal wieder alle Zeichen auf Erfolg. 100 Millionen Dollar spielte der Streifen am Startwochenende in den Staaten ein, bekommt man zu hören. Und steht ehe man sich versieht selbst an der Kinokasse, um seine hart erarbeiteten Euros gegen Hirnzerstreuung erster Güte einzutauschen.

Und da Kino-Ereignisse dieser Art nie ohne das große Happy End-Ereignis auskommen, wurde auch wieder dringend das passende Musik-Ereignis für eben jenes Szenen-Ereignis benötigt. Für jenen Moment, in dem alle Dämme brechen und sich der glamouröse Held die Asche der wahlweise getoasteten, geblasteten oder an die Wand gelaserten Schurken von den Schultern klopft und seiner Heldendame tief in die blauen Augen schaut. Im Falle von "Spider-Man" dröhnt die XXL-Ballade zwar erst zum Abspann aus den Kino-Lautsprechern, heißt aber dafür originellerweise "Hero". Die Lizenz zum Schmettern bekamen diesmal Nickelbacks Chad Kroeger und Salivas Josey Scott, die genau da weitermachen, wo die Tränen von Aerosmiths "I don't want to miss a thing" immer noch kaum getrocknet sind. Bei so viel geradlinig auf schmackhaft gerührter New Rock-Götterspeise will man lieber gar nicht nachhören, welche zuckrigen Peter denn sonst noch in der "Spider-Man"-Schüssel wackeln.

Tatsächlich jedoch ist der Soundtrack für so manche Überraschung gut. So findet sich zwischen dem dreisten Beastie Boys-Abklatsch von Sum 41 und Einheitsbrei von Alien Ant Farm doch tatsächlich eine hübsche Schrammel-Perle der Strokes. Und zwischen zahlreichem New Rock-Durchschnitt sorgen Pete Yorn, die Hives, Macy Gray im Tom Morello-Remix oder die auffallend talentierten Pearl Jam-Kopisten Default für willkommene Abwechslung. Einmal gar möchte man sich am liebsten verdutzt Augen und Ohren gleichzeitig reiben, wenn man denn nur genügend Hände hätte. Slipknots Corey Taylor nämlich hätte man gewiß alles zugetraut, eine fein arrangierte und wunderschön gesungene Solo-Ballade bar jeder Effekthascherei allerdings ganz bestimmt nicht. Ob er für "Bother" von seinen Bandkollegen den Weirdo-Titel und die Affen-Maske abgenommen bekommt? Und ob der artgerecht maskierte Spider-Man an seiner Stelle bei Slipknot einsteigt? Der zweite Teil wird es zeigen...

(Armin Linder)

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Highlights

  • Somebody else (Bleu)
  • Blind (Default)
  • Bother (Corey Taylor)
  • When it started (The Strokes)
  • Undercover (Pete Yorn)

Tracklist

  1. Theme from Spider Man
  2. Hero (Chad Kroeger feat. Josey Scott)
  3. What we're all about (Original version) (Sum 41)
  4. Learn to crawl (Black Lab)
  5. Somebody else (Bleu)
  6. Bug Bytes (Alien Ant Farm)
  7. Blind (Default)
  8. Bother (Corey Taylor)
  9. Shelter (Greenwheel)
  10. When it started (The Strokes)
  11. Hate to say I told you so (The Hives)
  12. Invisible man (Theory Of A Dead Man)
  13. Undercover (Pete Yorn)
  14. My nutmeg phantasy (Morello Mix) (Macy Gray)
  15. I-IV-V (Injected)
  16. She was my girl (Jerry Cantrell)
  17. Main titles (Danny Elfman)
  18. Farewell (Danny Elfman)
  19. Theme from Spider Man (Aerosmith)

Gesamtspielzeit: 65:43 min.

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