Nightmares On Wax - Feelin good

Nightmares On Wax- Feelin good

Warp / Rough Trade
VÖ: 13.09.2013

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Downbeat auf Ibiza

George Evelyn liebt die Sonne auf Ibiza. Und noch mehr liebt er es, Musik in der Sonne zu produzieren. Seiner neuen Platte hört man das balearische Partyinsel-Feeling an. Vor allem die erste Single "Now is the time" klingt wie ein Hommage an den Bee Gees-Discoklassiker "Nightfever", der durch die Sample-Remix-Maschine gejagt wurde und als Disco-Dub-Kreatur mit Reggae, Motown, Soul- und Funk-Allüren in neuem, zeitgenössischem Kostüm um die Ecke kommt.

Seit sieben Jahren lebt George Evelyn auf Ibiza und betreibt dort die Partyreihe "Wax Da Jam". Und während neben seinem klassischen Feel-Good-Sound in Zeitlupe den Nightmares On Wax ausmacht, finden sich einige Songs auf seiner neuen Platte, die nach einer guten Party rufen. Songs wie "Eye can’t see" und "Tapestry" rufen die feiernde Meute auf die Tanzfläche, die Lust auf Discosounds mit elektronischen Klängen und Nightmares on Wax typischen Dub-Beats haben. Dazu kommen experimentelle Ausflüge auf "Be, I do" mit afrikanischen Klängen, die aus der vokalen Soundmachine schöpfen und an einen nostalgischen Trip ins Dschungelbuch erinnern lassen.

Auch die schleppenden Beats im epischen Soundgewand dürfen auf einer Nightmares-On-Wax-Platte auf keinen Fall fehlen. "So here we are" und "Master plan" sind typische Downbeat-Nummern mit HipHop und Soul in Relax-Manier, die wie immer gut funktionieren. Dazu liefert Sebastian Studnitzky von Jazzanova die Streicherorchestrierung, und neben der klagenden Violine gibt das Saxophon den schwofenden Groove an. Weiter mitgeholfen haben der deutsche Jazzvirtuose Wolfgang Haffner, sowie Sänger Mozez von Zero 7 und die kalifornische Folksängerin Katy Gray. Gleich einen ganzen Gospelchor denkt man bei "Give thx" zu hören, der als klatschende Kirchenmeute den energetisch-emotionalen Track auf eine höhere Ebene hievt. Eine andere Religion würdigt Evelyn mit seinem Mantra-Gesang im Song "Om sweet h(om)e": eine gewöhnungsbedürftige Interpretation von meditierenden Mönchen mit Yoga-Musik und sicher nicht der beste Track auf dem Album. Aber dem alten HipHop-Hasen im DJ- und Remix-Business sei jedes Sample oder Inspiration erlaubt. Der entspannten Stimmung der Platte tut dieser Song keinen Abbruch, denn die Party unter der Sonne geht weiter.

(Natalie Cada)

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Highlights

  • So here we are
  • Give thx
  • Now is the time

Tracklist

  1. So here we are
  2. Be, I do
  3. Master plan
  4. Luna 2 (feat. Wolfgang Haffner)
  5. Now is the time
  6. Give thx
  7. Eye (can't see)
  8. Tapestry
  9. There 4 u
  10. Om sweet h(om)e

Gesamtspielzeit: 46:56 min.

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