Thriftstore Masterpiece - Trouble is a lonesome town

Thriftstore Masterpiece- Trouble is a lonesome town

SideOneDummy / Cargo
VÖ: 12.07.2013

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Meine Knarre, mein Pferd und ich

Exotische Countrymusik mit vibrierenden Gitarrenakkorden, einem wummernden Bass. Dazu unheimliche Bilder aus Filmstreifen wie "From dusk till dawn". Visionen von Kampfszenen zwischen Bud Spencer und Terence Hill. Erinnerungen an den Americas Klassiker "A horse with no name". Aber hier liegt kein Soundtrack eines Quentin-Tarantino-Films vor, der von Ennio Morricone komponiert wurde, auch wenn der Sound und Titel des Albums durchaus an diese Referenzen erinnert. Denn "Trouble is a lonesome town" wurde 1963 von Lee Hazelwood veröffentlicht, als einfache Sammlung von Solo-Akustiksongs, die durch eine Erzählstimme zusammengehalten wird und das Leben in einer fiktionalen Kleinstadt mit Outlaws, Dieben und Arbeitern beschreibt. Fünfzig Jahre später wurde nun das Lee-Hazelwood-Debüt neu eingespielt. Von einer lose zusammengestellten, sich ständig wechselten Truppe namens Thriftstore Masterpiece, die sich zur Aufgabe gestellt hat, vergessene Meilensteine der Rock- und Popgeschichte zu würdigen. Das Musikerkollektiv, derzeit bestehend aus Pete Yorn, Frank Black (Pixies), Isaac Brock (Modest Mouse), Courtney Taylor-Taylor (The Dandy Warhols), Eddie Argos (Art Brut) und dem mittlerweile verstorbenen Larry Norman spielte die Songs Hazelwoods mit neuer Interpretation, neuer Produktion und mit neuem Gesang ein.

Der Sound kommt direkt aus dem Süden Amerikas. Mit Pauken und traurigen Trompeten wird hier das Leben von Gaunern und Banditen besungen und das unlustige Treiben des armen "Ugly Brown", der sogar von seinem eigenen Hund gebissen wird. Dazu noch die Fiddle und die Mundharmonika und das Bild des lonesome Cowboy, der gar nicht gut aussieht, aber dafür spitzenmäßig singen kann, bleibt im Kopf. Die Trauerstimmung wird mit "We all make the flowers grow" und der süßlichen Stimme einer Dame namens Kristin Blix verscheucht. Der Gaul galoppiert wieder durch die Wüste, und Banjo, Trompete und Kastagnetten weisen ihm den Weg.

Moderne Anklänge kriegt das Konzeptalbum vor allem durch die neuen Stimmen, die den Zuhörer wieder in das Hier und Jetzt bringen. Allen voran Isaac Brock von Modest Mouse, der neben der fetzigen Country- und Westernmusik den Song "The railroad" vor allem mit seiner unverwechselbaren Singstimme neu interpretiert. Auch Eddie Argos verleiht den alten Hazelwood-Songs neues Leben. Verwurzelt in den Südstaaten der 60er Jahre, verwandelt er "Peculiar guy" mit elektrischen Gitarren und rotziger Stimmgewalt in einen postmodernen, urbanen Rocksong. Hüa.

(Natalie Cada)

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Highlights

  • Ugly brown - featuring Larry Norman
  • The railroad - featuring Isaac Brock
  • Peculiar guy - featuring Eddie Argos

Tracklist

  1. Long black train - featuring Frank Black
  2. Ugly brown - featuring Larry Norman
  3. Son of a gun - featuring Frank Black
  4. We all make the flowers grow - featuring Kristin Blix
  5. Run boy run - featuring Frank Black
  6. Six feet of chain - featuring Pete Yorn
  7. The railroad - featuring Isaac Brock
  8. Look at that woman - featuring Courtney Taylor
  9. Peculiar guy - featuring Eddie Argos
  10. Trouble is a lonesome town - featuring Larry Norman

Gesamtspielzeit: 44:41 min.

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