Lenka - Shadows

Lenka- Shadows

Epic / Sony
VÖ: 21.06.2013

Unsere Bewertung: 3/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Biene Lala

Ein bisschen Glitzer, Glitzer: Lenka ist auf ihrem dritten Album "Shadows" nicht weniger mädchenhaft als auf den Vorgängern. Ihr Stil hat sich nicht verändert, ihre Qualität auch nicht. Die Australierin gehört eben doch eher zu denen, die ein bis zwei gute Songs haben, die man dann in den Charts oder wahlweise in der Werbung wiederentdeckt, und mehr auch nicht. Auf "Shadows" lässt sich dieser Hit, wenn überhaupt, nur mühsam entdecken. Denn "Everything at once" fehlt hier. Auch wenn es durch die Mircrosoft-Werbung erst Ende 2012 ein Hit wurde, stammt es noch vom Vorgänger-Album "Two".

Wenn schon der Opener keinen Spaß macht, wird der Rest der Platte meist auch nicht besser. Das ist hier nicht anders. "Nothing here but love" befindet sich im ständigen Auf und Ab. Hoher Ton, tiefer Ton, hoher Ton, tiefer Ton. Eine kurze Pause mit Klängen, die wie ein lautes Ausatmen klingen, macht es auch nicht besser. Mit sanften Xylophontönen geht es dann bei "Faster with you" weiter. Klingt nach Weihnachten, ist es aber nicht. So was geschenkt bekommen möchte niemand. Der Drang, nach Jazz klingen zu wollen, liegt in der Luft. Ist das jetzt schon Fahrstuhlmusik? Wenn ja, dann doch lieber Treppen laufen. Die Stimmung hebt sich auch nicht bei "Heart to the party", bei dem man titelgemäß endlich den ersehnten, guten Song erwartet. Allerdings entpuppt dieser sich dann als die säuselige Fortsetzung von "Faster with you". Und die Sehnsucht wird größer.

Doch dann endlich die Kehrtwendung: Die Hummeln kriechen aus ihren Löchern, die Sonne scheint und freut sich. Denn das folgende Stück "After the winter" ist nicht nur erträglich, sogar noch überraschend gut, wenn man die anderen Songs davor kennt. Das weckt Erinnerungen an Lenkas ersten großen Erfolg "The show". Nur dass "After with you" wesentlich ruhiger ist. Aber ein bisschen Licht am Ende des Tunnels war bitter nötig, wenn auch danach gleich der nächste Tunnel folgt. Nach so großer, erlösender Euphorie lässt sich die zweite Hälfte nach dem Licht auch gleich besser ertragen. Eine musikalische Überraschung bleibt allerdings, fast wie erwartet, aus.

Auch inhaltlich ist Lenka nicht kreativer geworden. Sie singt nach wie vor über Liebe, (das Ende von) Beziehungen und auch darüber, eine Honigbiene zu sein. Alles beim Alten also. Musik von und für Mädchen. Da verwundert es ab und an, dass sie auf ihrem Cover nicht gleich mit einem "Jungs verboten!"-Schild posiert. Vielleicht ja beim nächsten Mal.

(Lena Zschirpe)

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Highlights

  • After the winter

Tracklist

  1. Nothing here but love
  2. Faster with you
  3. Heart to the party
  4. After the winter
  5. Find a way to you
  6. Honeybee
  7. No harm tonight
  8. Two heartbeats
  9. Monster
  10. Nothing
  11. The top of memory lane

Gesamtspielzeit: 39:54 min.

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