Frida Gold - Liebe ist meine Religion

Frida Gold- Liebe ist meine Religion

Warner
VÖ: 28.06.2013

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Pop den ganzen Weg

Nach genügend TV-Präsenz in den vergangenen Monaten mit Auftritten beim Echo oder Eurovision Song Contest ist es jetzt Zeit für ein weiteres Album von Frida Gold. Das berühmt-berüchtigte und für Angst und Panik sorgende Zweitwerk. Nach viel Lob und Applaus für das Debüt "Juwel" und dem Versuch, mit dem Song "Wovon sollen wir träumen" eine Generation zu definieren, ist man gespannt, was Sängerin Alina Süggeler und ihre Bandkollegen aus dem Ruhrgebiet nachliefern.

Nicht aus dem Pott, sondern aus Los Angeles kommt der Nachfolger: "Liebe ist meine Religion". Von einer Last des Zweitlings ist nichts zu spüren. Frida Gold schließen musikalisch mit discoisiertem Indie-Pop direkt an "Juwel" an. Die Platte ist aalglatt produziert, liefert die eingängigen Hit-Singles, die in allen TV-Shows glänzen und im Mainstream-Radio hoch und runter gespielt werden können. Hier fällt kein Ton aus der Reihe. Kein Schrammeln, keine Kanten, keine Ausflüge oder waghalsigen Experimente, alles blitzt und glitzert. Dafür aber mit deutlich mehr Disco und Pop und weniger Indie als noch vor zwei Jahren.

Frida Gold laden also auch 2013 auf die Tanzfläche ein, und alle verstehen den Text und singen mit. Vorreiter ist die erste Single "Liebe ist meine Rebellion". Das Lied hätte dank seiner Eingängigkeit und des großen Wiedererkennungswerts als halbe Coverversion von Galas Eurodance-Klassiker "Freed from desire" aus dem Jahr 1996 große Chancen, beim Eurovision Song Contest hoch zu punkten. Wenn da nicht Neuauflagen fremder Songs verboten wären. Alles, was Pop braucht, schafft es in diesen Song: vier Minuten lang große Gefühle, eine große Melodie, hochtrabende Worte, griffige Hooklines und eine perfekte Produktion, die selbst Dieter Bohlen nicht besser geglückt wäre.

Mit melodischen und harmonischen Strukturen im Popgewand geht es auch den Rest des Albums weiter. Hier und da blitzen elektronische Töne auf, wie etwa bei "Die Dinge haben sich verändert" und "Leuchten". Ab und an grüßen die alten Bekannten wie Rosenstolz oder bei besseren Titeln wie "6 Billionen" und "Deine Liebe" auch Mieze und ihre Band Mia.. Dann kommen wieder Erinnerungen an den selbsternannten Pop-Titan Bohlen. Denn Titel wie "Große Erwartungen" und "Rosegarden" könnten auch aus seiner Feder stammen und würden einer Yvonne Catterfeld super stehen. Alle Songs auf "Liebe ist meine Religion" sind fest verpackt im Mainstream-Gedöns namens Pop – leicht zugänglich und mit dem nötigen Quäntchen Wiedererkennbarkeit, um in den Radio-Charts und den Großraumdiscos auch außerhalb Hattingens zu landen.

(Natalie Cada)

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Highlights

  • 6 Billionen
  • Deine Liebe

Tracklist

  1. 6 Billionen
  2. Liebe ist meine Rebellion
  3. Die Dinge haben sich verändert
  4. Leuchten
  5. Rosegarden
  6. Himmelblau
  7. The time is always now
  8. Im Rausch der Gezeiten
  9. Im nächsten Leben
  10. Miss you
  11. Große Erwartungen
  12. Deine Liebe

Gesamtspielzeit: 47:09 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Gähn:Zzzzz
2013-06-27 10:09:36 Uhr
Was der Herr Winkler in seienm Alter für eine depermierende Schreibe hat.Da kann er sich sätze wie "Denn der Intellekt, der sich ausführlich ärgern möchte über Texte..." sparen. Denn wo der Intellekt fehlt, muss er sich auch nicht ärgern, der Rockrentner.

Zero as a Limit

Postings: 2

Registriert seit 20.06.2013

2013-06-27 10:02:55 Uhr
Wenn er nicht schon längst als solche bekannt wäre, hätte sich Thomas Winkler vom me spätestens hiermit endgültig zur Sau gemacht:

http://blog.zeit.de/tontraeger/2013/06/24/frida-gold-liebe-rebellion_16063

Warum kann er nicht einfach zugeben, dass er auf Plastikscheiße steht?
Goalbjörn
2013-06-26 21:53:20 Uhr
Von meinem schwuIen Papa
oh yeah
2013-06-26 11:35:44 Uhr
Alina Suck eler - hooooooot!
Markus K Lanz
2013-06-26 11:17:32 Uhr
Von wem?
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