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Paramore - Paramore

Paramore- Paramore

Atlantic / Warner
VÖ: 05.04.2013

Unsere Bewertung: 2/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Haare schön

Von Paramore werden drei Dinge in Erinnerung bleiben:

1. Die feuerroten Haare von Frontfrau Hayley Williams unter schnieker blauer Mütze im Video zu "Decode".

Der Song machte damals Stimmung zum Twilight-Hype. Natürlich für die falsche Seite, für den ganzen reaktionären und intellektuell beleidigend tief stapelnden Schmonz, der Millionen jungen Mädchen in den Kopf pflanzte, die Welt solle so sein wie bei Stephenie Meyer, vielleicht ohne Werwölfe, Unsterblichkeit und - leider - Robert Pattinson in Grabschweite. Aber dennoch, hier sind die Gefühle noch rein, die Mädchen noch unbefleckt und die Helden noch Männer.

2. Die Bildchen von Hayley Williams' blankem Busen im Netz.

Wir erinnern uns, unbefleckte Mädchen, eigentlich, aber auch die Jungs brauchen natürlich was zum Gucken und Träumen, also her mit den Wichsvorlagen für die Bibeltreuen. Da fügt es sich perfekt, dass auch Paramore bei ihrem Wischiwaschi-Existentialistenrock, der die ganze Zeit schwadroniert von Schuld, Scham und den Ausflüssen der eigenen Verklemmtheit, überzeugte Christen sind. Aber natürlich nicht in einem intellektuell fordernden Sinne, nicht als Denkübung Joseph Ratzingers. Nee, hier wird nur brav am Schluss Jesus Christus gedankt.

3. Der Song "I caught myself", bei dessen großem Refrain man ausnahmsweise mal nicht direkt den Mittelfinger zeigen will, wenn Williams einem mit ausgebreiteten Armen entgegenstolpert.

Aber natürlich hat auch diesem Song eine völlig unbekannte Sängerin names Elif in einer Castingshow vor Jahren mehr Seele eingehaucht, als eine Hayley Williams samt Breitwandproduktion im Rücken es je könnte. Diese Elif aus der Sendung "Popstars" ist immerhin gesegnet mit einem Charisma für Zwei und einer Stimme, der auch jede noch so beschissene Karriereplanung nicht diesen störrischen letzten Rest an Leben austreiben kann.

(Nicklas Baschek)

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Highlights

  • -

Tracklist

  1. Fast in my car
  2. Now
  3. Grow up
  4. Daydreaming
  5. Interlude: Moving on
  6. Ain't it fun
  7. Part II
  8. Last hope
  9. Still into you
  10. Anklebiters
  11. Interlude: Holiday
  12. Proof
  13. Hate to see
  14. Your heart brak
  15. (One of those) Crazy girls
  16. Interlude: I'm not angry anymore
  17. Be alone
  18. Future

Gesamtspielzeit: 63:58 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 7115

Registriert seit 26.02.2016

2020-05-18 13:36:25 Uhr
Fun Fact: Paramore sind eine der wenigen Bands, die mit jedem Album bei RYM chronologisch gesehen jeweils bessere Wertungen bekommen.

Vennart

Postings: 661

Registriert seit 24.03.2014

2020-05-17 23:47:58 Uhr
Was ist den bitte mit den Paramore Rezensionen auf plattentests los? Aber die zum self-titled ist besonders frech.

SussexRoyal

Postings: 394

Registriert seit 10.04.2020

2020-05-17 11:32:25 Uhr
Was mich wundert ist, dass der Autor der Rezi Nicklas Baschek sonst eigentlich eher einer der seriöseren Leute von PT ist/war (weiß nicht ob er noch hier schreibt). Hat auch für die Zeit und Spex geschrieben, eine Dissertation über Luhmann verfasst und dieses Jahr ist ein Buch über Kendrick Lamar von ihm erschienen. Naja, jeder macht mal Fehler^^

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 8809

Registriert seit 23.07.2014

2020-05-17 11:09:24 Uhr
Immerhin sind wir uns bei der Rezi einig :p

Da sollte sich jeder mit gesundem Menschenverstand einig sein. :D Furchtbare Rezension.

El arco

Postings: 87

Registriert seit 02.12.2019

2020-05-17 08:18:13 Uhr
Ja, ich stimme da MopedTobias zu. Nichts weltbewegendes. Jedoch hat mir das Album eine Weile echt Spaß gemacht. Vor allem wegen Ain‘t it fun, still into you und last hope. 3 tolle popperlen.
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