Various Artists - Songs - The best of the singer/songwriters

Various Artists- Songs - The best of the singer/songwriters

WSM
VÖ: 06.05.2002

Unsere Bewertung: Ohne Bewertung

Eure Ø-Bewertung: 7/10

One man show

Was sich die Plattenindustrie nicht alles einfallen läßt. Kaum ein Genre, Subgenre oder Subsubgenre, das nicht bereits mit einem Sampler, einer Samplerreihe oder ganzen Samplerenzyklopädien gesegnet wurde. "Best of Reggae", "Best of Heimatfilmcore" oder "Best of Putzfrauen-rülpsen-Mozart-Symphonien-rückwärts". Nichts ist unmöglich, und es gibt nichts, was es nicht gibt.

Nun schickt sich ein Majorlabel endlich an, auch noch die letzte nicht vorhandene Marktlücke zu stopfen. "Songs - The best of the singer/songwriters" heißt die Compilation, auf die die Welt gerade noch gewartet hat. Und um es nicht bei der bloßen Absicht zu belassen, wurde dafür auch noch fast alles an Legenden rekrutiert, was Rang und Namen hat - oder sich nicht rechtzeitig wehren konnte. So darf der gute alte Bob Dylan seinen "Mr. Tambourine Man" runterknödeln oder Billy Joel sich beim "Piano man" die Finger verknoten. Und auch Cat Stevens, Van Morisson, Tim und Jeff Buckley, Nick Drake, Lou Reed und Nick Cave kommen zu verdienten Ehren, um dem angepriesenen "Best of"-Charakter der Doppel-CD Butter bei die Fische zu geben.

Daß Eric Clapton seine "Layla" unplugged hingegen lieber für die "Best of Songs-die-man-gerne-beim-Italiener-hört-aber-auch-nur-da-und-nirgends-anders"-Compilation gezwirbelt und Rod Stewart nebst Donovan am besten gleich mitgenommen hätte, wen kümmert's? Daß weit und breit kein Cohen, Young oder Springsteen zu hören ist, wen kümmert's? Daß die weibliche Gilde derart unterrepräsentiert ist, daß sogar Elton John mit seinem "Your song"-Gejaule in die Presche springen muß, wen kümmert's? Denn wenn selbst die jungen Wilden wie David Gray, Ryan Adams oder Badly Drawn Boy derart sorgfältig ausgewählt sind, daß sie zwischen den alten Recken kaum auffallen, können sich die rülpsenden Putzfrauen an der Spitze der Sampler-Charts auf ordentlich Feuer unterm Hintern gefaßt machen.

(Armin Linder)

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Highlights

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Tracklist

  • CD 1
    1. Baby can I hold you (Tracy Chapman)
    2. Your song (Elton John)
    3. Layla (Unplugged version) (Eric Clapton)
    4. Father & son (Cat Stevens)
    5. Babylon (David Gray)
    6. Ironic (Unplugged) (Alanis Morissette)
    7. Wicked game (Chris Isaak)
    8. Oh my sweet Carolina (Ryan Adams)
    9. Wildflowers (Tom Petty)
    10. A new England (Billy Bragg)
    11. You're so vain (Carly Simon)
    12. Love the one you're with (Stephen Stills)
    13. Cats in the cradle (Harry Chapin)
    14. Time has told me (Nick Drake)
    15. Piano man (Billy Joel)
    16. Catch the wind (Donovan)
    17. Morning glory (Tim Buckley)
    18. Everybody here wants you (Jeff Buckley)
    19. Down river (David Ackles)
    20. Love and affection (Joan Armatrading)
  • CD 2
    1. Mr. Tambourine Man (Bob Dylan)
    2. Brown-eyed girl (Alternate take) (Van Morisson)
    3. Walking in Memphis (Marc Cohn)
    4. Mother and child reunion (Paul Simon)
    5. Wild wood (Paul Weller)
    6. Mandolin wind (Rod Stewart)
    7. Short people (Randy Newman)
    8. All this useless beauty (Elvis Costello)
    9. Rainy night in Georgia (Tony Joe White)
    10. Ain't no sunshine (Bill Withers)
    11. Song from Hope St (Brooklyn, NY) (David Kitt)
    12. The shining (Badly Drawn Boy)
    13. Anchorage (Michelle Shocked)
    14. Frederick (Patti Smith Group)
    15. Me and Bobby McGee (Kris Kristofferson (With Jackson Browne))
    16. Running on empty (Jackson Browne)
    17. If I were a carpenter (Tim Hardin)
    18. She cries your name (Beth Orton)
    19. Where the wild roses grow (Nick Cave & Kylie Minogue)
    20. Perfect day (live) (Lou Reed)

Gesamtspielzeit: 158:05 min.

Referenzen

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