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universal.slave.driver - Undo

universal.slave.driver- Undo

Moving Magnet / Finest Noise / bluNoise
VÖ: 02.05.2002

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Daumenschraubenzieher

Zielstrebig holt jemand den Werkzeugkasten aus dem Schrank. Selbstverständlich besteht sein Inhalt vornehmlich aus Metall: Stahl und Chrom, rostfrei. Ein Grinsen überzieht sein kantiges Gesicht. Es scheppert präzise, als der Kasten zu Boden geworfen wird. Sein Besitzer wendet sich anderem, moderner wirkendem Spielzeug zu. Der Universal Slave Driver wird gestartet, und Pro Tools fährt hoch. Der Rechner läßt sich jedoch mit recht klassischem Gekrache füttern. Die Gitarren brüllen, und die Kessel ächzen. Noise, Metal, Rock, Indie - und die Schallwellen haben Sägezähne.

Was da aus Rheinhessen auf die Menschheit losgelassen wird, hat mit Wein, Fassenacht und Mainzelmännchen nicht mal in der Peripherie zu tun. Vertraut wird diese eigentümliche Mischung vor allem auf jene wirken, die den Klängen des Troisdorfer Klangkombinats bluNoise angetan sind. Was kaum verwunderlich ist, wird das Debüt von universal.slave.driver doch von eben dieser Lärm-Connection vertrieben.

Die Reduktion aufs Wesentliche steht auch bei dem unfröhlich drauflos knüppelnden Dreier im Mittelpunkt. Oft genug genügen sich die Lärmarbeiter selbst und schweigen zum eigenen Gedonner. Gezerrte Membranen und rumpelnde Rhythmen trotzen dem Gehör und treten bereitwillig in die herumliegenden Faßangeln. Bekommt man jedoch im einen Augenblick blitzende Metalle und kantige Riffs um die Ohren gedroschen, schweben im nächsten Moment Melodiefetzen heran, die den Kampf gegen den ohrenbetäubenden Lärm anzunehmen scheinen.

Immer dann, wenn sich Gaststimme Oliver Fries den Songs annimmt, macht sich ein herbes Indie-Feeling breit. Beim vertrackten "Can't complain" und dem beinahe hymnischen "Plastic" schmeckt die Luft dezent nach Ohrwurm. Unnachgiebig fegen "Bit of fiction" und das Ulme-Cover "Hating yours" über das Trommelfell hinweg. Hier wird nicht nach Melodie und Eingängigkeit geschielt. Kein Rechtsclick wirkt virtuos, kein Riff zittert ohne Absicht. Mit Hammer und Meißel in der Hand kratzt man die eigene Signatur in die Schiefertafel. Manchmal jedoch würde es auch ein wenig Kreide tun. Aber die war im Werkzeugkasten wohl nicht zu finden.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Bit of fiction
  • Plastic
  • Can\'t complain

Tracklist

  1. Prelude
  2. Bit of fiction
  3. This time
  4. Interlude
  5. Quick
  6. Plastic
  7. Unit
  8. Can't complain
  9. Better
  10. Hating yours
  11. Down there

Gesamtspielzeit: 40:13 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
6of6
2002-06-24 13:31:18 Uhr
Wie meinstn das jetz?
universal.slave.driver
2002-06-23 22:56:24 Uhr
wir haben wohl irgendwann die "scumbucket-aficionados-referrrrrenzzzzz" verloren! seufz...
6of6
2002-06-04 14:43:25 Uhr
Wenn ich auch mal was dazu sagen darf: Weder klingen U.S.D. nach Blackmail & Ko. & Co. - noch klingen sie nach Staind oder ähnlichem Gejangel.
Letztlich klingen sie ziemlich eigen mit Rotz- bzw. Stoner-mäßigem Einschlag. DICK

Was mich interessieren würde, wäre wann die Buben sich denn mal bequemen live den Betonteppich auszurollen. Ich könnte die Ansage beisteuern: "And now, ladies and gentlemen, the band we've all been waiting to see..."
lexotanil
2002-06-03 09:14:08 Uhr
@mammmma: what??????? staind??????? pappaR?????
hilfe!!!

liebe staind fans, bitte kauft unser euch nicht das neue universal.slave.driver album! es würde euch nicht gefallen!!!! kauft euch lieber die neue liquido! die is auch so richtig schön scheisse.......

@oliver: danke! du wirst mir immer symathischer!

checkt mal den neuen visions new&unexplored sampler.
Oliver Ding
2002-06-01 19:19:14 Uhr
Transonic Science wären gerne so wie Kyuss. Leider sind sie reichlich verzichtbar.
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