Sugarplum Fairy - First round first minute

Vertigo / Universal
VÖ: 18.08.2006
Unsere Bewertung: 7/10
7/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
7/10

Ring frei!

Über 2.000 Beiträge lang stritten sich im Plattentests.de-Forum bis zu diesem Tag diverse Menschen über die musikalische Wertigkeit der Band Sugarplum Fairy. Zwei der Bandmitglieder sind bekanntlich Brüder von Mando-Diao-Frontmann Gustaf Norén. Die Sugarplum-Fairy-Burschen haben es also in der Popwelt nicht leicht als deren Nachkommen. Dies dokumentiert der Forum-Schriftwechsel der vergangenen Jahre. Am 30.11.2004 um 17.04 Uhr ist es gewisser Armin, der für die "Mando-Diao-Sippe" hier den Namen Sugarplum Fairy aus dem Hut zaubert. Eine CD namens "Young and armed" würde anstehen. Ring frei für all die Verteidiger des guten Geschmacks. Am 18.01.2005 um 20.15 Uhr meldet sich ein Forumsteilnehmer namens "Vapour trail" und schreibt: "Also wenn die bösen gerüchte über sugarplum fairy stimmen...ähm...dann sind sie ganz arme würstchen!!" Ihm schließen sich viele Menschen an. Andere wiederum halten es eher mit Doris, die am 21.07.2005, um 19.09 Uhr mit noch mehr Ausrufezeichen ihre Liebe für Sugarplum Fairy in Worte faßt: "das album ist wirklich soooooo schön!!!!!!! ich liebe es!!!!".

History repeating! Am 21. Juni 2006 um 19.04 ist es einmal mehr ein gewisser Armin, der einen Forumsthread eröffnet. Diesmal geht es um das Album "First round first minute", das wiederum von einer Band namens Sugarplum Fairy stamme. Und zum Zeitpunkt des Niederschreibens dieser Rezension sind es schon wieder gute 300 Menschen, die ihren Senf zu diesen Burschen abgelassen haben. Die Gemüter werden sich nicht beruhigen. Komisch, dabei ist doch "First round first minute" eine gute Rock-Platte. Sugarplum Fairy verstehen brillant die Disziplin, den Rock retro klingen zu lassen. Sie schütteln feine Melodien aus dem Gitarrenbauch; und das amtliche Posen haben sie auch auf der Pfanne.

"Last chance" ist ein sehr schöner Eröffnungstrack. Ein pfiffiger Chorus und Gitarren, die sich fulminant austoben. Der Baß stottert im Stakkato. So kann's losgehen. Und so geht es weiter. Auf "She", der erste Single, geht derzeit ganz Schweden steil. Nicht zu unrecht. "Don't wake us up" gewinnt Charme durch sanften Soul-Einschlag. Bis dahin keine außergewöhnlichen Besonderheiten. Aber auch keine besonderen Ausfälle. Mit dem feinen Crescendo von "The soul of the sun" (könnte auch ein Oasis-Titel sein) nimmt die Platte ihren Lauf. Musikalisch würden sich die Gallaghers hier wohl gerne ein Scheibchen abschneiden. Schreiben wir jetzt mal so. Und wissen, daß das Forum solche Sätze hassen oder lieben wird. Erst mit dem achten Track, mit "My soul, my secret", hält die Ballade Einzug. Das ist relativ spät, gemessen an der Tatsache, dass der Überhit "Sweet Jackie" vom Vorgänger an zweiter Stelle recht prominent platziert war. Im Vergleich dazu aber ist "My saviour, my secret" auch eher mau in Sachen Catchiness.

Die kommt aber mit mit "Back where we belong". Ein toller Hit, mit einer feinen Ladung schwedischen Süßkrams überzogen. Da kann man schreiben, was man mag. Aber die Burschen können Musik machen. An Stärke gewinnt das Album also nach hinten raus. "Left right, black, white". Großer Pop-Rock! Die Leadgitarre spielt zwischendrin ein schönes Solo. Ein spontaner Fade out nach 3:37 Minuten. Was, schon aus? Nein! Es kommen danach noch drei Lieder. Eines davon ist "Let me try", das klingt wie eine verspätete WM-Hymne. Auf jeden Fall ganz großer Pomp. "You can tell your soul / I will not let go." Und "Love bird" stimmt als finaler Track noch mal ein in die Seelenharmonie. So müssen Platten enden. Vielleicht endet ja irgendwann auch das Forum mal so einträchtig? Man wird noch träumen dürfen.

(Sebastian Peters)

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Highlights & Tracklist

Highlights

  • The soul of the sun
  • Back where we belong
  • Let me try
  • Love bird

Tracklist

  1. Last chance
  2. She
  3. Don't wake us up
  4. The soul of the sun
  5. Mary gold
  6. Visible karma
  7. Illusion of conclusion
  8. My saviour, my secret
  9. Back where we belong
  10. Left, right, black, white
  11. Day one
  12. It takes time, it takes two
  13. Let me try
  14. Love bird
Gesamtspielzeit: 47:21 min

Im Forum kommentieren

Carla

2008-01-09 09:20:47

Neues Album dieses Jahr.Sehr spannend.

zuckerflaum-fergie

2007-07-29 13:43:59

so ein quatsch









she

2007-05-20 14:07:18

Let me try ist der Hammer!

nur mal so fragend!

2007-05-06 23:00:31

. . . wohl weiblich, was!?. . .

mm

2007-05-05 20:05:42

Bald kommen sie zurück nach Deutschland, jippie

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