Belasco - 61

Maybe / Supermusic / Al!ve
VÖ: 23.02.2007
Unsere Bewertung: 6/10
6/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
7/10

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Es ist immer falsch, Bands in irgendwelche Herkunftsland-Schubladen zu werfen. Die taugen ohnehin selten. Und nur weil Belasco aus London kommen, tönt ihr viertes Album noch lange nicht wie die jungen Hüpfer, die alle abstreiten, von Gang Of Four beeinflusst worden zu sein. Mit dem Anders-als-die-anderen-klingen haben Belasco Erfahrung. Schon zu Zeiten von "Technique" hatten sie mit dem damals gerade so schicken The-Band-Geschrammel nichts am Hut. Sondern schenkten tollen Songs wie "15 seconds" genau jenen Sound, den diese zur Festigung ihrer Persönlichkeit brauchten.

Dass solcherlei Charakterstärke hilft, ist ja nichts Neues. Belasco half sie nicht nur über die hiesige Ignoranz gegenüber "Knowing everyone's okay" und der Best-Of "Something between us" hinweg, sondern auch über das abrupte Ende des zwischenzeitlich ergatterten Major-Vertrags. Jetzt erscheint "61" eben wieder beim Indie und bietet immer noch diese zupackenden Rocksongs mit dezentem Hang zur Hymne. Früher waren diese mitunter etwas komplizierter gedacht als gewünscht. Und um noch einmal zu unterstreichen, was diese Band eigentlich auszeichnet, haben Belasco jetzt einfach mal gemacht.

Nicht nur dem treibenden Opener "The Earth", dem flammenden "Ask me" oder dem energiegeladenen "Joseph Conin" hört man diese Dringlichkeit an. Sie steckt in den U2-Reverbs von "In the end", in den Synkopen von "On a wire", im dunklen Säuseln von "Swallow" und im sanften Picking von "Lawman". Die Gefühligkeit blieb also erhalten. Doch Tim Brownlow, Duff Battye und Bill Cartledge haben ihre Energien für "61" gebündelt und mit Hilfe von Richie Kayvan (Supergrass, Oasis) kanalisiert. Wenn Sänger Brownlow jetzt auch noch wieder so brillante Hymnen wie damals "15 seconds" hinbekommt - und "The Earth" ist schon einmal ein guter Schritt in die richtige Richtung -, könnte es doch noch etwas werden mit dem so knapp verpassten Durchbruch.

(Oliver Ding)

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Highlights & Tracklist

Highlights

  • The Earth
  • On a wire
  • Ask me
  • Joseph Conin

Tracklist

  1. Intro
  2. The Earth
  3. Swallow
  4. On a wire
  5. In the end
  6. Ask me
  7. Butterflies
  8. What if God
  9. Lawman
  10. Joseph Conin
  11. Finest things
Gesamtspielzeit: 36:44 min

Im Forum kommentieren

Bear

2012-11-04 11:42:05

car insurence loqp priligy 1275

bee

2012-10-23 19:51:21

aktuelles Album out: Transmuting - gut!

Armin

2007-03-14 20:25:58

BELASCO „61“, Album, VÖ 23.02. (Supermusic/Alive)

Und das sagt die Presse zum Album „61“ von Belasco:

„Belasco kehren zu sich selbst zurück. „61“ ist ein Rockalbum im Breitwandformat, bei dem alles da sitzt, wo es hingehört.” – VISIONS
„Alternative Rocker – in den nächsten Laden rennen und dieses Album kaufen. Was die Londoner hier an emotional gefülltem Rock auffahren, sprengt jede Kinnlade.“ – METAL HAMMER
„Zu dieser Platte kann man alles: nachdenken, Sex haben, heulen oder headbangen - einfach wegen der Kontraste.“ – KULTURNEWS
„Kompakt und schnörkellos produziert. Sänger und Gitarrist Tim Brownlow, dessen Stimme manchmal eine Portion Bono-Pathos nicht verleugnen kann, kann leidend wie Thom Yorke, aber auch fies neurotisch wie Steve Harley zu besten Cockney-Rebel-Zeiten klingen.“ – WOM MAGAZIN
„Belasco können Balladen genauso wie Rock. All die Fans von Bands wie Embrace, Starsailor und Keane sollten sich lieber Belasco-Platten kaufen.“ - INTRO

toifel

2007-03-04 13:17:47

na toll, wenn man sich beim importieren auf datenbanken verlässt... "Joseph Conin" also der vollständige titel.

toifel

2007-03-04 13:13:13

so, habe mir das album jetzt mal gekauft. anfangs etwas ernüchternd, weil die meisten stücke nicht sofort gezündet haben, wie das auf myspace präsentierte material, aber nach ein paar durchgängen ziemlich gewachsen. highlights: Intro/The Earth, Swallow, Ask Me, What If God und vor allem Joseph.
Lawman hingegen scheint mir absolut verzichtbar und Finest Things bringt in der letzten minute einen tollen abschluss (sowohl für song, als auch album) nervt ansonsten aber etwas rum.

ich hoffe mal, dass sich die band zukünftig weiter auf die rockigen sachen konzentriert. steht denen sehr gut.

7-8/10

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