Cave In - Perfect pitch black

Hydra Head / Indigo
VÖ: 14.10.2005
Unsere Bewertung: 7/10
7/10
Eure Ø-Bewertung: 8/10
8/10

Mad astronaut

Diese Geschichten kennt man ja. Querköpfe unterzeichnen Vertrag beim Major, veröffentlichen dort eine Platte. Irgendwann kommt es mangels Verkaufszahlen zu Differenzen, und der Spuk ist auch schon wieder vorbei. Vorhang auf für Cave In, dem Chamäleon unter besagten Querköpfen. Ende der Neunziger Pioniere im technischen Metalcore, in diesem Jahrtausend dann der Umschwung zu sphärischem Gitarrengewichse. 2003 kommt dann ein Beinahe-Durchbruchsalbum über BMG, danach muß irgendwas passiert sein. Cave In lassen jedenfalls kaum ein gutes Haar an diesem "Antenna". Und ist da was dran? Daß einiges, was hier auf "Perfect pitch black" über ihr altes Label Hydra Head veröffentlicht wird, von den feinen Bertelsmännern abgelehnt wurde? Nach dem Motto "Wo ist die Single?" Darum geht's doch! Wo ist die Single? Ähm, ja, genau.

Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte. Egal. Aus, vorbei. Man ist wieder unabhängig. Und "Perfect pitch black" präsentiert Cave In, nunja, ziemlich entfesselt. Man höre und staune, es darf sogar wieder verstärkt gegrunzt werden. Zumindest anfangs. Ist das Kalkül? So nach dem Motto: Die alten Fans holen wir jetzt auch wieder mit ins Boot? Schwachsinn. Obwohl "Perfect pitch black" eigentlich genau zwischen "Until your heart stops", "Jupiter" und "Antenna" anzusiedeln ist. Das beste aus allen Welten, sozusagen. Ergebnis: "Off to ruin", ein verdammt heavy Teil zwischen Grunzeriffs und Alternative. Im weiteren Sinne. Schwitz.

Natürlich, so richtig als Album sollte man's vielleicht nicht einstufen. Das soll irgendwann demnächst mal kommen. Die Tracklist von "Perfect pitch black" wird bestimmt von raren Songs, die bisher noch nicht regulär zu erwerben waren. Oder bis dato nur in Demoversionen existierten. Also kein richtiges Album, obwohl es eins sein könnte. "Tension" oder "Droned" sind die Sorte Spacecookies, für die man Cave In in diesem Jahrtausend beklatscht hat, Screaming in your sleep" ein heavy Rocker. "Down the train" geht gar als knutschiger Soirgendwie-Popsong durch.

"The world is in your way" klingt wie frühe Smashing Pumpkins. Bekifft! Dazwischengrunzend! Ich glaub', Du hast sie ja wohl nicht mehr alle! Ähem. Eins der Herzstücke dürfte "Ataraxia" sein. Noch so ein Planet? Nunja, ja, vielleicht. Ist jedenfalls ein Ziemlich-Instrumental, in dem fünf Minuten mit schwerem Gerät gerifft wird und Pillen geschmissen werden bis alle meine Entchen. Uff, heftig. Appetizer, die eins andeuten: Cave In könnten wieder zurück kommen, demnächst. Im ganz großen Stil. Rollt schonmal den roten Teppich aus! Oder laßt's lieber sein. Davon haben die ja vorerst die Schnauze voll. Irgendwo da draußen.

(Sven Cadario)

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Highlights & Tracklist

Highlights

  • Off to ruin
  • Ataraxia
  • Tension in the ranks

Tracklist

  1. Perfect pitch black
  2. The world is in your way
  3. Off to ruin
  4. Trepanning
  5. Paranormal
  6. Down the drain
  7. Droned
  8. Ataraxia
  9. Tension in the ranks
  10. Screaming in your sleep
Gesamtspielzeit: 47:07 min

Im Forum kommentieren

The MACHINA of God

2008-08-14 21:43:40

Das stimmt natürlich nicht. :)

Requiem

2008-08-14 21:42:40

Pitch Black ist mies. Einer der schlechteren HydraHead Veröffentlichungen.

Pure_Massacre

2006-09-30 19:57:12

Achso....ich dachte die wären vielleicht grad wieder bei uns auf Tour.

MAR

2006-09-30 18:21:23

naja - live halt.

aber ich wuerde auch gerne unbedingt mal 16horsepower und stone temple pilots sehen^^

was ist wahrscheinlicher? ;)

Pure_Massacre

2006-09-30 16:37:57

*sehen will*


Äh.....?? ;-)

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