Julia - Songs about decay

Monkey / Rodeostar / Pirate / Sony
VÖ: 27.09.2004
Unsere Bewertung: 3/10
3/10
Eure Ø-Bewertung: 5/10
5/10

Aus dem Einkaufswagen

Kulturelle Revolution. Mitten in Österreich. Ein Land im Freudentaumel. Viele Jahre schielte die Jugend einer ganzen Nation wehmütig auf die europäischen Nachbarn. Während es überall hart und laut aus den Lautsprechern schallte, mußten die Ösis lange mit Liedgut vom Schlage Falco und EAV Vorlieb nehmen. Unrockbar. Doch jetzt gibt es Julias Album "Songs about decay". Und zumindest alle Amazon-Nutzer Niederösterreichs schlagen ob der deftigen Töne auf diesem Album Purzelbäume.

Der werte Herr burn_baby_burn beispielsweise schreibt: "Hier kommen Julia und plötzlich sieht man, daß man auch als Österreicher sehr gute, hochwertige Musik machen kann, die sich vor niemandem zu verstecken braucht." Nun ja, "burn_baby-burn", über den Begriff "hochwertig" darf man geteilter Meinung sein. Gut gefällt mir allerdings Deine etwas demütige Einschränkung "auch als Österreicher". Und verstecken? Hinter den Bäumen auf dem Plattencover wäre das nur schwerlich möglich. "Songs about decay". Lieder über den Niedergang. Deshalb die vertrockneten Bäume. Als Symbol für die Band war das wohl nicht gedacht.

Recht angetan scheint auch der ominöse burns829 aus Niederösterreich: "Schon lange, nein, noch nie gab es ein so gutes, fetziges Rockalbum aus Österreich!" Mensch, burns829! Das macht ja direkt Angst. Ihr habt wirklich nichts Besseres da unten? Das wollen wir doch kaum hoffen. thedom26 ist ebenfalls Niederösterreicher: "Und zu den führenden Rockbands Österreichs zählen Julia". Wie hat man das mit dem "führend" zu verstehen. Gibt es da so eine Tabelle und überhaupt: Müssen bei euch immer gleich alle "führen"?

Ach ja, ihr Ober-, Nieder-, und Mittelösis: "Songs about decay", wäre mindestens drei Mal "führender", "fetziger" und "hochwertiger", wenn sie dieses gänzlich uninspirierte Strophe/Sing-Refrain/Brüll-Schema einmal brechen würden. Das gewinnt nämlich auch beim zwölften Song nicht an Qualität. Es gibt die kurzen kleinen Momente, da klingen Julia wie die Beatsteaks, und das nicht mal ganz so schlecht. Doch die Betonung liegt auf "kurz". Dann gibt's noch ein wenig Nickelback. Und Linkin Park. Und Korn. Und die Bananafishbones. Alles drin. Immer so, daß es so gerade zum Nerven reicht. Drei von vier Kunden fanden folgende Platte hilfreich, die Ausnahme bildet leider der Rezensent.

(Sebastian Peters)

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Highlights & Tracklist

Highlights

  • Estelle

Tracklist

  1. Droogs
  2. Beautiful
  3. Estelle
  4. Miosis
  5. Are-over
  6. True romance
  7. Perfect
  8. Distance
  9. Without a sound
  10. Listen to the bomb
  11. Bulletproof
  12. Friends rust
Gesamtspielzeit: 39:35 min

Im Forum kommentieren

@OIi.ver Ding

2011-02-09 21:37:33

Julia haben wir uns schon angenommen.

Ihr seid doch der größte Dreckschwein, der es hier weit und breit geben tut!

DEr Thread-aus-dem-Keller-Holer

2011-02-09 21:31:30

Julia - Songs about decay (16 Beiträge / Letzter: 21.10.2004 - 14:13 Uhr)

crusher

2004-10-21 14:13:37

diese ephen rian find ich verdammt geil, sind aber ziemliche newcomer, erst 19, 20 sowas

Not-Accepted

2004-09-30 20:51:55

Naked Lunch ist natürlich noch 1000 mal besser aber ich fined Julia auch nicht schlecht

firlefanz

2004-09-30 18:22:30

julia gefällt mir auch nicht. hab ich schon öfters live gesehen - komm nämlich aus der selben gegend wie die. wundert mich, dass die in d einen release schaffen...

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