Bruno Mars - The romantic
WarnerVÖ: 27.02.2026
Vorwärts in die Vergangenheit
Fast ein Jahrzehnt ist ins Land gegangen ohne ein neues Bruno-Mars-Album. Es fühlt sich natürlich nicht so an, weil der Kerl als Songwriter, im Duo zusammen mit Anderson Paak als Silk Sonic und als beliebter Feature-Gast unterwegs gewesen ist – besonders prominent vor allem in jüngerer Zeit mit zwei großen Hits. Das schmissige "APT." mit Blackpink-Mitglied Rosé füllte die Tanzflächen und ist immer noch ein unkomplizierter Banger vor dem Herrn. Als noch größer und langlebiger entpuppte sich "Die with a smile" mit Lady Gaga, diese soulige Shownummer, die auf "Mayhem" ein Fremdkörper war und auf Mars' eigenes, nun folgendes Album "The romantic" viel besser gepasst hätte – aber dort nicht enthalten ist. Man muss die Musikindustrie nicht immer verstehen. Nach "24K magic", das im Fahrwasser von "Uptown funk" schlagfertige Discobeats auspackte, modelliert Mars jedenfalls erneut ein Album nach dem, was kurz zuvor funktioniert hat. Dazu gesellt sich noch eine Prise Latino-Flair, das sich besonders in der Percussion widerspiegelt – schließlich kann man damit neuerdings auch wunderbar den Super Bowl beschallen.
Es bleibt das konstante Gefühl, dass Mars mehr zeigen könnte, es aber zugunsten des kleinsten gemeinsamen Nenners nicht tut und lieber etwas macht, das die Musikwelt wirklich gar nicht voranbringt. Dass "The romantic" ein weiteres Mal nur knappe neun Songs enthält, ist eigentlich guter Stil, im Gegensatz zu "24K magic" und "An evening with Silk Sonic" müht sich dieses Bündel allerdings trotzdem arg ab, ins Ziel zu kommen. Banalitäten wie "Cha cha cha" oder der Closer "Dance with me", der ganz dreist genau wie "Die with a smile" beginnt, dürfen bei solch knapper Bemessenheit schlichtweg nicht vorkommen. "The romantic" schwächelt wie fast jede seiner Platten vor allem im Balladenbereich. Klar, das DIng heißt, wie es heißt, aber müssen Songs wie "God was showing off", dessen Titel schon alles verrät, derart seifig geraten? Kann man im eigentlich hübsch klingelnden und schnurrenden Slow-Jam "Why you wanna fight?" nicht auch textlich mehr erwarten als: "Why you wanna fight with me, baby? / Wouldn't you rather make love tonight?" Vielleicht würde es helfen, die Liebes-Plattitüden abzustellen und vor allem auf ausgelutschte Chauvi-Zeilen wie "Play a song for this pretty little lady / 'Cause if she dance as good as she look right now / I just might, I just might make her my baby" zu verzichten. Das aktuelle Kalenderjahr bockt Mars jedenfalls nicht, denn "The romatic" düst mit Vollspeed in uralte Geschlechterrollen. How fucking romantic.
Dabei kann jenes "I just might" dank Schmiss und ansteckendem "Doo-doo-doo"-Part musikalisch durchaus was und war nicht ohne Grund die Vorabsingle. Noch erfolgreicher bedient sich "Something serious" bei "Oye como va" und macht richtig wach. Dramatik versprüht überraschenderweise das lamentierende "Nothing left", das einzige Mal, dass sich die Platte nicht mit An-, sondern Abwesenheit von Liebe beschäftigt: "I'm looking for the magic, I can't seem to find it in your eyes / The smile on your face that I used to make is long and gone." Dazu brummt die Gitarre, Wolken ziehen auf. Solche emotionalen Momente enthält "The romantic" ansonsten vor, zugunsten von mal mehr, mal weniger funktionierendem Radiofutter, dessen Zeilen zu oft auf "tonight" enden. Da ist der lockere Opener "Risk it all" tatsächlich bereits einer der riskanteren Moves, da er den Latin-Pop-Einfluss am meisten in akustischen Klängen ausspielt. Mars bleibt jedoch zum Großteil so safe, so professionell, dass keine Reibungsfläche übrigbleibt. Und geht es bei Romantik nicht am Ende um Reibung? Eben.
Highlights & Tracklist
Highlights
- Something serious
- Nothing left
Tracklist
- Risk it all
- Cha cha cha
- I just might
- God was showing off
- Why you wanna fight?
- On my soul
- Something serious
- Nothing left
- Dance with me
Im Forum kommentieren
Kalle
2026-03-18 11:47:20
Ich finde das Album bei weitem nicht so durchschnittlich wie hier beurteilt. Sicher ich das im grossen und ganzen Pop-Musik für die Massen, aber es ist ein perfekt arrangiertes Soul-Album und ohne Filler. Und auch die Aufnahmequalität ist top. Für mich zumindest eine 7/10.
Robert G. Blume
2026-03-18 09:12:09
I Just Might erinnert mich so volle Kanne an einen anderen Song, aber ich komm nicht drauf, welchen. Irgendwas von Jackson 5?
Armin
2026-03-10 21:01:51- Newsbeitrag
Frisch rezensiert.
Meinungen?
MickHead
2026-02-27 11:10:59
Komplette Playlist bei YouTube:
https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lcy1zl8904j5_xCdHRayqrAjZfW5zkQb0&si=_ZM_aKR8QVqKU5VN
Rolling Stone 4/5
https://www.rollingstone.de/reviews/bruno-mars-the-romantic/
Armin
2026-01-09 19:26:38- Newsbeitrag
ZEHN JAHRE NACH DEM LETZTEN SOLOALBUM:
BRUNO MARS
KÜNDIGT THE ROMANTIC AN
DER NACHFOLGER ZUM 6-FACH GRAMMY-AUSGEZEICHNETEN
24K MAGIC ERSCHEINT AM 27. FEBRUAR
SCHON HEUTE GIBT ES DIE NEUE SINGLE I JUST MIGHT
DAS MUSIKVIDEO GIBT’S HIER
STADION-SHOW IN BERLIN AM 26. JUNI 2026
9. Januar 2026 – Zehn Jahre nach seinem letzten Soloalbum meldet sich Bruno Mars offiziell zurück – mit seinem vierten Soloalbum The Romantic, das am 27. Februar weltweit über Atlantic Records erscheint. Das Album kann in unterschiedlichen Formaten ab sofort HIER vorbestellt werden. Schon heute ist die erste Single „I Just Might“ des kommenden Albums erhältlich – HIER streamen.
Der Song ist ein funkgetränkter, lässig groovender Track mit klarer 70s-DNA, in dem sich alles um eine einfache Frage dreht: Was hast du auf dem Dancefloor drauf? Denn gutes Aussehen und Stil allein reichen nicht. „What good is beauty if your booty can’t find the beat?“ – wer den Dancefloor betritt, sollte auch wissen, wie man sich dort bewegt. „It would break my heart / If I find out you can’t move“, singt Bruno Mars zu seinem Girl. Klanglich greift „I Just Might“ den geschmeidigen Disco-Groove von Leo Sayers Klassiker „You Make Me Feel Like Dancing“ (1976) auf, ohne nostalgisch stehenzubleiben.
Das begleitende Musikvideo, das Mars gemeinsam mit Daniel Ramos selbst inszeniert hat, übersetzt diesen Ansatz konsequent ins Bild: In einem Retro-Setting formieren sich gleich mehrere Brunos zu einer Liveband, während er – im grünen Anzug – seine Dancing-Skills zeigt. „It’s party time! The self proclaimed Aura Lord is back“, kommentiert Mars in seinen Socials. HIER gibt es das Video zu sehen.
Passend zum Album hat Bruno Mars außerdem die „The Romantic Tour“ angekündigt, die ihn ab April durch Nordamerika, Europa und Großbritannien führt. In Deutschland macht die Tour am 26. Juni 2026 im Berliner Olympiastadion Station. In Deutschland sind Anderson .Paak als DJ Pee.Wee und Victoria Monét als Support dabei.
Der Vorverkauf startet in mehreren Phasen: Der Artist-Sign-up begann gestern und endet am Montag, dem 12. Januar 2026, um 19:00 Uhr. Der Artist Pre-Sale startet am Mittwoch, dem 14. Januar 2026 um 12:00 Uhr, gefolgt vom allgemeinen Vorverkaufsstart am Donnerstag, dem 15. Januar 2026 um 12:00 Uhr.
BRUNO MARS
The Romantic
27.02.2026
Das Album folgt auf eine Reihe beeindruckender Erfolge aus der letzten Zeit: „Die With A Smile” mit Lady Gaga wurde der schnellste Song in der Geschichte von Spotify, der eine Milliarde Streams erreichte, und dominierte 18 Wochen lang Platz 1 der Billboard Global 200. „APT.” mit ROSÈ avancierte 2025 zum weltweit meistgestreamten Song bei Apple Music, belegte 19 Wochen lang Platz 1 der Billboard Global Excl. U.S. Charts und 12 Wochen lang Platz 1 der Global 200. Dazu gewann „APT.” „Song of the Year“ bei den MTV Video Music Awards und holte drei Nominierungen für die diesjährigen Grammy Awards (1. Februar 2026). In Deutschland belegte der Song fünf Wochen lang Platz 1 der Single-Charts und erreichte Gold-Status.
Bruno Mars bleibt das Maß der Dinge in der Musikbranche: 2025 knackte er als erster Artist die Schwelle von 150 Millionen monatlichen Spotify-Hörer:innen und gehört damit zu den global meistgehörten Künstler:innen. 2022 erreichte er als erster Artist überhaupt sechs Diamond-zertifizierte Singles in den USA. Inzwischen kam eine weitere dazu – Stand 2026 hält er allein in den USA sieben Diamond-Auszeichnungen: „Just the Way You Are“ – die bislang höchstzertifizierte Single der RIAA-Geschichte –, „Uptown Funk“ (mit Mark Ronson), „Grenade“, „That’s What I Like“, „When I Was Your Man“, „Locked Out of Heaven“ und „The Lazy Song“. Auch in Deutschland ist der US-Megastar vielfach mit Gold und Platin ausgezeichnet.
Sein im Jahr 2010 veröffentlichtes Debütalbum Doo-Wops & Hooligans hält mit über 345 Wochen den Rekord als am längsten in den Billboard 200 vertretenes Studioalbum eines männlichen Solokünstlers (Platz 1 und 5x Gold in Deutschland). Mit neun #1-Hits in den Billboard Hot 100 und insgesamt 30 Wochen an der Spitze der Global 200 zwischen 2024 und 2025 setzt Bruno Mars die Messlatte immer wieder neu. 2026 dürfen Fans gespannt sein, welche Überraschungen er als Nächstes bereithält.
Bruno Mars ist 16-facher GRAMMY-Gewinner, Singer-Songwriter, Multiinstrumentalist, Produzent – und einer der meistgestreamten Künstler der Welt. Bekannt für sein Hitgespür und seine Bühnenpräsenz, hält er diverse Rekorde: Er war der erste Künstler überhaupt mit 150 Millionen monatlichen Spotify-Hörer:innen, wirkte an zwei Songs mit, die in Rekordgeschwindigkeit eine Milliarde Streams erreichten („Die With A Smile“ und „APT.“) und seine Single „Just the Way You Are“ ist die höchstzertifizierte Single in der Geschichte der US-Charts. Seit 2009 hat er über 150 Millionen Einheiten verkauft. Neben seiner Solokarriere ist Bruno Mars Teil des Duos Silk Sonic mit Anderson .Paak. Er konnte bereits 35 Hits in den Billboard Hot 100 platzieren, darunter neun #1-Singles, und erhielt 16 GRAMMY Awards, 14 American Music Awards und sieben MTV Video Music Awards. Seine „24K Magic World Tour” zählt zu den umsatzstärksten Tourneen der Geschichte sowie zu den zehn umsatzstärksten der 2010er-Jahre.
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Spotify
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