Def Leppard - Diamond star halos

Mercury / Universal
VÖ: 27.05.2022
Unsere Bewertung: 5/10
5/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
7/10

Guten Abend

Vielleicht können sich ja noch einige Mitlesende ähnlichen Alters daran erinnern: Wer in den Achtzigern mit Hardrock und Heavy Metal sozialisiert wurde, kannte kaum härtere Schimpfworte als "kommerziell". Der Ausdruck also dafür, wenn eine Platte allzu offensichtlich auf das damals noch kärgliche Airplay getrimmt wurde, mehr den Massengeschmack zu befriedigen hatte als mit dem sonst üblichen Krach dem Mainstream den Mittelfinger zu zeigen. Einer Band wie Def Leppard waren diese sicherlich fragwürdigen Qualitätsansprüche natürlich mal komplett egal – Alben wie "Hysteria" und "Pyromania" verkauften sich gar im zweistelligen Millionenbereich und definierten den Hardrock-Sound der Achtziger mit riesig klingenden Drums und Gitarrenwänden, für die der Begriff "Breitwand" eine lächerliche Karikatur wäre. Those were the days ...

Aber auch Hardrock-Legenden müssen irgendwann kleinere Brötchen backen, und die letzten Alben des neben Joe Cocker wohl erfolgreichsten Musik-Exportschlagers aus Sheffield liefen bisweilen deutlich unter dem Radar, boten bestenfalls netten Hardrock. Und wir wissen alle, wessen kleine Schwester "nett" tatsächlich ist. Doch "Diamond star halos", das zwölfte Album in 45 Jahren Bandgeschichte, beginnt erstaunlich spritzig. "Take what you want" eröffnet die Platte, stampft entschlossen voran und klingt dabei überraschend erdig im Vergleich zu den überproduzierten Werken der erfolgreichen Jahre. Und da die Briten schon immer tolle Hooks verfassen konnten, sind die alten Zeiten des Arena-Rock wieder ganz nah.

In dieselbe Kerbe schlägt auch "Fire it up" mit seinem Mitsing-Refrain, und es hätte der Abschluss eines feinen Start-Dreigestirns sein können – wenn denn das dazwischen liegende "Kick" nicht dermaßen offensichtlich bei T-Rex gewildert hätte. Besinnen wir uns zur Ehrenrettung einmal darauf, dass die nicht ganz weit entfernt liegenden Mott The Hoople erklärtermaßen die großen Vorbilder der Band waren. Damit allerdings beginnt auch schon das Dilemma. Denn die Briten verzetteln sich mehr und mehr in Experimenten, wollen stilistische Vielfalt um der Vielfalt willen und versäumen dabei, das alles in ein schlüssiges Album-Konstrukt zu gießen.

Natürlich ist es immer eine gute Idee, die großartige Alison Krauss als Gastsängerin einzuladen. Doch selbst sie kann die kalkulierte Ballade "This guitar" nicht wirklich vor der Belanglosigkeit retten, und "Lifeless" wird durch die amerikanische Grammy-Sammlerin zwar zu einer hübschen Radio-Ballade – mit Hardrock hat das allerdings rein gar nichts mehr zu tun. Wären da nicht noch brave Rocker wie "SOS emergency", "Gimme a kiss" oder das endlich einmal überraschende "U rok mi", müsste man von einem Katastrophen-Album sprechen. Ganz so schlimm ist "Diamond star halos" nun glücklicherweise nicht geraten. Doch es ist nur wenige Wochen her, da zeigten sich noch einen ganzen Zacken ältere Musiker – nämlich die Scorpions – in einer Form, die Def Leppard geradezu geriatrisch wirken lässt. Das sorgt dafür, dass es im direkten Vergleich zwischen "Rock believer" und "Diamond star halos" nur einen eindeutigen Sieger geben kann. Für die Rente sorgen bei den Briten dann eben die Tantiemen aus den alten Single-Hits.

(Markus Bellmann)

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Highlights & Tracklist

Highlights

  • Take what you want
  • U rok mi
  • Lifeless

Tracklist

  1. Take what you want
  2. Kick
  3. Fire it up
  4. This guitar (feat. Alison Krauss)
  5. SOS emergency
  6. Liquid dust
  7. U rok mi
  8. Goodbye for good this time
  9. All we need
  10. Open your eyes
  11. Gimme a kiss
  12. Angels (Can't help you now)
  13. Lifeless (feat. Alison Krauss)
  14. Unbreakable
  15. From here to eternity
Gesamtspielzeit: 61:36 min

Im Forum kommentieren

Armin

2022-06-02 20:38:31- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

2022-03-17 21:01:54- Newsbeitrag


DEF LEPPARD
kehren mit neuem Album
DIAMOND STAR HALOS
zurück

VÖ: 27. Mai 2022


Das neue Album der Rock & Roll Hall Of Fame®-Mitglieder, Rock-Ikonen und -legenden erscheint am 27. Mai 2022

Vorbestellungen hier möglich

Neue Single "Kick" hier anhören


Das Album enthält 15 Tracks, darunter glänzt auf zwei Songs die mehrfach Grammy-prämierte Sängerin Alison Krauss

Def Leppards 36 US-amerikanische & kanadische Städte umspannende Stadion-Tour mit Mötley Crüe startet am 16. Juni in Atlanta, Georgia


Bereit das Jahr 2022 mit einem Kracher zu begehen, kehren die Roll Hall of Fame®-Mitglieder, Rock-Ikonen und Musik-Legenden, Def Leppard, am 27. Mai 2022 mit ihrem zwölften Langspieler zurück und veröffentlichen ihr neues Album Diamond Star Halos [UMe]. Es ist das erste neue Material seit dem nach der Band benannten, Chart-Anführer namens Def Leppard aus dem Jahr 2015. Das Album wird in vielen verschiedenen Formaten und Versionen erhältlich sein, darunter eine Deluxe Edition, diverse Doppel-Vinyl-LPs sowie digital.

Als Vorboten für das Erscheinen von Diamond Star Halos hat das aus Joe Elliott [Gesang], Rick Savage [Bass], Rick Allen [Schlagzeug], Phil Collen [Gitarre] und Vivian Campbell [Gitarre] bestehende UK-Quintett unlängst die kraftstrotzende, tolle neue Rock-Single mit dem Titel “Kick” herausgebracht. Der Song braust zu einem hymnischen, Stadion-antizipierenden Ekstase-Rausch auf, der musikalisch von zündenden, nach vorne preschenden Gitarren und bombastischen Drums flankiert wird. Unterdessen besitzt der Refrain mit seinen himmelstürmenden Wolkenkratzer-Vocals und einer schönen Melodie sämtliche Merkmale eines weiteren waschechten, ikonischen Leppard-Hits ganz in der Tradition derer, für die die Band steht und womit sie bekannt geworden ist.

Das Artwork zu Diamond Star Halos ist dabei nicht minder selbst ein Kunstwerk. Das Design reiht sich nahtlos in die Ahnengalerie sofort wiedererkennbarer Def-Leppard-Album-Artworks aus der Vergangenheit ein. Mit Bildern des weltbekannten und global geschätzten Fotografen und Regisseurs Anton Corbijn versehen sowie mit einem visuellen Konzept von Maryam Malakpour und den im UK beheimateten Munden Brothers ausgestattet, spiegelt das Design den Einfluss der Band aus ihrem heutigen Blickwinkel betrachtet wider.

Zudem darf man sich auf die baldige Premiere des ersten Musikvideoclips zum neuen Album gefasst machen. In Folge der Albumveröffentlichung begeben sich Def Leppard als Co-Headliner von Mötley Crüe auf ihre 36 Städte umfassende The Stadium Tour, deren Billing von den Ehrengästen Poison und Joan Jett komplettiert wird.

Diamond Star Halos wurde von Def Leppard im Verlauf von zwei Jahren parallel in drei verschiedenen Ländern aufgenommen. Dabei hielt sich Joe in Irland auf, Sav in England sowie Phil, Vivian und Rick in den Vereinigten Staaten. Ohne dem Druck von Deadlines und strikten Zeitplänen ausgesetzt zu sein, steckte die Band all ihre Energie in die Erschaffung von 15 bedeutungsvollen Tracks, bei denen klassische Attitüde auf ein modernes Feuer trifft.

Thematisch verbeugt man sich vor den frühesten verbindenden gemeinsamen Einflüssen wie etwa David Bowie, T. Rex und Mott The Hoople, um nur einige zu nennen. Bereits der Titel des Albums selbst ist eine Referenz an T. Rex‘ “Bang a Gong (Get It On)”. Dabei hat die Band sich diesmal nicht allein auf diese Reise begeben. So leiht die mehrfache Grammy-Gewinnerin und legendäre Künstlerin Alison Krauss den Stücken "This Guitar” und “Lifeless” ihre sofort wiedererkennbare, engelsgleiche Stimme, während David-Bowie-Pianist Mike Garson auf den Titeln “Goodbye For Good This Time” und “Angels (Can’t Help You Now)” zu hören ist.

2022 ist Def Leppards Jahr.

Die vollständige Tracklist anbei.

TRACKLISTING
1. Take What You Want
2. Kick
3. Fire It Up
4. This Guitar [feat. Alison Krauss]
5. SOS Emergency
6. Liquid Dust
7. U Rok Mi
8. Goodbye For Good This Time
9. All We Need
10. Open Your Eyes
11. Gimme A Kiss
12. Angels (Can’t Help You Now)
13. Lifeless [feat. Alison Krauss]
14. Unbreakable
15. From Here To Eternity

TOUR-DATEN:
16.06. Atlanta, GA – Truist Park
18.06. Miami Gardens, FL – Hard Rock Stadium
18.06. Orlando, FL – Camping World Stadium
22.06. Washington, D.C. – Nationals Park
24.06. Flushing, NY – Citi Field
25.06. Philadelphia, PA – Citizens Bank Park
28.06. Charlotte, NC – Bank of America Stadium
30.06. Nashville, TN – Nissan Stadium
02.07. Jacksonville, FL – TIAA Bank Field
05.07. St. Louis, MO – Busch Stadium
08.07. Chicago, IL – Wrigley Field
10.07. Detroit, MI – Comerica Park
12.07. Hershey, PA – Hersheypark Stadium
14.07. Cleveland, OH – FirstEnergy Stadium
15.07. Cincinnati, OH – Great American Ball Park
17.07. Milwaukee, WI – American Family Field
19.07. Kansas City, MO – Kauffman Stadium
21.07. Denver, CO – Coors Field
05.08. Boston, MA – Fenway Park
06.08. Boston, MA – Fenway Park
08.08. Toronto, ON – Roger’s Centre
10.08. Orchard Park, NY – Highmark Stadium
12.08. Pittsburgh, PA – PNC Park
14.08. Minneapolis, MN – U.S. Bank Stadium
16.08. Indianapolis, IN – Lucas Oil Stadium
19.08. Houston, TX – Minute Maid Park
21.08. San Antonio, TX – Alamodome
22.08. Arlington, TX – Global Life Field
25.08. Glendale, AZ – State Farm Stadium
27.08. Inglewood, CA – SoFi Stadium
28.08. San Diego, CA – Petco Park
31.08. Seattle, WA – T-Mobile Park
02.09. Vancouver, BC – BC Place
04.09. Edmonton, AB – Commonwealth Stadium
07.09. San Francisco, CA – Oracle Park
09.09. Las Vegas, NV – Allegiant Stadium

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