The Darkness - Pinewood smile

Cooking Vinyl / Sony
VÖ: 06.10.2017
Unsere Bewertung: 6/10
6/10
Eure Ø-Bewertung: 8/10
8/10

Heiß genug

Es ist lange her, dass The Darkness als der heißeste Scheiß galten. Doch was von manch einem spätestens mit dem zeitweiligen Abgang von Rampensau Justin Hawkins als kurzes Missverständnis des Musikbusiness abgetan wurde, hat sich inzwischen zu so etwas wie einer Institution gemausert. Zwar konnte die illustre Truppe seit ihrem in Originalbesetzung hingelegten 2012er Comeback "Hot cakes" nicht mehr an die grellen Glanztaten "Permission to land" und "One way ticket to hell... and back" anknüpfen, hat aber in puncto Glam-Rock nach wie vor eine Art Vorreiterrolle inne. Das liegt vor allem daran, dass hinter dem albernen Auftreten äußerst talentierte Künstler stecken, die längst überwunden geglaubten Launen der Musikgeschichte zu einer stilsicheren Wiederbelebung verhalfen.

Denn The Darkness wissen, was sie tun, sind damit aber längst nicht mehr allein auf weiter Flur. Inzwischen versuchen diverse Bands die pompösen Narreteien der 70er und 80er Jahre nachzuahmen, aber keine gibt sich dabei so erstklassig affig und dabei so angenehm augenzwinkernd wie das Quartett aus dem ostenglischen Lowestoft – und "Pinewood smile" ist die Bestätigung dieser vielleicht nicht unbedingt Ausnahme-, aber doch aufregendsten Stellung. Apropos: Mit dem saugeilen, bereits als Single ausgekoppelten Opener "All the pretty girls" über ihre buchstäblich ruhmreichen Bettgeschichten legen The Darkness ihre Latte gleich ziemlich hoch, was allerdings dazu führt, dass sie danach fast nur noch Limbo spielen – zumindest dann, wenn man erwartet, dass sich Songs dieses Stils ohne Umschweife ins Trommelfell zu brennen haben. Das ist eigentlich nur noch bei dem ebenfalls als Single veröffentlichten AC/DC-Soundalike "Solid gold" der Fall.

Ansonsten geht es auf "Pinewood smile" recht vielfältig zu, sodass das Album wohl die ein oder andere Umdrehung mehr braucht als seine Vorgänger. Zündungsprobleme haben zum Beispiel das blässliche "I wish I was in Heaven" und "Buccaneers of Hispaniola", das als potenzielle Nervenprobe zwischen den oben genannten Brechern eher schlecht aufgehoben wirkt. Auch Balladen haben Hawkins & Co. schon überzeugender hinbekommen – ein "Why don't the beautiful cry?" vermag jedenfalls weder auf die eine, noch auf die andere Weise zu Tränen zu rühren. Besser gelungen sind das hymnenhafte Höhen erkundende "Japanese prisoners of love" und "Happiness", das womöglich eine Art Reminiszenz an Sommerhits darstellen soll, wie sie um die Jahrtausendwende populär waren. The Darkness mögen also zwar nicht mehr der heißeste Scheiß sein, aber für hitzige Empfindungen in der Herz- und Lendengegend reicht es allemal immer noch.

(André Schuder)

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Highlights & Tracklist

Highlights

  • All the pretty girls
  • Solid gold
  • Japanese prisoners of love
  • Happiness

Tracklist

  1. All the pretty girls
  2. Buccaneers of Hispaniola
  3. Solid gold
  4. Southern trains
  5. Why don't the beautiful cry?
  6. Japanese prisoners of love
  7. Lay down with me, Barbara
  8. I wish I was in Heaven
  9. Happiness
  10. Stampede of love
Gesamtspielzeit: 50:53 min

Im Forum kommentieren

d'accord

2017-10-13 08:38:30

talentierte musiker, yep!

Armin

2017-10-11 21:47:39- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

2017-08-18 18:52:31- Newsbeitrag

Akrobatik im goldenen Overall - The Darkness scheißen "Solid Gold"!

Liebe Freunde, liebe Medienpartner,

es geht Schlag auf Schlag! Vor knapp zwei Wochen beglückten uns die britischen Glam-Rocker The Darkness mit dem Video zum Vorab-Track „All The Pretty Girls“ vom kommenden „Pinewood Smile“. Nun legen sie mit dem Video zur Single "Solid Gold" nach. Sänger Justin Hawkins turnt im goldenen, bis zum Schamhaar-Ansatz geöffneten Gold-Overall durch den Clip währen der Rest der Band sich in den feinsten Rockerposen übt.

Über den Song sagt Hawkins: "Wir haben den Song geschrieben, damit es auch bei den Letzten ankommt, dass wir nach unserer ausgiebig dokumentierten Pause mehr Musik veröffentlicht haben, als davor und keine Veranlassung sehen, damit aufzuhören. Daher der Text "We're never gonna stop... shitting out solid gold!" The Darkness werden - abgesehen von unvorhersehbaren Umständen - immer da sein, um die Welt zu betören und zu erfreuen."

Der weitere Text dieses Monster-Rocksongs zielt auch auf die Gegebenheiten der Musikindustrie, deren Egos und die oftmals mit einhergehende Unaufrichtigkeit und gibt der Zunft der A&Rs einen deutlichen Gruß mit auf dem Weg:

“There's a guy coming down from Sony / Artist and Repertoire
If he likes what he hears in those stupid ears / I can buy myself a faster car
Blowing smoke up our arses / Everything we do is ace
He wants to wine and dine us / He's desperate to sign us
Cos we melted his fucking face”

So etwas gibt es von Ed Sheeran nicht zu hören!

Den Clip zu "Solid Gold" gibt es hier zu sehen. Wir freuen uns über die Verbreitung!



Armin

2017-08-07 19:39:26- Newsbeitrag

The Darkness verbringen in ihrem neuen Clip einen Tag an der englischen Küste!

Liebe Freunde, liebe Medienpartner,

Die britischen Glam-Rocker The Darkness präsentieren zu ihrer Single „All The Pretty Girls“, die ihrem neuen Album „Pinewood Smile“ vorausging, ein höchst amüsantes Video. Frontmann Justin Hawkins stellt das Video in seiner unnachahmlichen Art und Weise selbst vor und proklamiert: „Dear People of the Internet. We have made this excellent video to distract you from the humdrum banality of existence. By looking at film of The Darkness preening and cavorting, you will be transported to an unattainable world of awesomeness. Furthermore, we recommend that you purchase our new record album, for which the above video serves as an amuse-bouche. Enjoy!”

Im Video sieht man Englands markanteste, mit zahlreichen Preisen und Platinalben dotierte, überaus unterhaltsame Rockgötter an der wunderschönen Küstenlinie von Cornish „All The Pretty Girls“ performen. Sie nehmen den typischen britischen Sommer an, wie er nun mal ist und greifen zu ihren Instrumenten, während sie Tennis spielen, auf einem Banana-Boat fahren und mit einem Traktor durch die Landschaft tuckern. Sie spielen ihre Gitarren-Solis gar auf einem Surfbrett stehend.



Wenn er über das kommende Album sowie die Relevanz von The Darkness im Jahre 2017 nachdenkt, sieht Justin nicht weniger als das große Ganze: "Warum sollte es jemanden interessieren? - Weil falls nicht, wären wir im Arsch!! Die Geschichte wird uns eines Tages als die apathische Generation erinnern, die nachlässigerweise das fürchterliche und dystopische Zeitalter eingeläutet hat, welches vielleicht irgendwann als 'The Rise of the Arseclowns' bekannt sein wird. Wir können nicht erlauben, dass dies so weitergeht. Man mag sich vielleicht nicht um Brexit und Trump scheren, aber BITTE... Schert Euch um The Darkness, ansonsten wird die letzte Bastion für kulturelle Sensibilität fallen und unser Äther wird endgültig überschwemmt von inhaltloser Popmusik, geliefert von Arschlöchern und Idioten... Oh, wartet kurz!"



Mit dem Ziel, das Radioprogramm vor mittelmäßigen, auto-getunten Twens und dem gruseligen EDM-Mist zu retten, präsentieren sich The Darkness auf "Pinewood Smile" in bestechender Form und liefern einige der scharfsinnigsten, eingängigsten, humorvollsten und einfach besten Songs ihrer Karriere ab.

Nach dem furiosen Albumauftakt mit "All The Pretty Girls", brettert die Platte direkt mit dem verwegenen "Buccaneers Of Hispaniola" weiter und lässt mit dem Kraftausdruck-übersäten Frustschrei "Southern Trains", dem hochemotionalen "Why Don't The Beautiful Cry?" und dem hymnischen "Japanese Prisoner Of Love" nicht lange auf weitere Kracher warten. Der potentielle Hit "Solid Gold" behandelt die turbulenten Gegebenheiten der Musikindustrie und deren schwindelerregenden Höhen wie auch die spektakulären Tiefpunkte.

Produziert wurde "Pinewood Smile" vom Grammy-Preisträger Adrian Bushby (Foo Fighters, Muse, etc.), während die Songs alle klassischen Elemente des The Darkness-Kosmos beinhalten, die jedoch mit einigen zusätzlichen Schichten garniert wurden, die beim Hören von den Ohren nach und nach entblättert werden können... wie eine akustische Zwiebel, nur viel leckerer!
Eine Neuerung auf dem Album ist ganz klar die Stimme und das phantastische Trommelspiel des neuen Mannes an der Drums: niemand Geringeres als Rufus Tiger Taylor, Sohn der Queen-Legende Roger Taylor, komplettierte das Band-Lineup und teilt sich die Lead-Vocals mit Justin Hawkins bei zwei Songs.

Mit dem neuen Album im Gepäck kommen The Darkness im Herbst für einige Daten zu uns auf Tour. Diese am besten schon jetzt dick im Kalender anstreichen, damit nicht gerade dann die Spandex-Hose noch feucht auf der Wäscheleine hängt.

12.11. AT-Wien - Simm City
13.11. München - Technikum
14.11. Berlin - Columbia Theater
16.11. Bochum - Matrix
20.11. CH-Pratteln - Konzertfabrik 27

WELT

2017-07-23 18:35:20

Darauf hab ich gewartet.

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