Van Morrison - Latest Record Project: Volume 1

Galakthorroe

03.05.2021 - 13:16

Van Morrison will release ‘Latest Record Project: Volume 1’ on May 7th on Exile/BMG. His 42nd record and his most dynamic and contemporary album in years, ‘Latest Record Project: Volume 1’ is a 28-track delve into his ongoing love of blues, R&B, jazz and soul. However much you may love his classic albums, this new project proves that he’s living in the present, and remains an artist of integrity and distinction.

“I’m getting away from the perceived same songs, same albums all the time,” says Morrison. “This guy’s done 500 songs, maybe more, so hello? Why do you keep promoting the same ten? I’m trying to get out of the box.”

‘Latest Record Project: Volume 1’ is the result of our enforced period of isolation. Unable to tour, Morrison remained busy with constant songwriting, starting ideas on piano, guitar or saxophone. What emerged is a wealth of new material, which shimmers with a directness and vibrancy that comes from working with a rhythm section with whom he shares an immediate, spontaneous connection.

Van Morrison today launches the project by releasing the title track. Listen HERE. The king of Celtic soul’s one in a million, straight-to-the-heart baritone sits in the pocket of a warm organ hum, accompanied by sha-la-la doo wop backing vocal harmonies. Other highlights emerge at every juncture, from the saxophone-led R&B gem ‘Jealousy’ to the joyful, country-tinged ‘A Few Bars Early’ via the spirited Them-style garage rock of the self-explanatory ‘Stop Bitching, Do Something’.

While the album touches upon the romantic sentiment and late-night warmth that people love him for, the overriding theme is a straight-talking commentary on contemporary life. It’s a stance that informs ‘Dead Beat Saturday Night’ as it addresses lockdown life in matter-of-fact style: “No life, no gigs, no choice, no voice.” It also surfaces in the barroom rock’n’roll of ‘Where Have All The Rebels Gone’, which bemoans the lack of real independent thought, so often replaced in the modern age by mere posturing. And as for Morrison’s views on social media? They are summed up on ‘Why Are You On Facebook?’.

Two songs, ‘Love Should Come With A Warning’ and ‘Mistaken Identity’, feature lyrics that were written with the great Don Black. Morrison approached Black after hearing something in his 1969 pop ballad ‘On Days Like These’, as sung by Matt Monro for the soundtrack to ‘The Italian Job’, which reminded him of his own style. It led to Black writing ‘Mistaken Identity’, which, paradoxically, is the most autobiographical song on the album.

What ‘Latest Record Project: Volume 1’ most clearly demonstrates is this: if you want to really appreciate Van Morrison’s art listen to what he’s doing now, because he never stops.

‘Latest Record Project: Volume 1’ will be released on double-CD, deluxe-CD, triple-vinyl and digital formats. It’s now available to pre-order here, with the song ‘Latest Record Project’ provided to fans as an instant download.

Visit www.vanmorrison.com for the latest updates and ticket details for live performances.

Galakthorroe

03.05.2021 - 13:18

Bin mal gespannt ob es eine Rezi hier geben wird oder ob Van The Man hier zukünftig als böser Querdenker boykottiert wird?

Ich bin jeden Falls gespannt und werde mir die Platten geben!

humbert humbert

08.05.2021 - 19:18

Ich habe mal zum Spaß in 'Why Are You On Facebook?' reingehört, einfach wegen dem Titel. Habe mir da eher so ein Mark Kozelek-ähnliches Lied vorgestellt: Spröder Blues mit grummligen Sprechgesang.*
Stattdessen ist das ein beschwingter Song, dessen Refrain "Why Are You On Facebook?" man richtig schön beim Konzert mitsingen kann.
Auch das Lied danach - 'Jealousy' - finde ich richtig eingängig und auch top arrangiert.


*Disclaimer: Ich habe Mark Kozelek noch nie gehört

Annie

09.05.2021 - 09:58

Naja musikalisch interessiert dieser Dylan für erwachsene kaum noch... aber es ist Verdammt cool wie er noch mal als Mensch sich zu Wort meldet. seine Vergangenheit war sehr gewaltig und daher darf er das. Er ist eine lebende Legende und alles andere juckt kein Schwein. Es ist wie wenn Franziskus von der Kanzel Predigt...Es geht nur um seine Aura.

dreckskerl

09.05.2021 - 13:41

"...aber es ist Verdammt cool wie er noch mal als Mensch sich zu Wort meldet."

Echt jetzt?

Album läuft jetzt und ich bestätige, dass es sehr schön arrangiert und aufgenommen ist und Van ist stimmlich in Topform, aber das Album ist gespickt mit wirren Songzeilen und klaren Verschwörungstheorien...das ist nicht cool und macht eine gute Bewertung völlig unmöglich.

Pitchfork macht es ganz gut, wie ich finde

https://pitchfork.com/reviews/albums/van-morrison-latest-record-project-vol-1/

Loketrourak

09.05.2021 - 13:55

Ja, Pitchfork Review macht es richtig. "Legenden dürfen das" würde ich nicht gelten lassen.

NOK

09.05.2021 - 13:57

Ich finde es sehr lustig, dass auch noch jemand anderem Mark Kozelek in den Sinn kam, weil ich ein paar augenscheinliche Parallelen orte. Beide Künstler sind wirklich unwahrscheinlich talentiert, beide klingen seit geraumer Weile nur noch so, als wollten sie eigentlich überhaupt keine Musik mehr machen, beide tun es mit einer wirklich erstaunlichen Veröffentlichungsfrequenz trotzdem, und beide geben einem dieses ganz intensive "Si tacuisses, philosophus mansisses"-Gefühl.

Ja, und ansonsten, furchtbarer Typ, furchtbare Platte. Selbst dann, wenn man dieses wahre Potpourri von Alt-Right-Stoffen ignorieren kann, so wie z.B. der, der die arg oberflächliche laut.de-Kritik geschrieben hat. Ich möchte gern auf den Album-der-Woche-Verriss im Guardian verweisen, der das ganz gut zusammenfasst:

https://www.theguardian.com/music/2021/may/06/van-morrison-new-record-project-volume-one-review

Und als Krönung haben wir dann zum Schluss "Jealousy", das jeglicher Kritik mit der Neidkeule kontert, wie es an sich vor sechzehn Jahren elfjährigen Tokio-Hotel-Fans (IHR SEIT JA NUR NEIDISCH!!!1) zukam.

Erwähnenswert auch das auch im Guardian-Verriss erwähnte "Where Have All the Rebels Gone?", in dem er sich drüber auslässt, wie grauenhaft gegenwärtige Musik aus dem Computer sei, ist bemerkenswert, denn: Wenn sich Rebellentum so gestaltet, dass ein nordirischer Grantscherben auf einem Majorlabel 28 Songs und über zwei Stunden lang immer so etwas beleidigt klingend "Old man yells at cloud"-Texte vor sich hin croont, ist das ja schon lächerlich genug. Tut er das dann aber auch noch mit den immer gleichen, altbackensten Arrangements aus den wirklich untersten Bereichen der Blues-, Soul- und Rhythm-and-Blues-Mottenkisten, von denen er seit gefühlt 30 Jahren nicht abweicht, bin ich herzlich gern ein systemkonformer Lemming.

Songs wie "Why Are You on Facebook?" oder "They Own the Media" (wobei, boah, der Titel allein) sprechen ja durchaus valide Punkte an, aber in diesem Früher-war-alles-besser-und-alle-haben-sich-gegen-mich-verschworen-Eintopf mit seit Jahrzehnten abgelaufenen Instrumentalingredienzien gehen auch gut gemeinte Ansätze gnadenlos baden. Wer hätte das zu Zeiten von "Astral Weeks" etc. nur kommen sehen?

Loketrourak

09.05.2021 - 15:32

Ey! Gut gebrüllt! Ansehnlicher Rant.

NOK

09.05.2021 - 16:29

*verbeug*

Perfect Day

09.05.2021 - 20:28

Naja, Van Morrison war schon seit ewigen Zeiten sehr kompliziert, hatte immer etwas eigentümliche Ansichten und ja, gegrantelt hat er schon immer. Ob er jetzt noch etwas querdenkt, ist dann auch schon irrelevant. Ich kann mich in sein 75-jähriges Hirn auch nicht reinversetzten.

Tatsache ist: er ist ein brillanter Musiker, der einige Meilensteine gesetzt hat. Sein Output in den letzten Jahren ist bemerkenswert, für mich aber auch nicht mehr besonders relevant.

Wenn man ihn nun wegen seiner etwas merkwürdigen Weltanschauung laut kritisiert, dann hätte man das auch schon vor Jahren tun können. Er hat sich da nicht wirklich stark gewandelt.

Unter‘m Strich für mich ein solides Album, entschieden zu lang, musikalischer Morrison-Standard. 6/10. Er wird niemanden mehr überraschen.

Perfect Day

12.05.2021 - 16:44

Ich erhöhe mittlerweile sogar meine Wertung. Textlich ist das natürlich absolut angreifbar, oft banal, altbacken grantlerisch und für mich oft nichtmal ein Schulterzucken wert. Aber das Album hat einen angenehmen Fluss und schon gelungen instrumentiert. Gefällt mir in dieser Hinsicht besser, als die letzten Alben... mein Daumen geht nach oben.

Eurodance Commando

12.05.2021 - 18:01

Van Morrison, der wohl talentierteste Boomer, der diese Bezeichnung auch verdient. Gerade mal auf YouTube in ein paar Songs reingehört. Stimmlich immer noch erstaunlich auf der Höhe, aber allein schon bei den Songtiteln muss ich mit der Stirn runzeln.

"Why Are You On Facebook?", " They Own The Media", "Where Have All The Rebels Gone?"

Lol ernsthaft?

Peacetrail

12.05.2021 - 18:54

Abschlusswitz in der ME-Rezi:
Teil 2 mit dem Hit „Please meet me on Telegram“ braucht es nicht.

Felix H

12.05.2021 - 21:39

Ich musste "They Own The Media" nach der Hälfte abbrechen. Muffiger Blues mit Saxofon (normalerweise kriegt man mich mit Saxofon oft) und dann noch der hotnotpeinliche Text. Ne, danke.

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.