Vanessa Peters - Modern age

Armin

10.03.2021 - 18:37

VANESSA PETERS
VERÖFFENTLICHT AM 23. APRIL
IHR NEUES ALBUM "MODERN AGE"
(VIA IDOL RECORDS/CARGO)

Vanessa Peters verwebt nachdenkliche, introspektive Texte mit unwiderstehlichen Melodien und veröffentlicht seit mehr als einem Jahrzehnt ein Album nach dem anderen, stets mit gut gemachten Folk/Rock-Perlen. Sie hat tausende von Shows in den USA und Europa gespielt und eröffnete Konzerte für Künstler wie Josh Rouse, 10.000 Maniacs, John Oates, Matthew Sweet, Mikaela Davis und Lucette.

Peters' neues Album "Modern Age" präsentiert 11 Tracks mit energiegeladenem, gitarrengetriebenem Pop/Rock. Da die Aufnahmepläne durch die Pandemie 2020 durchkreuzt wurden, beschloss Vanessa stattdessen, auf einer Reihe von Demos aufzubauen, die sie während ihrer letzten Tournee in den Niederlanden und Deutschland aufgenommen hatte. Vanessa und die Band verschanzten sich in einem Bauernhaus in Castiglion Fiorentino, der kleinen Stadt in Italien, die Peters einst ihr Zuhause genannt hatte. Im Laufe von zehn Tagen arbeitete die Band daran, die Songs fertigzustellen, die sie im Jahr zuvor begonnen hatten, und die neuen Songs in Angriff zu nehmen, die Vanessa in der Zwischenzeit geschrieben hatte.

Peters' vorheriges Album "Foxhole Prayers" war ein erfolgreiches und von der Kritik gefeiertes Folk/Rock-Album, mit einer beachtenswerten 4-Sterne-Kritik von MOJO und Einladungen zu Auftritten bei NPR's Mountain Stage, 30A und AmericanaFest. "Foxhole Prayers" war ein zutiefst introspektives Album, ganz im Sinne dessen, was Kritiker und Fans von Peters erwarteten.



"Modern Age" stellt diese Erwartungen auf den Kopf. Von den eröffnenden Power-Akkorden des von den Foo Fighters beeinflussten Titeltracks an ist es offensichtlich, dass dieses Album in eine neue Richtung geht: Die enge Zusammenarbeit mit ihrer Band brachte eine frische, raue Energie in diese Songs, die selten zuvor außerhalb von Peters' Live-Shows aufgetaucht ist. Tracks wie "Crazymaker" sind reich an treibenden E-Gitarren auf 4-on-the-floor AC/DC-inspirierten Drumbeats, während die eindringlichen, pulsierenden Keyboards und kantigen Gitarrenriffs auf "Hood Ornament" an Bands wie Spoon und LCD Soundsystem erinnern.

Doch trotz der schimmernden Pop-Rock-Verpackung, in die diese Songs gehüllt sind, schreckt Peters nicht davor zurück in ihren Texte ernsthaftere Töne anzuschlagen. Auf "Yes" ist sie regelrecht wütend und lässt eine Welle der Frustration darüber los, dass sie als "chick singer" abgeschrieben wurde. In "Make Up My Mind" ringt sie mit Unentschlossenheit und Selbstzweifeln und lässt dabei den Alternative Rock der 90er aufleben, während "Never Really Gone" eine leuchtende, an Fleetwood Mac erinnernde Version der Freude über die Entdeckung ist, dass man tatsächlich wieder nach Hause gehen kann.

Jahrelang war es zu einfach, Vanessa Peters in eine Art generische Americana-Kategorie zu stecken, obwohl ihre Platten in Wirklichkeit die ganze Bandbreite von Indie-Pop über Alt-Country bis hin zu experimentellem Folk und Singer/Songwriter-Rock der 70er Jahre abdecken. Aber mit "Modern Age" hat sie ein modernes/klassisches Rockalbum geschaffen, das einen stählernen Trotz offenbart. Inmitten eines wahrhaft dunklen Jahres haben sie und die Band ein Album eingespielt, das gleichzeitig kraftvoll und verspielt, intensiv und sensibel, wütend und hoffnungsvoll ist. Auf "Modern Age" schreibt und liefert Peters wieder einmal Songs von außergewöhnlicher lyrischer und musikalischer Kraft, die ihren Ruf unter der neuen Generation amerikanischer Songwriter weiter festigen.

Vanessa Peters
"Modern Age"
Label: Idol Records
Vertrieb: Cargo
VÖ: 23.04.2021




Fantastischer Song, den ich jetzt zigmal innerhalb weniger Tage gehört habe.

Armin

10.03.2021 - 19:01- Newsbeitrag

Ankündigung zwar schon paar Tage alt, aber ich markier mal als Newsbeitrag.

Armin

26.03.2021 - 19:33- Newsbeitrag

VANESSA PETERS
VERÖFFENTLICHT AM 23. APRIL
IHR NEUES ALBUM "MODERN AGE"
(VIA IDOL RECORDS/CARGO)

NACH "CRAZYMAKER" GIBT ES AB HEUTE AUCH
DEN TITELTRACK "MODERN AGE" IM STREAM

"...a major breakout...this song is timelessly catchy & compels you to listen multiple times in a row." Glide Magazine

“Her pounding, melodic tracks have the intensity of short stories…. Bolshy, blazing letters from the new front line. ” – MOJO

Peters über den Song "Modern Age": „Wir beeilen uns immer, etwas neuer oder schneller zu machen, ohne darüber nachzudenken, ob es tatsächlich besser ist. Ich schrieb diesen Song, nachdem ich herausfand, dass die Besitzer meines Lieblings-Baseball-Teams, die Texas Rangers, ihr Stadium nicht mehr nutzen würden, obwohl es erst 25 Jahre alt ist und stattdessen ein neues bauen würden, nur um eine Klimaanlage zu installieren.“



Armin

13.04.2021 - 19:35- Newsbeitrag



Peacetrail

28.04.2021 - 21:30

Hab auf den ersten Link geklickt und kann es nicht fassen. Wie abgefahren ist das denn???

Armin

28.04.2021 - 21:41- Newsbeitrag

Frisch rezensiert. "Album der Woche"!

Meinungen?

Armin

28.04.2021 - 21:41

Hab auf den ersten Link geklickt und kann es nicht fassen. Wie abgefahren ist das denn???

Den in der Rezension, meinst Du? Tja!

MartinS

28.04.2021 - 21:46

Hab, getriggert von der vom Chef persönlich geschriebenen Rezi, in die drei Vorabsongs reingehört und mal direkt die Platte vorbestellt. Gerade der Titeltrack ist schon mal spitze!

Armin

28.04.2021 - 21:48

Schön zu hören. Digital ist das Album seit Freitag schon draußen.

Peacetrail

28.04.2021 - 22:02

„Den in der Rezension, meinst Du? Tja!“

Ja, ich hatte sowas befürchtet.

Von den YouTube-Beispielen finde ich Valley of ashes etwas beliebig, aber Crazymaker ist wirklich ein Welthit.

Armin

28.04.2021 - 22:03

"Valley of ashes" ist im Kontext des Albums, das sich wirklich super in einem Stück durchhören lässt, kein Ausfall. "Crazymaker" sticht aber schon klar raus.

Rainbird

28.04.2021 - 22:18

OMG, wie geil ist denn Crazymaker?? Aber kein Wunder, wenn man selbst schon die Hälfte der Referenzen vergöttert (Shawn Colvin! Aimee Mann!! Anna Ternheim!!!).

Peacetrail

28.04.2021 - 22:28

Bei Modern Age passt der Natalie-Imbruglia-Vergleich, was ja durchaus als Kompliment gemeint ist.

fakeboy

28.04.2021 - 22:56

Crazymaker ist ein netter Popsong aber ansonsten ist das Album nie und nimmer eine 8.

Kalle

29.04.2021 - 08:44

Es ist einfach schön, wieder ein tolles Pop-Rock-Album ohne schlechtes Gewissen hören zu können. Wirklich ohne Ausfälle. Der Sommer kann kommen!

fakeboy

29.04.2021 - 09:30

Es ist aber kein tolles Pop-Album, sondern bestenfalls ein nettes... Anyway, will niemandem die Freude verderben.

kingbritt

29.04.2021 - 12:20


. . . gutes Stimmchen. Etwas, manchmal etwas mehr, von der jungen Suzanne Vega. Gitarrentechnisch auch alles wunderbar.

dreckskerl

29.04.2021 - 16:19

Schönes Album und in der Tat ziemlich aus der Zeit gefallen, ich dachte beim Hören an ein Album von 1998, deren Interpretin in den Referenzen fehlt:

Lucinda Williams mit "Car Wheels On A Gravel Road"

Kojiro

29.04.2021 - 17:41

Naja.

Samuel Herring

29.04.2021 - 18:10

Schon eine Woche gehört, nachdem es letzten Freitag beim Borcholte bei Spiegel Online gut weggekommen ist und da auch eine 8.0 bekommen hat.
Alles recht vertraut. Gut zu hören, wenn man nichts anderes hat.

Rainbird

29.04.2021 - 22:02

Was fühlt man, wenn einem ein solcher Song gelingt? Zerspringt man dann vor Stolz und Glück?

jo

29.04.2021 - 23:09

Wäre jetzt auch eher bei einer 7 als bei einer 8/10 - aber mehr als nur "nett" ist das auf jeden Fall.

Und: Ich hatte schon wieder vergessen, dass "Torn" nicht von Imbruglia war...

Grizzly Adams

30.04.2021 - 17:40

In der Tat einAlbum, das aus den 90ern sein könnte. Dachte spontan auch an den Coyote Ugly Soundtrack. War das nicht Leann Rimes mit dem Titelsong. Den Song Crazymaker finde ich allerdings eher unspektakulär in der Tracklist. Für einen charmanten Retro-Frühlingsabend eine hübsche Begleitung des eisgekühlten Caipis. Ich schätze aber, die Halbwertszeit des Albums eher kurz ein.

kashmir

01.05.2021 - 00:37

Selten traf ein Attribut wie "nett" besser als hier. Für die Jahresendlisten sicher bedeutungslos. Trotzdem schön mal wieder was von Armin zu lesen. Gerne öfter.

Perfect Day

01.05.2021 - 13:26

Schönes Album. „Valley Of Ashes“ ist hier mein Favorit bislang...

pai-mei

01.05.2021 - 19:13

Gutes Album und ein Lichtblick in dieser tristen Zeit. Ob es auf der Jahresendliste auftaucht, wird sich zeigen. Meine persönliche Liste ist zumindest bislang recht kurz. ;)

Kojiro

01.05.2021 - 20:00

Nochmal gehört. Der 90s Vibe ist ganz nett und für mich klingt das einfach nach der typischen Vorband, die keinem weh tut, aber auch nicht wirklich mitreißt. Musikalisch und textlich ist das alles recht einfach, was nicht zwingend negativ sein muss, aber wirklich besonders ist da leider nichts. "Still Got Time" zum Schluss gefällt mir noch am besten.

5/10

Enrico Palazzo

03.05.2021 - 20:37

Also ich habs bisher nicht weitergebracht als zum Titeltrack und der ist textlich leider richtig schlecht. Simpelst aneinander gereihter "Früher war alles besser" - Quatsch. Kann ich nicht hören sowas.

slowmo

04.05.2021 - 16:22

Da muss ich leider recht geben. Kann mir überhaupt nicht erklären, wie dieses Album ein AdW Titel bekam. Ich find den Titeltrack schon so nervig, dass ich mir den Rest erst erst gar nicht mehr geben kann.
Ehrlich gesagt war sogar in den 90ern nahezu alles besser, aber dann hätte man sich lieber mal eine Band wie Built To Spill oder Pavement zum Vorbild nehmen sollen und nicht gerade das Gedudel, dass man über die Jahrzehnte zum Glück wieder erfolgreich verdrängt hat.

Kojiro

04.05.2021 - 17:58

Hat bestimmt ne Wette verloren, der Armin...

Mr Oh so

04.05.2021 - 18:06

Netter Hausfrauenpop. Warum das plötzlich auch in anderen Medien so gehypt wird – keine Ahnung! Eine Verschwörung? Eine wahnsinnig gute PR-Kampagne?

Samuel Herring

04.05.2021 - 20:42

Ein gutes Netzwerk?

https://www.youtube.com/watch?v=_vtxusR2PVY

Was sie da referiert find ich zweifelsfrei interessant.
Macht sie vllt. ja auch Redakteuren und Plattenrezensenten in Deutschland sympathisch und unterstützenswert in einer Woche ohne wirkliches Highlight.

Armin

04.05.2021 - 21:01

Danke für den Link, kannte ich noch nicht. Es ging sicherlich nicht nur mir so, dass ich von der Dame bis zur ersten Promo-Mail noch nie gehört habe. Und ihre Musik zu schätzen gelernt habe seitdem. Dass dieses Album nichts für jede*n ist, war klar. Es freut mich, dass es - siehe oben - viele sehr begeistert.

Rainbird

09.05.2021 - 20:35

Danke an den Chef, dass er sich todesmutig den „Indie-Fascisti“ zum Fraß vorwirft ;) Aber die Reaktionen sind doch in Summe recht wohlwollend. By the way: „Try“ ist auch groß!

Armin

09.05.2021 - 22:51

Wenn ich schon mal wieder für eine Rezension in die Tasten haue, dann gebe ich - wie alle anderen für sich auch - die Bewertung, die ich für richtig halte. Dass die nicht alle teilen, war hier im Vorfeld klar. Erfreulich aber, dass es durchaus einige tun.

Affengitarre

11.05.2021 - 10:21

Für die Fans hier: Am 3. Juni gibt Vanessa Peters mit ihrer Texas Band ein Streamkonzert auf bandcamp. Infos gibt es hier.

fakeboy

11.05.2021 - 10:24

Eine 8 für diesen Langweiler-Pop und eine 5 für die neue Weezer? Einfach komplett verkehrt...

jo

11.05.2021 - 11:33

Stimmt. 5 für die neue Weezer ist wirklich noch zu viel...

smrr

15.05.2021 - 21:49

Ich kann auch nicht nachvollziehen, was an Vanessa Peters Musik hörenswert ist - erachte das auch für belanglos und wenig zeitgemäß.

Empfehle hier Leanne Betasamosake Simpson. Eine kanadische Songwriterin, die aber eher in Richtung Arab Strap geht. Ansonsten treffen sicherlich auch viele Prädikate der Musik von VP zu - aber mit deutlich interessanterem Songwriting und interessanteren Melodien. Finde das Album besonders zum Ende hin super.

Kalle

16.05.2021 - 08:55

Das Album von Frau Simpson ist sicherlich auch gut, aber ein Vergleich mit Vanessa Peters verbietet sich hier. Während Vanessa Peters in Richtung Sommer-Pop-Rock a la Sheryl Crow geht, ist LB Simpson wesentlich dunkler und erinnert mich ein wenig an Black Box Recorder.

Beides hat seine Berechtigung. Und wenn man nur noch "zeitgemässe" Musik hört, dann dürfen wir keine Beatles, Dylan, Neil Young etc. hören?

jo

16.05.2021 - 18:51

Vergleiche sind sowieso unnötig. Und was bedeutet schon "zeitgemäß", wenn es um Musik geht? Für mich alles komplett irrelevante Gedanken, wenn die Musik für mich passt.

Kalle

28.07.2021 - 17:15

Nochmals beim Joggen gehört. Weiterhin ein sehr entspanntes und schönes Album. Allerdings beginnt es leider mit den beiden schwächsten Stücken. Wer es nochmal probieren will, sollte mit Crazymaker anfangen.

Andreas

28.07.2021 - 17:59

Seicht im positiven Sinn. Crazymaker finde ich nicht so toll wie die meisten hier, wäre da eher bei The weight of this und The band played on als Anspieltipps.

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