Buch: The Lives of John Lennon

QuadratvogeI

14.12.2010 - 21:19

Sehr kontoverses Buch von Albert Goldman aus dem Jahr 1988. Interessant vor allem deshalb, weil es Lennon und Ono mal in einem ganz anderen Licht zeigt, als man es sonst kennt. Es zeichnet Lennon nicht als den Friedenskämpfer, sondern als extrem schwierige, neurotische und drogenabhängige Persönlichkeit, die andere Menschen stets für ihre Zwecke instrumentalisierte. Den Lennon der letzten fünf Jahre seines Lebens, in denen er sich offiziell nicht der Öffentlichkeit gezeigt hat, weil er sich liebevoll als Hausmann um die Familie gekümmert hat, stellt Goldman gänzlich anders dar, nämlich als ein schwer heroinabhängiges Wrack, das 24/7 im Drogenrausch in einem abgedunkelten Zimmer des Dakota vor sich hin vegetierte, während Yoko sich um die geschäftlichen Angelegenheiten kümmerte.

Hat jemand das Buch gelesen und sich eine Meinung dazu gebildet? (Ich habe weder das eine noch das andere.) Reine provokative Schlammschlacht, mit der sich dank Skandalträchtigkeit nach seinem Tod noch Geld verdienen ließ oder doch das ein oder andere Fünkchen Wahrheit dran?

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Lives_of_John_Lennon/wiki/The_Lives_of_John_Lennon

QuadratvogeI

14.12.2010 - 21:21

Sorry:

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Lives_of_John_Lennon

Walt

14.12.2010 - 21:31

Was bei Wikipedia unter "Criticism" ist ja nicht gerade schmeichelhaft für Autor und Buch. Und da wir alle John Lennon nicht kannten, bleibt uns vielleicht nichts anderes übrig, als den ganzen Leuten die ihm nahestanden zu glauben und das Buch für erfunden zu halten, oder?

QuadratvogeI

14.12.2010 - 21:41

Für so einfach halt ich's nicht. Gebe zwar zu, mich noch nicht intensiv damit beschäftigt zu haben, aber der Autor gibt 1200 (!!) Interviews, die er mit Personen aus Lennons engerem und weiteren Umfeld geführt haben will, als Quelle an. Ich weiß schon, dass das noch relativ wenig darüber aussagt, was wirklich hinter den Kulissen stattgefunden hat, aber finde es einfach mal ganz grundsätzlich interessant, dass hinter der Fassade eines Helden, die die Medien so aufgebaut haben, noch so einiges an dunklen Aspekten schlummern könnte. Nur sich einfach mal bewusst zu machen, dass das Bild einer Mediengestalt, das man bisher hatte, unter Umständen auch ein sehr verzerrtes sein kann, das der Realität nur schemenhaft entspricht. Das finde ich interessant, mehr nicht.

Ohne die Aussagen von Goldman in irgendeiner Weise werten zu wollen, aber in folgendem Interview kommt es zumindest so rüber, dass er sie ernst meint:

http://www.youtube.com/watch?v=hiltVC3uAh8

Rudi Carel God

15.12.2010 - 13:32

Witzig, die ganze Diskussion gab es schon mal. Nach vielen Jahren kommt sie dann auch in PT an. Und wieder gibt es einen Idioten, der Goldman ernst nimmt. LOL

@Rudi Carel God

15.12.2010 - 13:36

Erst lesen, dann labern! LOL

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