DJ Shadow - The private press
Dazer
19.06.2002 - 10:50
na, da wird im newsletter doch glatt vom aufregensten release des jahres im bereich elektronik gesprochen. hab' "the private press" leider noch nicht gehört, aber visions und plattentests.de können nicht irren, wenn sie das werk zum album des monats bzw. woche krönen. also wohl kaufpflicht. zudem scheint ja mein zur zeit favorisiertes elektro-genre, nämlich downbeat, behandelt zu werden, was die verweise auf Sofa Surfers und Massive Attack beweisen. nichtsdestotrotz wage ich jetzt einfach mal die behauptung, das "the private press" nicht mit "Encouters" mithalten kann.
Stretchlimo
19.06.2002 - 11:06
Ich denke, "Encounters" hätte hier auch eher dei 9/10 oder mehr bekommen. "The private press" siedle ich eher auf dem Niveau von U.N.K.L.E. an, die keinesfalls schlecht, aber doch nicht so groß wie Shadows Debüt waren.
Oliver Ding
19.06.2002 - 16:49
Da kann ich mich Stretchs Einschätzung nur anschließen. Eine große Platte, aber nicht so riesig wie "Encounters".
Gomez
19.06.2002 - 17:48
Irgendwas verstehe ich nicht.
Die Platte Encounters von DJ Shadow finde ich nirgends?
Oliver Ding
19.06.2002 - 17:56
Sorry, da hab ich Stretchs Verschreiber mitgenommen. Die Scheibe heißt natürlich "Endtroducing". "Encounters" ist das aktuelle Ding der Sofa Surfers.
Dazer
19.06.2002 - 18:09
und was findet ihr besser? "encounters" (surfers!) oder "the private press"?
Oliver Ding
20.06.2002 - 00:29
Ich finde "The private press" besser, was aber vermutlich auch daran liegt, daß ich mich "Encounters" weniger gewidmet habe. Die passende Rezi hat damals Adrian geschrieben.
Dazer
21.08.2002 - 20:00
so, jetzt hab' ich sie auch. etwas spät aber doch. hervorragend! hab' sie auf doppel-vinyl, kann es sein, dass es da einen bonus track gibt, nämlich "giving up the ghost" in der original-fassung? "u can't go home again" ballert richtig rein, ebenso "fixed income" und eben "giving up the ghost". die 8/10 ist absolut gerechtfertigt, shadow's erste kenn' ich leider nicht. Noch nicht. nur schade, dass das hier nahezu niemanden zu interessieren scheint.
ditsch
21.08.2002 - 20:46
Grandiose Scheibe! Grandios auch der Vorgänger(darf man grandios steigern?)
Ebenfalls grandios der Liveauftritt mit vier Turntables an der Lethargy im Rahmen der Streetparade(!).
Belrop
22.08.2002 - 07:47
Was? DJ Shadow war an der Streetparade? Da habe ich ja wohl etwas verpasst...
"The Private Press" ist tatsächlich sehr gut und hat mich überzeugt, obwohl ich normalerweise nicht so auf elektronischen Kram stehe.
wonderful_world
30.12.2005 - 22:25
stimmt, DJ Shadow is einfach genial und hat es verdient mehr Aufmerksamkeit gewidmet zu bekommen
P.S.
Endtroducing is genial, genauso wie "Psyence Fiction" von U.N.K.L.E.
Stefan
31.12.2005 - 01:42
The Private Press habe ich dummerweise noch gar nicht gehört, was ich aber dringend nachholen muss. DJ Shadow kann so ziemlich alles.
simon
31.12.2005 - 12:55
@Oliver
Du immer mit deinem Encounters...
Obrac-owski
05.01.2006 - 12:28
Was heißt Encounters!?
honk
27.04.2008 - 21:29
Schade was aus dem geworden ist.
Mit Six DAys kann ich mich aber immer wieder trösten.
Eine großartige Scheibe.
logan
08.12.2009 - 18:37
Eine sehr gute Platte, auch wenn sie nicht die Einheit von "Endtroducing....." aufweist.
logan
10.04.2010 - 12:57
abwechslungsreich, in sich stimmig, stimmungsvoll, fein ausgearbeitet, zwischen avantgarde und pop ausbalanciert, elegant und zwischendurch kickend, mindestens 9,5/10.
The MACHINA of God
11.07.2011 - 00:08
Wunderbares Album. Endlich mal wieder gehört. Guter Mann.
rainy april day
02.12.2012 - 22:26
Sehr gut. Was für ein Highlight ist denn bitte "You can't go home again"? Zu so was sollte man tanzen!
Dan
16.12.2013 - 23:18
Kann ich auch immer wieder anhören, das Album... Aber die Nachfolger, die waren danach nicht mehr so meins...
Colonel Bagshot
17.12.2013 - 16:30
Six Days ist im Original 1000 mal besser
boneless
01.05.2026 - 13:36
Es gibt so Tage, da nervt alles. Wie heute. Feiertag, bestes Wetter, aber 0 Bock irgendwas zu machen, dank aktueller körperlicher Einschränkung. Entsprechend lange stand ich vor den Plattenregalen und hab nach Musik gesucht, die meiner Stimmung angemessen ist. Da hat man Unmengen an Musik rumstehen und nichts passt. Bis ich im Elektronikbereich auf diese Platte stieß und sofort wusste: das ist es. Aufgelegt und meine Stimmung wurde direkt aufgehellt.
DJ Shadow mag mit Endtroducing einen Meilenstein erschaffen haben, aber ich war immer Fan von der Private Press. Weil dieses Album eine Geschichte erzählt und so wahnsinnig facettenreich verschiedene Musikstile abgrast. Sie funktioniert wie ein ganz persönlicher Soundtrack und ist dabei auch absolut einzigartig. Mich fasziniert immer wieder die Tatsache, dass Shadow auch hier ausschließlich Samples benutzt hat. Samples von längst vergessenen Platten, die auf The Private Press eine ganz neue Würdigung/Bestimmung erfahren. Allein ein Song wie Six Days trägt so viel Schönheit und Anmut in sich, man könnte weinen vor Glück. Jedes Stück ergibt sowohl allein als auch im Gesamtkontext Sinn, bis alles im umwerfend hymnischen Blood On The Motorway kulminiert. Schade, dass Shadow nach diesem Album im guten, aber oft verzichtbaren Mittelmaß versunken ist.
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