Josh Rouse
quincy
16.02.2006 - 18:01
Am 24.03.2006 erscheint sein neues Album "Subtitulo". Als Single ist "Quite Town" geplant. Schlicht & brilliant, für mich ein erster musikalischer Höhepunkt in diesem Jahr. Was meint Ihr?
Dazer
16.02.2006 - 18:22
ja, der song ist in der tat ganz wunderbar. ich wollte sowieso schon länger mal reinhören in seine platten, weiß aber nicht, mit welcher ich anfangen soll. 'unter the cold blue stars' wurde mir empfohlen, aber auch die 'nashville' würde mich irgendwie jucken. aber eigentlich wusste ich gar nicht, dass da schon wieder ein neues album auf dem weg ist.
naja wie auch immer. bin gespannt. gibts eigentlich nicht schon eine thread zu ihm?
quincy
16.02.2006 - 19:26
Ja, es gibt ältere Threads. Ich habe jetzt diesen eröffnet, um auf seine neue Platte/CD aufmerksam zu machen.
Übrigens, für meinen Geschmack sind "Nashville" und "1972" zwei sehr empfehlenswerte Platten. Außerdem glaube ich, dass Josh bisher noch gar nicht so richtig wahr genommen wurde. Ein weiterer exzellenter Singer-/Songwriter, den ich gerne in einem Atemzug mit Sufjan Stevens oder Ryan Adams nennen möchte.
Dazer
16.02.2006 - 19:38
ja, nur hat sufjan mit 'michigan' schwer enttäuscht (also mich zumindest) und von adams kenne ich nur die 'gold', die ganz ok ist.
die besten sind immer noch rice und dybdahl. da kann kommen was will ;)
freu' mich trotzdem schon auf den herrn rouse, ich glaub' ich werd mal die '1972' antesten.
bartender
17.02.2006 - 05:38
Tu das.
"1972" ist wahrscheinlich die luftig poppigste seiner Platten. Hat so ein bisschen Marvin Gaye Charme.
Meine Wertung der bisherigen Alben wäre:
1. Under cold blue stars (9/10)
2. 1972 (8/10)
3. Home (7/10)
4. Nashville (7/10)
5. Dressed up like Nebraska (6/10) (wobei der Titeltrack wahrscheinlich mein liebster Rouse Song ist)
Man kann ihn imho nicht so gut mit Rice oder Stevens vergleichen, da diese ja immer wieder ganz besondere, ausufernde Songkonstruktionen zusammenbasteln, während Rouse einfach "nur" harmlosen, aber zeitlos schönen Pop macht.
Ich würde mir auch wünschen, dass er mal mehr Aufmerksamkeit bekommt, bin aber skeptisch, ob das noch was wird.
editor
17.02.2006 - 07:54
na toll, ich hab "Dressed Up" und "Nashville". aber vor allem die letze ist doch göttlich.
Carolina, Winter In The Hamptons, Sad Eyes...wahnsinn!
bartender
17.02.2006 - 08:13
"Dressed up" finde ich leider über weite Strecken einfach langweilig, aber "Nashville" und "Home" sind beides gute 7er.
Der Mann bringt einfach zuverlässig gute Platten raus, da mache ich mir auch für die Neue keine Sorgen.
Eine Anschaffung wert ist übrigens auch die "Chester EP", auf der er von Kurt Wagner geschriebene Songs singt.
quincy
17.02.2006 - 16:13
Stimmt, ist doch luftiger Pop a la Stephen Duffy oder ähnliches in der Richtung. Jedenfalls bn ich schon sehr gespannt auf das neue Album.
bee
17.02.2006 - 17:06
also ich finde die Dressed up like Nebraska sehr gut - für mich besser als Nashville. Und nat. sollte man nicht Pop zu der Musik sagen, da es doch Songwriter, Folkrock oder Alt.Country ist ,-)
music777
17.02.2006 - 19:29
Ich habe auf der Label-Seite das Album angehört.
Subtitulo
Meine Wertung: 9/10
erstaunlich gute Songs ohne einen einzigen Durchhänger. Das Album ist außerdem erstklassig produziert. So relaxt klang noch kein Album von Josh Rouse. Ein Album für den Sommer und ein Anwärter für das Songwriter-Album des Jahres 2006.
bartender
17.02.2006 - 19:32
bee (17.02.2006 - 17:06 Uhr)
Und nat. sollte man nicht Pop zu der Musik sagen, da es doch Songwriter, Folkrock oder Alt.Country ist ,-)
Einigen wir uns darauf, dass es eine sehr poppige Variante dieser Stile ist? ,-)
Gab's das eigentlich schonmal, einen Josh Rouse Thread mit mehr als zehn Beiträgen?
Vielleicht wird's ja doch noch was, mit der großen Aufmerksamkeit.
bee
17.02.2006 - 19:46
"Einigen wir uns darauf, dass es eine sehr poppige Variante dieser Stile ist?"
d'accordo ,-)
und die Chester EP mit Kurt Wagner hat wirklich zwei Übersongs drauf (Somehow You Could Always Tell + I Couldn't Wait)
quincy
18.02.2006 - 12:42
Pop-Songwriter. Warum nicht?!
Sommer-Album würde ich ebenfalls unterstreichen. Es könnte daran liegen, dass Josh nach Spanien umgesiedelt ist (soweit diese Information wahr ist). Leider habe ich noch keine Live-Termine für Deutschland/Niederlande ausfindig machen können. Weiß jemand mehr?
quincy
18.02.2006 - 12:54
Noch eine Anmerkung: Müsst Ihr bei "Quiet Town" auch an "Everybody´s Talkin" von Nilsson denken?
iamlegend
18.02.2006 - 15:24
habe die "1972", "under cold blue stars" und "nashville". die gefallen mir alle drei ausgesprochen gut.
wie sind denn "home" und "dressed up like nebraska" im vergleich? braucht man die?
quincy
20.02.2006 - 15:20
Wo kann ich denn die "Bedroom Classics Vol.2" kaufen? Oder gibt es die tatsächlich nur bei i-Tunes?
bartender
21.02.2006 - 00:15
Würde mich, bei ansprechenden Bedingungen (Preis), auch mal interessieren.
@iamlegend:
"Brauchen" ist ja immer so eine Sache. Beide Alben sind zumindest eine Anschaffung wert und wenn dir die anderen Platten gefallen, ist das Fehlgriff-Risiko wirklich minimal.
Imho ist die "Home" allerdings die bessere Wahl. Da passieren wirklich schöne Dinge. Diese federleichte Melancholie, die sich immer durch Rouses Alben zieht, kommt z.B. in "Parts and accessories" besser denn je zur Geltung. Dann natürlich der großartige Abschluss mit der einsamen Trompete...
quincy
08.03.2006 - 10:57
Bisher keine Rezensionen in den deutschen Musikzeitschriften (nix im Rolling Stone, nix in der Intro etc. - oder hab´ich was übersehen?!)
Sollte der gute Josh schon wieder von der deutschen Journalisten ignoriert werden? Bitte nicht!!!
quincy
23.03.2006 - 11:54
Ey, danke für die Rezension. Ja, ja, auf Plattentest ist Verlass (Beifall, schleim, schleim, Beifall).
Boston
30.03.2009 - 19:55
Heute abend, 22:05 im Deutschlandfunk: Josh Rouse Porträt bei Rock et cetera:
22:05 Uhr
Rock et cetera
Auf Reisen -
Die Songwelt des Amerikaners Josh Rouse
Von Andreas Dewald
Angefangen hat alles 1998 mit dem Debüt "Dressed Up Like Nebraska". Da war Josh Rouse - aus Nebraska - 26 Jahre alt. In autobiografisch gefärbten Songs erzählte er mit abgeklärt und zugleich amüsiert wirkender Stimme, Anteil nehmend und warmherzig von den Hoffnungen, Träumen und Sehnsüchten seiner Charaktere aus der Provinz. Dabei überraschte er mit einem ausgereiften Sound, der von der Americana-Tradition, klassischem Brill-Building-Pop und englischen Vorbildern wie The Smiths oder The Cure inspiriert war. Nach seinem Umzug in die Musikmetropole Nashville arbeitete er mit Kurt Wagner von Lambchop zusammen, war Mitbegründer der Alternative-Country-Szene und wob feinsinnig Einflüsse aus Country, Soul, Jazz und psychedelischer Musik in seine Klangwelt. Er porträtierte in seinen Songs auffällig oft Figuren, die sich in lebensverändernden Situationen, gar am Rand eines Abgrunds befanden. Als Josh Rouse 2004 der Liebe wegen nach Spanien übersiedelte, gerieten ihm seine melancholischen Lieder noch leichtfüßiger und eleganter, obwohl er sich in ihnen mit schweren, existenziellen Themen wie Tod, Einsamkeit, Natur und Religion befasste. Auf seinem aktuellen Album "Country Mouse City House" versprühen sie nun eine traumwandlerische, geradezu mediterrane Magie und lassen Rouse so souverän und zeitlos klingen, dass man sich an Songwriter-Granden wie James Taylor, Paul Simon oder Jackson Browne erinnert fühlt.
Livestream rechts
noplace
30.03.2009 - 22:22
schön hölzern wie man es von deutschlandfunk gewohnt ist.
Boston
31.03.2009 - 14:07
Leider. Hängt aber vom Moderator ab. Paul Baskerville ist der beste.
MickHead
30.05.2025 - 21:19
Heute erst entdeckt!
Am 25.04. wurde das Cover Album "Streets Of Your Town" veröffentlicht.
"Streets Of Your Town" bei Bandcamp:
https://joshrouse.bandcamp.com/album/streets-of-your-town
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