Between The Buried And Me - The Blue Nowhere

MickHead

12.06.2025 - 21:02

Die amerikanische progressive Metalcore Band "Between The Buried And Me" aus Raleigh, North Carolina, kündigt für den 12.09. das 11. Studioalbum "The Blue Nowhere" an. Es folgt auf "Colors II" von 2021.

Erster Song "Things We Tell Ourselves In The Dark"

https://youtu.be/6FdXmAPM8u4?si=UxPzcip6WDUW5o39

Tracklist:

1. Things We Tell Ourselves In The Dark
2. God Terror
3. Absent Thereafter
4. Pause
5. Door #3
6. Mirador Uncoil
7. Psychomanteum
8. Slow Paranoia
9. The Blue Nowhere
10. Beautifully Human

Kamm

13.06.2025 - 00:12

Ui, die mochte ich mal echt gerne.
Und das klingt ja sogar ziemlich frisch! :)

boneless

15.06.2025 - 22:17

Ich war nach Coma raus, aber auch ich muss sagen: der Track hat was. Totale Progrockvibes, Genesis, Porcupine Tree, bisschen Dream Theater. Extrem tastenlastig, aber irgendwie kriegen sie das trotzdem anständig gebacken und die härtere Breitseite im letzten Drittel kommt gut. Cooler Refrain auch. Jetzt mag ich das ganze Album hören.

Leech85

16.06.2025 - 07:56

Muss sagen dass mich der Song jetzt nicht so packt. Irgendwie fehlt einfach was das hängen bleibt. Klingt auch zu sehr nach der Coma Scheibe welche für mich immernoch ihre schlechteste ist.

Der Vorgänger Colors II war hingegen ein Meilenstein den ich immer noch oft höre.

ToRNOuTLaW

16.06.2025 - 11:34

Ich höre auch noch Devin Townsend raus. Bin noch nicht überzeugt, werde mir aber das ganze Album mal anhören und schauen, wie der Song als Baustein darein passt.

kiste

17.06.2025 - 10:02

Der Track fetzt mir sofort. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass sie mit den Automata und Colors2 ein wenig auf der Stelle traten. Vielleicht höre ich hier mehr spielfreude und gelungene neue Einflüsse raus? Sehr interessant finde ich auch die optische Präsentation, diese unterscheidet sich auch vom restlichen Output bisher.

MickHead

26.08.2025 - 22:55

Gibt mittlerweile einen 2. Song!

"Absent Thereafter"

https://youtu.be/UDhUsgxKeaM?si=1nf6Hc25Y89k2HBe

ToRNOuTLaW

27.08.2025 - 10:41

Ok, der macht Spaß!

MickHead

12.09.2025 - 09:12

Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_kDguXuYSgWCpXLE7tGaCxDe5vO-gKaO7I&si=kXnBqyIMGCqN-8x1

boneless

12.09.2025 - 23:26

Bin zwar erst bei Song 4, aber bisher doch sehr positiv überrascht. Mehr 70s Prog, mehr Hardcore. Gefällt mir ausgesprochen gut.

Tour 2026 gibts auch, juhu.

24.02.: Bett, Frankfurt
01.03.: Uebel & Gefährlich, Hamburg
11.03.: Matrix, Bochum
12.03.: Im Wizemann, Stuttgart
17.03.: UT Connewitz, Leipzig

kiste

13.09.2025 - 08:42

Schon draußen? Freue mich schon auf den ersten Hördurchgang! Bei der Tour bin ich auch dabei, habe sie leider dieses Jahr verpasst.

kiste

14.09.2025 - 14:10

Hm. Nach 2 Durchläufen gefällt mir der Einstieg bis „Pause“ ganz gut, danach treten sie für mich zu sehr auf der Stelle. Country- und Rock Zirkusgeplänkel reißen mich regelmäßig raus. Und alles irgendwie recht zahm… Beautifully Human Fast dies dann nochmal zusammen und plätschert knappe 8min so dahin. Na ich werde jedenfalls noch einige Male reinhören, denn komplex ist ja dennoch und ein umfassendes Bild habe ich dadurch noch lange nicht.

Vennart

14.09.2025 - 19:50

Finde es bisher ganz gut, wobei ich bei Alben dieser Band immer an die 10 Durchgänge brauche bis ich irgendwas checke :D
Manchmal wünschte ich auch, sie hätten einfach ein paar mehr eingägigere Passagen mit gutem, eingägigen Songwriting drin, denn einige Parts finde ich selbst nach längerem Drangewöhnen irgendwie gar nicht soo interessant weder melodisch noch von dem krassen Level, dass die da jetzt zocken, weil inzwischen ist man das ja auch von denen etwas gewöhnt.
Aber ja, insgesamt ist es schon mal gut.

Armin

24.09.2025 - 21:03- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

Meinungen?

kiste

03.10.2025 - 17:43

Mittlerweile empfinde ich das Album als eines ihrer eingängigsten Werke nach Coma Ecliptic. Keine andere Tracklist hatte ich so schnell verinnerlicht. Leider holt es mich immer noch nicht so richtig ab. Jeder Song hat seine tollen Momente doch wirkt vieles für mich sehr bekannt und mitunter ungelenk bzw. gewollt. Das viele musikalische Einflüsse verarbeitet werden ist schon ok, doch treffen diese diesmal nicht meinen Nerv.
Den Zonk Vergleich und den Mensch als Depp finde ich etwas hart in Bezug auf die Band.

Christopher

03.10.2025 - 18:06

Ich bezog mich damit v.a. darauf, dass es mir schwerfällt, emotionalen Zugang zu dieser Musik zu finden. Sie ist oft wirklich unterhaltsam und natürlich handwerklich extrem versiert - aber vieles wirkt eher "gewollt", teils sogar erzwungen.

Aber weil der Schauwert (Hörwert?) durchgehend hoch ist, bleibt man trotzdem dran, in der Hoffnung, dass sich das Ganze doch noch emotional erschließt.

Marküs

03.10.2025 - 21:35

Boah, ich find's nach fünfzehn Durchläufen so richtig geil. Auf einmal macht einfach alles einen Sinn. Jeder Song wartet mit melodischen Highlights auf und dennoch ist das ganze Prog vom Feinsten. Die letzten beiden sind durchweg melodische Highlights.

kiste

04.10.2025 - 08:10

@Christopher: Hm, verstehe ich und kann ich mit dem neuen Album auch etwas nachempfinden. Bei mir als Fan der ersten Stunde ist der Fall, warum ich die Türen (passt ja diesmal zum Konzept des Hotels) immer wieder aufmache, das Wissen, dass es immer seine Zeit braucht bis man sich in die Musik von BTBAM reingehört hat. Enttäuscht wurde ich noch nie und dieser ganze Ablauf mit Vorfreude, das erste Hören mit der Überforderung und das spätere reinfuchsen empfinde ich immer als sehr emotional.

Und wie gesagt, holt es mich diesmal nicht ganz so ab aber ich bewundere die Band trotzdem, sie machen es sich nach meinen Eindrücken selbst nicht leicht und fordern sich stetig heraus. Und nüchtern betrachtet ist „The Blue Nowhere“ für mich auch ein richtig starkes Album, dass vielleicht in einer anderen Zeit mehr Aufmerksamkeit generiert hätte.

Kamm

04.10.2025 - 14:10

Ich kann hier beide Seiten verstehen, weil ich auf beiden Seiten schon war. BTBAM habe ich mit "The Silent Circus" kennen und lieben gelernt; das war damals etwas komplett Neues: Eklektizistische Ungeheuerlichkeiten aus Death, Grind, Emo, Prog, Pop, Mathcore und ... Indierock? Gerne mal alles in einem Song.

Und so wie von kiste sehr schön beschrieben, lag der Reiz vor allem darin, dass man sich in dieses Chaos wunderbar reinfuchsen konnte - irgendwann griffen die Puzzleteile doch noch ineinander und ergaben herrlich komplexe und tatsächlich stimmige Mosaike. Nicht selten war dieser Prozess der Erschließung, begleitet von meheren "Ach so!"- und "Heureka"-Momenten auch ein sehr emotionaler. Rückblickend betrachtet ergibt das Sinn, zumindest für mich, denn meine Gefühlswelt ist auch kein homogenes, gleichbleibendes Ganzes, sondern oft eben ein Chaos aus Hochs und Tiefs; Albernheiten stehen neben tiefgründigen Gedanken, und manchmal entpuppt sich das eine auch als das andere und andersherum.
So gesehen bilden Bands wie BTBAM die Realität vollständiger ab als z. B. manche Extremmetalacts, für die nur der Kampf aller gegen alle existiert, Indiebarden, die in ständiger Traurigkeit verharren, oder so Parallelwelt-Gangster-Hip-Hop, der nur an Gewalt, Reichtum, Sex und Drogen denkt.

Das letzte Album der Band, dass ich auf diese Weise gehört habe, also, bis zur vollständigen Erschließung, war "The Great Misdirect" von 2009. Und obwohl es vielleicht sogar mein liebstes von ihnen ist, hat sich darauf schon angedeutet, warum ich danach immer weiter das Interesse verloren habe, nämlich durch eine gewisse Dreamtheaterisierung, wie ich es, vielleicht zu Unrecht für beide Bands, nenne. Ich schrieb weiter oben etwas von Indierock; und mir ist klar, dass das eine etwas gewagte These ist. Sie ist auch nicht ganz zutreffend. Aber andererseits hat es schon etwas zu bedeuten, dass auf ihrem Coveralbum neben Metallica und King Crimson, also Metal und Prog, eben auch Depeche Mode, Blind Melon, Smashing Pumpkins und Counting Crows vertreten sind.

BTBAM haben diesen Teil ihrer DNA irgendwann zugunsten einer technischeren, klassisch-progmetallischen Herangehensweise aufgegeben, und damit einen Teil ihres Reizes für mich. In der Folge habe ich die neuen Sachen der Band zwar noch immer wieder mal gehört, aber nie mehr so umfänglich. Ein Album wie Coma Ecliptic wirkt auch mich bis heute genau so, wie Christopher es beschreibt: Stellenweise sehr unterhaltsam, aber emotional distanziert.

Das kann jetzt alles eine natürliche Entwicklung sein, wie sich Geschmäcker halt weiter- und auseinanderentwickeln. Andererseits muss ich auch einfach zugeben: Ich habe halt kein Album nach The Great Misdirect wirklich ausführlich gehört; bei einer Band, die genau das schon immer eingefordert hat. Und in meinem Fall kommt noch dazu, dass ich gewisse Vorbehalte gegenüber diesem neuen Stil der Band habe, die aber, glaube ich, unbegründet sind. Nämlich, dass so technisches Progzeug wie eben Dream Theater grundsätzlich weniger emotional ist, als z. B. Indiefolk, vielleicht sogar geradeheraus seelenlos, weil, das hört man doch! Dabei verwechsle ich aber schnell Intention damit, wie etwas bei mir ankommt. Realistisch gesehen ist es nämlich ziemlich anmaßend, ausgerechnet den Künstlern, die sich jahrzehntelang die Finger wundspielen, um sich und die Grenzen des musikalisch Denk- und Machbaren ständig herauszufordern, fehlende Emotionalität und Leidenschaft zu unterstellen.

Letztendlich kann ich nicht ausschließen, dass meine Entfremdung zur Band das Ergebnis von nachlassender Leidenschaft auf meiner Seite ist, einhergehend mit einer geringeren Offenheit für neue, mir nicht direkt liegende Ausdrucksmöglichkeiten. "Seelenloses Gefrickel" als Schutzbehauptung, weil ich mich inzwischen halt lieber auf Bekanntes ausruhe und mir nicht die Arbeit machen möchte. Andererseits glaube ich schon, dass es so etwas wie seelenloses Gefrickel auch tatsächlich geben wird; wie immer, wenn irgendwo eine Nachfrage besteht, die dann halt bedient wird.

Ich bin mir aber fast sicher, dass BTBAM nicht in diese Schublade gehört. Ich glaube, die haben Bock. Und ich vielleicht auch. Habe das neue Album bisher nur einmal am Stück gehört, ein paar Songs schon öfters. Den Titeltrack empfand ich erst als zu glatt und cheesy, inzwischen aber als richtig schön. Ein paar Teile greifen schon ineinander, die ersten kleinen Gänsehäute waren schon da. Wird vielleicht mal wieder Zeit für BTB and me.

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