Udo Jürgens - Udo 90
Saschek
01.12.2024 - 03:51
Sehe ich das richtig? "Vielen Dank für die Blumen" fehlt? Wie bitte?
andygoestohollywood
01.12.2024 - 14:34
Die Rezi triffts doch gut, Hauptsache "Immer wieder geht die Sonne auf" dabei bei den Highlights und Mit 66 Jahren oder Aber bitte mit Sahne nicht...mochte ich nie.
Saschek
01.12.2024 - 23:31
Noch mal zu "vielen Dank für die Blumen": Text noch nie insgesamt gehört. Kann man heute nicht mehr machen. Verstehe jetzt das Weglassen der Nummer.
Rhyton
01.12.2024 - 23:38
Dachte der wär tot.
Ryker
02.12.2024 - 08:05
@Saschek
Strophe 1: Eine macht sich an die Sekretärin des Chefs ran, auf die der selbst ein Auge geworfen hat und wird deshalb mit salbungsvollen Worten vor die Tür gesetzt.
Strophe 2: Jemand verliebt sich Knall auf Fall in eine Person, erkennt aber nicht, dass es sich um eine Transperson/ einen Transvestiten handelt und ist dann enttäuscht.
Das Ganze in einem ironischen Setting. Und das "kann man heute nicht mehr machen"? Da muss man aber schon ziemlich dünn besaitet sein.
andygoestohollywood
02.12.2024 - 09:17
Genau das wird der Grund sein in der heutigen Zeit mit Strophe 2. Hatte auch immer nur den Refrain in den Ohren, von Tom und Jerry freilich.
Obrac
02.12.2024 - 09:18
Finde das auch übertrieben. Der Text ist eigentlich total harmlos.
Rhyton
02.12.2024 - 09:28
Harmloser Text, aber dennoch eklig. Chef-Sekretärinnen-Verhältnis wird als normal dargestellt und die Stelle mit Dieter ist halt transphob.
Da meinte es jemand gut mit Udo Jürgens und hat es einfach weggelassen, er war ja auch ein guter Typ und hat den Text vermutlich nicht selbst geschrieben.
andygoestohollywood
02.12.2024 - 09:35
Seine Kinder haben ja die Stücke ausgewählt, wie man liest. Es schwankt ja schon zwischen Schlager und immer anspruchsvoller ab den 90ern. Aber teils gute Schlager.
Socko
02.12.2024 - 09:47
Ich glaube, jede HETE wäre auch heute noch enttäuscht, wenn sich die andere Person als trans erweist. Da ist nix transphobes darin
Rhyton
02.12.2024 - 09:51
Doch, ziemlich genau das ist transphob. Ist gesellschaftlich wie zu Jürgens Zeiten vielleicht noch normal und verbreitet, aber dennoch nicht ok.
Socko
02.12.2024 - 09:56
Nee, sicher nicht transphob
Obrac
02.12.2024 - 10:00
Es wird in dem Song ja noch nicht einmal eine Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, sondern nur beschrieben, dass ein heterosexueller Mann eine Frau erwartet und einen Mann bekommen hat. Natürlich will der Song implizieren, dass das Ganze für den Protagonisten ein Reinfall und eine Enttäuschung war, aber ist das denn so schlimm? Der Transvestit wird ja nicht abwertend beschrieben. Ich bin ja wirklich selbst eher überkritisch, was solche Dinge anbelangt, aber wenn man solche Sachen überbewertet, hilft man der Transbewegung halt überhaupt nicht.
Rhyton
02.12.2024 - 10:08
Ich sag ja nicht, dass der Song verboten gehört oder was weiß ich. Ist halt textlich keine Sternstunde, und deswegen zurecht nicht dabei. Schade um die Musik, vielleicht hätte er heute nochmal eine Alternativversion aufgenommen.
Rhyton
02.12.2024 - 10:13
Okay, Siebzehn Jahr, blondes Haar ist auch dabei, weird :D
andygoestohollywood
02.12.2024 - 10:26
Ohne die Texte zu bewerten kann ich mir 17 Jahr und 66 Jahre nur schwer anhören, aber Liebe ohne Leiden, Abends etc. rechtfertigt dann die Bewertung.
musie
02.12.2024 - 13:28
Berühren tut mich immer noch auch nach all den Jahren das Lied mit dem Drachen und dem Vater. Oder auch etwas Neueres wie Zehn nach Elf. Finde ich richtig stark. Geht in Richtung im Kühlschrank brennt noch Licht. Die Rezi hier gefällt mir. Udo Jürgens ist der allereinzige Künstler aus dieser Schlager/Chansonnier-Kiste, der mich emotional abholt.
Saschek
03.12.2024 - 00:27
Mit dem Live-Clip von 1980 wird der Text von "Vielen Dank" durch die ungute Präsentation sogar noch mal 'ne Nummer schwieriger. Freue mich wie immer über die vielen verharzt-käsigen Belehrungen hier.
octoberswimmer
03.12.2024 - 01:22
"Vielen Dank für die Blumen" ist hier allein schon deswegen nicht vertreten, weil der Song keine Single war, hier aber nur Singles drauf sind.
Rhyton
03.12.2024 - 05:28
Hab gestern schon nachgeschaut, war eine Single, aber wohl ohne Chartplatzierung.
octoberswimmer
04.12.2024 - 00:07
Es ist für unser aller Leben vermutlich nicht so ganz entscheidend, aber ich würde an der Stelle der sehr nerdigen Webseite udofan.com mehr vertrauen, als Wikipedia. Das war keine Single. Glaube ich. :-D
Grizzly Adams
04.12.2024 - 20:50
Bin immer noch Fan von „Schenk mir noch eine Stunde“
slowmo
12.12.2024 - 07:26
Bin zwar kein großer Udo Jürgens Fan, aber er hat schon einige tolle Lieder gemacht und so einen breiten Querschnitt der Gesellschaft erreicht, wie heute kein anderer.
Besonders auch die Verfilmung von "Der Mann mit dem Fagott" fand ich extrem ergreifend und Begriff auch erst da wirklich, wie wichtig er ist. Vllt. der wichtigste deutsche Sänger des Deutschlands von der Nachkriegszeit bis in die Gegegenwart hinein.
"Vielen Dank für die Blumen" ist natürlich wahrlich kein lyrisches Meisterwerk, aber es aufgrund einer angeblichen transphobischen/sexistischen Textpassage zu ignorieren, finde ich auch etwas schwierig. Es ist ja schon einer seiner bekanntesten Lieder.
Diesen Zeitgeist alles wegzustreichen, was historisch mal nicht den heutigen Wertevorstellungen entspricht finde ich generell bedenklich.
Wieso kann man sowas nicht im Kontext der Vergangenheit betrachten? Gerne kann man es ja auch kritisch anmerken. Es war nun einmal früher so, dass die Menschen oft rassistisch/homophob geprimet waren und dementsprechend hier nicht so ein Feingefühl vorwiesen (auch wenn sie sich selbst nie als rechtsradikal oder ähnliches betrachteten). Leider war es auch so, dass Homophobie gesellschaftlicher Konsens war. Genauso wie noch weiter zurück in der Geschichte es bedeutende wichtige Philosophen, Schriftsteller, Künstler etc. gab, die zum Teil antisemitische Weltansichten hatten oder gar die Sklaverei legitimierten und sich gleichzeitig anderswo für die Menschenrechte oder soziale Gerechtigkeit einsetzten. Die Welt ist halt nicht nur schwarz und weiß. Heute natürlich alles unvorstellbar, aber zur der Zeit war es leider weit weniger Skandalös für die meisten Zeitgenossen.
All diese Dinge nun aus der Gesschichte streichen zu wollen, finde ich ist Geschichtsrevisionismus und hilft nur denjenigen, die noch heute Rassisten/Antisemiten/Homophobe etc. sind.
andygoestohollywood
13.12.2024 - 09:38
Normal ist letztlich alles, was man gut mit sich vereinbaren kann und früher war auch einiges daneben, ich hab sicher nichts gegen normale schwule. Wie sich ein Bill Kaulitz gibt, muss man nicht mehr als ganz normal ansehen und dass die heute Millionäre werden mit ein paar Fotos und guten Verträgen auch nicht. Tokio Hotel hat viel getourt, aber hatte dann auch nur einen Hit.
Zurück zum Thema, man müsste schon mal die Kinder von Udo Jürgens fragen, ob man diesen Klassiker unbedingt weg lassen musste.
sizeofanocean
13.12.2024 - 09:47
"Wie sich ein Bill Kaulitz gibt, muss man nicht mehr als ganz normal ansehen"
und schon wieder ein neuer Tiefpunkt im Plattentests-Forum - und auch echt nice, dass wir altersmäßig bei Peter Maffay und Udo Jürgens angekommen sind, vielleicht besser umbenennen in Grammophontests.de
andygoestohollywood
13.12.2024 - 11:10
Da hab ich vielleicht ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen, am Ende war er ganz sympathisch bei dem "Wer stiehlt mir die Show", aber über deren Deal mit Amazon Prime bei YouTube zu sehen decke ich lieber den Mantel des Schweigens.
andygoestohollywood
13.12.2024 - 11:17
oder wars Netflix, die werden sich schon gut vermarkten können.
Socko
13.12.2024 - 11:57
Nun, kaulitz ist ja auch unerträglich
andygoestohollywood
13.12.2024 - 16:41
Dass mir keiner Bill Kaulitz sagt, er möchte Queen B. genannt werden laut des Videos.
Immermusik
13.12.2024 - 16:59
Schwul, aber normal..
Homophobie in 2024, alles ganz normal.
andygoestohollywood
24.12.2024 - 10:37
Ich Banause wusste gar nicht, dass das kultige "Der Teufel hat den Schnaps gemacht" auch von ihm ist. Kam doch gestern eine Hommage an Udo im Ersten...eine Beat-unterlegte Version von Immer wieder geht die Sonne auf von Bendzko und Liebe ohne Leiden von Michelle Hunziker und ihrer Tochter...bezeichnend für den kulturellen Verfall.
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