Waxahatchee - Tigers blood

Armin

10.01.2024 - 19:27- Newsbeitrag

WAXAHATCHEE
NEUES ALBUM "TIGERS BLOOD" AM 22. MÄRZ VIA ANTI-

DIE NEUE SINGLE "RIGHT BACK TO IT" AB SOFORT


Waxahatchee, das Soloprojekt der in Alabama geborenen und in Kansas City lebenden Katie Crutchfield, meldet sich mit ihrer bisher selbstbewusstesten und widerstandsfähigsten Platte zurück. Ihr erstes Album bei ihrem neuen Label ANTI-, "Tigers Blood", erscheint am 22. März und kann ab sofort vorbestellt werden. Hier zeigt sich Crutchfield als Kraftpaket - eine Ethnologin des Selbst - die sich immer wieder mit ihren Siegen und Niederlagen auseinandersetzt. Aber jetzt kommt sie zu Enthüllungen, und die hält sie nicht zurück. Auf "Tigers Blood" nimmt Crutchfield auch neue Kollaborateure in ihre Welt auf: MJ Lenderman, Spencer Tweedy sowie Phil und Brad Cook treten auf dem Album auf.

Gleichzeitig mit der Albumankündigung veröffentlicht Waxahatchee die Single "Right Back To It" mit einem Video unter Regie von Corbett Jones & Nick Simonite. MJ Lenderman fügt dem Stück Gitarre und Harmoniegesang hinzu, eine Anspielung auf Country-Duette wie Emmylou Harris & Gram Parsons, die sich über das unerschütterliche Banjo von Phil Cook winden.



Crutchfield erzählt uns, dass "Right Back To It" einer der ersten Songs war, der für Tigers Blood entstand. "Ich habe ihn Backstage im Wolf Trap geschrieben, als ich als Support von Jason Isbell und Sheryl Crow auf Tour war. Ich bin wirklich daran interessiert, Liebeslieder zu schreiben, die düster und unromantisch sind. Ich wollte einen Song über die Ebbe und Flut einer langjährigen Liebesgeschichte schreiben. Ich dachte, dass es sich untraditionell anfühlen könnte, aber es entspricht eher meiner Erfahrung, darüber zu schreiben, dass man sich unsicher fühlt oder innerlich gescheitert ist, aber immer wieder den Weg zurück zu einem neuen Gefühl oder einer Intimität mit derselben Person findet.

Crutchfield sagt, dass sie die meisten Songs auf Tigers Blood während ihrer Tour Ende 2022 geschrieben hat. Und als es an der Zeit war, die Aufnahmen zu machen, kehrte Crutchfield zu ihrem vertrauten Produzenten Brad Cook und der Sonic Ranch in der texanischen Grenzstadt Tornillo zurück, einem Kollaborateur und Ort, der auch dazu beitrug, ihren Sound auf dem 2020 erschienenen "Saint Cloud" zu einem bahnbrechenden Wendepunkt zu bringen.

"Saint Cloud" war der Durchbruch für Waxahatchee, und obwohl es auf dem Höhepunkt der Pandemie veröffentlicht wurde, erreichte es Platz 1 der Billboard Heatseekers Chart & Top 10 der Emerging Artist Chart. Es war für viele ein willkommener musikalischer Ausweg und zementierte ihren Status als wichtige Stimme in der Indie-Americana-Szene. Mit "Tigers Blood" geht Crutchfield nun noch mehr in die Tiefe. Das Ergebnis ist ein komplexes und wunderschönes Album, das sicher wieder einen besonderen Platz in den Herzen der Menschen finden wird.



Tigers Blood Track List:
1. 3 Sisters
2. Evil Spawn
3. Ice Cold
4. Right Back To It
5. Burns Out At Midnight
6. Bored
7. Lone Star Lake
8. Crimes Of The Heart
9. Crowbar
10. 365
11. The Wolves
12. Tigers Blood

Weitere Informationen:

http://waxahatchee.com/
http://instagram.com/waxa_katie
http://facebook.com/waxahatchee
http://twitter.com/k_crutchfield

saihttam

17.01.2024 - 02:01

Oh, der neue Song ist ja zusammen mit MJ Lenderman von Wednesday. Schöne Kombi! Freu mich aufs Album.

AliBlaBla

17.01.2024 - 07:55

Aber Hallo! Große Vor- Freude aufs Album, Song taugt auch...

Immermusik

16.02.2024 - 17:54

2. Song online. Konzerte im Juli hierzulande. Läuft.

MickHead

12.03.2024 - 15:43

3. Single - "365"

https://www.youtube.com/watch?v=49omjmM-OF4

Unangemeldeter

12.03.2024 - 18:19

Sehr hübsch!

Armin

12.03.2024 - 19:16- Newsbeitrag



Tourdaten
12.07. Köln, Gebäude 9
13.07. Hamburg, Mojo Club
17.07. Schorndorf, Club Manufaktur

Waxahatchee veröffentlicht "365", den neuesten Song aus ihrem mit Spannung erwarteten Album Tigers Blood, das am 22. März auf ANTI-Records erscheint. Der Song, der mit einer phänomenalen Gesangsleistung aufwartet, wird zusammen mit einem wunderschönen One-Shot-Musikvideo veröffentlicht, bei dem Corbett Jones & Nick Simonite, die häufig zusammenarbeiten, Regie führten. "365' ist ein Song über Co-Abhängigkeit im Zusammenhang mit Sucht und Beziehungen zu Süchtigen. Das ist etwas, mit dem ich in meinem Leben viel zu tun hatte, und ich wollte die Nerven und Emotionen in diesem Song wirklich auf ihre reinste Form herunterbrechen", erklärt Katie Crutchfield. "Brad Cook und ich hatten viele Ideen, die wir für diesen Song ausprobiert haben, aber am Ende haben wir ihn live aufgenommen, nur er, Jake Lenderman und ich haben den Song ein paar Mal zusammen in einem Raum gespielt.“

„365“ Musikvideo

PreOrder das Album „Tigers Blood"

Waxahatchee wird diesen Frühling und Sommer in Nordamerika, Europa und Großbritannien auf Tour sein, um Tigers Blood zu unterstützen und hat außerdem eine Reihe von Tigers Blood Listening Partys angekündigt, die am 21. März beginnen und in unabhängigen Plattenläden weltweit veranstaltet werden.

21.03. Hannover, 25 Music @17:00
21.03. Düsseldorf, A&O @17:00

Auf Tigers Blood entpuppt sich Crutchfield als ein Kraftpaket - eine Ethnologin des Selbst, die sich immer wieder mit ihren Gewinnen und Verlusten auseinandersetzt. Auf Tigers Blood lässt Crutchfield auch neue Kollaborateure in ihre Welt einfließen: MJ Lenderman, Spencer Tweedy und Phil Cook sind auf dem Album zu hören, ebenso wie ihr vertrauter Kollaborateur und Produzent Brad Cook, mit dem sie auch bei ihrem bahnbrechenden Album Saint Cloud zusammenarbeitete.

Crutchfield sagt, dass sie die meisten Songs auf Tigers Blood während einer "Heißhungerattacke" während ihrer Tournee im Jahr 2022 geschrieben hat. Und als es an der Zeit war, Aufnahmen zu machen, kehrte Crutchfield zu ihrem vertrauten Produzenten Brad Cook und der Sonic Ranch in der Grenzstadt Tornillo, Texas, zurück, einem Kollaborateur und Ort, der auch dazu beigetragen hatte, ihren Sound auf dem 2020 erschienenen Saint Cloud an einen bahnbrechenden Wendepunkt zu bringen.

Saint Cloud war der Durchbruch für Waxahatchee, und obwohl es auf dem Höhepunkt der Pandemie veröffentlicht wurde, erreichte es Platz 1 der Billboard Heatseekers Chart & Top 10 der Emerging Artist Chart. Es war für viele ein willkommener musikalischer Ausweg und zementierte ihren Status als wichtige Stimme in der Indie-Americana-Szene. Mit Tigers Blood geht Crutchfield nun noch tiefer in die Tiefe. Das Ergebnis ist ein komplexes und wunderschönes Album, das sicher wieder einen besonderen Platz in den Herzen der Menschen finden wird.

Armin

20.03.2024 - 21:57- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

Meinungen?

Immermusik

20.03.2024 - 22:17

Auf Saint Cloud fand bereits der Switch zum County/Americana Style statt. Dazu das Country Album mit Jess Williamson als Plains. Nun denn PT glänzt weiter mit Fehleinschätzung was Waxahatchee betrifft.

Armin

20.03.2024 - 22:29

Also ich kann der Rezension nicht entnehmen, dass sie zum ersten Mal Country macht und vorher Progrock.

Arne L.

20.03.2024 - 22:32

Ich wusste ganz genau, dass sowas von dir kommt, nachdem du im Update-Thread schon so subtil gestichelt hast. In meiner Review steht nicht, dass es ihr erstes Country-Album ist. Das weiß ich, weil ich sie höre. Hier steht was von „neuem Album“ und dass ihr die Renaissance von Country zum Verhängnis wird, die in den letzten zwei, drei Jahren passiert ist. Also die Qualität ihres neuen Albums. Die ist nämlich überdurchschnittlich 6,5/10, aber eben nichts besonders herausragend. Und immer noch meiner Meinung nach und nicht Plattentests Meinung nach.

Immermusik

20.03.2024 - 22:47

https://pitchfork.com/features/cover-story/waxahatchee-tigers-blood-interview/

Arne L.

20.03.2024 - 23:06

@immermusik Ich möchte das auch gerne einfangen. Wenn du Fan bist, ist das vollkommen in Ordnung (natürlich). Und ich bin jederzeit bereit, mich inhaltlich mit Kritik auseinanderzusetzen, wenn du findest, dass das Album besser ist, als von mir bewertet. Ich bin in der Lage, Kritik anzunehmen und liege nicht selten auch in der Nachbetrachtung falsch. Wir haben oft wenige Tage, uns ein Bild von der Halbwertszeit der Alben zu machen, aber glaub mir, ich gebe mein Bestes und höre jedes Album gründlich und mehrfach + die Diskografie, bevor ich es final bespreche. Ich bin hier im Forum aktiv und nehme Feedback ernst. Aber bitte warte doch erst mal das Release ab, bevor du mich für meinen Text kritisiert und pauschal dazu noch ein Schema in der Bewertung unterstellst. Mag sein, dass dich das hier jetzt zu unrecht trifft, aber es nervt mich gerade ungemein, da ich das Album ja sogar gerne mag. Hoffe, das glättet die Wogen etwas.

Unangemeldeter

20.03.2024 - 23:14

Eha, nur 6/10 - die 6 für Saint Cloud ist eine der größten "Fehlbewertungen" hier aus meiner Sicht, da bin ich bei 9/10, an vielen Tagen auch gerne mal drüber.
Bin gespannt, die Vorabsongs mag ich alle, wird davon abhängen ob sich nochmal so eine Album-Magie einstellt wie bei der SC.

Immermusik

20.03.2024 - 23:24

Ich hab das so gelesen, als wenn sie jetzt Country macht, weil es gerade angesagt ist. Die random erwähnten Alben haben für mich nix mit diesem Album zu tun. Ich denke der wichtige Karrierechanger war St. Cloud und darauf scheint dieses Album aufzubauen oder anzuschließen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass hier verschiebende Rezensentinnen die Alben von ihr immer deutlicher schlechter bewertet haben, als auf den anderen gängigen Seiten (oder wenn man metacritic anschaut)
Davon ab, habe ich gar nix gegen die Rezension, dass man groß Wogen glätten müsste….einfach ne 8/10 drunter und gut ist :-p

Arne L.

20.03.2024 - 23:31

Ok, vollkommen fair für mich. Dann lass uns doch ein paar Tage oder Wochen nach dem Release noch mal zusammenkommen und schauen, wie wir es sehen. Die 6/10 ist für mich auch der geringste Maßstab, weil es wie gesagt auch eher eine 6,5 für mich und nach oben alles möglich ist. Fürs „echte“ Fazit gibt es ja den Text. :)

ijb

21.03.2024 - 00:21

die 6 für Saint Cloud ist eine der größten "Fehlbewertungen" hier aus meiner Sicht, da bin ich bei 9/10, an vielen Tagen auch gerne mal drüber.
Bin gespannt, die Vorabsongs mag ich alle, wird davon abhängen ob sich nochmal so eine Album-Magie einstellt wie bei der SC.


Hey, da sind wir uns ja vollkommen einig!
Bei "Saint Cloud" war ich am Anfang auch eher so "okay, nicht schlecht... aber auch nicht herausragend"... Dauerte eine kleine Weile, vielleicht ein paar Wochen, und seitdem eines meiner liebsten Alben der letzten Jahre.

Zwen

21.03.2024 - 23:14

….macht natürlich wie immer keinen Sinn so nen alten thread nochmal hoch zu holen. Aber - während gerade die tigers blood zum ersten mal auf dem Teller rotiert - muss man es einfach nochmal schreiben: die Saint Cloud ist eine der besten Platten der letzten 5 Jahre. Ein absolutes Meisterwerk von vorne bis hinten das bei jeder Stimmung und jeder Jahreszeit funktioniert. Und das obwohl ich eine Zeit gebraucht hatte - wusste erst nicht ob ich auf den Stilwechsel nach der Storm wirklich Bock hatte. Jetzt kann ich sagen: hab vermutlich keine Platte öfter gehört seitdem und freue mich schon wieder auf das Konzert im Juli……

Zwen

21.03.2024 - 23:14

….ah damnit - das sollte eigentlich zu dem Saint Cloud thread….. sorry.

ijb

21.03.2024 - 23:23

@ Zwen

Das stimme ich sehr zu. Die neue hab ich noch nicht. Kommt vermutlich erst am Samstag. Oder nächste Woche. Weiß man bei JPC oft nicht.

Ich fand Waxahatchee früher so ganz nett, hatte lange vor allem das zweite Album, das mich ungemein an die Breeders erinnerte. Die anderen hab ich eher links liegen gelassen, weil die Besprechungen eigentlich alle immer so im Durchschnittsbereich waren und nichts Besonderes versprachen. Erst als ich von "Saint Cloud" ebenso restlos begeistert war (hab mir nach der CD dann sogar noch die LP gekauft), hab ich die anderen Alben (auch alle als LPs) zusammengesucht. Und nicht enttäuscht worden. Nur die erste, "American Weekend", find ich nicht so besonders.

Konzertkarte(n) hab ich auch direkt bei Ankündigung gekauft, auch weil die so unglaublich günstig war(en), verglichen mit all den anderen Leuten der gleichen Größenordnung, die oft 20 Euro, also fast das doppelte, mehr kosten.

ijb

21.03.2024 - 23:26

Apropos US-Songwriterinnen: Zu den wenigen Platten, die ich in den letzten Jahren häufiger gehört habe und die ich noch besser finde, gehören die LPs von Mattiel (speziell das zweite, "Satis Factory") und Deradoorian (ebenfalls speziell die zweite, "Find the Sun"). Und, ein klein wenig älter als 5 Jahre: Lucinda Williams' "Ghosts of Highway 20".

ijb

22.03.2024 - 01:46

Wow, Stephen Thomas Erlewine gibt 9/10:

https://www.allmusic.com/album/tigers-blood-mw0004193543

Immermusik

22.03.2024 - 06:52

Dann wäre es interessant, ob sie mit der prominenten Besetzung auch auf Tour geht. Gesehen hab ich sie einmal ziemlich bocklos auf dem Maifeld und einmal großartig auf dem Reeperbahn Festival.

Bei den Alben geht’s mir ähnlich
Cerulean Salt 9/10
Saint Cloud 8,5/10
Ivy Trip 8/10
Out of the storm 8/10
American Weekend 6,5/10

fluppeaufex

22.03.2024 - 07:25

Ich wünsche mir in Zukunft wieder ein Album im Stil von Cerulean Sal oder eine Collab Platte mit Kevin Morby!

ijb

22.03.2024 - 07:59

Nochmal wow, überall 9/10 hier,
Uncut,

hier
hier
und hier
https://exclaim.ca/music/article/waxahatchee-tigers-blood-album-review

und in England teils sogar 10/10

https://www.theskinny.co.uk/music/reviews/albums/waxahatchee-tigers-blood
https://www.nme.com/reviews/album/waxahatchee-tigers-blood-review-americana-stalwart-at-the-top-of-her-game-3604347

Unangemeldeter

22.03.2024 - 09:52

Ersteindrücke nach meinem ersten Durchgang heute früh: ich mag den Opener nicht und hab mich generell mit der ersten Albumhälfte schwer getan (fühlte sich zu sehr more of the same an und hat mich emotional nicht berührt), Bored hat mich sogar genervt. Ab Crimes of the Heart (der eh mein Highlight war) hebt das Album dann aber ab, der Closer mit dem Chor am Ende ist fantastisch.
Natürlich nur ein erster Eindruck, Saint Cloud hat mich aber vom Fleck weg deutlich mehr begeistert.

The Libertine

22.03.2024 - 11:51

Mhmm.

Mein Problem ist irgendwie die Stimme.
Oder sind es die Country-Klischees? Oder die recht glatte Produktion?

Berührt mich null, war aber mit anderen Alben von Ihr aber auch schon so.

Wenn man diese Platte mit dem zeitgleich erscheinenden Album von Adrianne Lenker vergleicht, dann ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Vielleicht auch nicht vergleichbar.

kusubi

22.03.2024 - 11:54

Adriane Lenker steht als nächstes auf meiner Liste zum reinhören.

Zur Zeit läuft jetzt zum 2. Mal "Tigers blood" erstaunlich, wie sehr das jetzt schon so vertraut klingt. Kannte von ihr bisher noch nix. Tolle Entdeckung!

ijb

22.03.2024 - 12:09

Wenn man (...) mit Adrianne Lenker vergleicht, dann ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Das seh ich tatsächlich auch so.
Die Alben von Big Thief finde ich eigentlich alle sehr gut bis hervorragend (auch wenn mich hier und da manchmal ihre arg mädchenhafte Stimme stört); aber A. Lenkers Soloplatten sind mir echt leider einfach zu "so lala". Die letzte hab ich auf Doppel-LP gekauft, oft angehört, aber irgendwie fand ich besonders die auf die Länge einfach ein bisschen dünn, sowohl Stimme als auch Songwriting (mehr die Musik als die Texte) als auch (nicht vorhandene) Arrangements; daher hab ich das Album irgendwann verkauft, hoffentlich an jemanden, der es toll findet.
Das neue werd ich mir aber garantiert wieder anhören und vielleicht, bei gutem Preis, auch kaufen. Wenn es tatsächlich anders ist als die bisherigen Soloalben (Rezensionen sind ja weitestgehend auch sehr positiv), ist es vielleicht eher mein Ding...
Hab bis jetzt aber weder Waxahatchee (wurde von JPC erst heute verschickt) noch A. Lenker gehört.

Randwer

23.03.2024 - 10:31

Meckern auf hohem Niveau? Und dann 6/10 statt 9/10 Punkte?

Sieht die Bewertungsskala etwa nicht so aus?

10 - Besser hätte ich es auch nicht machen können
9 - Hohes Niveau, aber ...
8 - Für Fanboys/girls/*s akzeptabel
7 - Stangenware
6 - Gähn
5 - Finger weg
4 - übles Machwerk
3 - Ohrenfolter
2 - ein Verstoß gegen die Menschenrechte
1 - kein Kommentar

kusubi

23.03.2024 - 10:38

Laut.de gibt 4 von 5

Arne L.

23.03.2024 - 14:19

Pitchfork gibt 8,8 von 10

ijb

23.03.2024 - 14:55

Ja, Pitchfork ist (siehe mein Kommentar oben) mit 8,8 sogar noch am unteren Ende :-O

Arne L.

23.03.2024 - 15:32

@ijb ah sorry, das hatte ich übersehen

Unangemeldeter

23.03.2024 - 21:35

Ich bin nach 2 weiteren Durchgängen bislang eher bei Arnes 6,5/10 und meine ersten Eindrücke haben sich eher verfestigt. Mein Hauptproblem sind drei Songs: Ice Cold, Burns out at Midnight und vor allem Bored. Letzteren find ich einen richtigen Totalausfall, den werd ich wohl immer skippen, bei den anderen zwei kann ich mir auch nicht vorstellen dass ich jemals warm mit werde. Zudem finde ich den Opener, Right Back to It und Lone Star Lake zwar hübsch, aber fast zuuu gefällig, was insgesamt eine äußerst durchwachsene erste Hälfte ergibt. Erst danach wird für mich das Album richtig gut.
Was ich glaube ich jetzt schon recht sicher sagen kann: bleibt für mich weit hinter Saint Cloud zurück.

bender

26.03.2024 - 16:07

@Immermusik: Danke zum Hinweis zu "Plains", kannte ich nicht und muss ich mir anhören. Jess Williamson hat letztes Jahr ein sehr schönes Album veröffentlicht.

@Alle: Eigentlich sollte es für einen selbst ziemlich egal sein, welche Bewertung der Rezensent abgibt, aber danke für die unterhaltsame Diskussion!

ijb

26.03.2024 - 19:33

@Alle: Eigentlich sollte es für einen selbst ziemlich egal sein, welche Bewertung der Rezensent abgibt, aber danke für die unterhaltsame Diskussion!

Ich finde es ehrlich gesagt schon echt sehr interessant, wenn ganz unterschiedliche Magazine (zumal in verschiedenen Ländern und verschiedenen Schwerpunkten) sich manchmal so "einig" sind, dass irgendwie alle 9/10 vergeben. Selbst wertfrei betrachtet und selbst mit dem Zusatz "sollte einem egal sein" sagt das doch irgendwas aus.

[[Allerdings muss ich sagen, dass ich mir andererseits oft denke, "eigentlich sollte es Leuten doch total egal sein, welcher Mensch wie schnell laufen oder weit werfen kann oder ob elf Männer aus Frankreich jetzt gegen elf Männer aus Spanien einen Ball öfter in ein Tor reinkicken"
(wenn die Spaß dabei haben, super, meinetwegen... aber wie man sich als Unbeteiligter an so Wettkämpfen so aufgeilen kann, ist mir zeitlebens ein Rätsel geblieben. Da geben mir auch diese Diskussion über "hätte der und der besser mal dies und das gemacht, dann hätten die gewonnen" absolut gar nichts.
...dass man sich für Kunst und Kreativität dagegen nicht vergleichbar (wie für Sport) begeistern kann, kann ich gar nicht nachvollziehen)]]

bender

16.04.2024 - 15:04

@ijb
Aus der Aggregation von einzelnen Kritikermeinungen (also auf Meta-Seiten) kann man aus meiner Sicht schon eine gewisse Objektivität über die Qualität eines Albums herauslesen. Und ok, ja, es ist schon eine Feststellung wert, wenn man hier eine grosse Abweichung feststellt. Trotzdem ist es halt nur eine Meinung eines Rezensenten, die sich am unteren Rand aller Einschätzungen wiederfindet. (Auf albumoftheyear habe ich gessehen, dass es nur eine so niedrige Bewertung wie hier gibt, und die restlichen 27 sind höher.)

Mit "sollte egal sein", meinte ich nur, dass die eigene Meinung zählt und es für die eigene Begeisterung egal ist, ob das Album hier 6, 7, 8 oder 9 Punkte kriegt ;-).

Der Vergleich zwischen Kunst und Sport ist interessant. Beim Sport kann man die Qualität der Leistung viel besser messen, bei der Musik ist es subjektiv und anspruchsvoller. Wobei die meisten Leute einfach null Ahnung und Gespür haben, und deshalb auch objektiv einen schlechten Musikgeschmack haben (sorry für den Widerspruch). Ich kann mich für beides begeistern, beim Sport geht es dann mehr in Richtung Mitfiebern, Anerkennung der Leistung, Ästhetik, es ist einfach, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Unangemeldeter

16.04.2024 - 16:47

@ijb: mich würde nach dieser Diskussion von vor ein paar Wochen nun tatsächlich einfach deine persönliche Bewertung sehr interessieren, du hast ja nur immer die Links zu diesen ganzen Rezensionen gepostet. Hat das Album deine hohen Erwartungen denn erfüllen können? Ich selber bleibe leider zunächst bei meinem obigen Fazit, wie die Rezi hier finde ich das zwar hübsch, höre aber den großen Wurf aber auch nicht.

ijb

16.04.2024 - 18:38

@Unangemeldeter
Ja, das ist in der Tat eine hochinteressante Frage - die mir grad mal verdeutlicht, dass ich da irgendwie doch anders rangehe als viele andere hier im Forum. Ich lese das häufiger, dass viele hier mit bestimmten Erwartungshaltungen an neue Alben rangehen, die dann entweder eingelöst oder nicht erfüllt werden. Ich hatte die Diskussion auch schon in Filmthreads. Wenn ich da Links zu Rezensionen geteilt habe, wurde mir halb abfällig, halb belustigt zugeworfen, höhö, da würde man ja ganz toll unvoreingenommen ins Kino gehen.
Aus dem Kommentar von bender spricht ja eine etwas ähnliche Annahme von Vorbeurteilungen aufgrund von positiven Rezensionen.

Bei mir ist es tatsächlich eher so, dass ich solche Besprechungen interessant und anregend finde (wenn sie denn gut geschrieben und fundiert sind), vor allem, weil/wenn sie mich dann auf Aspekte oder Sichtweisen aufmerksam machen, die ich sonst vielleicht nicht gesehen/gehört hätte (...und das ist überhaupt auch der Grund, warum ich in so einem Forum unterwegs bin: Um andere Sichtweisen und andere Kommentare zu lesen, die mich im besten Fall auf was Neues aufmerksam machen oder etwas, was ich kenne, von einer anderen Seite betrachten und damit neu entdecken lassen - und nicht, um meine eigene Meinung bestätigt zu bekommen, aber ich merke immer wieder, dass recht viele den Austausch im Forum anders nutzen als ich, was manchmal zu Konfrontation führt).
Meine eigenen Erwartungen und mein Meinungsurteil bei Alben ist sehr, sehr selten davon abhängig, was Rezensent(innen) schreiben - und meistens weiß ich nach zwei, drei Mal Hören auch noch nicht, wie genial ich so ein Album letztlich finde. Das ist echt sehr selten der Fall. Bei Waxahatchees letztem Album "St Cloud" dauerte es einige Wochen, wenn nicht Monate, auch weil ich neue Alben selten ganz oft so viel hintereinander höre, sondern eher Zeit vergehen lasse.

"Tigers Blood" hab ich bis jetzt, glaub ich, erst drei Mal gehört - was auch daran liegt, dass ich einige Tage unterwegs war, dann viel Besuch hatte, anderes zu tun etc - und da für dieses Album nicht oft der richtige Raum war (für manche anderen aktuell gekauften Sachen war häufiger der Raum). Ich gehe davon aus, dass das Album eher bei wärmeren Temperaturen gehört wird als jetzt in diesen grau-unterkühlten Tagen. Waxahatchee gehört für mich erstmal eher zum warmen American South... daher kann ich dir noch gar nicht sagen, ob die Platte 8/10 oder 9/10 ist oder am Ende unter meinen Top 10 sein wird. Für ein Fazit ist es für mich viel zu früh. Als ich die Platte bislang hörte, fand ich sie richtig gut, sie hat mir sehr gut gefallen. Und ich denke mal, dass ich sie in den kommenden Wochen häufiger hören werde. Vielleicht merke ich in einem halben Jahr, dass ich sie nicht so gut finde wie die letzte, aber wenn man mal von Erwartungshaltungen spricht: Ich glaube, ich erwarte das auch eigentlich nie, wenn ich ein Album von jemandem wahnsinnig gut finde. Ich bin eher gespannt, wie sich ein/e Künstler/in weiterbewegt und welche Veränderungen in der kreativen Auseinandersetzung jemand macht. Ich find's aber irgendwie schon faszinierend, wie Rezensenten fast immer so schnell nach VÖ wissen, ob ein Album jetzt wahnsinnig super oder doch eher so ganz okay ist. Mich würde oft interessieren, ob die Leute diese Meinung nach einem halben Jahr immer noch haben... Bei mir ist das echt sehr selten so, dass ich gleich weiß, dass ein Album total grandios ist.

@ bender
Interessant in der Tat. Daher geht's mir eben auch so, dass ich Meinungsautausch und Analysen über Filme und Musik weitaus spannender und anregender und inspirierender finde als über sportliche Leistungen. So ein Wettkampf ist halt erstmal nicht mehr als das: Mitfiebern (im besten Fall) - und dann halt ein Ergebnis (Zwei zu Null, 4 Meter 23 hoch gesprungen, 500 Meter in soundsoviel Minuten und Sekunden geschwommen...), aber für Meinungs-Gespräche und seitenlange Texte in Zeitschriften oder Review-Videos oder Podcasts ist das m.E. halt echt völlig egal. Da lese oder höre ich lieber eine interessante gedankliche Auseinandersetzung in Magazinen, Radiosendungen oder Podcasts über Kunst und Kultur als über körperliches Kräftemessen.

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