Róisín Murphy - Hit parade

Armin

09.03.2023 - 19:00- Newsbeitrag



BITTE VERNEIGEN SIE SICH, DIE KÖNIGIN BETRITT DEN RAUM: NINJA TUNE KÜNDIGT SIGNING VON NIEMAND GERINGEREM ALS RÓISÍN MURPHY AN!
(VÖ 08.03.2023)

Die Kreativ-Alleskönnerin Róisín Murphy verkündet, dass sie bei Ninja Tune unterschrieben hat. Mit dieser Ankündigung erscheint gleichzeitig Murphys erste neue Musik seit 2021, „CooCool“, produziert von DJ Koze, einem der führenden Produzenten elektronischer Musik.

Mit dem multidimensionalen, genreübergreifenden und verführerisch gefühlvollen Track „CooCool“ unterläuft Róisín Murphy einmal mehr die Erwartungen und erobert neue Territorien. Das gemeinsame Geistesprodukt von Murphy und DJ Koze und ihre pan-internationale Methode der Zusammenarbeit, bei der sie mosaikartige Bausteine zusammensetzen, bis die gewünschte Stimmung erreicht ist, ist schlich und ergreifend köstlich.

„Ein scheinbar zerbrechliches Blümchen, das aber an den Wurzeln eine große Kraft verbirgt. Es gibt klassische Virtuosität und Leichtigkeit, während die hypermoderne Produktion von DJ Koze es zum Hüpfen und Gleiten bringt. Es ist ein dummes, romantisches kleines Liebesgedicht. Dieses Ding ist weit jenseits jeder Art von Parodie. Alles in diesem Lied ist wahr und verspielt. Können wir uns verlieben und unseren Sinn für Humor bewahren? Umarme dein inneres Kind! Zeitlose, alterslose, unausweichliche Liebe.“ - Róisín Murphy

Die neue Single folgt auf die Ankündigung von Róisín Murphys Live-Show in der historischen Royal Albert Hall am 11. Mai 2023, die innerhalb von 24 Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft war. Somit reiht sie sich verdientermaßen in die Riege der Stars ein, die im vergangenen Jahrhundert in dem legendären Bau aufgetreten sind (u.a. Kraftwerk, Cream, Frank Zappa oder - wer hätte es gedacht - Mr. Happy Sound himself, James Last). Man kann davon ausgehen, dass ihre eigenwillige Vision in der geschichtsträchtigen Umgebung mit einer aufsehenerregenden Garderobe und einer elektrisierenden Live-Band zu aufregend lebendigem Leben erweckt wird.

Róisín Murphys Fähigkeit, sich ständig weiterzuentwickeln, ist sowohl bei ihrer Musik als auch bei Live-Auftritten ein Spektakel für sich. Von live gestreamten Lockdown-Events über Headline-Auftritte bei Glastonbury bis hin zu Auftritten bei der queeren Blockparty Homobloc, einer ausverkauften Brixton Academy, bei Coachella und Primavera Sound - Róisín Murphy erweist sich immer wieder als aufregende Künstlerin, die man in jedem Sinne des Wortes sehen muss. Diesen Sommer wird ihr Live-Ruf weiter gefestigt, da in ihrem Festivalkalender bereits das Melt! Festival, die Secret Garden Party, Mighty Hoopla, We Out Here und viele mehr stehen.

Die facettenreiche und unberechenbare Solokarriere von Róisín Murphy umfasst fünf hochgelobte Alben, unantastbare EP- und Single-Kollaborationen, atemberaubende Mode-Kollaborationen, DJ-Sets auf Ibiza, eine Podcast-Serie und seit kurzem auch ein Engagement als Schauspielerin (in der Netflix-Serie „The Bastard Son & The Devil“ von 2022).

Die neue Single von Róisín Murphy, „CooCool“, ist anlässlich des gestrigen internationalen Frauentags am 8. März 2023 digital via Ninja Tune erschienen. Weitere Musik wird bald folgen, also haltet die Augen offen für mehr Musik mit Produzenten-Mastermind DJ Koze.



Armin

17.05.2023 - 11:43- Newsbeitrag

HIT IS GETTING REAL: RÓISÍN MURPHY KÜNDIGT NEUES, VON DJ KOZE PRODUZIERTES ALBUM "HIT PARADE" FÜR ANFANG SEPTEMBER AN!
(VÖ 08.09.2023)

Die unnachahmliche Róisín Murphy kündigt heute ihr mit Spannung erwartetes neues Album, „Hit Parade“, an, das sie in Zusammenarbeit mit dem Virtuosen der elektronischen Musik DJ Koze produziert hat. Das 13 Tracks umfassende Kompendium aus genreübergreifenden Perlen wird am 8. September 2023 auf Ninja Tune veröffentlicht und wird von der neuen Single, „The Universe“, begleitet. Róisín Murphy wird außerdem am 17. Februar 2024 im legendären Londoner Alexandra Palace (aka „Ally Pally“) auftreten, was eine weitere unübersehbare Zurschaustellung ihres Könnens sein wird.

Aber nun lassen wir erstmal Róisín Murphy höchstselbst „Hit Parade“ vorstellen: „Diese Platte ist eine Zusammenarbeit mit DJ Koze. Wir arbeiteten aus der Ferne, in verschiedenen Ländern, und schickten uns mehrere Jahre lang Tracks und Ideen hin und her. Ich gehe immer mit Offenheit und Lernbereitschaft an eine neue Zusammenarbeit heran, und nie war das so wichtig wie bei dieser. Das Studio war in diesem Fall imaginär, im Luftraum zwischen Hamburg und London. Das bedeutete, dass wir beide an einem persönlichen, privaten Ort waren, als wir an den Songs arbeiteten. Für mich brachte das eine intimere Herangehensweise an das Songwriting mit sich, ich erzählte diesem Album meine Geheimnisse. Für Koze bedeutete das totale Freiheit und absolute Konzentration ohne die Ablenkung durch meine Anwesenheit. Er tauchte tief in sich selbst ein, und ich glaube, das ist der Grund, warum die Musik so pulsierend und lebendig ist. Sie explodiert geradezu vor Farbe! Es ist eine fröhliche Platte, ich war noch nie glücklicher, das hat zum Teil persönliche Gründe, aber auch in meiner Arbeit bin ich sehr erfüllt. Für mich geht es auf der Platte um Liebe und Sinnlichkeit, aber auch um die Musik selbst und darum, dass sie für mich immer da war. Neben all der Freude gibt es auch Anklänge an Dunkelheit, an den Abgrund. Es gibt eine Betrachtung der Sterblichkeit, die mich (und vielleicht auch ihr als Hörer:innen) daran erinnern soll, wirklich zu leben, solange wir können.“

Die neue Single, „The Universe“, besitzt eine fast ozeanische Schwingung, die sich bequem in die blühende, vielseitige Welt von „Hit Parade“ einfügen lässt, die wir mit dem Album-Erstling „CooCool“ kennenlernen durften. „The Universe“ ist eine sonnenverwöhnte klangliche Erkundung mit sanften Gitarrenmelodien und schlenderndem E-Piano. Róisín Murphys unverwechselbare Stimme wandelt mit einem Hauch von verspielter Psychedelik durch den Track und verwebt sich mit dem Beat durch das gemäßigte Arrangement.

„Das Universum als Ganzes ist spielerisch und erschreckend. Es gibt keinen erkennbaren Sinn darin. Die Geschichte, die immer wieder erzählt wird, besteht aus mehreren Ebenen, Ebenen, die wir nicht sehen oder verstehen. Die Erfahrung, am Leben zu sein, besteht darin, ständig daran erinnert zu werden, dass uns überhaupt nicht bewusst ist, was um uns herum wirklich vor sich geht.“, führt Róisín Murphy weiter aus.

Mit „Hit Parade“ setzt Róisín Murphy ihre sich ständig weiterentwickelnde und sich stets wandelnde 30-jährige Karriere fort und blickt in die Zukunft, indem sie sich mit DJ Koze zusammentut, um glückselige Musik zu zaubern, die vor Leben und Fantasie nur so strotzt. Diese hypermoderne Platte ist weit entfernt vom kritischen und kommerziellen Erfolg ihres vorhergehenden Albums, „Róisín Machine“ aus dem Jahr 2020, und zementiert stattdessen Róisín Murphys Ruf als einzigartige Künstlerin auf einem kreativen Höhepunkt, als ein ständig neugieriger und rastloser Geist, der seinesgleichen sucht.

Die warmen Klänge des Hiphop, die psychedelischen Elemente und die eleganten, gefühlvollen Grooves sind allesamt Teil der Vision von Róisín Murphy und DJ Koze, was zu einem Album führt, das man endlos wiederholen kann, während die Melodien darauf sich im Gehirn festsetzen. Die 13 Tracks, die zu dem mühelosen Glanz des Albums beitragen, wurden in sechsjähriger Arbeit fast vollständig aus der Ferne zusammengebastelt. Fans beider Künstler:innen werden wissen, dass diese inspirierte Zusammenarbeit aus ihren Beiträgen zu DJ Kozes „Knock Knock“ aus dem Jahr 2018 entstanden ist - insbesondere „Illumination“ und „Scratch That“ - und als Róisín Murphy mit Koze an „Hit Parade“ arbeitete, fand sie den gemeinsamen kreativen Prozess auf seine eigene Art und Weise aufschlussreich.

„The Universe“ folgt auf das bereits erwähnte „CooCool“ und die limitierte White-Label-Veröffentlichung des 12“-Edits von „Can't Replicate“, die Anfang des Jahres ein regelrechtes Feuer in der Clublandschaft entfachte und von Leuten wie Daniel Avery, Peggy Gou, Jamie xx, Sven Väth und vielen anderen angepriesen und gespielt wurde. „Can’t Replicate“ wurde im März auch als Soundtrack für die Chanel Herbst/ Winter ’23-Laufstegshow während der Paris Fashion Week verwendet - als einziges Stück überhaupt.

Die Ankündigung von „Hit Parade“ folgt auf die elektrischen Sets im Boiler Room Paris und auf der Printworks Closing Party sowie auf Róisín Murphys ausverkaufte Live-Show in der historischen Royal Albert Hall letzte Woche. Ihre eigenwillige Vision wurde in der geschichtsträchtigen Umgebung zu aufregendem Leben erweckt, bewaffnet mit einer aufsehenerregenden Garderobe und einer elektrisierenden, erweiterten Live-Band, einschließlich eines neuen Schlagzeugers, und Kameras, die ihre begeisternde Show aufnahmen und in Echtzeit an die Fans weitergaben. Wie der Evening Standard in einer begeisterten Rezension feststellte, war es „ein sehr zeitgemäßes kreatives Comeback....Murphys Streifzüge durch Future House, tropischen Rave, Industrial Ambience, Space Disco und Electro Dub wurden von einem modernen Psych-Kokon und einem erfinderischen Sinn für Verspieltheit umhüllt.“

Róisín Murphys Fähigkeit, sich ständig weiterzuentwickeln, ist sowohl bei ihrer Musik als auch bei Live-Auftritten ein Spektakel für sich. Von live gestreamten Lockdown-Events über Headline-Auftritte bei Glastonbury bis hin zu Auftritten bei der queeren Blockparty Homobloc, einer ausverkauften Brixton Academy, bei Coachella und Primavera Sound - Róisín Murphy erweist sich immer wieder als aufregende Künstlerin, die man in jedem Sinne des Wortes sehen muss. Diesen Sommer wird ihr Live-Ruf weiter gefestigt, da in ihrem Festivalkalender für GSA bereits das Melt! Festival oder das Gurten Festival, und international die Secret Garden Party, Mighty Hoopla, We Out Here und viele mehr stehen.



Während sie in der irischen Stadt Arklow aufwuchs, schien die Musik Róisín Murphy fast sofort zu rufen, von dem Moment an, als sie im Alter von 10 Jahren die Kraft ihrer eigenen Stimme entdeckte, indem sie den ewigen Showtune-Klassiker „Don't Cry For Me, Argentina“ bei einem lokalen Poesie-Festival vortrug. Róisín Murphy stürzte sich kopfüber in die Musikszene, nachdem ihre Familie nach Manchester umgezogen war, als sie noch eine Teenagerin war. Als ihre Eltern sich scheiden ließen und zurück nach Irland zogen, als sie 15 Jahre alt war, beschloss sie, in England zu bleiben und allein zu leben, um weiter die Kunst zu entdecken. Nach einem kurzen Flirt mit Noise und Punk in Manchesters Umgebung trampte sie mit 19 Jahren nach Sheffield, um in die Clubszene einzutauchen. Ein zufälliges Zusammentreffen mit dem örtlichen Bassisten Mark Brydon führte die beiden zur Gründung der gefeierten Gruppe Moloko. Seitdem hat Róisín Murphy eine beeindruckende Solokarriere hingelegt, die sich über fünf hochgelobte Alben (mit einer Nominierung für den Mercury Music Prize für „Hairless Toys“ in 2015), gefeierte EP- und Single-Kollaborationen und in jüngster Zeit auch über Auszeichnungen für Videoregie und Schauspielerei erstreckt.

Im Laufe des Sommers wird es noch viel mehr Musik zu hören geben, da wir uns auf die große „Hit Parade“ vorbereiten!

Old Nobody

20.06.2023 - 18:34- Newsbeitrag



Nächster Vorab-Song vom neuen Album 'Hit Parade', released 08 September 2023

Ich fand die anderen beiden Vorab-Songs besser,aber die Zusammenarbeit DJ Koze spannend

Armin

20.07.2023 - 19:46- Newsbeitrag

cargo

21.07.2023 - 10:37

Wir gut ist bitte "You Knew"? Song des Jahres bisher für mich. DJ Koze wird sich nach dem Output dieses Jahr vor Angeboten kaum retten können.

Klaus

01.09.2023 - 21:00

Hat es übrigens gerade dank trans-feindlicher Äußerungen, ganz Boomer-like im Facebook, geschafft, gecancelt zu werden. Glückwunsch!

Armin

01.09.2023 - 21:23- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

Meinungen?

Speedy

04.09.2023 - 11:36

Noch so ein tolles Album aus dem neuesten update. kann Cargo nur Recht geben mit "you knew". Klasse Song.

Der Wanderjunge Fridolin

04.09.2023 - 12:26

@Klaus: Verstehe ich das richtig? Sie hat sich transfeindlich geäußert?

Klaus

04.09.2023 - 12:32

Kontext :
https://pitchfork.com/news/roisin-murphy-shares-statement-after-inflammatory-comment-on-trans-rights/

Irgendwo hatte ich auch gelesen, dass das durchaus Konsequenzen hatte, weiß aber gerade nicht mehr, wo...

Der Wanderjunge Fridolin

04.09.2023 - 12:33

Hm. Okay. Ziemlich blöd :(

Klaus

04.09.2023 - 12:36

Ist ein bisschen wie bei Lizzo : derlei Dinge besonders schwierig, wenn es einen großen Teil der eigenen Fanbase betrifft. Ziemlich desillusionierend.

Wwwam

04.09.2023 - 15:50

Ich finde es vor dem Hintergrund ihrer umfangreichen Entschuldigung jetzt nicht vergleichbar mit den Vorwürfen gegen Lizzo (sofern das ihr vorgeworfene Verhalten tatsächlich stattgefunden haben sollte) und ganz grundsätzlich empfinde ich es so, als würde das Label "transfeindlich" teils sehr sehr schnell und für ein sehr breites Spektrum an Äußerungen oder Meinungen oder falschen Wordings vergeben, wobei der Vorwurf für mich nicht immer nachvollziehbar ist.

Loketrourak

04.09.2023 - 16:00

Ging es nicht um Pubertätsblocker? Schwieriges Thema.

Klaus

04.09.2023 - 16:03

Sofern ich das sehen kann, hat sie sich nur dafür entschuldigt, dass die Dinge öffentlich lesbar waren.

Eine Vergleichbarkeit der "Taten" zu Lizzo ist hier wirklich nicht gegeben, mir ging es hier lediglich darum, die eigene Zielgruppe plötzlich zu enttäuschen. Ist was anderes, als bei Deppen, wo jeder Mensch wissen kann, dass es Deppen sind, wie bei Matt Healy von The 1975 beispielsweise.

Bonzo

04.09.2023 - 16:18

Ging es nicht um Pubertätsblocker? Schwieriges Thema.

Ja, ein Thema bei dem man auch einfach keine Meinung haben darf und bestenfalls die Finger von Smartphone nimmt.

Old Nobody

04.09.2023 - 16:34

Ist mittlerweile auch gefühlt bei jedem zweiten Thema so, dass es besser ist, keine Meinung dazu zu haben,geschweige denn zu äußern, weil zu allem sich eine Gruppe findet,die sich von irgendwas auf den Schlips getreten fühlt.Ich hab den Eindruck, dass dafür im hintersten Stübchen gesucht wird damit man ja seinem Beißreflex nachgehen kann. Sieht man ja auch immer wieder bei Gronkh. Kotzt mich alles nur noch an. Auf meine Befindlichkeiten nimmt auch keiner Rücksicht und ich hab auch keine Lobby,die irgendwelche Kämpfe für mich ausführt

Klaus

04.09.2023 - 16:49

Ah, da war er wieder. So ein jammer - betroffenheitspost "nix darf man mehr sagen". Wie quasi zu jedem Thema und einmal mal zeigend, wieso es keinen Sinn mehr macht, hier irgendetwas anzusprechen.

Old Nobody

04.09.2023 - 16:52

Genau wegen so ner Antwort halte ich hier zu sowas sonst lieber meinen Mund

Klaus

04.09.2023 - 16:52

Damit bist du klüger, als Roisin Murphy.

Bonzo

04.09.2023 - 16:54

Ist mittlerweile auch gefühlt bei jedem zweiten Thema so, dass es besser ist, keine Meinung dazu zu haben,geschweige denn zu äußern, weil zu allem sich eine Gruppe findet,die sich von irgendwas auf den Schlips getreten fühlt.

Die Welt wird komplexer und du und ich werden alt.

Wwwam

04.09.2023 - 17:24

@ Klaus: Für mich wird sie eben durch ihr Posting nicht automatisch zum Deppen. Sicher ist ihre Aussage ("are fucked") viel zu absolut und drastisch und sie räumt ja auch ein, "unsuited" für diese Debatte in public zu sein.
Aber ist eine kritische Haltung Pubertätsblockern gegenüber grundsätzlich transfeindlich? Falls ja, verstehe ich es nicht. Pubertätsblocker bieten große Chancen, aber auch Risiken (wovon z.B. Detransitioners berichten oder worüber man im Skandal um die inzwischen geschlossene Tavistock Klinik lesen kann) und werden auch unter Fachleuten kritisch diskutiert.
Zudem finde ich den Kommentar auf Pitchfork irreführend, denn Roisin bezeichnete nicht junge trans Menschen als "mixed up Kids", sondern sie schrieb, dass Letztere Schutz brauchen. Könnte man wohlwollender auch so lesen, dass sie fürchtet, dass Pubertätsblocker in zu großem Umfang auch an Jugendliche ohne Genderdysphorie verschrieben werden (was vorkommt, s.o.) und sich mit diesem Begriff auf solche Jugendlichen ohne Dysphorie bezieht und gar nicht auf trans Jugendliche.

Ich möchte hier keine Haarspalterei betreiben, aber mich irritiert, wie schnell man in dieser sehr emotionalsierten Debatte (bspw. auch das neue Selbstbestimmungsgesetz betreffend) als transfeindlich gilt.

Und ich sehe es nicht so, dass man zu jedem zweiten Thema keine Meinung mehr haben darf, nur als Disclaimer.

Klaus

04.09.2023 - 18:26

@wwwam

Ich finde, dass man zu diesem Thema durchaus - auch kritisch - diskutieren darf. Du zeigst gut, wie das geht. Wenn allerdings ein Facebook - Post einer Frau, die sich maximal oberflächlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, schon mit Buzzwords a la "big pharma", endet, dann ist das kein Debattenbeitrag, sondern mindestens (verschwörungsnaher) Unsinn.

peter73

04.09.2023 - 19:15

wer oder was ist denn dieses "lizzo"?

anyway - habe kein bedürfnis hierzu meine meinung kundzutun, höre mir aber gerne das neue album von RM an da ich bis jetzt nicht mal wusste dass da was neues am start ist.

Wwwam

04.09.2023 - 19:28

@ Klaus: Aber in den sozialen Medien wird es ja nicht als enttäuschend oder desillusionierend beschrieben, dass sie einen unterkomplexen Debattenbeitrag abgegeben hat oder unsinnigen Quatsch über Big Pharma geschrieben hat - damit hätte ich kein Problem. Es heißt ja aber, sie habe sich transfeindlich geäußert und damit ihre queeren Fans verprellt.

Aber gut, das ist am Ende ja auch ein Stück weit Off topic und ich habe meine Meinung nun auch kundgetan.
Das neue Album hab ich noch nicht gehört. Überlege mir auch mal, ob ich sie mal live sehen will.

afromme

06.09.2023 - 22:20

Ich finde, dass man zu diesem Thema durchaus - auch kritisch - diskutieren darf. Du zeigst gut, wie das geht. Wenn allerdings ein Facebook - Post einer Frau, die sich maximal oberflächlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, schon mit Buzzwords a la "big pharma", endet, dann ist das kein Debattenbeitrag, sondern mindestens (verschwörungsnaher) Unsinn.

Ja, "Big Pharma" ist schon zumindest häufig so ein Unsinnsignalwort. Andererseits hört man sowas privat auch öfter mal mit ähnlichem Gusto wie "Nestlé" oder "die Autokonzerne", ohne dass ich das direkt als verschwörungsnah verorten würde. Der Post war ja anscheinend auch ursprünglich von ihrem privaten FB-Account, d.h. nicht für die Öffentlichkeit bestimmt... und da würde ich schon ein bisschen differenzieren.

Entsprechend klingt halt auch ihre Entschuldigung - sie hat gemerkt, dass sie ins Klo gegriffen hat und überhaupt nicht ausreichend informiert/ausgestattet ist, um über das Thema öffentlich zu diskutieren. Und das einfach einzusehen, statt in das aktuell typische Schema des Doubling Down zu verfallen (etwas sagen, harsche Reaktion kriegen, und anschließend niemals entschuldigen, sondern immer noch einen drauf legen - siehe JK Rowling und andere), finde ich eher ... fast schon angenehm, weil sowohl die Rezipienten als auch die Indieweltblaservonmeinungen inzwischen gern mal vergessen, dass das eigentlich mal ein Ding war: Kram sagen, merken, dass das eher nicht so intelligenter Kram war, sorry sagen, und dann auch miteinander wieder runterkommen.

afromme

06.09.2023 - 22:30

Um mal zur Musik zurück zu kommen - mit DJ Koze klingt Róisín Murphy 2023 tatsächlich fast wieder wie die logische Fortsetzung von Moloko. Das ist mir zwischen Hairless Toys und Rósín Murphy ein bisschen verloren gegangen. Mit den Alben konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, trotz netter Momente. Aber die drei Vorabsingles haben wieder... ein bisschen mehr Seele? Bin insofern wieder gespannt auf das Album.

Loketrourak

06.09.2023 - 23:46

Ja, Konzerte enttäuscht eigentlich nie. Eine Art Midas-Touch.

Kiezgrün

12.09.2023 - 14:32

Zuerst blieben nur die drei langen Tracks im dritten Viertel des Albums hängen, aber das Album wächst mit jedem Hören, gerade über gute Kopfhörer. Murphy und Kozella sind beide für sich schon stark und beide passen auch auf Albumlänge aufs Feinste zusammen.

Ich muss nur für mich schauen, wie ich mit Murphys Aussagen zum Thema Pubertätsblocker umgehe,

Loketrourak

12.09.2023 - 21:46

*Koze* enttäuscht eigentlich nie...
Verflixte Autokorrektur.

afromme

12.09.2023 - 23:16

Erste anderthalb Durchgänge... hat auf jeden Fall noch ein bisschen Potenzial nach oben mit mehrfachem Hören. Aber es bestätigt sich schon, was die ersten Geschmacksproben angedeutet haben: Erstes Album von ihr seit Overpowered, mit dem ich ernsthaft was anfangen kann. Gute Kombo mit Koze, Catchiness und weirde Verspieltheit in den meisten Fällen gut austariert.

NOK

05.10.2023 - 23:36

Diese ganze Transphobiedebatte war irgendwie relativ doof.

NOK

05.10.2023 - 23:37

(Das Album indes wieder sehr gelungen, wie schon die würdig für heutige Verhältnisse zurechtgemachte Nu-Disco-Angelegenheit "Róisín Machine".)

Kiezgrün

17.03.2024 - 10:26

Live gestern in Berlin auch sehr stark. Sie hat abgeliefert.

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