Polyphia - Remember that you will die

Armin

09.11.2022 - 19:50- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

Meinungen?

javra

10.11.2022 - 12:37

Genau meine Meinung zu der Band

MasterOfDisaster69

10.11.2022 - 15:58

Der Kritikpunkt an den unnoetig bis teils langweiligen Gästebeitraegen aus dem Pop- und HipHop-Bereich ist berechtigt.
Die Band macht hervorragende Guitarren-Musik, dann, um die LP vollzubekommen und selbige mit Gesangsbeitraegen aufzuwerten, gehen sie blutleere Kollaborationen ein.

Bzgl. instrumentale Gitarrenmusik legen sie aber die Latte hoch. Den Song mit Chino Moreno sehe ich auch eher auf der Haben-Seite. Und wie gesagt, die instrumentalen Beitraege "Playing God" und "Ego Death" sind locker 10/10.
Im Gesamt-Package als LP dann aber sicher nur eine knappe 7/10.

Vennart

10.11.2022 - 18:13

Hm, also der Mitteilteil des Albums schwächelt definitiv und einige der Kollaborationen hätte es nicht unbedingt gebraucht aber ich empfinde die Zusammenarbeit mit Chino in "Bloodbath" als ein absolutes Diskographie-Highlight sowohl für Polyphia als auch für Chino.

Darüber hinaus denke ich auch, dass das, was der Rezensent an Polyphias Musik auszusetzen hat, Teil dessen ist, was die Band selber anstrebt. Für die Band selber ist das eher mit dem Computer erstellte turn up Musik für den Club mit Instrumenten gespielt, Jazz ist zumindest für den Teil der Band, der die Musik hauptsächlich komponiert, überhaupt kein entscheidender Einfluss. Dass die Musik emotionslos und unterkühlt rüberkommt, kann ich nachvollziehen, ist für mein Empfinden aber Teil dessen, was die Musik so interessant macht und unter anderem dem Spielstil der beiden Gitarristen geschuldet, die ja absichtlich so wenig Gitarrenklischees wie möglich bedienen wollen (Stichwort Boomerbends :).
Auch die Rhythmusfraktion klingt wie sie klingt, weil sie (zumindest seit der "Most Hated" Ep) zumeist am Computer gebastelte Beats nachspielt.

Unterkühlte Instrumentalmusik gibt es im Progmetalbereich viel aber meiner Meinung nach sind Polyphia ziemlich alleine auf weiter Flur, vor allem was das einzigartige Gespür für große Melodien angeht. Von den genannten Referenzen klingen nur Chon, Intervals und Ichika ansatzweise ähnlich, ansonsten haben Polyphia inzwischen fast sowas wie ein eigenes Genre kreiert.

MasterOfDisaster69

10.11.2022 - 19:37

Gut zusammengefasst Vennart, Du solltest mal hier aushelfen und Polyphia Rezensionen schreiben...

Und ja, ohne insb. die 3 Kollaborationen in der Mitte des Albums waere das Album eine glatte 8/10...

neutral

14.11.2022 - 13:25

Vennart hat es ganz zusammengefasst. In der Summe trotz der eher schwachen Rapeinlagen ein ziemlich unterhaltsames Album geworden. Gerade der Instrumentalteil von Chimera groovt richtig, da lässt sich das Ende vom Lied verkraften. Ist verglichen zu New Devils trotzdem ein Stück schwächer. Momentan eine 7,5 bei mir.

nörtz

14.11.2022 - 17:51

Da bleibt wohl nur Platz 3 in 2022:

1. Animals As Leaders - Parrhesia
2. Meshuggah - Immutable
3. Polyphia - Remember that you will die

Vennart

14.11.2022 - 18:29

Sind das deine drei Lieblingsalben des Jahres insgesamt oder deine drei Lieblingsalben aus dem Progmetal/Djent-Bereich?
Die Polyphia Platte ist ja im Gegensatz zu den beiden anderen fast schon Popmusik, gefällt mir aber definitiv am besten.

nörtz

25.11.2022 - 13:46

Nein, das ist mein Ranking ihrer Veröffentlichungen aus 2022. Übrigens wäre es schön gewesen, wenn hier auch Animals As Leaders reviewt worden wären.

Christopher

25.11.2022 - 18:22

Ich glaube, die habe tatsächlich ich aussortiert. Ich mag Djent und allgemein vertrackten / progressiven Metal durchaus, aber Animals As Leaders geben mir überhaupt nix. Das klingt für mich wie Musik, die von einer KI entwickelt wurde.

nörtz

26.11.2022 - 00:03

Schade.

So unterschiedlich ist dann die Wahrnehmung, denn wenn ich allein schon an diverse Abasi-Solos denke, bekomme ich eine Gänsehaut und sie gehören ja zur Speerspitze des Djents und Abasi ist, bzw. war der Guitarhero der Szene. Vielleicht hätte man damals ihr vorletztes Album rezensieren sollen. Das hatte einen "Hit", "Physical Education", und war auch in den Billboard Charts.^^

Meinst du mit Djent-AI so etwas hier?

neutral

26.11.2022 - 09:00

Ich würde das auch nicht ganz so hart formulieren. Gerade die vorletzte Platte in hatte schon tolle Melodien und ist für mich ihre beste Platte. Die neue Platte von Animal as Leaders muss ich gestehen ist mir dann auch zu kalt und technisch. Ist für mich die erste wirklich enttäuschende Platte von denen gewesen.

Vennart

26.11.2022 - 16:40

Was Animals As Leaders angeht, bin ich bei Christopher.
Für mich klingt das auch nach einer Band aus Musikern, die zeigt was technisch möglich ist aber auch von einer KI kommen könnte, sozusagen eine Tech-Demo im Bereich Virtuosität vor allem in rhythmischer Hinsicht.
Das ist aber natürlich eine unglaublich beeindruckende Tech-Demo und ich habe auch nur Bewunderung für die übrig, auch wenn mir die Musik nicht wirklich gefällt.

Und Tosin Abasi ist nach wie vor DER guitar hero der Szene, er hat das Gitarrenspiel im Progressive/Djent-Bereich alleine auf ein ganz neues Level gehoben und er ist skilltechnisch nach wie vor unerreicht.

nörtz

26.11.2022 - 19:02

Ob er skilltechnisch unerreicht ist, da bin ich mir gar nicht sicher. Guck dir doch mal den hier an. Der Sweep ab 2:45... Der Herr hier ist übrigens meine Auffassung von Tech-Demo. :D War mal Vorband von AAL und das waren selbst für mich too many notes.

nörtz

12.01.2023 - 14:30

Der ja so kritische N. Brückner von den BBS ist begeistert und gibt 13/15 Punkten. Hat er auch der neuen AAL gegeben.

http://www.babyblaue-seiten.de/album_20773.html#oben

Damit sind Polyphia in einer Zeit, in der selbst der "progressiv" genannte Progressive Rock hier und da zu stagnieren scheint (im Retroprog, im Djent, im New Artrock), eine Bastion der Originalität. Abenteuerlustig und verspielt, mit höchsten technischen Fähigkeiten, einem klaren ästhetischen Willen und einer herausragenden Produktion, ist das enorm vielseitige "Remember That You Will Die" das Album, das Progfans sogar mit Pophörern und Hip-Hoppern zusammenbringen kann. Nicht umsonst wird dieses Album daher als etwas völlig neues gefeiert und von gleich mehreren Musik-Outlets als eines der besten Alben des Jahren 2022 gefeiert. Ich schließe mich an.

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