August August - Liebe in Zeiten des Neoliberalismus

Armin

17.09.2021 - 20:53- Newsbeitrag

Für Fans von Wir sind Helden / The Cure / The War On Drugs

"Wahnsinn", die zweite Single vom kommenden AUGUST AUGUST Album "Liebe in Zeiten des Neoliberalismus" ist eine phantastische und poetische Reise durch unsere Vorstellungen von Realität und Einbildung, Authentizität und Verstellung, Reflektion und Verzerrung, normal und verrückt, oben und unten, wahr oder falsch... Ein ganz und gar fabelhafter Trip, der Hörerinnen und Hörern viel Spielraum für Interpretationen und eigene Bezüge lässt.


AUGUST AUGUST - "Wahnsinn"
Musikvideo:
Stream: https://bfan.link/wahnsinn

Eine beatige Hymne mit Sogwirkung, die Hörerinnen und Hörer auffordert sich zu fragen: Formen wir die Menschen nach unseren Kategorien oder die Kategorien nach den Menschen? Klingt wie: The Cure surft die neue Indie Wave meets The War On Drugs auf Deutsch und als Frau. Eine ausführliche Info findet ihr unten.

Vorher war bereits die Single "Kaputt + Kein Hunger" aus dem Album erschienen. Am 13.10.2021 spielt die Band im Schanzenzelt Hamburg. Gerne akkreditieren wir euch für das Konzert! Das komplette Album erscheint im Februar 2022.

"Glaubst Du immer noch daran, dass ein Fallender sich selbst fangen kann?"

Zeilen wie diese und der Titel ihres im Februar 2022 erscheinenden Albums „Liebe in Zeiten des Neoliberalismus“ lassen vermuten, dass in „Wahnsinn“ nicht zuletzt die Frage nach der mentalen Gesundheit in einem kranken System verhandelt wird. Darauf angesprochen antwortet die Band mit einem Zitat von Albert Einstein: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Aber auch philosophische Themen scheinen die Band, bestehend aus Kathrin Ost, die auch als Schauspielerin im Theater und TV arbeitet und dem Berliner Gitarristen David Hirst, zu beschäftigen: Formen wir die Kategorien nach den Menschen oder die Menschen nach unseren Kategorien? Bist Du am Ende der Mensch geworden, der Du sein wolltest geworden oder der, für den Dich alle immer gehalten haben? Hat Wahnsinn einen Sinn? Was passiert, wenn die Fremdzuschreibung zuschnappt?

All diese Fragen kann man im Subtext der Liedzeilen heraushören. Wenn man will. Denn was ihre Songs bedeuten sollen, diese Feststellung überlassen August August ihrem Publikum. „Wir geben keine Bedienungsanleitung zur Kunst.“, verrät Sängerin Kathrin Ost. „Das finde ich auch einen ganz seltsamen Anspruch. Kommt das daher, dass wir gewohnt sind, alles einer Verwertungslogik zu unterziehen? Ich glaube, wir sollten auch mal aushalten, dass es nicht sofort oder nicht immer nur eine Antwort gibt. Es ist dann sicher oft komplizierter, aber auch aufregender und, wie wir finden, auch wahrhaftiger!“

Musikalisch entfaltet Wahnsinn einen epischen Drive, wie er beispielsweise bei den US-Rockern The War On Drugs zu erleben ist. Ein treibender Drum-Groove trifft auf trockenen E-Bass, der ergänzt durch träumerisch anmutende Gitarren- und Synthie Akkorde eine sogartige Wirkung entfaltet.

Für das Musikvideo zum Song haben August August erneut selbst Regie und Produktion in die Hand genommen und herausgekommen ist ein psychedelischer 3 Minuten 45 Trip. Da wird in Lederjacke Bassgitarre gespielt und die Physik scheint außer Kraft gesetzt. Dinge fallen von unten nach oben, Personen und Ebenen verschwimmen miteinander, es stehen zeitweise gleich zwei Monde am Himmel und das Karussell dreht sich mit uns schier endlos weiter.



Das Indiepop-Duo aus Hamburg und Berlin legt mit diesem als auch weiteren Titeln ihres kommenden Albums Liebe in Zeiten des Neoliberalismus einen sehr international klingenden Indie-Sound vor, der in der deutschsprachigen Popwelt (und dazu mit weiblichen Leadvocals) bislang eher selten zu finden ist und inhaltlich und musikalisch ganz nah am Puls der Zeit ist.



Beide Singles bisher super.

Pete Dorn

17.09.2021 - 21:56

Warum ist eigentlich immer der "Neoliberalismus" an allem Schuld? Dabei war mit dieser Bezeichnung nach 1929 ein Liberalismus gemeint, "der wirtschaftliche Freiheit unter der Lenkung und Regelsetzung eines starken Staates forderte." (Wikipedia) Also die Zähmung des Kapitalismus.

Ansonsten: Nicht meine Musik.

Kai

18.09.2021 - 13:03

In Wahnsinn zitiert man Die Sterne.

@Pete der Starke Staat scheitert aber offensichtlich immer wieder an der Lenkung. Man hört ja sogar häufig den Einwand, das die Wirtschaft so mächtig ist, dass hier eher die Wirtschaft den Staat lenkt.


Zur Musik: "Klingt wie: The Cure surft die neue Indie Wave meets The War On Drugs auf Deutsch und als Frau."

Wenn man solche Namen in den Raum wirft, muss man sich daran messen lassen können. Dieses Ziel wird hier aber absolut nicht erreicht.

Autotomate

18.09.2021 - 19:14

"Liebe in den Zeiten von irgendwas" ist ja immer ein kreativer Titel, der zumindest nicht 1 zu 0,9 vom Buch "Im Sommer ruft zum letzten Mal die Rohrdommel" entlehnt ist.

Musikalisch erinnert mich das anders als versprochen nicht an "Wir sind Helden, The Cure und The War On Drugs", sondern eher an Juli, Christina Stürmer und irgendwas noch schlimmeres...

Armin

19.09.2021 - 14:18

Wir Sind Helden kommt schon sehr gut hin, wie ich finde.

Armin

08.01.2022 - 14:00



Der Song ist inzwischen auch raus. Und toll.

"Voraussichtlicher Liefertermin der Vinyl: Mitte Juni 2022"

Hach, doof ...

Autotomate

08.01.2022 - 15:03

Dachte ich versuch's noch mal, wegen Wir sind Helden und The Cure – aber puuh nee, dazu fehlt mir echt jeglicher Zugang...

Outrun

08.01.2022 - 21:30

Mir gefällt's.

Ralph mit F

08.01.2022 - 23:03

Song ist gut. Wie sie so manche Worte ausspricht, ist definitiv Holofernes-Schule, aber mit weniger Hibbeligkeit. Und ja, Arbeiten ist doof.

Armin

21.01.2022 - 19:26- Newsbeitrag

Mit dem letzten Vorboten aus ihrem Album "Liebe in Zeiten des Neoliberalismus" liefern AUGUST AUGUST aus Hamburg eine Hymne für alle, die noch was versuchen wollen: "Die Katze weiß wann sie verloren hat" spricht dir Mut zu: Vielleicht ist ja doch noch nicht alles zu spät! Das Debüt der Indie-Pop-Band um Sängerin und Schauspielerin (u.a. Extra 3) Kathrin Ost erscheint am 25.02.2022 über popup-records, auch eine Kurzdoku dazu wurde gerade veröffentlicht.


August August - "Die Katze weiß wann sie verloren hat" (Single)
Musikvideo:

Mit dreamy Schrammel-Gitarren und Kickdrum-Beat motivieren August August mit ihrem neuen Song "Die Katze weiß wann sie verloren hat" zum Träumen und Dranbleiben: Lass' alle Perfektion fahren und mach einfach - egal, was die anderen sagen! (Denn die sind sowieso erstmal dagegen.) Fridays For Future haben das erlebt, jede*r Künstler*in hat das schon mal erlebt. Und zu mutigen Versuchen gehört auch das Scheitern (und leider oft genug die anschließende Häme der anderen).
Sängerin Kathrin Ost über den Song:

"Es ist immer wieder überraschend für mich festzustellen, dass es Menschen gibt, die keinerlei Widerspruch darin sehen, Vorbildfunktionen zu predigen, aber selbst jeden Lösungsvorschlag durch Jammern, Schlechtreden und ideologische Wahnhaftigkeit zu verhindern - und darin überhaupt kein schlechtes Vorbild zu sehen.

Der Text für diesen Song ist entstanden, weil es mich unglaublich geärgert und traurig gemacht hat, was teilweise als Gegenwind und blöden Kommentaren auf die FFF-Aktivist*innen zugekommen ist. Es scheint ziemlich schwer für uns Menschen zu sein, aus Fehlern zu lernen und Neues zuzulassen. Wir erleben das jetzt bei einer Vielzahl von Themen: neue Ideen haben es schwer. Der Mensch handelt wider besseres Wissen. Vielleicht war das schon immer so. Vielleicht ist das eine Bürde unserer postfaktischen Zeit. Oder denken wir zuviel in Ideologien anstatt in Ideen?

Das könnte eine Erklärung sein. Es ist aber kein Trost für jemanden, der jetzt jung ist und sich seine Zukunft einfach nicht vorstellen kann. Ideen und Vorschläge kaputt zu quatschen ist leicht, einfach mal zu machen, ungleich schwerer. Und was mir in unserer Gesellschaft definitiv fehlt, ist die Anerkennung für den Versuch! Gerade die Ideen, die vielleicht noch weiter wachsen müssen oder noch keine einhundertprozentige Lösung bieten, brauchen doch unseren Zuspruch.

„Don’t let perfect be the enemy of good“ - ich würde mir wünschen, dass wir uns diesen Satz öfter zu Herzen nehmen. In den meisten Fällen ist doch alles besser als die ausgetretenen Pfade, von denen wir längst wissen, dass sie nicht zum Ziel führen. Außerdem glaube ich, dass die Suche nach Perfektion uns davon abhält, wirklich kreativ zu sein. Nichts ist so langweilig wie perfektes Handwerk. Und was ist schon perfekt? Das Leben bleibt unbeschreiblich und erst in unseren Brüchen, Rissen und Reparaturen kommt die wahre Schönheit zutage. Das gilt in der Kunst. Das gilt im Leben."

Vorher wurden aus dem Album bereits die Singles "Kaputt + Kein Hunger" und "Wahnsinn" veröffentlicht, sowie an Heiligabend der Song "Man kann sich nicht Lieben wenn man kein Geld hat".

S.v.K.

22.01.2022 - 11:51

Oje, ja, FFF haben's echt schwer. Sind ja nur Lieblinge der Eltern, der Lehrer und der Medien.

Mit ideologischer Wahnhaftigkeit meint sie sich wohl selbst.

Immerhin weiß man dank dem Pressetext gleich, dass man sich das niemals anhören muss.

Armin

23.02.2022 - 22:48- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

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