Erstsemester
studi
03.10.2005 - 14:29
So was macht Ihr den so...
1. Wo und welches Studium?
2. Warum das?
leKeks
03.10.2005 - 14:48
Bin zwar schon drittes Semester, da ich allerdings noch keinen Schein habe, (ja, ich BIN eine faule Sau)mach ich jetzt mal den Erstsemester im Geiste.
Ich studiere im beschaulichen Greifswald Anglistik/Amerikanistik und Philosophie (Magister) und zwar aus dem einen Grund, weil ich nix anderes kann.
Polly
03.10.2005 - 14:51
Mhhm... Bin auch im 3. Semester, fühle mich aber manchmal immer noch wie ein Ersti, obwohl ich schon Scheine habe... =P Anglistik und Germanistik in Bochum, Ziel: Lehramt... Na ja, mir machts eigentlich sogar Spass, aber ich wusste auch schon lange, dass es diese Fächer sind und nicht andere... =)
leKeks
03.10.2005 - 14:55
nochn anglist ...ber als lehramts-studi wird man wenigstens nicht alle naselang gefragt was man damit werden will
Polly
03.10.2005 - 14:58
Ja, das ist schlimm, das stimmt... Meine Freundin studiert Germanistik und Linguistik und ist auch nur noch genervt von dieser Frage, vor allem, weil sie meist auch abwertend geäußert wird, nach dem Motto:"Na, da hast du dir was Tolles eingebrockt..." Na ja, aber da muss man dann wohl irgendwie drüber stehen, auch wenn es nervt... =/
leKeks
03.10.2005 - 15:01
nun gut Anglistik/Amerikanistik versteht jeder noch, wenn ich die fiese Frage stell, was man eigentlich mit nem Germanistik-Studium macht. (ist ja das gleiche in Deutsch) aber bei Philosophie fällt mir eben auch nie was ein. ^^
Polly
03.10.2005 - 15:06
Philosoph werden??.... =D
phil
03.10.2005 - 15:19
da sagt man einfach, dass wenn die ganzen naturwissenschaftler und wiwis die welt mal zum untergang bringen, wir als philosophen zumindest wissen, warum wir da waren....
btw. philosophie und germanistik auch in bochum jetzt im 5.
Seiltänzer
03.10.2005 - 15:24
Doch so viele Geisteswissenschaftler hier :)
Komme jetzt auch ins 5. Semester:
Germanistik, Philosophie, neuere Geschichte
Peter
03.10.2005 - 15:41
Wie siehts mit Jura aus? Kann man das empfehlen? Hab gehört, dass wenn man über das erste Semester hinaus is, dass es dann sogar Spaß machen soll.
Und hat jemand Erfahrungen mit Kiel?
Strombuli
14.11.2005 - 01:39
Jura? Spinnst du? Das richtet dich zugrunde, wenn du nicht ein sozial inkompetenter, ehrgeiziger Schnösel mit Ellbogenmentalität bist. Mit Spaß ist da Essig!
justwondering
14.11.2005 - 03:14
@Peter: Ich bin Juristin. Das Studium ist zum Großteil interessant, man hat damit auch relativ viele Berufsmöglichkeiten und kann sich bis zum Studienabschluss Zeit lassen zu entscheiden was man machen möchte. Entweder man bleibt im engeren Sinne dabei (Anwalt, Richter, Rechtsabteilung einer Bank, Versicherung, anderen Firma) oder macht irgendwas anderes daraus, eher in Richtung Wirtschaft. Strombulis Sicht der Juristen deckt sich zum Teil mit meinen mehrjährigen Erfahrungen. Gerade bei den Studienabsolventen ist der Konkurrenzkampf in den letzten Jahren extrem gestiegen. Sofern sie einen Job ergattert haben, sind Ellbogentechnik und asoziales Verhalten nicht selten, gute Arbeit zählt nicht immer so viel wie Taktik, Selbst-Marketing und Lobbying. Das trifft aber genauso auf Absolventen wirtschaftlicher Studienrichtungen zu. Als Jurist muss man im Regelfall in fast allen Jobs "kämpfen", man hat "Gegner", die man "besiegen" (gegnerischer Anwalt)oder "überzeugen" (Geschäftspartner bei Vertragsverhandlungen) soll. Dennoch muss man nicht zum sozial inkompetenten Schnösel mutieren. Meiner Ansicht nach haben die beschriebenen Verhaltensmuster weniger mit dem Beruf "Jurist" zu tun als mit der angespannten Situation am Arbeitsmarkt.
hotzenplotz
14.11.2005 - 10:48
jus ist auf jeden fall besser als philosophie, ausser du schläfst am morgen gerne lang.
Karl
14.11.2005 - 12:15
Wieso studiert ihr eigentlich soviele Sachen gleichzeitig? Reicht nicht erstmal eins? Arbeitsmarktchancen erhöhen sich ja dadurch nicht unbedingt, oder? Hey, ich hab kein Ahnung deswegen frag ich ganz blöd in die Runde :)
Winnie
14.11.2005 - 12:31
@Karl:
Tja, ist halt so der Fall des müssens, das man ein Kernfach studiert und nebenbei eben noch ein Nebenfach.
Mich haben sie in Mannheim jetzt noch im Nachrückverfahren für Geschichte und (oho Überraschung) Anglistik genommen. Naja, da ich gar nicht mehr damit gerechnet hatte genommen zu werden leidet jetzt ein wenig meine Antriebsfreude für das alles, aber läuft schon.:-)
Friteuse
14.11.2005 - 12:34
Chemie :-) viel zu tun, aba es macht spaß (zumindest jetz noch *g*)
Hartigan
14.11.2005 - 12:37
@studi:
Wenn dich wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren, du allerdings vor dem Imageschaden eines BWL-Studiums ;-) ein wenig angst hast, kann ich dir guten Gewissens VWL empfehlen. Grundstudium ist zwar dasselbe; aber danach kannst du wählen.
und NEIN: nicht jeder Wirtschaftsstudent ist ein Unmensch!
Karl
14.11.2005 - 12:51
@Winnie: Müssen? Warum denn? Erklär mal.
Kabuki
14.11.2005 - 13:27
Ich habe gerade den bachelor of recording arts an der sae angefangen, hatte bisjetzt erst zwei tage vorlesungen aber es macht einen genialen eindruck...
Strombuli
14.11.2005 - 13:29
in Magisterstudiengängen belegt man zwei Hauptfächer oder ein HF und zwei NF. Lehrer kann man ja auch nicht mit nur einem Fach werden.
nussschale
14.11.2005 - 13:29
das ist einfach so. bei den meisten geisteswissenschaftlichen fächern studierst du ein hauptfach und zwei nebenfächer. das hört sich dann halt nach viel an...
Karl
14.11.2005 - 13:32
und was ist mit bachelor? was läuft da ab?
SgtKabukiman
14.11.2005 - 13:38
@karl
am anfang hast du wie bei jedem SAE-ding einen dreimonatigen kurs, der alle bereiche von medien mal oberflächlich ankratzt...
dann habe ich etwa ein jahr lang audio engineering als kompaktstudium, also 40stunden + pro woche, dann kommen zusätzlich noch theoretischere sachen dazu wie verlagsrecht, medienpsychologie etc.
nebenbei lauffen dann die ganze zeit sachen wie akustik, ein paar mathevorlesungen, spezielle kurse zu pro tools/logic/cubase etc.
ist im grunde eine sehr praxisorientierte geschichte, der grossteil spielt sich in aufnahmestudios ab.
Kabuki
14.11.2005 - 13:41
ach ja, der bachelor an sich ist halt eine international anerkannte geschichte, die man als abschluss an der normalen uni inzwischen auch mit machen kann, anschliessend kann man noch ein jahr dranhängen und den master machen, der dir dann von der universität middlesex in england verliehen wird
schmä'
14.11.2005 - 14:10
sind ja auffallend viele germanisten hier unterwegs. ich selbst studiere germanistik und soziologie in göttingen. bin im 3. semester.
XY
14.11.2005 - 15:48
Ich sag's ja nur ungern: Aber die Frage, was man mit Germanistik oder Philosophie werden will, ist nicht unberechtigt. Man hat null - in Zahlen: 0 - Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Geisteswissenschaftler werden in diesem Land (und auch in anderen) nicht gebraucht. Ich würde nie wieder so einen Scheiß wie Germanistik studieren. Und das sag' ich trotz des oder wegen dem M.A. vorm Namen. ;-)
dude
14.11.2005 - 15:51
Ich als rationaler Mensch studiere Wirtschaftsinformatik an der TU München, was Spannenderes gibbet gar nich :-)
Bobdoc
14.11.2005 - 16:58
Medizin an der Universität Szeged in Ungarn ^^
stativision
14.11.2005 - 17:19
@xy: quark, du alter übertreiber. dann wären ja alle derartigen akademiker arbeitslos. und irgendwoher müssen ja auch journalisten, lektoren, bibliothekare und kulturreferenten etc. kommen (mal abgesehen von lehrern). nur weil das studium keinen beruf für später vorschreibt, heißt es nicht, dass man keinen bekommt. und wenn alle stricke reißen, schreibt man ein buch ;)
mastergurke
14.11.2005 - 17:50
VWL im schönen trier
activisom
14.11.2005 - 17:59
man kann auch mit geographie in journalismus o.ä. sachen reinkommn. wenn talent da ist sind die chancn eh gleich höher..
XY
14.11.2005 - 18:35
@stativision
Für Bibliothekare gibt es spezielle Ausbildungen bzw. Studiengänge. Journalist kann jeder werden und das Verhältnis von Stellen zu Anwärtern liegt - grob geschätzt ;-) - ungefähr bei 10 zu 1.000.000.
Glaub mir, ich habe Kontakt in einem anderen Forum zu hochqualifizierten Journalisten Ende 30 (Arbeitserfahrung, z.T. leitende Position, mehrere Fremdsprachen), mit Kontakten zu den großen (Sendern, Namen) in der Branche - die haben zuletzt als Küchenhilfe o.ä. gearbeitet.
Bezeichnend auch, dass in der (zweiten) Ausbildung, die ich gerade mache, mit der ich über Umwege meinen eigentlichen "Traumberuf" gefunden habe, eine vorher arbeitslose Ethnologin und zwei ehemalige Theatermitarbeiter (alle Ü30) sitzen.
Okay, ich will niemandem den Tag vermiesen, aber die besten Aussichten hat man nicht mit einem geisteswissenschaftlichen Studium. Immerhin scheinen da auch viele selbst drauf zu kommen, bei uns gab es eine Abbrecherquote von 80%. Und ich frage mich immer noch, warum ich zu den idiotischen 20% gehöre, die das durchgezogen haben. Ich glaube, ich war auch so beseelt von dem Gedanken, Journalistin zu werden. *g
die_muetze
14.11.2005 - 18:40
3. Semester aber da ich nen Nebenfach gewechselt habe nicht in allen Fächern:
Magister - Skandinavistik, Musikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft
würg
14.11.2005 - 19:20
BWL in Würzburg. Jaja, war eine echt einfallslose Wahl, ist aber nicht so nervtötend wie erwartet
colinzeal
14.11.2005 - 19:42
Erstsemester BWL Mannheim hier.
Sofern man etwas Gefühl für Mathe hat, ist ein BWL-Studium eigtl. ziemlich ok. Man muss nur (je nach Uni) bißchen aufpassen, nicht mit der Masse zum arroganten Schnösel/Arschloch zu mutieren. Oder auch nicht, wem's gefällt. Soll ja für manche gar keine große Umstellung sein ;) Und da spricht jetzt nicht der arrogante Erstie, sondern jemand mit Geschwistern und Bekannten, die schonmal vorgelegt/-lebt haben......ist sicherlich nicht an allen Unis so, aber irgendwoher muss das Klischee ja kommen.
mischi
14.11.2005 - 20:29
Dänisch und Mathematik auf Lehramt Gymnasium in Kiel.
Gefällt mir eigentlich (noch) recht gut. Mathe ist ein wenig hart, aber wer hat denn gesagt, dass studieren einfach ist? ;)
würg
14.11.2005 - 20:33
@ colinzeal
Hast recht, ich war auch überrascht wieviel wahres doch im Klischee steckt. Es laufen wirklich n Haufen oberflächliche, arrogante und zickige Spacken(Spackinnen) rum.
stativision
14.11.2005 - 20:42
wie gut dass ich keine geisteswissenschaften studiert hab ;)
obwohl: küchenhilfe ist auch nicht schlecht...
Pat
14.11.2005 - 21:43
hab mein studium abgebrochen... die sauferei war einfach zu anstrengend :P
Winnie
14.11.2005 - 22:00
Scheint so. Bei McDonalds kannst du ja jetzt auch auf 400€-Basis malochen. Bei dem in der Nähe von meinem Hometown stehn auch schon einige hinter der Kasse, die du auch woanders hinstecken würdest. Soll natürlich nicht heißen das da nur Leute arbeiten können/sollten/dürfen von denen man das "erwartet".
KingAdRock
14.11.2005 - 22:31
Ich studier Soziologie, drittes Semester, im schönen Bielefeld xD.
Wußte gar nicht, dass es noch so viele Magisterstudenten gibt.
Hier mal ein paar tolle Musiktheorien von mir, passend zum Studium :D
1) Gesellschafts-, Sprach- und Kulturwissenschaftler hören eher die Musik, die auf dieser Seite propagiert wird und Underground-hiphop, als andere Studenten.
2) Naturwissenschaftler, exklusive Biologen, Chemiker und Psychologen (so man sie denn dazu zählen will) hören eher metal-lastige Musik als andere Studenten.
3)Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler und Mediziner hören eher Charts und R'nB als andere Studenten.
Diese Hypothesen entstammen meinem Alltagswissen und entbehren jeglicher Grundlage ;). Wie würdet ihr das sehen?
die_muetze
14.11.2005 - 22:33
Also wenn ich mir die 13 000 studenten so angucke kommt das echt hin ohne scheiss.
Strombuli
14.11.2005 - 22:35
die unter 3) aufgeführten hören glaub ich meist privat gar keine Musik
Seiltänzer
14.11.2005 - 22:36
1) Gesellschafts-, Sprach- und Kulturwissenschaftler hören eher die Musik, die auf dieser Seite propagiert wird und Underground-hiphop, als andere Studenten.
In meiner Fakultät wurde mit den neuen Erstsemestlern ne ganze Welle cooler Hopper angeschwemmt, die sich sprachlich eher nach aggro als saul williams anhören. Bei den Philosophen ist Gothic übrigens traditionell immer gut vertreten.
hard_luck_duck
14.11.2005 - 22:47
@ xy
naja, 0 chancen ist ja wirklich zu krass... ist halt nur wichtig zu begreifen das einen das studium der geisteswissenschaften allein nicht wirklich zum beruf befähigt...
ist zwar ne binsenweißheit, aber es kommt halt total auf die nebentätigkeiten an, praktika, volontariate, hilfskraft-jobs... (gilt aber eigentlich auch für bwl und jura)
ich bin im grunde froh, dass immernoch trotz der arbeitsmarkt-propaganda leute germanistik oder philosophie studieren, weil eine gesellschaft nur aus bwllern und dipl. ings möcht ich mir garnicht vorstellen :)
Daniela
14.11.2005 - 23:04
Dialog meines letzten Samstagabends in der Studentenstadt Tübingen:
"Seltsame Leute in schwarzen Kutten."
"Das sind die Philosphen, die laufen alle so rum."
"Seltsame Mädels, die sich beim Tanzen verklemmt ihr Handtäschchen halten."
"Das sind die Europasekretärinnen."
"Seltsame Männer die da bedrohlich am Rand stehen und zuschauen."
"Das sind die einsamen Informatiker."
Ich bin ein Sklave meiner Klischees.
nussschale
15.11.2005 - 12:07
also nummer 2) muss ich leider verwerfen. informatiker hören metal. naturwissenschafter lauschen entweder dem gezwitscher von vögeln oder walgesängen.
nussschale
15.11.2005 - 12:07
kleine anmerkung noch: physiker lauschen natürlich der kosmischen mikrowellenstrahlung.
der aha
15.11.2005 - 12:54
5. Semester Biologie in würzburg
und kann allen 3 Punkten hinsichtlich der tendenziellen Verteilung stark zustimmen
mischi
15.11.2005 - 19:59
@KingAdRock
Naja, hier im Nordischen Institut sind die Leute mit ihren ach so genialen Nightwish, Iced Age und wie sie nicht alle heißen T-Shirts durchaus häufiger vertreten. Aber dass Mathematiker eher metallastige Sachen hören, kann ich nicht bestätigen. ;)
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