Werner Herzog

Omi

25.04.2005 - 14:30

Ist - neben Roman Polanski - auch ein sehr bedeutender Regisseur in den 70/80er Jahren gewesen, vorallem mit seinem Lieblingsschauspieler.

64dan2

25.04.2005 - 14:41

Lieblingsschauspieler = Klaus Kinski?

Omi

25.04.2005 - 14:42

ja genau, kennst du einige seiner Filme?

softball mayhem

26.04.2005 - 04:01

das beste ist seine doku über kinski...da drin gibts eine szene von den dreharbeiten von fitzcarraldo, in dem die indianer dem herzog anbieten, sie bringen den kinski für ihn um die ecke, damit er nicht wieder das gesamte filmteam quält....einfach nur lustig....die doku heisst bezeichnenderweise 'mein liebster feind'

Informatic

26.04.2005 - 13:12

Fitzcarraldo ist nur ein großartiger Film von dem großartigen Regisseur Werner Herzog. Omar Rodriguez-Lopez und Cedric Bixler-Zavala von The Mars Volta sind bekennende Fans von Herzog's Meisterwek Fitzcarraldo.
Get the boat over the fucking mountain!
:-)

Omi

29.04.2005 - 18:10

Der Vampirfilm, Nosferatu ist auch sehr gut finde ich.

nur mal so

21.02.2010 - 20:17

Aguirre ist ein Tick besser als Fitzcarraldo

öh

21.02.2010 - 20:30

dann sollte ich mir Fitzcarraldo doch nicht zumuten? Habe Aguirre nämlich kaum genossen, wie eine alte, äußerst amateurhafte Version von Apocalypse Now. Einzelne Szenen sind großartig (der Schluss mit den Affen!), aber während er gerne wichtig für die Filmwelt sein darf, als Laie war ich nicht sonderlich begeistert. Zu viel sieht aus als wäre einfach irgendetwas gefilmt worden, was gerade geschehen ist, keine Spannungsbögen oder durchdacht wirkende Entwicklungen, alles löst sich von Anfang an in Zufall auf. Ich nehme mal an dass das für viele der Grund ist weshalb er ein Meistwerk sein soll, dieses Surreale, aber mir hat es nichs gegeben.

Die Hintergrundgeschichte zum Film ist grandios, aber der Film selbst nicht so sehr.

Ed van Schleck

21.02.2010 - 20:51

Immer wieder lustig

Ed van Schleck

21.02.2010 - 20:57

Werner Herzog ißt seinen Schuh

Kugelfisch

21.02.2010 - 21:36

Mal die wichtigsten Filme:

Auch Zwerge haben klein angefangen 8/10
Aguirre, der Zorn Gottes 10/10
Jeder für sich und Gott gegen alle (Kaspar Hauser) 9/10
Stroszek 10/10
Herz aus Glas 8/10
Nosferatu 10/10
Woyzeck 10/10
Fitzcarraldo 9/10
Cobra Verde 7/10

Sicherlich einer meiner Lieblingsregisseure, das kann und will ich nicht leugnen.

Adam Hundesohn

21.02.2010 - 21:49

Aguirre amateurhaft???? naja...mein Lieblingsfilm von Herzog ist allerdings Stroszek. Ohne Zweifel einer der besten Filme aller Zeiten.

Kugelfisch

21.02.2010 - 21:52

@Adam Hundesohn:
Ja, ist für mich sogar der beste aller Zeiten, kurz vor Fargo. Ein beängstigend großartiges Meisterwerk.

Neytiri

22.02.2010 - 00:29

Auch Herzogs Filme kommen über einen pseudo-wissenschaftlichen Anspruch nicht hinaus. Das ist auch so ein Regisseur den Menschen benutzen um ihren vermeintlich hohen Intellekt zur Schau zu stellen.

Mit Menschen meine ich natürlich dieses vernerdete Indieforum.

Und Herzogs Baum ist ein Witz zu Camerons Koloss!

Camerons Antwort auf die Frage was er über Herzog zu sagen hat: "Never heard!"

Dieses Indieforum

22.02.2010 - 00:34

Jetzt hast du es mir aber gegeben.

22.02.2010 - 08:19

ja! weil Avatar hat dem Kino das Intellektuälä ausgetrieben!

OlDirtyPaule

22.02.2010 - 09:12

Hahahahaha, ich dachte mir, dass Neytiri hier auftaucht. Herzog ist natürlich fantastisch. Sehr empfehlenswert ist übrigens Rescue Dawn (mit under anderem Christian Bale) und das DokuDoppelmeisterwerk Encounters at the end of the world und Grizzly Man.

duke

22.02.2010 - 13:16

sein bad lieutnant film ist mal wieder der beweis, dass mir die eso-einschläge des herrn herzog gewaltig auf den keks gehen. lohnt eigentlich nur wegen nicolas cages performance.

Castorp

22.02.2010 - 13:26

Diese Parodie auf Werner Herzog mag ich besonders gern:-):

http://www.youtube.com/watch?v=-MmvvNFoGMM

64dan2

22.02.2010 - 13:36

^^"klaus, sei meine hanna schygulla" :D

werner herzogs filme werden überbewertet. fitzcarraldo entlockte mir nicht mehr als ein gähnen. ooh, wow, sie ziehn ein schiff über den berg, ohne special effects........waaaaaahnsinn. gäääääähn :D

OlDirtyPaule

22.02.2010 - 15:55

Haha, sehr witziges Video!

Das hier ist auch gut.

http://www.youtube.com/watch?v=x7kdDeGXUjI

22.02.2010 - 18:42

http://www.youtube.com/watch?v=lpjQvuFtdXw

Homunculus

22.02.2010 - 20:40

Stroszek ist ein begnadetes Filmchen

Bruno S.

22.02.2010 - 23:02

Grandios!

Bruno S.

22.02.2010 - 23:02

Grandios!

exe

22.02.2010 - 23:59

Stroszek. Verdammt, ja, irgendwie schon. Aber diese ganze Sozialrealismuskacke geht einem dann doch irgendwann auch gehörig auf die Nerven, oder?

That said,
das hier ist immer noch die beste Werner Herzog Parodie:
www.wernerherzogeatstheworld.com

chucky

23.02.2010 - 16:07

Encounters At The End Of The World ist schon großartig. Solche Menschen findet man auch nur an so besonderen Orten.

Der Taucher nachdem er aus dem Eis kommt: "And also I found a few of the urchins, that have a parasitic worm that lives in their anus. It's a pretty beautiful scarlet worm, but it must be a horrible way to make a life" :D

Ganz groß ist auch das Überlebenstraining mit den Eimern auf dem Kopf!

Homunculus

23.02.2010 - 16:38

exe
Nö,was Stroszek betrifft, geht mir die "Sozialrealismuskacke" von der ersten bis zur letzten Minute so überhaupt nicht auf den Sack.
Außerdem hat der Streifen ja schon mal diverse vermutl.unfreiwillig komische Momente.

exe

23.02.2010 - 22:04

Das war nicht auf den Film bezogen, sondern auf das Genre. Und außerdem will ich hier nur ein bisschen Polemik verbreiten; Nordsee ist Mordsee ist wahrscheinlich einer meiner Lieblingsfilme.
Völlig valid ist aber auch, wenn einen das alles ankotzt. Das wollen diese Filme unter anderem ja wohl auch.

ToRNOuTLaW

23.02.2010 - 23:51

Bin jetzt mal auf "Bad Lieutenant" gespannt, der Trailer lässt nicht unbedingt auf Herzog schließen.

nikolaus käfig

24.02.2010 - 00:24

bad lieutenant war großer crap

24.02.2010 - 00:39

"nikolaus käfig" xD

kalle

24.02.2010 - 09:52

boah, geht mir weg mit den gewöhnlichen werner-herzog-filmen (mal das nosferatu-remake und die doku encounters ausgenommen) - schlimmer ist eigentlich nur noch wim wenders...kacklangweiliger cineasten-hype.

aber jaaa doch, ich vergaß ja: "du hast keine ahnung, kalle"

Whoever

07.05.2012 - 22:57

Tiere sind ein wiederkehrender Bestandteil der Filme Herzogs und scheinen, wenn auch durchaus in variierender Rolle, von ihm als wichtiges Ausdrucksmittel eingesetzt zu werden.
Dabei repräsentieren Tiere den Teil der Natur, welche wiederum der Umwelt untergeordnet ist, mit dem die Protagonisten am unmittelbarsten in Kontakt stehen.

Die Rolle der Tiere kann als ein darstellerisches Mittel gedeutet werden, mit dem den Wünschen und Absichten des Individuums die Willkür und das unbewusste Streben des Schicksals entgegengesetzt wird. Dies stützt in einer noch umfassenderen Interpretation des Herzog’schen Gesamtwerks meine Hypothese über das Kernthema der Filme: Das Ausgeliefert-Sein des Menschen, welcher, auch wenn er über einen freien Willen verfügen sollte, sein persönliches Schicksal nicht zu lenken vermag. Grade in Verbindung mit dem Leiden, welches die Figuren Herzogs in seinen Filmen ständig erleben müssen, rückt diese Deutung Herzog weltanschaulich in die Nähe von Arthur Schopenhauers Willensmetaphysik. Die filmischen Tierauftritte sind für dieses Thema sicherlich nicht das einzige Symptom, lassen sich aber gut für eine exemplarische Argumentationsführung heranziehen.

Im Folgenden möchte ich versuchen, diese These anhand konkreter Beispiele zu untermauern, dabei werde ich auf die Analyse von Szenen aus zeitlich, inhaltlich und sogar in ihrer Zugehörigkeit des Genres divergierenden Filmen zurückgreifen. Obwohl die Tiere hier in unterschiedlichen Handlungskontexten auftreten, welche sich keineswegs einheitlich auf das Schicksal der menschlichen Protagonisten auswirken, glaube ich den erwähnten charakteristischen Aspekt ihrer Rolle aufzeigen zu können. Vielmehr stärkt der Variierende Einsatz im Film analog zur Diversität der Erscheinung in der Wirklichkeit das Schicksalstopos als eine fundamentale und universale philosophische Haltung zur menschlichen Existenz.

Zunächst ist als analytische Vorarbeit eine Untersuchung zu leisten, welche Arten von Interaktion zwischen Mensch und Tier in den für diese Betrachtung ausgewählten Filmszenen festgestellt werden können. Gleichzeitig soll berücksichtigt werden, wie die Rolle der Tiere für sich, also auf sie selbst bezogen, mithilfe der hier vorgestellten Hypothese beschrieben werden kann.

Die Szenen, auf die ich mich beziehen will, stammen aus den Filmen Stroszek(1977), Nosferatu(1979), Rescue Dawn(2006) und Bad Lieutenant(2009). Außerdem werde ich mich in weniger ausführlichen Bemerkungen auf andere, auch dokumentarische Filme beziehen.

In dem fiktionalen Film über den namensgebenden Protagonisten Bruno Stroszek, der an das Leben des Hauptdarstellers Bruno Schleinstein angelehnt ist, halte ich drei Elemente für meine Untersuchung relevant: Die Szene mit dem frühgeborenen Kind, Brunos Beo und die dressierten Tiere, die als Bestandteile einer Automaten-Show am Ende des Filmes gezeigt werden. Zwar wird in der erstgenannten Szene kein nichtmenschliches Tier gezeigt, die noch auf seine rudimentären Instinkte reduzierte Existenz des Säuglings und der Kommentar des Arztes passen jedoch in den Zusammenhang. Der Arzt sagt in der Szene, die Ärzte hätten manche Probleme, die sie nicht lösen, Fragen die sie nicht beantworten könnten. Er demonstriert, wie der Säugling, obwohl dieser zu früh geboren wurde, einen so starken Greifreflex hat, dass er sein eigenes Gewicht zu halten vermag. Vielleicht, so spekuliert der Arzt, könne aus diesem Kind einmal ein Bundeskanzler werden. Der Arzt drückt hier viel aus, was zur Stützung meiner These herangezogen werden kann. Die Unmöglichkeit, auch mit wissenschaftlichen Mitteln alle notwendigen Voraussagen über den Verlauf einer Krankheit machen zu können lässt sich Verallgemeinern zu der Aussage, dass sich überhaupt keine wichtigen Voraussagen treffen oder gar Erfolg garantierende Maßnahmen zum Erreichen bestimmter Ziele ergreifen lassen. Alles was dem Menschen gegeben ist, ist sein Überlebenswille und seine Hartnäckigkeit (Greifreflex). Auch wenn der Arzt sicher nicht behaupten will, die Wahrscheinlichkeit, dass der kleine und noch unentwickelte Mensch später Bundeskanzler wird, sei sehr hoch, verweist er doch auf die Möglichkeit, die sich diesem nicht deutlich weniger böte als jedem Anderen. Dies kann wieder als Bejahung eines vielleicht determinierten, jedoch nicht zu prognostizierenden Schicksals verstanden werden.

Der Beo, ebenso wie die Kleintiere der Showkästen am Ende des Films sind keine wilden Tiere, vielmehr sind diese von Menschen dressiert. Dem Beo wird beigebracht, Phrasen nachzusprechen; das Huhn, das Kaninchen und die Taube führen nach einem Signal, das durch das Einwerfen von Geldmünzen ausgelöst wird, bestimmte Handlungen aus, die wie Tanzen, Feuerwehrwagen fahren und Klavierspielen erscheinen. Hier werden Tiere zu „vermenschlichtem“ Verhalten konditioniert, das doch keineswegs tatsächlich menschlichem Handeln entspricht. Der Beo wird von der amerikanischen Einwanderungsbehörde konfisziert, die anderen Tiere setzen, ohne nachzudenken, weil sie nicht nachdenken können, ihre Posse fort. Diesem tumben und marionettenhaften Verhalten, das eigentlich ein Versagen artgerechter und naturgegebener Existenz bedeutet, wird ein entgegengesetztes Versagen Stroszeks gegenüber gestellt: das Versagen sich erfolgreich anzupassen und das notwendige, von seiner sozialen Umwelt erwartete Verhalten zu zeigen. Dies führt zu seiner Absage an das Leben nach den Bedingungen der anderen und seinem Freitod und stellt vielleicht noch am ehesten eine frei gewählte Handlung dar, mit dem der Protagonist sein Schicksal allerdings nur beschließen kann statt es zu lenken.

In Rescue Dawn wird dem gefangenen und auf dem Boden ausgestreckt gefesselten Dieter von einem Kind ein riesiger, an einer Schnur festgebundener Käfer übers Gesicht gehalten. Dieser Käfer verhält sich nicht außergewöhnlich, er fliegt surrend im Kreis, wird aber von der Schnur an freier Bewegung gehindert, er ist ebenso gefesselt und der Willkür des Kindes ausgeliefert wie Dieter. Der riesige, urzeitliche Käfer wirkt in dieser Situation bedrohlich auf Dieter, auch wenn von ihm sicher keine Gefahr ausgeht und man ihm schon gar nicht böse Absichten unterstellen kann. Vielmehr macht sich das Kind die bedrohliche wirkende Natur zu Nutze, indem es das unzivilisierte und wilde Tier als Instrument der Bedrohung kontrolliert, um Dieter Angst einzujagen. Hier findet wieder ein Missbrauch des Tieres statt, diesmal allerdings eben nicht in einer anthropomorphisierten Rolle, sondern eben in der des ganz andersartigen Wesens.


In Herzogs Version des Nosferatu, mit Klaus Kinski in der Hauptrolle, kommt mit Nosferatu, einer Draculafigur, das Verderben aus Transsylvanien ins frühneuzeitliche Antwerpen, also von relativer Wildnis in die Zivilisation. Abgesehen vom offensichtlichen Motiv des mit den Fledermäusen, triebgesteuerten und bluttrinkenden Gestalten, verwandten Vampirs, zeichnet Herzog gegen Ende des Films erneut ein Bild tierischer, weil willkürlicher und unkontrollierbarer Bedrohung. Denn mit Nosferatu kommen auch Ratten in die Stadt, die den Pesterreger auf sich tragen und die Seuche in Mitteleuropa verbreiten. In einer sehr eindrucksvollen Sequenz strömen tausende Ratten durch die mittelalterliche Kulisse Antwerpens. Durch ihre Authentizität vermag diese Sequenz die Dimension einer ans biblische anmutenden Plage zu vermitteln. Die Ratte, als einzelnes Exemplar auch in heutigen Großstädten ein häufig beobachtetes Tier, wirkt nur auf einen Teil der Menschen bedrohlich. In Nosferatu jedoch flößen die Massen der Nager geradezu Horror ein. Dies gelingt, neben der Assoziation eines modrigen Vampirs, der das Ungeziefer aussendet und den Erinnerungen an die historischen Pestepidemien, einfach schon aufgrund dessen, dass sich nichts den dahin rasenden Ratten in den Weg zu stellen vermag, die Stadt wird überrannt und ist ausgeliefert. Die Rattenplage als (absichtlich verursachte) Naturkatastrophe stellt die Menschen vor eine unkontrollierbare Kraft und greift durch Tod und Krankheit unabwendbar in das Leben der Menschen ein.

Als letztes möchte ich noch auf den jüngsten der hier vorgestellten Filme Herzogs eingehen, auf den 2009 erschienenen Bad Lieutanent. Der ‚bad lieutenant’ ist Terence Mcdonagh, gespielt von Nicholas Cage, ein drogenabhängiger, gewalttätiger und korrupter Polizist, der sich im vom Hurrikane Katrina zerstörten New Orleans von seinem Hedonismus durch den kriminellen Sumpf treiben lässt. Obwohl er sich ständig riskant verhält und selten auf Schadensbegrenzung bedacht ist, wendet sich für ihn alles zum Besten. Der Film erzählt somit die Geschichte eines Schicksals, das weder durch Klugheit noch Gerechtigkeit, sondern nur durch die für den Protagonisten glückliche Fügung der Umstände geformt wurde. Hier tritt abermals ein deterministisches Weltbild zum Vorschein, nur das jenes Schicksal, welchem der Protagonist ausgeliefert ist, nun ein glückliches zu sein scheint. Die tierische Rolle wird in Bad Lieutenant von Reptilien übernommen, welche wiederholt auftauchen. Da ist zunächst ein überfahrener Alligator auf dem Freeway, welcher einen Autounfall verursacht hat. Aus dieser Konfrontation zwischen Mensch und wildem Tier gehen beide Seiten geschädigt hervor, im Gras am Straßenrand lauert schon ein weiterer Alligator darauf, in den menschlichen Lebensraum einzudringen, nachdem sein eigenen Lebensraum von den Menschen zerstört wurde. Des Weiteren sieht Terence, auf einem anhaltenden Drogentrip, zu unterschiedlichen Zeiten Warane und Echsen, die ihn zunächst irritieren, dann aber nur noch gelinde amüsieren. Dieser Wahn könnte als Symptom eines psychischen Abdriftens von der üblichen Wahrnehmung gedeutet werden, Terence Mcdonagh verliert mehr und mehr den Halt und den Blick für das geordnete und gesellschaftlich Akzeptierte; so wie er sozial immer weiter verwahrlost, verliert seine Wirklichkeit auch die Haftung im Zivilisierten; das hedonische, Triebhafte wird illustriert durch die urigen Echsen, die sich in seinen Halluzinationen ausbreiten.

All diese Beispiele konstituieren Tiere als Symbole des archaischen Naturprinzips der Willkür, welches menschliche Konvention und Stabilität übertrumpft, dem die Menschen trotz ihrer gewalttätigen Umformungen ihrer Umwelt unterworfen bleiben, ebenso wie der Einzelne den Strömungen der blinden Masse und der repressiven Seite sozialer Strukturen unterliegen muss.

@Whoever

07.05.2012 - 23:00

Wie hast du das gemacht? Kein Treffer bei google?

Whoever

08.05.2012 - 00:01

Ganz einfach: einen selbst geschriebenen, nicht veröffentlichten Essay ohne die Angaben zur meiner Person und Verwendungszweck per copy und paste gepostet. Alle Urherberrechte verbleiben bei mir!

@Whoever

08.05.2012 - 00:10

Respekt, du hast von mir für immer!

Das war gut...

Castorp

19.09.2012 - 21:25

Hat schon wer die schräge Fake-Doku "Incident at Loch Ness" (von 2004) gesehen, wo sich Herzog selbst und das Filmemachen an sich auf die Schippe nimmt? (die Szene, wo der Glatzkopf die Waffe auf Herzog richtet, weil er dachte, ein richtiger Regisseur müsse dies tun...ich lag am Boden) :) Erinnert vom Stil/Humor her an Larry Davids "Curb your enthusiasm".

oh ja,

19.09.2012 - 21:38

gnadenlos gut.

"If I survive dis, i'm going to hunt Zak down and strangle heem wit my two hands".

sufo

19.09.2012 - 22:34

herzog wurde kürzlich in einer sendung von charlotte roche und ferris mc gedisst. ich glaubte, ich höre nicht richtig..

Castorp

22.06.2013 - 14:56

Heute abend auf Phoenix (22:30 Uhr): Herzogs "Tod in Texas" (Into the abyss), eine Doku über einen Typen im US-Todestrakt.

Snooper

22.06.2013 - 16:04

@Castorp

Danke. Hätte den Film sonst verpasst.
Schaue generell nicht viel im TV und gute Filme und Dokumentationen verpasse ich eigentlich immer.

Onkel Waldemar

22.06.2013 - 17:43

Eine erstklassige Doku meiner Ansicht nach, Herzog versteht es meisterlich, den Leuten um den Bart zu spielen und ihnen Antworten und Reaktionen abzuringen, die andere Interviewer so nur schwer herausbekommen hätten. Ein Vertrauensverhältnisaufbau in Zeitraffer sozusagen.

Die Doku gibts übrigends auch komplett in D/E auf YT, ebenso den stimmungsvollen, sparsam eingesetzten Soundtrack, der sich nie ekelhaft anbiedert wie in so vielen anderen Betroffenheitsdokus üblich.

Tod in Texas - Werner Herzog

Into The Abyss

Into The Abyss Soundtrack



wiedenn wasdenn wodenn

22.06.2013 - 19:52

Hat Herzog hier wieder mit seiner "Ecstatic Truth" Methode hantiert?

Rucki Zucki

23.06.2013 - 13:06

Immer noch besser als Köhler, Wulff oder Gauck. (4/10)

Todesstrafe? Nein danke!

23.06.2013 - 16:43

Danke für den Link, Onkel Waldemar!
Kann man empfehlen, diese Doku von Herzog.
Besonders interessant fand ich die Ausführungen des geläuterten Exekutions-Helfers.
Die USA machen sich mit ihrer Hinrichtungspolitik einfach nur lächerlich!
Ich vergebe ein Besonders-Wertvoll-Siegel für diese Doku!

Castorp

23.06.2013 - 20:51

Ja, der Herzog kann aufgrund seiner Sensibilität vermutlich mehr aus solchen Interviews herauskitzeln als andere.

An dieser Stelle würde ich gerne auch noch mal auf die Mockumentary "Incident at Loch Ness" hinweisen, in der Herzog selbst mitspielt. Ein echter Brüller. :)

http://en.wikipedia.org/wiki/Incident_at_Loch_Ness

Wie ist eigentlich "Grizzly man"?

axel höhle

28.12.2013 - 16:00

bei servus tv läuft am sonntagabend herzogs dokumentation über uralte höhlenmalereien (nachts sogar in 3d).

nanu

28.12.2013 - 16:24

Grizzlyman sollte jeder gesehen haben dermit herzog auch nurim enferntesten was anfangen kann, einer seiner besten filme.

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