House of Flying Daggers

fish

09.01.2005 - 14:22

Der neue Film von Yi-Mou Zhang ist im Kino - nachdem ich Hero gemocht hatte, musste ich natürlich da rein.

Zuerst gleich mal ne' Warnung: Wer in den Bäumen rumfliegende KungFu-Kämpfer und scheinbar in der Luft ferngesteuerte Dolche und Schwerter nicht mag, wird mit dem Film wohl Mühe haben. Ich habs einfach mal so akzeptiert. Ist halt das Material-Arts Wuxia-Film Genre und ein Yi-Mou Zhang Film, da gibts sowas schon mal.

Werde mal ein paar Zeilen von 2 reviews zitieren und meine Sicht der Dinge dazu schreiben:

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Noch vor wenigen Jahren hätte Zhang Yimous neuer Film wohl kaum die Säle gefüllt. Seit Ang Lees «Crouching Tiger, Hidden Dragon» (2000) und «Hero» (2002) von Yimou höchstselbst verhält sich dies freilich ganz anders.

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Quelle: http://www.cineman.ch/movie/2004/HouseOfFlyingDaggers/review.html

Ich habe alle 3 Filme gesehen, fand alle gut, House of Flying Daggers aber am schlechtesten. Trotzdem hat es sich gelohnt.

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Zuallererst ist «House of Flying Daggers» ein Martial-Arts-Streifen, und in dieser Beziehung hat er einiges zu bieten. Schmissige Choreographien und aufwändige Tricksereien etwa, dank derer die Kamera mit mannigfaltigen Wurfgeschossen durch die Lüfte rast. Eine unglaubliche Kampfszene in den Wipfeln eines Bambuswaldes stellt sogar Ang Lees artverwandte aus «Crouching Tiger, Hidden Dragon» in den Schatten. Auffällig auch das Klangdesign, das passend zur überbordenden visuellen Gestaltung mit Effekten nur so protzt.

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Quelle: http://www.cineman.ch/movie/2004/HouseOfFlyingDaggers/review.html

Jo, das wäre dann auch gleich die Stärke des Films. Wie schon in Hero gibt es hier erneut traumhafte Bilder und diese einzigartig schlichte Schönheit. Der Tanz des Echos ist Hammer, ebenso die Szene mit dem Schnee am Schluss, die Landschaftsaufnahmen könnten viel schöner nicht sein, das Gefecht im Bambuswald ist echt beindruckend, die Farben werden in dem Film brilliant eingesetzt, ebenso das Spiel mit Klang und Effekten. Cineastische Brillianz!

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Im Jahre 859 herrscht große Unruhe in China. Eine Untergrundorganisation, die sich die „fliegenden Messer“ nennt, bekämpft den Kaiser und seine korrupte Regierung. Das Gerücht, es gäbe einen neuen Anführer in der Organisation, führt dazu, dass die beiden Polizisten Leo (Andy Lau) und Jin (Takeshi Kaneshiro), den neuen Führer ausfindig machen sollen. Koste es, was es wolle. Die blinde Tänzerin Mei (Ziyi Zhang) wird daraufhin verdächtig, ein Mitglied der „fliegenden Messer“ zu sein und sofort von den beiden Polizisten festgenommen. Als Mei von einem Unbekannten aus ihrer Gefangenschaft befreit wird, staunt sie nicht schlecht, als sie herausfindet, dass dieser Jin ist. Der wiederum spielt nicht mit offenen Karten und soll Mei lediglich beschatten, so dass sie ihn womöglich in das geheime Versteck der Rebellen führt.

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Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/House%20Of%20Flying%20Daggers.html

Jo, das wäre in etwa die Story, ohne Spoiler. Für meinen Geschmack etwas zu strange. Das Katz und Maus Spiel in diesem Film verliert auf die Dauer echt an Spannung, ebenso ist die Liebesgeschichte ein wenig...naja...komisch. Einige Szenen sind irgendwie lächerlich oder langatmig, sowas fand ich in Hero und Crouching Tiger eigentlich nicht. Hier hat der Film ein paar Schwächen.

Also wie schon Hero mehr ein Film für die Sinne - one for your soul! :D

Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall. Nur schon wegen Zhang Ziyi! ;-)

Wenn man über die magisch umherfliegenden Kämpfer und Dolche, ein paar leicht absurden Szenen und die zum Teil etwas langatmige Story hinwegsehen kann, wird man seine Freude dran haben. Am Besten zurücklehnen und die Bildgewalt auf sich einprasseln lassen. Dann wirds ein schöner Kinoabend. Für mich ganz klar lohnenswert - Zhang Yi-Mou did it again! :D

Ach, noch was...

Von hier: http://mars.sdi.fh-darmstadt.de/blogs/mr/archives/2005_01.html#000656

Ich glaub der Typ hat das mit gleichen Augen gesehen wie ich...

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So gibt es ständig Szenen, in denen die Charaktere Eastern-typisch sehr übertrieben reagieren - Emotionen werden mimisch und akustisch extrem ausschweifend dargestellt und das nervt - mich zumindest.

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Da hatte ich auch ein wenig Mühe damit.

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Herausragend ist hier nur die wunderschöne Zhang Zhiyi, die gewohnt gut spielt und mit ihrem Anmut verzaubert.

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Trotzdem fand ich die schauspielerischen Leistungen eigentlich alle okay, aber Zhang Zhiyi ragt ja wohl klar heraus. Hammer!

Guckt sie euch an! Wow! :D

http://cineman.ch/movie/img/7613/still1.jpg

Ein Film für die Sinne! ;-)

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