Boards Of Canada - Inferno

MickHead

22.04.2026 - 16:54

Das schottische Electronic Duo "Boards Of Canada" aus Cullen, Moray, kündigt für den 29.05. das 5. Studioalbum "Inferno" an. Es folgt auf "Tomorrow's Harvest" von 2013.

"Inferno" bei Bandcamp:

https://boardsofcanada.bandcamp.com/album/inferno

MickHead

22.04.2026 - 23:46

Wie üblich bei BoC gibt es außer dem Cover und der Tracklist mit 18 Songs, darunter Titel wie „Somewhere Right Now In The Future“, „You Retreat In Time And Space“ und „Hydrogen Helium Lithium Leviathan“, nicht viele konkrete Informationen. Der letzte Woche auf YouTube veröffentlichte Track trug lediglich den Titel „Tape 05“, was auf „Father And Son“ hindeuten könnte, aber wir müssen abwarten. Quelle: BV

"Tape 05 aka Father And Son?"

https://youtu.be/6bghDcbzfEU?si=0glbla8cPlgOeFBv

Vennart

23.04.2026 - 15:01

So eine wunderbare Nachricht, ich freue mich SO auf dieses Album!
Was für ein Musikjahr!

Felix H

23.04.2026 - 15:10

Wird schwierig für die anderen Geburtstagsgeschenke dieses Jahr, das zu toppen. (:

Watchful_Eye

23.04.2026 - 15:18

Ich hatte vorher gewitzelt, dass das Album der "Soundtrack zum nahenden Atomkrieg" wird, und jetzt deuten Album und Titel tatsächlich in sehr unsubtiler Weise darauf hin.

Eine so offene Dramatik gab es so noch nie bei BoC. Ich frage mich, inwieweit das auch den Sound des Albums prägen wird.

sizeofanocean

23.04.2026 - 15:42

wäre schön, wenn sie außer Ambient auch mal wieder die Beats etwas mehr für sich entdecken

joseon

01.05.2026 - 12:17

Bin bei der Listening Session im Silent Green dabei, yay!

joseon

07.05.2026 - 16:04

Introit / Prophecy At 1420 MHz:

https://www.youtube.com/watch?v=74NluS3jzTo

nörtz

07.05.2026 - 16:27

Genau mein Fall, diese Sounds. 9/10 incoming.

Watchful_Eye

07.05.2026 - 16:30

Ich mache das normalerweise nicht, aber ich glaub, ich bewahre mir den bis Release auf. :)

joseon

23.05.2026 - 12:32

Durfte es ja gestern bereits hören. Schon echt gut geworden. Trotz des Titels endet das Album eher positiv - und Beats gibt es auch ;)

MickHead

23.05.2026 - 19:34

CLASH gibt schon mal eine 9/10!

https://www.clashmusic.com/reviews/boards-of-canada-inferno/

Lateralis84skleinerBruder

26.05.2026 - 20:48

Bald ist es soweit. Vorfreude steigt

Vennart

28.05.2026 - 23:17

Freue mich sooo!

Watchful_Eye

29.05.2026 - 00:08

Ab gehts!

Watchful_Eye

29.05.2026 - 00:38

Ich fühle mich bestätigt, was meinen Post vom 23.4. angeht.

Das Teil ist apokalyptisch af.

MickHead

29.05.2026 - 09:50

Jetzt komplett bei Bandcamp:

https://boardsofcanada.bandcamp.com/album/inferno

Kulturnews.de

https://kulturnews.de/inferno-von-boards-of-canada-es-wird-gruselig/

Lateralis84skleinerBruder

29.05.2026 - 10:52

Cool die „rappenden“ vocal samples.

Deep Time…imagine BoC beerben Hans Zimmer bei seinen Beiträgen zu Chris Nolans Filmen

boneless

30.05.2026 - 19:42

Es gibt kaum ein Album, auf das ich zuletzt so hingefiebert habe. Die Nachricht zur Veröffentlichung von Inferno erwischte mich wie so viele vollkommen aus der Kalten. Album vorbestellt, dann hieß es warten. Das Gute an der Sache war ja, dass BoC eine derartige Info mal so eben random in die Runde geworfen haben, 4 Wochen vor dem Release. Bedeutet: kein halbes Jahr oder länger warten. Das hat die ganze Sache deutlich erträglicher gemacht.

Gestern dann ist das Vinyl eingetroffen. Ich habs via Mail auf Arbeit mitbekommen: beim Nachbarn abgegeben. Yes. Nach einer extrem anstrengenden Woche kam das dem Jackpot gleich. Trotzdem hab ich die Platte nicht direkt gehört, sondern heute auf den perfekte Moment gewartet: Später Nachmittag, Fenster geöffnet, leicht bewölkt, die Sonne verabschiedet sich langsam. Ich war echt aufgeregt, als ich das Vinyl auf den Teller gelegt habe. Dann gings los. Meine Erwartungshaltung absolut riesig. Knackser, Einlaufrille... Introit.

Jetzt bin ich gerade bei Track 13 (Deep Time) und kann nicht fassen, wie gut dieses Album geworden ist. Was die Brüder Sandison hier zusammengeschraubt haben, spottet jeder Beschreibung. Ja, der Titel kommt nicht von ungefähr. So (unterschwellig) düster klang noch kein BoC Album. Dennoch wird auch Inferno von diesen einzigartig warmen Soundteppichen getragen, die nun mal unverwechselbar Boards of Canada sind und die schlicht glücklich machen. Dazu diese wunderbaren Beats und Melodien. Hach! Insgesamt ist Inferno für mich deutlich zurückhaltender als sein Vorgänger, aber nicht weniger intensiv. Ich finde es auch leichter zugänglich als Tomorrow's Harvest, welches viel verschachtelter daherkam. Inferno hat einen unglaublichen Flow, die Songs gehen ineinander über und erschaffen eine Atmosphäre, die bei mir ganz starke AOTY-Vibes triggert. Ja, ich bin einigermaßen euphorisch... :D So viel zu meinen ersten Eindrücken.

Old Nobody

30.05.2026 - 20:41

Schöner Beitrag @ boneless
Ich hab aufs erste Ohr zumindest auch den Eindruck, dass das ne sehr runde Sache geworden ist. Einzig die vocal Samples haben mich hier und da doch empfindlich gestört.

Old Nobody

30.05.2026 - 23:29

Into the magic Land hat das Zeug zum Karriere - Highlight ( bisher Roygbiv für mich) und dürfte bisher mein Song des Jahres sein. Gigantische Melodie

Huhnmeister

31.05.2026 - 00:05

Bin sehr gespannt, das Album zu hören, auch nach euren ausführlichen Berichten. Brauche aber dazu den richtigen Zeitpunkt. Das ist sicher keine Musik, die man so zwischen 2 Terminen hört, da braucht man 1 passendes Setting.

boneless

31.05.2026 - 00:10

Sehr gut. Wenn man Inferno nicht aufmerksam hört, rauscht es im Hintergrund durch. Das wäre wirklich schade.
Ich hab jedenfalls sehr Bock auf den nächsten Durchgang. Morgen/Heute dann.

Lucas mit K

31.05.2026 - 07:09

Bin auch mega gespannt und will, ähnlich Huhnmeister, auf den richtigen Moment warten.

Eliminator Jr.

31.05.2026 - 08:47

Ich habe mit dem Album seit Freitag viel Zeit verbracht (direkt vier mal auf Arbeit durchgehört und gestern Abend dann aufmerksam mit Kopfhörern) und bin bislang ebenfalls begeistert. Total einnehmende Atmosphäre und ein sehr starker Flow, der das Album zusammenhält.

Highlight haben sich bis auf das zum Heulen schöne Deep Time noch keine herauskristallisiert. Ich glaube das Album hat davon einfach zu viele.

Clown_im_OP

31.05.2026 - 10:56

Leute mit Zugriff auf die Performing Right Society Database berichten, dass es sich bei dem Album quasi um ein Soloalbum von Mike Sandison handelt - bei der hälfte der Songs sind die Publishing-Rechte zu 90 % auf Mike und 10 % auf Marcus verteilt, beim Rest 100 % Mike.

Lateralis84skleinerBruder

31.05.2026 - 13:27

Um das einzuschätzen und in Relation setzen zu können, müsste man die Verhältnisse der anderen Alben vergleichen.

Clown_im_OP

31.05.2026 - 19:03

So ziemlich 50:50.

Vennart

31.05.2026 - 19:19

Bisher scheint es mir auch so, als würden die haushohen Erwartungen erfüllt werden.
Muss aber erstmal noch mehr in das Album abtauchen.

boneless

01.06.2026 - 22:19

Das Album ist der reine Wahnsinn. Ich habe meiner Euphorie nach dem ersten Hören ja leicht misstraut, aber weitere Durchgänge bestätigen die Brillanz von Inferno. Es ist wirklich verrückt, die 67 Minuten hüllen mich in ein trügerisches Ambiente zwischen warmem Wohl- und kühlem Unbehagen, ausgelöst durch dunkle Untertöne, welche Inferno durchdringen wie ein leises Gift. Ich finde in diesem Zusammenhang auch die Sprachsamples perfekt platziert. Ich bin ja sonst kein großer Freund davon, aber auf diesem Album passen sie optimal ins Bild. Bis jetzt konnte ich keinen auch nur mittelmäßigen Track ausmachen, Highlights zu nennen ist deshalb ebenfalls schwierig, weil alle Tracks so erstklassig ineinander übergehen, dass man oft gar nicht weiß, wo man sich gerade befindet auf diesem herrlichen Soundteppich. Aber so spontan würde ich die ersten 3 Songs + Naraka, Word Becomes Flesh und Blood In The Labyrinth nennen. Jene stechen aber nur marginal heraus, denn Inferno ist ein Album im besten Sinne des Wortes. Die AOTY-Vibes werden übrigens beständig stärker...

Old Nobody

01.06.2026 - 23:25

Ich gehe inzwischen wohl über die 9/10, die das Album hier ja wahrscheinlich auch bekommen wird, hinaus Musste mich da ja erst ein bisschen reinwühlen und bin dabei einige Male bei verschiedenen Stücken hängengeblieben weil die wirklich unfassbar toll sind. Und es sind inzwischen einige Hördurchgänge. Diesem unfassbar dichten Fluss kann ich mich nur schwer entziehen. Das Werk entfaltet sich immer mehr.
Highlights bisher allen voran into the magic Land, das ist ein 11/10 Track.
Memory Death, Deep time und you retreat in time and Space sind ebenfalls fantastisch.
Mich stört immer noch ein bisschen der sprachteil bei father and son und in der zweiten Hälfte von naraka( starker Beginn ), aber das fällt immer weniger ins Gewicht.

Ich glaube ich wünschte mir der Rezensent oder die Rezensentin des Albums hätte sich ein Herz genommen und hier die 10 gezückt, denn eine so hohe Dichte und Intensität gepaart mit der wunderbar düsteren Stimmung, die sich hier durch den ganzen Flow zieht, muss man auf einem Album mit so einer langen Laufzeit erstmal hinbekommen. Zumal ich mir wünschte, es würde nicht enden.

Enrico Palazzo

02.06.2026 - 07:49

Bisher hat sich mir leider überhaupt nicht erschlossen, was daran so grandios sein soll :/ Ich habe es bisher 2x versucht und etwas gelangweilt (und von den Sprachsamples genervt) nach einigen Songs aufgegeben - beide Male spazierend und mit Kopfhörern. Ich muss aber dazu sagen, dass ich bisher null Berührungspunkte mit Boards of Canada hatte.

ABER ich gebe nicht auf! Ich werde es jetzt immer mal wieder in unterschiedlichen Situationen auflegen und gucke mal, was passiert. Vielleicht klickt es ja, wenn ich es nebenbei über Boxen laufen lasse und erstmal gar nicht genau hinhöre.

mare

02.06.2026 - 08:06

Ich bin da bei Enrico und vor allem der Guardian-Kritik (habe bei all dem Hype schon an meinen Ohren gezweifelt und war froh, wenigstens zwei nicht überschwänglich positive Kritiken zu lesen).

Es fühlt sich auf unangenehme Weise nach "more of the same" und zu großen Teilen sehr rückwärtsgewandt (Synthwave?!) an. Stellenweise sogar fast peinlich ("Hare Krishna" bzw. eigentlich alle Vocal Samples). Allerdings hat das Album durchaus schöne Momente (Track 6 bis 9 (bevor das Sample bei "Naraka" alles versaut), 11, 13, 15), weshalb auch ich es eventuell weiter probieren werde. Oder auch nicht, da meine BOC-Zeit vielleicht einfach vorbei ist und es spannendere, zeitgemäße elektronische Musik gibt ...

Leicht enttäuscht,
mare

nörtz

02.06.2026 - 09:48

Was wäre denn spannendere und zeitgemäße elektronische Musik?

mare

02.06.2026 - 10:37

Ich hätte es durch die Einschränkung "für mich" auch etwas weniger harsch formulieren können. Sorry dafür.

Aber hier einige mehr oder weniger frische Favoriten, die vielleicht grob auch in den Stimmungskosmos von BOC passen (moody/brainy):

Ciro Vitiello – notes from the air
Velv.93 – Maidstone
OHYUNG – IOWA
Voice Actor & Squu – Lust (1)
Pavel Milyakov & Lucas Dupuy – Heal
SSIEGE – Beautiful Age
Merely + Malibu – Essential Mixtape
PAN-AL – Terrain

Viel Spaß, falls diese wirklich angetestet werden sollten :)

nörtz

02.06.2026 - 11:00

Danke. Ich höre da mal rein.

ijb

02.06.2026 - 11:22

Ich hätte es durch die Einschränkung "für mich" auch etwas weniger harsch formulieren können. Sorry dafür.

Ach was, ich denke nicht, dass es diese Entschuldigung braucht. :-)
Dass die Aussagen in einzelnen Kommentaren immer die individuelle Sichtweise der Person, die sich da äußert, ist ja jedem denkenden Forumsmitkommentierendem klar.

Danke von meiner Seite auch für die interessanten Namen, die mir komplett unbekannt sind.
Ich würde spontan zusätzlich noch in den Ring werfen:
Saba Alizadeh, Barker, Shackleton
und hier grad eine Aufzählung der "the best electronic albums of the year so far":
https://www.instagram.com/p/DYgqAkkjWBS/?img_index=1
Mixmag hat auch immer coole Empfehlungen:
https://mixmag.net/feature/best-dance-electronic-rap-albums-eps-mixtapes-2026

mare

02.06.2026 - 14:59

Danke auch für die Listen! Einige spannende Sachen drin. Besonders die "Bborn Again" von PPP hat es mir auf Anhieb angetan.

Dennis R.

02.06.2026 - 15:28

Nach so langer Pause wirklich ein bemerkenswert starkes Album. Gleichzeitig ein konsequentes Pflegen des eigenen Trademark-Sounds. Hätte mir ein bisschen mehr Veränderung und weniger Retroorientierung gewünscht. Und vor allem weniger Samples. Tracks wie "Father and son" balancieren imho gefährlich nah an der Grenze zur Selbstparodie.

"Introit / Prophecy at 1420 MHz" und "Blood in the labyrinth" sind meine Favoriten. Ich hätte 8/10 gegeben. Und weiß selbst nicht, welche Bewertung morgen kommen wird - auch wenn ich natürlich eine starke Vermutung habe. ;-)

Glufke

02.06.2026 - 21:06

Ich hab es jetzt zwei Mal probiert, aber da packt mich wirklich gar nichts. Die Samples nerven mich auch, obwohl mich sowas oft kriegt. Hab im Rahmen der 00er-Aktion auch mal in die Klassiker reingehört, aber das hat leider auch nicht gefunkt. Das Artwork ist aber sehr cool.

Hierkannmanparken

03.06.2026 - 15:20

Die Stimmung ist echt einmalig. Mal unheimlich, mal schräg, und dann plötzlich dermaßen belohnend. Bislang sind meine Highlights:

Age of Capricorn: Die erste Minute ist mulmig, nicht ganz klar, was passieren wird. Wenn dann die Bassgitarre einsetzt, kriege ich sofort Gänsehaut. Das ist so ein belohnender Moment, weil das mulmige Gefühl wie erlöst wird. Dann obendrauf noch dieser Sprachsample, das passt so gut!

Father and Son: Der Song wirkt so, als würden sich mindestens zwei KIs miteinander unterhalten. In manchen Momenten kann ich drüber lachen (yOu GoNnA cAlL hIm A lIaR - nO Im NoT cAlLiNg HiM a LiaR), größtenteils ist der Song aber einfach unheimlich.

Blood in the Labyrinth: Vor allem ab der Stelle, wo diese Sitar einsetzt. Ich mag, wie sich die volle Wucht erst auf dem zweiten Akkord entfaltet.

Hierkannmanparken

03.06.2026 - 15:24

Also generell fallen mir sehr viele Momente auf, in denen sie Trostlosigkeit im Handumdrehen in etwas Wunderschönes verwandeln. Into the Magic Land und Deep Time sind auch Beispiele dafür.

Old Nobody

03.06.2026 - 16:01

Fantano gibt nur ne 6. Uff.


@mare:

Danke auch von mir für Deine Tipps.

Ich hab ansonsten jetzt mehrfach etwas von Retro und Rückwärtsgewandheit bzgl dieses Albums gelesen.
Ich hingegen habe den Eindruck,dass die Sounds etwas zeitloses haben.So zeitlos,wie ich etwa auch das BOC Stück Roygbiv finde.
Woran machst Du das denn fest,dass die Musik nicht zeitgemäß klingt? Ich finde das durchaus interessant denn ich frage mich in dem Zusammenhang als jemand,der ja selbst zahlreiche Ambient Alben releast hat,auch selbst wie modern das eigentlich ist,was ich mache oder in welchem Bereich von Ambient man meine Musik einsortieren würde und in welche Kategorie nun Inferno gehört. Falls Kategorien und Genres nicht eigentlich eh Schall und Rauch sind und nur wichtig ist,ob es gefällt.Woran kann man festmachen,dass etwas eindeutig nicht in die Zeit passt? Daran,dass BOC in den 90ern schon so geklungen haben? Aber was ist mit zeitlosem Trademark? Kannst Du da bitte Deine Gedanken dazu näher erläutern?

mare

03.06.2026 - 16:50

Ich habe diesbezüglich tatsächlich auch noch viel nachgedacht und du stellst gute Fragen, die ich nur schwer bzw. nicht eindeutig beantworten kann.

Zunächst muss ich in Bezug auf „Inferno“ sagen, dass es in meinen Ohren weniger zeitlos klingt als z.B. „Tomorrow's Harvest“, welches für mich noch immer fantastisch funktioniert. Und dies mache ich wiederum an den punkten fest, die ich oben schon umrissen habe: Dass sie auf einigen Stücken zu sehr nach Synthwave oder recht einfachem IDM klingen. Und andererseits liegt es vor allem auch an der Wahl und der Einarbeitung der Vocal Samples. Die klingen für mich tatsächlich etwas oll und plump. So richtig kann ich den Finger aber auch noch nicht in die Wunde legen. Es dürften Nuancen sein, warum es hier nicht funktioniert, ähnliche Elemente auf einem anderen BOC-Album oder Alben von Genre-Vertretern (die sich ja wiederum auch irgendwie auf BOC & Co. beziehen) dann aber schon.

Armin

03.06.2026 - 20:46- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

9/10, "Album der Woche"!

Meinungen?

boneless

03.06.2026 - 21:46

Schön, hier auch gegenteilige Meinungen zu lesen. Sowas hält den Thread und die Diskussion am Laufen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Inferno nicht dazu da ist, neue Fans zu generieren, sondern es ist ein Album für diejenigen, die schon seit langem dabei sind. Diese ganz spezielle BoC Magie spürt und liebt man, oder eben nicht. Dabei sind BoC für mich schon von Anfang an nostalgisch verhaftet gewesen. Da schwang immer diese Sehnsucht nach dem mit, was war und nicht mehr ist. Gerade das hat dieses Duo immer schon einzigartig gemacht. Hinzu kam dann dieses sehr schwelgerische Element, welches schlussendlich mit Dayvan Cowboy zur absoluten Perfektion getrieben wurde.
Inferno ist für mich einfach ein perfektes Album im KI-Zeitalter. Wird ja auch von Felix in seiner schönen Rezi angeschnitten. Ich würde hinsichtlich dieser Thematik noch einen Schritt weiter gehen und sagen: größer könnte der Mittelfinger Richtung KI gar nicht sein. Denn die beste Computermusik werden immer Menschen erschaffen und Inferno ist das Paradebeispiel dafür.

Mehr davon

03.06.2026 - 22:06

Eine tolle Rezension für ein fantastisches Album.
Naraka ist für mich ein Jahrhunderttrack.
Was hat zur 10/10 gefehlt?
LG
Lutz

Enrico Palazzo

03.06.2026 - 22:37

Ich wiederum kann mich an keine 9/10 erinnern, die ich weniger nachvollziehen kann als diese. Ich habe es heute nochmal versucht: absolut nix. Ich bin und bleibe auch bei der Guardian-Bewertung.

Huhnmeister

03.06.2026 - 22:59

@Enrico: Ich schätze, Ihnen fehlt da einfach der intellektuelle Zugang.

Watchful_Eye

04.06.2026 - 03:21

Starke Rezi. Ich verstehe und beurteile das Album ähnlich wie der Rezensent. Bei den Highlights gehe ich auch mit. (Was nicht heißen soll, dass eine gute Rezi mir inhaltlich zustimmen muss.)

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