Peter Gabriel - i/o

OMalley

05.07.2023 - 14:52

Bisher nicht so meins. Nicht schlecht, aber zündet nicht. Komisch, dass er einen Titel veröffentlicht, den er live gar nicht spielt, andere Sachen live bringt, sie aber nicht veröffentlicht. Komisches Prinzip überhaupt.

NeoMath

05.07.2023 - 15:00

Ich finde diese VÖ-Kultur eher nervig. Ich will entweder das ganze Album oder er soll warten. Dieses Häppchenweise übers jahr verteilt macht für mich keinen Sinn. Schon klar, dass damit eine Marketing-Strategie verfolgt wird, die geht aber aus meiner Sicht nicht wirklich auf. Ich hab schon gar kein Bock mehr aufs Album, weil das alles so zerhackt wird.

The MACHINA of God

28.07.2023 - 13:22

Wieviel Songs von wieviel sind schon raus?

dreckskerl

28.07.2023 - 13:39

7 Songs sind veröfentlicht.

Panopticon
The Court
Playing For Time
I/O
Four Kinds Of Horses
Road To Joy
So Much

5 weitere folgen noch.

dreckskerl

28.07.2023 - 13:42

Playing For Time, So Much und Four Kinds Of Horses finde ich absolut großartig.

OMalley

28.07.2023 - 18:06

Ops, gibt wieder ein Lied...ich habe nach dem öden road to joy das Interesse verloren.

dreckskerl

01.08.2023 - 15:27

Und schon wieder Vollmond:

Olive Tree

https://www.youtube.com/watch?v=lBUZ1xnkOPo

Klingt als wäre Gabriel Ende der 80er nochmal bei Genesis eingestiegen. Prog-Pop, sogar mit Phil Collins Gedächtnis Bläsersätzen. Sehr unterhatsam.
Geiler Bass von Levin und Gabriels Stimme klingt unglaublich gut.

Socko

01.08.2023 - 15:39

@DRECKSKERL
Der Vergleich ist tatsächlich nicht unpassend

embele

03.08.2023 - 22:38

Mich erinnert der Song total an Paul Simon. Fröhlich, flott und lebensbejahend.

Affengitarre

03.10.2023 - 14:40- Newsbeitrag



‘I’d had a call from Skrillex, who’s a very talented musician, and I thought it would be interesting to see what he had in mind, so he came to my home studio and we sat down and talked and tried to evolve bits and pieces and it was mainly for this song. He was trying to encourage me to write a song about staying up all night in a night club and that sort of thing, but that’s not really my life so I made it more about family and home and I like it. Though we took the song in this other direction it was an interesting experience nonetheless, and I think it is good for me to be taken outside my normal comfort zone sometimes.’

The MACHINA of God

05.10.2023 - 15:29

Sorry, aber es nervt echt nur noch. Kann er nicht einfach das Album rausbringen?

Mr Oh so

05.10.2023 - 16:29

Dass Gabriel auch im fortgeschrittenen Alter immer neue Wege geht, spricht erstmal für ihn. Eigentlich eine interessante Idee, die Veröffentlichung über ein Jahr (?) hinzuziehen. Sich bewusst gegen die vorherrschende "Sofortkultur" zu stellen. Und dabei jeden einzelnen Song zu zelebrieren. Man würde vermuten, dass man sich über jeden neuen Song freut und sich umso intensiver mit diesem beschäftigt.

Allerdings funktioniert das auch bei mir nicht. Ich finde es selbst blöd, dass ich so old-school denke, aber ich will eigentlich nur ein ordentliches Album. Die Vorabsingles höre ich mir schon lange nicht mehr an.

dreckskerl

05.10.2023 - 20:48

Ich habe mich in diesem Thead auch schon darüber aufgeregt und mokiert, es aber inzwischen hingenommen und freue mich auf jeden Song.
Er ist nun mal mein all time Hero und die Songs sind einfach gut bis großartig. Ich liebe diese Stimme und er klingt sensationell
.
Es ist ja bald vorbei. :-)

Mr Oh so

05.10.2023 - 21:00

Es ist ja bald vorbei. :-)


Wer weiß - vielleicht kommen jetzt noch 12 B-Seiten im Twilight-Mix? ;-)

Quirm

18.10.2023 - 13:04

Endlich. Release des ganzen Albums (beide Versionen separat oder zusammen) ist am 01.12.2023.

Quelle: Newsletter und Bandcamp

Socko

18.10.2023 - 13:22

Jetzt will ich nicht mehr. Ätsch!

joseon

18.10.2023 - 13:34

Puh, ganz schön gesalzene (Vinyl) Preise, zumal man da gleich doppelt zur Kasse gebeten wird. Nehme dann wohl die CD Variante.

Klaus

18.10.2023 - 13:38

Tracklist:
CD | Digital *
Panopticom
The Court
Playing for Time
i/o
Four Kinds of Horses
Road to Joy
So Much
Olive Tree
Love Can Heal
This Is Home
And Still
Live And Let Live

*LP running order varies slightly (see website)

"(beide Versionen separat oder zusammen) ist am 01.12.2023."

Das Vinyl-Box-Set kommt am 08.03.2024

Armin

18.10.2023 - 18:48- Newsbeitrag

PETER GABRIEL
NEUES ALBUM "i/o"
AM 01.12.2023



Peter Gabriel kündigt alle Details zu „i/o“ an – seinem ersten Album mit neuem Material seit über 20 Jahren



VÖ: 01. Dezember 2023



Das 12-Track-Album erscheint in zwei Stereo-Mixen als Doppel-CD-Package und jeweils separat als Doppel-LP



‘After a years-worth of full moon releases, I’m very happy to see all these new songs back together on the good ship i/o and ready for their journey out into the world.’ – Peter Gabriel





Nach einem Jahr, in dem Peter Gabriel zu jedem Vollmond einen neuen Song veröffentlicht hat und quer durch Europa und Nordamerika vor begeistertem Publikum gespielt hat, erscheint am 01. Dezember das langerwartete neue Studioalbum i/o.

i/o besteht aus zwölf Tracks von Anmut, Schwere und Schönheit die nicht nur Gabriels Fähigkeit, packende Songs zu schreiben, ungebrochen zeigen, sondern auch seine aufregende Stimme. Im Verlauf des Albums berühren die klugen, nachdenklichen – oft auch zum Nachdenken anregenden – Songs thematisch das Leben und das Universum. Die Verbindung mit der Welt um uns herum ist ein wiederkehrendes Motiv auf i/o („I’m just a part of everything“, heißt es im Titeltrack). Aber auch das Vergehen der Zeit, Sterblichkeit und Trauer tauchen immer wieder auf und berühren dabei Themen, die von Ungerechtigkeit und Überwachung bis zu den Wurzeln des Terrorismus reichen. Aber i/o ist keine pathetische Platte. Trotz aller Reflexion ist die Stimmung nie bedrückt. Das Album ist musikalisch ausschweifend, oft durchsetzt von Momenten der Freude und letztlich voller Hoffnung, abgerundet durch den furios-optimistischen Schlusssong Live And Let Live.

i/o wurde zum größten Teil in den Real World Studios und Gabriels Heimstudio aufgenommen. Die lange Entstehungszeit ist auch in Zusammenhang mit dem Umfang der Besetzungsliste zu sehen. Gabriel hat seinen engen Kreis an Vertrauten um sich behalten, wodurch Gitarrist David Rhodes, Bassist Tony Levin und Drummer Manu Katché erneut glänzen. Mehrere Songs tragen die Handschrift des langjährigen Weggefährten Brian Eno. Weitere Beiträge stammen etwa von Richard Russel, Pianist Tom Cawley, Josh Shpak und Paolo Fresu an der Trompete, Cellistin Linnea Olsson und Don E. am Keyboard. Gabriels Tochter Melanie steuert wie auch Ríoghnach Connolly (The Breath) Backing Vocals bei. Richard Chappell, Oli Jacobs, Katie May und Richard Evans, alle aus dem regelmäßigen Real-Word-Umfeld, verantworten Programming und diverse weitere Instrumente. Außerdem sind der Soweto Gospel Choir und der schwedische Männerchor Oprhei Drängar sowie das New Blood Orchestra unter der Leitung von John Metcalfe zu hören.

Als jemand, der dafür bekannt ist, Grenzen zu überschreiten, veröffentlicht Gabriel mit i/o nicht einfach nur ein Dutzend Songs. Alle zwölf Stücke kommen in je zwei Stereo-Mixen, dem Bright-Side Mix von Mark „Spike“ Stent und dem Dark-Side Mix von Tchad Blake. „Tchad und Spike sind zwei der Größten auf ihrem Gebiet und sie geben den Songs definitiv einen jeweils anderen Charakter. Tchad ist eher eine Art Bildhauer, der eine Erfahrung baut aus Klang und Drama. Spike liebt Sound und das Zusammensetzen von Bildern. Er ist mehr Maler.“ Beide Versionen sind auf dem Doppel-CD-Package enthalten und alternativ als jeweilss separate Doppel-LP erhältlich. Mit dem In-Side Mix in Dolby Atmos von Hans-Martin Buff, der, so Gabriel, „eine wundervolle Arbeit dabei geleistet hat, diese viel dreidimensionaleren Mixe zu schaffen“, gibt es sogar noch eine weitere Version. Sie ist im 3-Disc-Set als Bluray enthalten.

Mit der Idee, Visual Artists einzubinden, um stets ein Kunstwerk zur Begleitung neuer Musik zu machen, wird eine Idee fortgeschrieben, die schon bei US und UP umgesetzt wurde. Jedes der zwölf neuen Stücke wurde an einen bekannten Künstler oder eine bekannte Künstlerin gereicht, um eine dazugehörige Arbeit zu kreieren, ob Gemälde, Fotografie, Skulptur oder gar Knete. Mit Ai Weiwei, Nick Cave, Olafur Eliasson, Henry Hudson, Annette Messager, Antony Micallef, David Moreno, Cornelia Parker, Megan Rooney, Tim Shaw, David Spriggs und Barthélémy Toguo entstand so ein überaus beeindruckendes Team von Partnerinnen und Partnern. Eine weitere visuelle Verbindung zu Peters vergangenen Alben entsteht durch das Coverfoto. Nadav Kander machte die Aufnahme, die an frühere Motive erinnert, auf denen Gabriel – mit Ausnahme von „So“ – ebenfalls präsent, aber auf faszinierende Weise unkenntlich gemacht oder verfremdet wurde.

Und während diese Echos der Vergangenheit durch das neue Album hallen, ist i/o im Grundsatz doch eine Platte des – und für das – Hier und Jetzt. Viele der Themen mögen zeitlos sein. Aber sie sind auch Warnungen, dass unsere Zeit abläuft, sowohl auf den Planeten als auch auf uns selbst bezogen. Oder, wie Gabriel auf „So Much“ singt: „This edition is limited“.

Das lange Warten hat sich gelohnt. i/o ist ein weiteres triumphales Album.

Tracklist:
Panopticom
The Court
Playing for Time
i/o
Four Kinds of Horses
Road to Joy
So Much
Olive Tree
Love Can Heal
This Is Home
And Still
Live And Let Live


Formate:

PGLP21 2LP Bright-Side Mix
2LP black vinyl, 33rpm. Gatefold jacket, obi-strip, 32page booklet and hi-res download card.

PGLPX21 2LP Dark-Side Mix
2LP black vinyl, 33rpm. Gatefold jacket, obi-strip, 32page booklet and hi-res download card.

PGCD21 2CD Bright-Side Mix | Dark-Side Mix
2CDs, one Bright-Side Mix, one Dark-Side Mix. 6panel digi-pack, with obi-strip and 32page booklet.

PGCDBR21 2CD+Blu-ray Bright-Side Mix | Dark-Side Mix | In-Side Mix
2CDs one Bright-Side Mix, one Dark-Side Mix. 1Blu-ray with the In-Side Mix (Dolby Atmos) and 24/96 hi-res stereo mixes. 8panel digi-pack, with obi-strip and 32page booklet.

PGBOX21 4LP, 2CD, 1Blu-ray Bright-Side Mix | Dark-Side Mix | In-Side Mix *
Foil blocked, clamshell box with obi-band. Bright-Side and Dark-Side Mixes across 4 pieces of black vinyl, 33rpm. 2CDs one Bright-Side Mix, one Dark-Side Mix. 1Blu-ray with the In-Side Mix (Dolby Atmos) and 24/96 hi-res stereo mixes. Casebound book with expanded liner notes and a poster. *Release date 8 March 2024







Konsul

18.10.2023 - 21:34

2cd+br werde ich mir zulegen.

Mr Oh so

28.11.2023 - 19:25

Das Cover ist ja ziemlich hässlich.

The MACHINA of God

28.11.2023 - 19:36

Ist das das mit dem bunten Kreis? Finde ich bis auf den weißen "Rahmen" eigentlich sehr schön.

Saschek

29.11.2023 - 14:46

Also - das offizielle Album-Cover ist das mit dem schwarz-Foto von Gabriel. Ich für meinen Teil mag es.

The MACHINA of God

29.11.2023 - 15:12

Ah ok. Hmm, also diese Montage (oder Doppelbelichtung?) mit den Händen wirkt irgendwie komisch. Hätte ich als "normales" Foto schöner gefunden.

Armin

30.11.2023 - 22:43- Newsbeitrag

Frisch rezensiert.

"Album der Woche"!

Meinungen?

Old Nobody

30.11.2023 - 23:26

Ich weiß nicht, höre da zwar immer wieder gute Stellen raus,aber in fast jedem Song gibt es etwas,was mich stört, was mich rausreißt.Die Strophe bei The Court zB,die mag ich so gar nicht.Hat diesen total sterilen Sound irgendwie.Dieses sterile hat er öfters,ist auch nicht neu,fällt mir hier aber negativ auf.

tumbleweed

01.12.2023 - 10:10

2002. Ein guter Teil unserer Leserschaft war in diesem Jahr noch nicht einmal geboren"

Hahaha...der war gut. Ist doch das Forum der alten weißen Männer hier ;D

The MACHINA of God

01.12.2023 - 11:05

Hahaha, tumbleweed wieder voll subversiv... "alte weiße Männer" kennste?... verstehste?.... wokegutmenschencancelculture und so...

The MACHINA of God

01.12.2023 - 11:06

Schön, dass das Album endlich mal da ist. Hab eigentlich nur 2 Songs gehört und das vor gefühlt 2 Jahren. Wird heute mal beim Winterspaziergang eingelegt.

Elbowsneeze

01.12.2023 - 11:54

Ich freue mich wirklich sehr auf nachher. Sogar Album der Woche geworden! Werde es mir heute Abend definitiv anhören und kenne bisher nur einen Song, den ich mir allerdings auch nur 1 Mal (vor ca. 6 Monaten?) angehört habe. Aber Gabriel ist für mich eine Bank, enttäuscht hat er mich bisher noch nie.

MM13

02.12.2023 - 14:17

hab mir die songs vorab nicht angehört, bin jetzt vom album voll begeistert,ob mir jetzt bright- oder darkside besser gefällt? keine ahnung, hält sich wohl die waage.werde wohl noch zusätzlich die 4er vinylbox bestellen, wieso gibts die eigentlich erst ab märz?

The MACHINA of God

07.12.2023 - 17:44

Endlich kann man es mal komplett anhören. Bin nach zwei Durchgängen sehr angetan. Aber das war ja klar. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

The MACHINA of God

07.12.2023 - 17:46

Das Ende von "Playing for time". Hach...

Zappyesque

07.12.2023 - 18:00

Schon echt schmalzig das Album. Gefühlt hätte auch fast jeder Song halb so lang sein können - ganz viele Cliché-behaftete B-Teile - ein Paradebeispiel dafür ist die eigentlich wunderschöne Randy Newman Hommage "Playing For Time" (die mMn mit den besten Newman Stücken mithalten kann). Aber wie schön wäre es gewesen, wenn der Song nach knapp vier Minuten enden würde - was da ab 4:40 passiert macht das Vorherige für mich kaputt. Und wieso nach einem so extensiven Polier- und Raffinierprozess im Titeltrack noch Lyrics wie: "Stuff coming out, stuff going in / I'm just a part of everything" den Ausschlussprozess überstehen verstehe ich auch nicht. Und einige der Stücke hätten auch in 90ern schon ein bisschen angestaubt geklungen, will ich meinen, nein?

Ich konzentriere mich natürliche auf negative Aspekte. Eigentlich beachtlich was der Typ in dem Alter noch raushaut, das schaffen die meisten seines Jahrgangs schon ne Weile nicht mehr.

Tendiere zum Bright-Side Mix auf Albumlänge - der Dark-Side Mix ist etwas aufdringlich, teilweise noch Stückwerk und im Sound nicht so in sich geschlossen.

The MACHINA of God

07.12.2023 - 18:01

ganz viele Cliché-behaftete B-Teile

Ist ein B-Teil nicht der Refrain bei dem Standard-Format?

was da ab 4:40 passiert macht das Vorherige für mich kaputt.

Siehste, genau das mag ich an dem Song, siehe vorherigen Beitrag.

Mr Oh so

07.12.2023 - 18:05

Und wieso nach einem so extensiven Polier- und Raffinierprozess im Titeltrack noch Lyrics wie: "Stuff coming out, stuff going in / I'm just a part of everything" den Ausschlussprozess überstehen verstehe ich auch nicht.

Hä?? Das ist ne geniale Zeile. Was soll daran schlecht sein?

Zappyesque

07.12.2023 - 18:05

Siehste, genau das mag ich an dem Song, siehe vorherigen Beitrag.

Ups :D Ja, Geschmack ist halt am Ende ganz individuell, wa? :)

Ist ein B-Teil nicht der Refrain bei dem Standard-Format?<i/>
Strenggenommen schon - jup. Aber du weißt ja was ich meine :)

Zappyesque

07.12.2023 - 18:06

Hä?? Das ist ne geniale Zeile. Was soll daran schlecht sein?
Ich finde das sehr banal und plump ausgedrückt. Aber das geht mir grundsätzlich mit der Hälfte der Peter Gabriel Texte so...

Mr Oh so

07.12.2023 - 18:12

Soll's ja in dem Moment auch sein. Die Vokabel "Stuff" drückt ja genau dieses Banale, Plumpe aus.

Ich hatte die Zeile beim Konzert einmal gehört (!!) und sie ging mir monatelang nicht mehr aus dem Kopf. Das ist schon auch mal ne Qualität. Wie er mit einer Zeile eine ganze Geschichte erzählt und den Song auf den Punkt bringt, das ist schlicht weltklasse.

dreckskerl

14.12.2023 - 18:41

Ich habe das Album im Laufe des Jahres, wie von Gabriel gedacht, Vollmond für Vollmond häppchenweise entdeckt, so dass Ende November nur noch der closing Track fehlte.
Auch wenn nicht jeder Song bei mir sofort gezündet hat, ergibt sich jetzt als Ganzes ein großartiges Alteswerk.
Meine Befürchtung, dass man hört, dass es 20 Jahre in der Mache war ist nicht eingetreten und auch seine Fähigkeit catchy Hooks und Melodien zu komponieren zeigt er in beeindruckender Manier, nachdem „Up“ für meine Ohren in dem Punkt schwächelte.
Der Sound ist gewohnt oberstes Regal. Die Veschmelzung von eletronischen, akustischen und der symphonischen Parts ist herausragend.
Ich habe in diesem Thread bereits mehrfach betont, wie unglaublich gut Peters Stimme klingt. Dazu kommt, dass er auf die gleichen Musiker setzt mit denen er seit 40 Jahren zusammenarbeitet und seinen signature Sound kreierte.

Musikalisch ist das Album überraschend vielfältig. Es gibt Bezüge zu fast jeder Schaffensphase und erstaunlich viele Uptemponummern, neben epischen Balladen mit viel klassischen Elementen wie „Playing my time“ oder „And still“.

Ich kann manche Kritik nachvollziehen, die das ganze zu pathetisch, gar kitschig finden oder die lyrics teilweise zu simpel, oder gar das ganze Album für dated klingend halten.
Für mich ist das schlicht ein riesiges Fest nach 20 Jahren so viel berührende neue Songs meines all time Heros hören zu können.

Bezüglich „letztes“ Album...in einem Spiegel-Interview sagte er, „vorausgesetzt, es rafft mich nicht dahin, werde ich für das nächste Album aber keine zwanzig Jahre brauchen. Gerade habe ich, wenn Sie so wollen, sogar zwei verschiedene Gerichte im Ofen.“

Das Album hat viele Highlights, drei Songs die mir besondes nahegehen, werden in de Rezi gar nicht erwähnt: „“Playing for time“ „Four kinds of horses“ und „So much“.
Ich finde auch nicht, dass Tony Levin mit „irrwitzigen Läufen“ beeindruckt und man hört Manu Katche auch nicht an „Dutzenden von Instrumenten“ sondern „nur“ an den Drums. Beide natürlich sensationell, insbesondere Levin, ohne ihn wüde das ganze nicht so nach Peter klingen.

Ich vergebe 9/10 Punkten.



Urbsi

14.12.2023 - 18:46

Bei „Playing for time“ und „So much“ stapelt sich bei mir die Gänsehaut in mehreren Schichten. Seine Stimme klingt phantastisch! Das ist wirklich ein herausragendes Album. Ich hatte ja nichts erwartet, aber das bläst mich weg.

The MACHINA of God

14.12.2023 - 18:50

Kann mich besonders dreckskerl nur anschließen. Bin auch sehr angetan. Und mag speziell die ruhigeren Songs sehr.

Urbsi

14.12.2023 - 19:06

Habt ihr Unterschiede in den beiden Mixen festgestellt?

ijb

14.12.2023 - 19:34

Ich habe von den Vollmondsongs eigentlich wohl nur einen oder zwei so vor ca. 10 Monaten gehört, und wohl auch nur ein Mal... Jetzt das Album gekauft, aber direkt erstmal nicht angehört, weil eine Woche nicht zu Hause gewesen... Nun, da ich das Album so drei Mal durchgehört habe (nicht jeweils beide Discs, nur eine), stimme ich den sehr positiven Urteilen absolut zu. Es gibt da einen Song in der Mitte, der erinnert mich etwas stark an "Steam" (da bin ich hin und her gerissen, wie ich das finde), aber, ja, auch sonst habe ich zwar das Gefühl, dass da Referenzen an frühere Schaffensphasen "versteckt" sind, doch stechen die mir nie so markant ins Auge, äh Ohr, wie das z.B. bei Bowies "Next Day" der Fall ist (wertneutral gemeint). "Playing for time" ist doch z.B. auch so eine markante Eigenhommage, oder? Irgendwas von "Us"? finde auch echt stark, wie das im letzten Teil noch einmal eine neue Wendung nimmt. Souverän, klasse.

Ich denke auch, dass das Album ein absolut würdiges Kapitel in Peter Gabriels recht schmalem (Solo-)Studioalbum-Oeuvre ist. Toll, wie er da die verschiedenen Facetten seines Solowerks aufgreift und neu mischt.

Ob's die beiden (oder in der Deluxe Edition gar drei) Mixe gebraucht hätte? Kann ich bislang nicht recht beantworten. Vielleicht eher für die Fans.

Apropos Bowie: Blurs Album [auch erst kürzlich erworben] gefällt mir auch zunehmend so gut, weil es in seiner Melancholie doch enorm stark an Bowie erinnert. Keine Ahnung, wie deutlich Damon das bewusst angelegt hat, aber falls er es bewusst getan hat: Chapeau. Eindringlich.

ijb

14.12.2023 - 19:46

Ah, "Road to Joy" ist die Nummer, die ich meinte. Erinnert mehr an "Kiss the Frog" als an "Steam".

Luc

14.12.2023 - 19:56

"Four kinds of horses" ist mein Lieblingsstück, ich kann mich aber nicht zwischen bright und dark mix entscheiden. Haben beide was für sich.
Tolles Album.
Wächst und wächst.

ijb

14.12.2023 - 20:15

Von einem Alterswerk bleibt Peter Gabriel also auch mit 73 Jahren noch weit entfernt. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht ausprobieren möchte, ob das alles auch noch mit 94 Jahren funktioniert.

Da ja gern auf die 21 Jahre hingewiesen wird:
Wenn man's genau nimmt, hat sich die Veröffentlichungszeit zwischen PGs "normalen Soloalben" (Soundtracks, Coveralben, Multimedia-Alben usw. ausgeklammert), exponentiell entwickelt:

Anfangs eins pro Jahr (1977, 1978), dann 2 Jahre - 1980, zweieinhalb Jahre: Sept 1982
+ 4 Jahre: 1986
+ 6 Jahre: 1992
+ 10 Jahre: 2002
und nun 21 ...
Das nächste Album dann also im Jahr 2066 oder 2067.

dreckskerl

14.12.2023 - 20:34

Ich zitierte Gabriel ja mit der Bemerkung es dauere diesmal keine 20 Jahre..-)

Die verschiedenen Mixe haben auch den Hintergrund, wie er in einem seiner Vollmondvideos erklärte, dass er sich nicht für einen finalen Mix entscheiden hätte können und um nicht noch viel länger für die Finalisierung des Albums zu benötigen, auf die Idee kam 3 namhafte Mixingexperten daran arbeiten zu lassen und alle zu veröffentlichen.

ijb

14.12.2023 - 23:52

Ich zitierte Gabriel ja mit der Bemerkung es dauere diesmal keine 20 Jahre..-)


Das Zitat, welches ich zitiere, zitiere ich aus der Rezension.

Ist aber selbstredend natürlich, wie wir alle wissen, nicht der einzige Text, der die Zeitspanne von 21 Jahren betont. Häufig wird da ja auch geschrieben, "seit dem letzten Studioalbum". Bei den Rolling Stones ja auch so.

Das mit den verschiedenen Mixes hatte ich so auch gelesen.
Mein Kommentar hierzu sollte (nur falls missverständlich) weniger Peter Gabriels Intention in Frage stellen, als lose Antwort auf die Frage von "Urbsi" gemeint sein. So als Erfahrungsbericht aus meiner Perspektive. Ich befürchte, ich werd die Unterschiede hier nur so richtig schätzen können, wenn ich eine Fassung sehr oft anhöre - und dann zur anderen wechsle.
Spontan gefiel mit der Dark Mix heute sehr gut - fand ihn recht dynamisch und ein wenig kantig(er) ... kann aber eigentlich nicht benennen, was nun Unterschiede wären... kann daher auch Einbildung sein

dreckskerl

15.12.2023 - 00:40

Ich finde, dass der Dark-side Mix bei den ruhigen Stücken passender erscheint, da dort manche Einzelinstrumente und die Stimme etwas präsenter klingen.
Kantiger, rougher passt auch.
Wohingegen bei den flotteren, poppigeren Songs der etwas glattere, vollere Sound des Bright-side Mix "besser" oder vielleicht zeitgemäßer klingt.

Das ist aber nur eine erste Einschätzung.

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