DJ Robin & Schürze - Layla (Song)
AVMsterdam
13.07.2022 - 14:08
Es ist ein Ballermann-Gröllied der billigsten Sorte. Über einen Elektro-Beat besingt das lyrische Ich eine gewisse Layla, eine besonders "geile" Prostituierte.
https://www.youtube.com/watch?v=laru0QoJUmI
Nun ist "Layla" auf Volksfesten in Würzburg verboten, auch andere Städte wie Düsseldorf wollen nachrücken. Begründung: das Lied sei sexistisch.
Da es ja letztlich um Musik (wenn man das so nennen kann) geht, wollte ich Plattentests um Meinungen fragen.
Klaus
13.07.2022 - 14:12
https://twitter.com/Anwalt_Jun/status/1547140312648278018
"Lieber @MarcoBuschmann, hier soll es ein behördliche Verbot gegen #Leyla geben. Ich habe es vor Ort geprüft und stelle fest. Das war leider #Quatschjura und wir Juristen müssten es besser hinkriegen."
Mr Oh so
13.07.2022 - 17:47
Was passiert denn da gerade? Lebe ich eigentlich auf einem anderen Planeten?
Ich habe den Text dieses Liedes studiert und kann beim allerbesten Willen keinen Sexisumus finden. Da werden die Worte "Puff" und "geil" erwähnt- haben die Verantwortlichen Angst, dass unsere Jugend dadurch in der Hölle schmoren wird? Was kommt als nächstes? Bücherverbrennung?
Was passiert hier? Warum akzeptieren wir das?
Klaus
13.07.2022 - 17:49
Der Song gehört natürlich definitiv auf den Index, so wie all die andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit namens Ballermannschlager.
dreckskerl
13.07.2022 - 17:54
Was ist denn jetzt ironiefrei deine Meinung @Klaus
Klaus
13.07.2022 - 17:58
Wenn jemand auf einer privaten Veranstaltung das als Veranstalter nicht gespielt haben möchte, wie es der Anwalt in obigem Link erklärt, dann ist das m. E. okay.
Ein Verbot hat es nicht gegeben, von daher ist die ganz Aufregung heiße Luft im Sommerloch.
Davon ab ist der Song Schmutz.
Obrac
13.07.2022 - 17:58
Sehe ich auch so, dass es Schwachsinn ist, das Lied nicht zu spielen. Allerdings kann, so wie ich es wahrnehme, von einem "Verbot" auch keine Rede sein. Die Stadt Augsburg ist Ausrichter des Festes und kann selbst entscheiden, was sie spielt. Wenn ich ne Party schmeiße, entscheide ich auch, was ich spiele. Es ist nicht so, dass die Stadt einem privaten Veranstalter ein Verbot ausgesprochen hätte. Die Gründe für den Verzicht des Songs halte ich trotzdem für falsch. Dass das Ganze besorgte Hohlbirnen triggert, ist aber auch ein schöner Nebeneffekt.
hidden
13.07.2022 - 19:06
Ist halt übelste Unterschichtenmusik. Was soll man sonst noch dazu sagen? Textlich viel harmloser als diese neue deutsche "Rap"-Welle, in der man mit der Lupe nach Songs suchen muss, die *nicht* vor Gewalt, Erniedrigung von Frauen oder Homophobie strotzen. Aber da hat merkwürdigerweise noch keiner ein Verbot gefordert.
nörtz
13.07.2022 - 19:11
Dass das Ganze besorgte Hohlbirnen triggert, ist aber auch ein schöner Nebeneffekt.
Yeah, die "Wir werden gecancelt"-Hohlbirnen feuern schon aus allen Rohren. Fehlt ja nur noch ein WELT-Artikel dazu.
Zur Sache: kann ich auch nicht nachvollziehen, denn dann müssten man sehr viele Lieder nicht mehr spielen, z. B. auch aus dem Rockbereich.
Klaus
13.07.2022 - 19:12
"Aber da hat merkwürdigerweise noch keiner ein Verbot gefordert. "
Nicht ganz richtiger Ansatz; Würde sowas in einem Festzelt laufen, kämen auch recht schnell solche Forderungen.
Peacetrail
13.07.2022 - 22:07
Megavoll auf Party anzügliche Reime brüllen, fernab von musikalischer Qualität: das macht dieses Segment aus.
Ich sehe jetzt auch nicht, warum gerade dieser Song verboten wird.
Die Verbindung von „Puffmama“ und „jünger“ ist sowieso schon Banane.
PT-Petition: ALLE müssen ihre Bierbäuche dem Bierkapitän zeigen.
jo
13.07.2022 - 22:55
Yeah, die "Wir werden gecancelt"-Hohlbirnen feuern schon aus allen Rohren. Fehlt ja nur noch ein WELT-Artikel dazu.
Und die FAZ nicht vergessen. Die sind da auch immer mit die Ersten. Und feiern das noch. Unglaublich.
Loketrourak
14.07.2022 - 09:09
Hatten wir uns nicht darauf verständigt, Dummvokabeln wie "Unterschichtenmusik" zu vermeiden?
Zum Fall Layla: Natürlich sexistischer Mülltext, musikalisch Hüttenhammer/Ballermann-Style. Ist aber nicht verboten oder indexiert.
Der Deutschrap -Hinweis ist nicht verkehrt, aber das ist eh nicht die Musik, die üblicherweise auf Volksfesten gespielt wird.
Oceantoolhead
14.07.2022 - 09:19
Aus rein musikalischen/ geschmacklichen Gründung kann ich den Bann verstehen. Dann aber auch bitte Deutschland weit, aus allen Radiostationen und am besten aus Spotify auch noch.
Warum man die ( wirklich schlechten ) Lyrics versucht überzuinterpretieren kann ich mir nur mit dem aktuellen Zeitgeist erklären.
Naja selbst für Schlager/Ballermannstandards ist das Lied einfach nur grottig.
Klaus
14.07.2022 - 09:58
"Der Deutschrap -Hinweis ist nicht verkehrt, aber das ist eh nicht die Musik, die üblicherweise auf Volksfesten gespielt wird."
Passt denke ich trotzdem in diesen Thread, in dem es um unsäglichen Mist geht:
Deutschrapniveau 2022 in einem Video:
https://www.arte.tv/de/videos/107468-020-A/t-low/
Hier stand Ihre Werbung
14.07.2022 - 11:03
Ich hab kein Lied durchgehalten, weil ich beim Vollplayback und den ganzen Volltrompeten auf der Bühne nicht klar gekommen bin.
Begründung zu dem Laylalied ist seltsam, aber halt kein behördliches Verbot. Es hätte den Entscheidern aber dämmern können, dass das von irgendwelchen Menschen so hingedreht werden könnte, was die Entscheidung sicherlich unglücklich macht. Mit Sicherheit trifft das aber auch nur populäre Ballermannmusik, weil kein Stadtfest-DJ, der den Job nochmal machen will, Reign in Blood (oder T-Low) auflegt.
Immermusik
14.07.2022 - 12:08
Welt, FAZ …und natürlich eine Sondersendung Lanz mit Precht und Talkshows, Talkshows, Talkshows
Jaggy Snake
14.07.2022 - 12:17
@ Klaus
Boah, ist das grottig. Und dieser Typ ist eine relevante Figur im Deutschrap? Das ist ja kaum auszuhalten.
fakeboy
14.07.2022 - 12:21
Deutschrap ist das dümmste, primitivste, ekelhafteste Genre aller Zeiten. Verachtung, nichts als Verachtung.
Francois
14.07.2022 - 12:32
Ich habe mir den Song nicht mal angehört...
Dass der jetzt sogar an der Spitze der Charts steht, find ich amüsant... Fällt das schon unter "Streisand-Effekt"?
Ohne den Song zu hören, gehe ich davon aus, dass er sich nach dem selben Schema anhört, wie 100% der anderen Ballermann-Sachen...
einfacher Beat, blöder Text, eingängiger Refrain...
Den aber zu verbieten ist halt wieder so eine unglaublich doofe Aktion dieser woken Cancel Culture Fetischisten...
Per se falsch und unnötig und wenn, muss ich einfach den gesamten Ballermann sperren... kann man machen, muss man aber nicht... Eine Gesellschaft hält sowas schon aus.
Am Ende des Tages hat dieser Song so viel Publicity wie nur wenige andere Ballermann-Lieder bisher und die Produzenten - sowie ein großer Teil der Gesellschaft - lachen sich einen ab über diese weltfremden Berufsempörer.
Oceantoolhead
14.07.2022 - 12:34
@Francois
Da haste mit deinem Beitrag aber in allen Belangen absolut ins schwarze Getroffen.
Klaus
14.07.2022 - 12:36
@Francois
Nur ist es eben so, dass der Song nicht verboten ist oder war.
Francois
14.07.2022 - 12:41
Ja, Klaus - das wollte ich noch ergänzen...
Aber ob "verboten" (sprich Index) oder "wir sind so toll und sprechen uns schon vor dem Event aus, dass wir diesen Song nicht spielen werden" ist für mich per se jetzt gleich...
Es wird scheinbar im gesamten deutschsprachigen Raum über dieses Lied diskutiert und diese getriggerte Minderheit will diesen Song quasi "aussperren"...
Das sind übrigens genau die gleichen, die eine Musikerin aus einem FFF Konzert absagen, weil sie als Weiße Dreads trägt...
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/wegen-dreadlocks-fridays-for-future-laedt-musikerin-aus-17906731.html
Klaus
14.07.2022 - 12:45
@Francois
" Das sind übrigens genau die gleichen, die eine Musikerin aus einem FFF Konzert absagen, weil sie als Weiße Dreads trägt..."
Da liegst du falsch. Die Bitte, das Lied nicht zu spielen, kam wohl vom CSU-Bürgermeister der Stadt.
"Aber ob "verboten" (sprich Index) oder "wir sind so toll und sprechen uns schon vor dem Event aus, dass wir diesen Song nicht spielen werden" ist für mich per se jetzt gleich..."
Ist es - tatsächlich nicht. Das ist ein riesiger Unterschied.
jo
14.07.2022 - 12:51
Kann Klaus nur zustimmen.
Francois
14.07.2022 - 12:52
Es gibt einfach keinen plausiblen Grund, ein bestimmtes Lied nicht zu spielen - schließlich legt ja nicht der CSU Bürgermeister auf, oder?
Also schreibt man den zahlreichen DJs dort vor, was nicht gespielt werden darf.
Ist das nun ein Verbot? Zensur?
Makulatur - es ist einfach lächerlich, weil man sich dem Druck von einigen wenigen beugt.
Und auch wenn das jetzt nicht (wortwörtlich) die FFF Leute sind, die das entscheiden - der Bürgermeister macht es genau aus diesem Grund - damit man sich diesen Shitstorm von ebendiesen Leuten erspart.
Ich persönlich finde es armselig, dass man sich als Bürgermeister überhaupt mit dem Thema beschäftigt
Klaus
14.07.2022 - 12:53
Oder um mal den Finger in die Wunde zu legen:
Das empörte "warum spielt ihr diesen Schmutz" ist nichts anderes als das Plattentests-Forum mit Aussagen zu "warum rezensiert ihr diesen Schmutz", wenn es um Bands wie BTS geht.
jo
14.07.2022 - 12:56
Gut, dass Plattentests sich dem Druck von diesen "einigen wenigen" nicht beugt ;).
Dass immer gleich "Cancel Culture!" und "Ieh, alle so woke!" geschrieen wird, ist aber einfach so extrem peinlich.
Bonzo
14.07.2022 - 12:58
Abgesehen von dieser komischen Diskussion zu dem Song, finde ich es erschreckend wie abartig erbärmlich die Qualität selbst im Bezug aufs Genre ist.
Das klingt für mich wie komplette Ausschussware.
Obrac
14.07.2022 - 13:08
Für mich ist es eher eine Bevormundung, wenn der Veranstalter verpflichtet wäre, ein bestimmtes Lied zu spielen, als dass er selbst entscheiden darf, welche Lieder er spielt. Und ja, er darf auch den DJs vorschreiben, welche Lieder sie nicht spielen dürfen. Nochmal: Ich würde die Scheiße auch nicht auf meiner Veranstaltung hören wollen.
jo
14.07.2022 - 13:10
Genau das. Und wenn der Veranstalter die Begründung xy dafür hat, dass er das Lied nicht mag, dann ist das eben seine Begründung. Könnte die auch für diverse andere Lieder gelten? Haben andere andere Meinungen über das Lied? Beides sehr wahrscheinlich. Aber er hat sie nunmal für dieses Lied gewählt. Auch die Entscheidung des Veranstalters.
SammyJankis
14.07.2022 - 13:39
Habe mir nur den Text durchgelesen und hätte, um ehrlich zu sein, Schlimmeres erwartet. Kann trotzdem verstehen, wieso das nicht gespielt werden soll.
Dass das kein Verbot ist, wurde hier schon ausführlich erklärt. Dass das jetzt medial aufgebauscht wird, vor allem von der konservatien Seite ist absolut lächerlich.
Immermusik
14.07.2022 - 14:00
Festivalveranstalter und Clubbetreiber verwehren sich doch ebenfalls gegen jegliche Form von Diskriminierung auf ihren Veranstaltungen . Nun hat dies auch mal ein Volksfestveranstalter gemacht. Da fühlen sich anscheinend mehr Leute angesprochen. Mit dem üblichen Effekt das der Gecancelte noch mehr Öffentlichkeit erhält.
Mr Oh so
14.07.2022 - 14:13
Ob das nun juristisch gesehen ein Verbot ist oder nur Hausrecht oder was auch immer, ist doch völlig egal. Dass es keine rechtliche Begründung für ein Verbot gibt, macht es ja nur noch schlimmer. Es geht um ein gesellschaftliches Klima, in dem man der Meinung ist, in vorauseilendem Gehorsam Kultur einschränken zu müssen.
Ein läppisches "Da schreien sie wieder 'Cancel Culture'" hilft hier nicht weiter. Denn man muss sich doch wirklich fragen, wo das hinführt. Dass Menschen wegen einer Frisur ausgeschlossen werden, dass Songs wegen des Wortes "Puffmutti" gebannt werden, sollte man auf jeden Fall kritisieren! Wehret den Anfängen!
Klaus
14.07.2022 - 14:17
Es fängt ja schon mit dem Missverständnis an, sowas Kultur zu nennen.
Ansonsten, was auch andere Schreiben: Wenn auf einer von mir besuchten/veranstalteten Party jemand so einen Müll spielt, geht entweder er oder ich.
Wo waren all die musikalischen Freiheitskämpfer eigentlich, als es statt um diese Mutti letztes (?) Jahr um die Omas ging? Umweltsau anyone?
Obrac
14.07.2022 - 14:21
Dass es keine rechtliche Begründung für ein Verbot gibt, macht es ja nur noch schlimmer.
Hier verdrehst du aber einiges. Es gibt kein Verbot und der Verzicht auf den Song ist rechtlich absolut zulässig. Was daran soll die Sache denn noch schlimmer machen?
jo
14.07.2022 - 14:27
Ein läppisches "Da schreien sie wieder 'Cancel Culture'" hilft hier nicht weiter. Denn man muss sich doch wirklich fragen, wo das hinführt. Dass Menschen wegen einer Frisur ausgeschlossen werden, dass Songs wegen des Wortes "Puffmutti" gebannt werden, sollte man auf jeden Fall kritisieren! Wehret den Anfängen!
Ja, gell? Wo führt das nur hin? Wenn ich auf meiner Veranstaltung doch einfach nicht das Lied x von Band y spielen will, weil ich es blöd finde. Und das, obwohl doch zehn der anwesenden 30 das gut finden. Aber wirklich! So was von "Cancel Culture"!
Ansonsten das, was Klaus und Obrac sagen.
eric
14.07.2022 - 15:16
Dass das jetzt medial aufgebauscht wird, vor allem von der konservatien Seite ist absolut lächerlich.
Im Echauffieren und Dinge künstlich verstärken oder verdrehen waren Konservative schon immer gut. Man nehme die Mär von der angeblich aktuell "linksgrünen" Meinungsmehrheit (haha!) als Legitimation für das Gejammer... ...und unterschlage, dass der Staat, dass der überwiegende Teil der Medien (auch der öffentlich-rechtlichen!) absolut konservativ war, ist und bleibt - wie die meisten Menschen im Land.
Loketrourak
14.07.2022 - 16:05
Ich wollte auf meiner Hochzeit kein Wolfgang Petry und auch sonst keine Schlager vom DJ. Mir war schon klar, dass bei einer 100 Leute Party aus 3 Generationen nicht nur mein persönlicher Geschmack bedient werden kann, aber ein Mindestmaß sollte erfüllt sein. Genau das ist hier passiert. Dann auch noch dieser quatschige FFF Seitenhieb...
Francois
14.07.2022 - 16:29
toller Vergleich mit der Hochzeit....
Das eine Privatveranstaltung, das andere eine öffentliche Veranstaltung...
kingsuede
14.07.2022 - 16:42
Kannte das Lied vorher nicht. Natürlich billig und klassischer Ballermann-Schlager. Passt aber gut in heutige Verbotslogiken.
Immermusik
14.07.2022 - 16:43
Ihr könnt jetzt aufhören zu duschen. Layla singen ist die neue Freiheit.
Klaus
14.07.2022 - 16:47
"Das eine Privatveranstaltung, das andere eine öffentliche Veranstaltung... "
Soweit ich es gestern gelesen habe, galt der Wunsch, dieses Lied nicht zu spielen nur für eine (städtische) Veranstaltung innerhalb dieses Volksfestes - wo es ansonsten aber durchaus auch lief (leider).
Es kann natürlich sein, dass diese Information nicht stimmt, so wie gerade vieles nicht stimmt, was hier medial aufgebauscht wird, aber wären wir dann nicht genau bei deinem Punkt?
S.v.K.
14.07.2022 - 17:09
"dass der überwiegende Teil der Medien (auch der öffentlich-rechtlichen!) absolut konservativ war, ist und bleibt".
also wenn du das ernst meinst, dann fällt mir dazu wirklich nicht mehr viel ein. ich bin meilenweit davon entfernt, konservativ zu sein, aber linke fake news helfen der linken auch nicht weiter. die leute lassen sich nicht verarschen.
journalisten sind nunmal überwiegend politisch links eingestellt und das spiegelt sich auch im ör wider.
gab auch mal eine umfrage, die gezeigt hat, dass mehr als die hälfte der ard-volontäre die grünen wählen, knapp ein viertel die linke. konservative parteien kamen in summe auf unter 5%.
auf welchen tatsachen basiert deine these, der ör sei konservativ?
was das eigentlich thema angeht, kann ich mich francois nur anschließen.
Christopher
14.07.2022 - 18:22
"Ich wollte auf meiner Hochzeit kein Wolfgang Petry"
Ey, Wolle Petry spielt in ner ganz anderen Liga als dieses Ballermann-Gedöns hier. Aber gut, anderes Thema.
Zum Thema hier:
Das Lied "Layla" ist ca. auf dem selben Niveau wie das musikalische Gesamtwerk von Martina Müller. Ich finde es befremdlich, dass über so ein Schrottlied, dessen Sexismus zwar vorhanden ist, aber nicht mal ansatzweise an andere Klassiker des Genres heranreicht, so ein Fass aufgemacht wird. Da fand ich die Debatte um das "Donaulied" weitaus angebrachter. Da gehts im Originaltext nämlich um Vergewaltigung. Aber das ist im Kern natürlich auch Whataboutism.
Die Leute stehen auf blöde Lieder, die sexualisierte Inhalte besitzen. Das ist nix Neues. Persönlich finde ich die gesamte "Volksfestkultur", die gerade in Bayern zelebriert wird, abstoßend. Schön Alkohol reinkippen, dann rumgrapschen, prügeln und im Erbrochenen aufwachen. Das ist Kultur!
kingsuede
14.07.2022 - 18:25
Word!
jo
14.07.2022 - 20:40
Das eine Privatveranstaltung, das andere eine öffentliche Veranstaltung...
Die aber schon einen Veranstalter hat, oder?
Ich verstehe, mal wieder, das Problem gar nicht: Sonst ist die*der DJ*ane eben die Person, die das entscheidet. Und bei quasi allen öffentlichen Veranstaltungen werden ja auch dieser Person durchaus Vorgaben gemacht.
Rechnen wir nun also Vorgabe gegen Vorgabe und wundern uns, dass manche Vorgabe anders ist als die andere?
Na dann Glückwunsch.
Z4
14.07.2022 - 20:45
Das Wort DJane sollte besser verboten werden. Oder man nennt den männlichen Gegenpart DJohannes, wär auch ok.
Die Zeiten werden prüder, konservativer und verschlossener. Hoffentlich nicht dauerhaft, aber zu befürchten ist es.
Das Lied ist natürlich Vollschrott und wie lange es noch den Ballermann gibt ist auch unsicher, aber der Welt geht da bestimmt nichts verloren. Sollen Leute doch lieber einen ehrlichen Saufurlaub im Balkan machen.
Francois
14.07.2022 - 20:50
ganz klar DJohn
jo
14.07.2022 - 22:21
Das Wort DJane sollte besser verboten werden. Oder man nennt den männlichen Gegenpart DJohannes, wär auch ok.
Die Zeiten werden prüder, konservativer und verschlossener. Hoffentlich nicht dauerhaft, aber zu befürchten ist es.
Du forderst also ein Verbot und folgerst dann, dass die Zeiten "prüder, konservativer und verschlossener" werden. Das nenne ich mal konsequent ;).
Das Wort existiert nun mal im Deutschen - Beschwerden gerne an die diesbezüglich tätigen Institutionen. Ansonsten verstehe ich auch den Einwand nicht.
Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.
Teile uns Deine E-Mail-Adresse mit, damit wir Dich über neue Posts in diesem Thread benachrichtigen können.
