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Spoon - Lucifer on the sofa

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

28.10.2021 - 15:10 Uhr - Newsbeitrag
Spoon kündigen mit der Single "The Hardest Cut" ihr neues Album "Lucifer on the Sofa" für den 11.02.22 an.

Das zehnte Album von Spoon heißt „Lucifer on the Sofa“ und ist das bisher wohl purste Rock'n'Roll-Album der Band. Nach mehr als zehn Jahren ist das in Texas entstandene Album das erste, welches das Quintett in ihrer Heimatstadt Austin aufgenommen hat. Geschrieben und produziert wurden die rohsten und gleichsam auch lautesten Songs von Spoon in den letzten zwei Jahren.




Die erste Single daraus heißt „The Hardest Cut“ und ist ein ungeschliffener, wie klassischer Rock-Song. Denn „Lucifer on the Sofa“ sollte eine Art „back to the basics”-Album mit harten Ecken und Kanten werden. Dabei sind mit „Wild“, „The Devil & Mister Jones“, „On The Radio” und “The Hardest Cut” mindestens vier zukünftige Spoon-Klassiker entstanden.



Während das letzte Spoon Album, “Hot Thoughts” aus dem Jahre 20017, von Drum-Computern und Synthesizern dominiert wurde, verliebte sich die Band während der dazugehörigen Tour in den rohen und krachigen Bühnensound ihrer Songs. "Ich mochte die Richtung, in die wir mit ‘Hot Thoughts’ gegangen waren - es hatte einen bestimmten Stil und betrat Neuland für uns - aber wir bemerkten unterwegs immer wieder, dass die Live-Versionen der Songs die Albumversionen übertrafen", sagt Frontmann Britt Daniel. "Und das brachte uns zum Nachdenken: Bei der besten Rockmusik geht es nicht darum, die richtigen Patches zu wählen und Samples zu triggern. Es geht darum, was in einem Raum passiert."



Neue Wege wurden eingeschlagen: Im Herbst 2019 zog Britt Daniel von Los Angeles zurück nach Austin. Einen Monat später folgte ihm Gitarrist und Keyboarder Alex Fischel mit einem Auto, das bis unters Dach mit seinem Equipment beladen war. Der Umzug nach Texas machte aus vielerlei Gründen Sinn: Daniel ist dort geboren und aufgewachsen, Schlagzeuger Jim Eno hat ebenfalls sein Public Hi-Fi-Studio in Austin, was der Band den Luxus ermöglichte, das Album in ihrem eigenen Tempo einzuspielen. Vor allem aber half die Neujustierung der Band, mit dem Sound und Geist der letzten Spoon-Alben zu brechen.



Austin sollte zum Glitch in der Spoon Matrix werden. Die neue, aber dennoch vertraute Umgebung mit seiner jungen und kreativen Szene inspirierte Britt Daniel wie lange nicht mehr. "Wir wollten eine Platte machen, bei der wir eine Szene erleben und aus ihr schöpfen können", sagt Daniel. "Alex und ich konnten den ganzen Tag schreiben, dann zu Dale Watson ins Continental gehen und dann nach Hause kommen und weiter an Songs schreiben.“



"The Hardest Cut" war einer der ersten Songs, den Daniel und Fischel nach ihrer Rückkehr nach Texas schrieben, beeinflusst von ZZ Top, deren Alben sie zu dieser Zeit viel hörten. Darauf folgte mit „Astral Jacket“ eine Ballade, die nach einer Nacht in dem inzwischen geschlossenen Nachtclub Stay Gold in Austin entstand. So entwickelte sich nach und nach ein Album mit Songs, deren Ursprünge sich an vielen Ecken von Daniels Heimatstadt wiederfinden.



In Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Tontechniker Mark Rankin (Adele, Queens of the Stone Age) und unter Mithilfe von Dave Fridmann und Justin Raisen war der Plan der Band einfach: "Ich kam mit ein paar neuen Songs ins Studio, und anstatt sie wie beim letzten Mal aus Fragmenten zu einem Track zusammen zu puzzeln, sagten wir: 'Lasst uns einfach proben'. Wir spielen die Songs so lange live im Studio wieder und wieder, bis sie fertig waren. Und wir machten es mit so wenigen Instrumenten wie möglich."



Auf halbem Weg während der Aufnahmen brach dann die Pandemie aus. Das Studio wurde geschlossen, aber Daniel schrieb weiter. "Es gibt Songs, die ich im letzten Frühjahr 2020 geschrieben habe und auf die ich sonst nicht gekommen wäre“.



Der Titelsong des Albums ist eine Momentaufnahme eines nächtlichen Spaziergangs durch die Innenstadt von Austin während des Lockdowns. Daniel über diesen Abend: "Ich wusste nicht, woher dieses Bild kam, aber es fühlte sich richtig an, diese Vorstellung von Satan, der mit mir auf meiner Couch sitzt und mich anstarrt. Aber nachdem der Song geschrieben war, fand ich heraus, dass der Teufel auf dem Sofa das Schlimmste ist, was aus einem werden kann. Angetrieben von Bitterkeit und geplagt von Selbstzweifeln, kann man schnell zu einem antriebslosen und jammernden Häufchen Elend werden. Es ist also ein Song über den Kampf gegen den inneren Schweinehund und gegen etwas, was man nie werden will. Diesen Konflikt habe ich in einem langen Nachtspaziergang durch die Innenstadt von Austin ausgetragen."



Als die Band im Oktober nach dem Lockdown wieder zusammenkam, hatte Daniel einen Haufen neuer Songs geschrieben, mit denen er seine Bandkollegen im Studio überraschte. Und auch dieser ganz spezielle Geist, der für den Sound dieses Albums noch viel wichtiger als jeder Produzent ist, war sofort wieder da: "Dieses Gefühl, miteinander in einem Raum zu sein, haben wir nach der langen Zeit des Lockdowns nicht als selbstverständlich angesehen", sagt Daniel. "Dieser Moment war ein einmaliges und magisches Gefühl."



“Lucifer on the Sofa” ist der Sound dieses speziellen Moments, ein richtiges Band-Album, dessen Sound wie für die Bühne gemacht ist. In einer Zeit voller Ungewissheit und Wirrungen bedeutet es, dem Teufel, den man kennt, die Tür vor der Nase zuzuschlagen und nicht zurückzuschauen, sondern nach vorne zu blicken.

Perfect Day

Postings: 500

Registriert seit 18.01.2014

28.10.2021 - 15:15 Uhr
Schmissig!

fakeboy

Postings: 1693

Registriert seit 21.08.2019

28.10.2021 - 15:47 Uhr
Sehr starker Song und absolut richtig, dass Spoon diesen Schritt zurück zum rockigeren Sound gemacht haben. Die letzten beiden Alben waren toll aber noch ein weiteres in dieser Richtung hätte es nicht gebraucht.

Garmadon

Postings: 327

Registriert seit 29.08.2019

28.10.2021 - 15:57 Uhr
Tolle Neuigkeiten! :-)
Und guter Song.

AliBlaBla

Postings: 828

Registriert seit 28.06.2020

28.10.2021 - 17:15 Uhr
Super Neuigkeiten, genau! Und eine begrüßenswerte Entscheidung, diese Richtung einzuschlagen...
Der Februar, wer hätte das gedacht, diese ansonsten hässliche Fratze des Spätwinters, bringt uns SPOON, METRONOMY......wow

captain kidd

Postings: 2948

Registriert seit 13.06.2013

28.10.2021 - 21:20 Uhr
Irgendwie ZZ Top, oder?

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 7817

Registriert seit 26.02.2016

28.10.2021 - 21:47 Uhr
Steht ja auch in der Promo-Meldung.
Durch Britt Daniel aber auch wieder eigen.

Mir gefällt's, ohne zu überwältigen wie vorige Vorabsingles. Aber ich hab Vertrauen.

Grizzly Adams

Postings: 1729

Registriert seit 22.08.2019

28.10.2021 - 22:56 Uhr
Schöner Song. Gute Nachrichten für alle Leser von Horse & Hounds… ;)

Plattenbeau

Postings: 965

Registriert seit 10.02.2014

30.10.2021 - 08:07 Uhr
Mir gefällt dieser Stil (ZZ Top-Einfluss) nicht so, der Song hat ein paar coole Momente, aber nichts was meine langjährige Zuneigung zur Band neu entflammen kann.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

11.01.2022 - 19:04 Uhr - Newsbeitrag
Spoon
Wild
Vö: 11.01.22
Label: Matador
ISRC:USMTD2100356

Videolink:


Bevor am 11.02.22. das neue Spoon Album „Lucifer On the Sofa“ auf Matador erscheint, veröffentlicht die Band heute mit „Wild“ eine neue Single daraus.



„Lucifer On the Sofa“ wurde von Spoon und Mark Rankin (Adele, Queens of the Stone Age) gemeinsam produziert unter Mithilfe von Dave Fridmann und Justin Raisen. Es ist das bisher wohl purste Rock'n'Roll-Album der Band geworden. Das in Texas entstandene Album ist das erste, welches das Quintett seit über zehn Jahren in seiner Heimatstadt Austin aufgenommen hat. Es ist ein Album voller Intensität und Intimität. Sänger Britt Daniel über das Album: "Es ist der Sound des klassischen Rocks, geschrieben von einem Typen, der Eric Clapton nie verstanden hat".



Auf der neuen Single „Wild“ kann man diesen Sound nicht nur hören, sondern die intensive Atmosphäre, die im Studio herrschte, förmlich spüren. Mit ihrem neuen Album beweist die Band um Brit Daniel einmal mehr, dass Spoon zu den besten Bands der USA gehören.

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