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Madrugada - Chimes at midnight

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Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

06.09.2021 - 10:53 Uhr
Nach 13 Jahren könnte es wirklich so weit sein: neue Musik der Lieblingsnorweger.

Seit gestern gibt es einen "Pre-Save", d.h. man kann sich schon einen Song vormerken bei Spotify, welcher "Nobody Loves You Like I Do" heißt.

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

09.09.2021 - 23:18 Uhr
Hier ist der neue Song:

https://www.youtube.com/watch?v=eZc16uncwnQ

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

13.09.2021 - 18:17 Uhr - Newsbeitrag
MADRUGADA
NEUE SINGLE "NOBODY LOVES YOU LIKE I DO" AB SOFORT

Ab 25. März 2022 auf Tour

25.03.2022 Köln - Victoria Carlswerk
26.03.2022 Wiesbaden -Schlachthof
27.03.2022 Stuttgart - Im Wizemann
29.03.2022 München - Muffathalle
01.04.2022 Berlin - Tempodrom
02.04.2022 Dresden - Schlachthof
04.04.2022 Hamburg - Markthalle

Als sich die drei verbliebenen Originalmitglieder von Madrugada zur Feier des 20-jährigen Jubiläums ihres Debütalbums "Industrial Silence" im Jahr 2019 wieder zusammenfanden, führte dies nicht nur zu fast 100 Konzerten - darunter eine triumphale Parade quer durch den europäischen Kontinent, Festivals in ganz Norwegen und zwei ausverkaufte Shows im Spektrum in Oslo.

Es führte auch dazu, dass die Band feststellte, dass sie von ihren Fans vermisst wurde - und dass sie sich gegenseitig vermisst hatten.

Sivert Høyem (Gesang, Gitarre), Frode Jacobsen (Bass) und Jon Lauvland Pettersen (Schlagzeug) sind sich einig: Noch nie in ihrer langen Karriere war es so erfüllend, mit Madrugada zu touren wie 2019.


- Es fühlte sich leicht an, lacht Høyem, wenn er zwei Jahre später zurückblickt. - Glaubt mir, es hat sich noch nie leicht angefühlt!

Die positive Atmosphäre, die in der Band herrschte, musste für etwas genutzt werden. Als klar wurde, dass Madrugada sich noch nicht bereit fühlten, mit dem Spielen aufzuhören, waren sie sich schnell einig, dass neue Musik geschrieben und veröffentlicht werden musste.

Es wurde schnell klar, dass sich die Chemie von den Konzerten leicht auf den Proberaum übertragen ließ. Der Geist aus den Anfangstagen der Band wurde in Form von langen, kreativen Jamsessions beibehalten. Es entstand jede Menge Musik, einige alte Ideen aus der Schreibtischschublade wurden zu neuem Leben erweckt, und im Februar 2020 ging die Band nach Los Angeles, um ein Album aufzunehmen.

Damals ahnten sie noch nicht, dass die Welt bald untergehen würde und dass der Prozess bis zur Fertigstellung des Albums komplizierter sein würde, als sie es sich vorgestellt hatten. Doch dazu später mehr.
"Nobody Loves You Like I Do" ist die erste Single aus dem ersten Madrugada-Album seit "Madrugada" (2008) - und die erste Single ohne Gründungsmitglied und Gitarrist Robert Burås, der 2007 verstorben ist.

Der Song ist das Ergebnis dreier Männer, die alle eine klare Meinung darüber haben, wie die Dinge sein sollten, die aber vielleicht ein bisschen besser aufeinander hören, als sie es vor 15-20 Jahren getan haben.



Madrugada
"Nobody Loves You Like I Do"
(Single)
Label/Vertrieb:
Warner Music
VÖ: 10.09.2021


[Pressemitteilung schon ein paar Tage älter, ich habe eine Woche pausiert]

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

16.09.2021 - 22:26 Uhr
am 24.09. dürfte hier schon die nächste Single kommen.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

24.09.2021 - 20:13 Uhr - Newsbeitrag


MADRUGADA
NACH "NOBODY LOVES YOU LIKE I DO" AB SOFORT
DIE NEUE SINGLE "DREAMS AT MIDNIGHT"

Ab 25. März 2022 auf Tour

25.03.2022 Köln - Victoria Carlswerk
26.03.2022 Wiesbaden -Schlachthof
27.03.2022 Stuttgart - Im Wizemann
29.03.2022 München - Muffathalle
01.04.2022 Berlin - Tempodrom
02.04.2022 Dresden - Schlachthof
04.04.2022 Hamburg - Markthalle



Der zweite Vorbote des kommenden Madrugada-Albums, das majestätische "Dreams at Midnight", strahlt den kreativen Optimismus aus, der die Band beflügelt hat, nachdem sie sich 2019 für eine Tour zum 20-jährigen Jubiläum wieder zusammengefunden hat.

Der Song ist ein völlig neues Stück Musik, das in bewährter Madrugada-Manier einige Hürden genommen hat, bevor es am anderen Ende herauskam und sogar die Leute, die es geschrieben haben, überraschen und begeistern konnte.

Bassist Frode Jacobsen: "Wir begannen mit der Arbeit daran, als wir gerade dabei waren, unsere Koffer zu packen und von Los Angeles nach Hause zu reisen. Am Anfang war es eine Art Country-Soul-Nummer: Viel langsamer, mit einem psychedelischen Mittelteil. Wir haben es neu arrangiert und viel Arbeit in den Refrain gesteckt".

Das fertige Werk wirft einen Blick zurück auf die Vergangenheit der Band, auch wenn es in die Zukunft weist. Es reflektiert auch den Ort, an dem es entstanden ist.

Sänger Sivert Høyem: "Ich liebe diesen Song, aus mehreren Gründen. Er ist eine Anspielung auf einen Song aus unserem Katalog, 'The Kids are on High Street', und es war sehr bewegend, ihn im Sunset Sound in Los Angeles aufzunehmen, wo einige unserer Lieblingsalben von Jackson Browne aufgenommen wurden. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich beim Schreiben des Songs dabei war".

ƒennegk

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Registriert seit 07.11.2019

27.09.2021 - 18:40 Uhr
Rollig bin ich wie schon lange nicht mehr... zwar erst nach deren Ende durch 'ne Kollegin zufällig zur Band gekommen, aber mit nur minimaler Verzögerung in tiefste Liebe verfallen.

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

11.10.2021 - 12:21 Uhr
Album heißt "Chimes at Midnight" und wird wohl am 28.01.2022 veröffentlicht.

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

11.10.2021 - 12:54 Uhr
Tracklist:

Nobody Loves You Like I Do
Running From The Love Of Your Life
Help Yourself To Me
Stabat Mater
Slowly Turns The Wheel
Imagination
Dreams At Midnight
Call My Name
Empire Blues
You Promised To Wait For Me
The World Cold Be Falling Down
Ecstasy

ƒennegk

Postings: 306

Registriert seit 07.11.2019

11.10.2021 - 18:20 Uhr
Knappe dreieinhalb Monate noch?! AAAHH!!!

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

11.10.2021 - 19:02 Uhr - Newsbeitrag
MADRUGADA
KÜNDIGEN DAS NEUE ALBUM "CHIMES AT MIDNIGHT" AN,
VÖ: 28.01.2022 (LABEL/VERTRIEB: WARNER MUSIC)
INKL. DER VORAB-SINGLES
"NOBODY LOVES YOU LIKE I DO" UND
"DREAMS AT MIDNIGHT"

Ab 25. März 2022 auf Tour

25.03.2022 Köln - Victoria Carlswerk
26.03.2022 Wiesbaden -Schlachthof
27.03.2022 Stuttgart - Im Wizemann
29.03.2022 München - Muffathalle
01.04.2022 Berlin - Tempodrom
02.04.2022 Dresden - Schlachthof
04.04.2022 Hamburg - Markthalle


Als Madrugada 2019 nach gut zehnjähriger Pause wieder zusammenfanden, um das 20-jährige Jubiläum ihres Debütalbum-Klassikers „Industrial Silence" mit einer umfangreichen Comeback-Tournee durch Europa zu feiern, machten sie zwei erfreuliche Feststellungen. Erstens: das Interesse an ihrer Band hatte in ihrer Abwesenheit nicht nachgelassen, ganz im Gegenteil – auf dem europäischen Kontinent hatte es sogar zugenommen. Und zweitens: sie liebten es, wieder zusammen zu sein. Nie in den knapp 25 Jahren seit der Gründung hatte es so viel Spaß gemacht, in Madrugada zu sein.

Sänger und Gitarrist Sivert Høyem dazu: „Es war, als sich ob das letzte Puzzleteil an seinem Platz eingefügt hätte. Ich hatte mich auf der Bühne noch nie so wohl gefühlt. Es war überhaupt kein Stress, ganz anders als früher, wo ich immer großen Stress empfunden habe.“ Die Tour war ein wahrer Triumphlauf, mit ausverkauften Shows in ihrem Heimatland Norwegen, vielen Festival-Terminen und einer Vielzahl von Konzerten in ganz Europa, wo die Band nun Hallen ausverkaufte, die doppelt so groß waren wie die Venues, in denen sie früher gespielt hatten.

Zehn Jahre nach der Bandauflösung infolge des Todes von Gitarrist Robert Burås verspürten die drei verbliebenen Gründungsmitglieder – Høyem, Frode Jacobsen (Bass) und Jon Lauvland Pettersen (Schlagzeug) – eine neue Energie und waren bereit für mehr.

Sie wollten weitere Konzerte spielen. Dafür musste neue Musik gemacht werden. Denn darin waren sie sich einig: sie wollten nicht ewig weiter auf der Nostalgiewelle surfen. Und so kam es, dass Madrugada, eine Band, die normalerweise eine halbe Ewigkeit braucht, um sich selbst auf die kleinsten Dinge zu einigen, im Dezember 2019 von der Bühne direkt zurück in den Proberaum eilten.

„Wir hatten einen engen Zeitplan“, berichtet Frode Jacobsen. „Wir buchten uns Ende Februar im Sunset Sound Studio in Los Angeles ein und hatten etwa anderthalb Monate Zeit, um das Material zu entwickeln und in Form zu bringen. Es lief wie am Schnürchen. Wir waren immer noch high vom Touren und nahmen diese Energie mit in die Aufnahmekabine“.

„Jeder von uns brachte Melodien und Ideen ein, was dem Kreativprozess sehr zuträglich war“, fügt Høyem hinzu. „Und dann schauten wir einfach, wohin es uns treibt. Wir hatten das ‚Industrial Silence‘-Album noch in den Venen, nachdem wir es auf der Tournee live gespielt hatten, und ich hatte das Gefühl, dass es eine direkte Verbindung zu unseren prägenden Jahren gab. Egal, was wir anfassten – es klang am Ende nach Madrugada.“

In der Folge arbeitete die Band in ihrem eigenen Proberaum/Studio in Oslo und einem anderen Studio 45 Minuten außerhalb der Stadt, Velvet Recordings, weiter an den Songs, gefolgt von einer weiteren Woche des Feinschliffs in Berlin. 70 % des erarbeiteten Materials ist komplett neu, die übrigen 30% entstanden aus einigen älteren Songs, die sie aus der Vergessenheit retteten. „The World Could Be Falling Down“ etwa, das aus der Zeit ihres ersten Albums stammt, oder „Slowly Turns The Wheel“, das seinen Ursprung irgendwo zwischen dem dritten und dem vierten Album hat.

„Der Prozess unterschied sich grundlegend von den Aufnahmen meines letzten Albums mit der Band [„The Nightly Disease“, 2001]“, berichtet Lauvland Pettersen. „Damals war es ein klassischer Fall von 'Zweites-Album-Syndrom' – wir hatten nicht viel vorbereitet, sondern gingen einfach rein und versuchten, das Beste aus der gegebenen Zeit herausholen. Diesmal wurde das Material im Vorfeld nicht nur geschrieben, sondern auch sorgfältig arrangiert".

Derart vorbereitet, kam die Band Ende Februar in Los Angeles an und freute sich darauf, in einem legendären Studio aufzunehmen, in dem schon Klassikeralben von Led Zeppelin, Fleetwood Mac, The Doors und den Rolling Stones entstanden waren. „Ein Kindheitstraum wurde wahr, ganz ohne Frage“, sagt ein zutiefst dankbarer Lauvland Pettersen: „Was für ein Geschenk: Ich bin hier mit meinen lieben Freunden und wir haben die Zeit unseres Lebens.“

Produzent Kevin Ratterman (Ray LaMontagne, My Morning Jacket, The Flaming Lips) erwartete sie bereits. Der Plan war derselbe wie schon zuvor im Sunset Sound Studio: in den Flow kommen und zügig arbeiten. Die Band hatte sich zwei Wochen Zeit gegeben, um die Musik live im Studio aufzunehmen und auf analoge Bänder zu spielen.

Sie hielten die Deadline ein, was sich in doppelter Hinsicht als Gewinn herausstellen sollte, denn kaum war der letzte Song des Albums, "Ecstasy", im Kasten, ging die Welt, wie wir sie kannten, in den Shutdown. Es war März 2020, und der Plan war, dass Madrugada nach Hause fahren, sich eine Woche lang ausruhen und dann zurückkehren sollten, um in einem Studio in Silver Lake, L.A. die Overdubs und Mixings des Albums zu erledigen. Stattdessen fuhren sie nach Hause – und blieben dort.

„Es war eine ‚Letzter Flug aus Saigon'-artige Szene“, erinnert sich Høyem. „Und die Tickets waren nicht billig.“.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Entstehung von ‚Chimes at Midnight‘ tatsächlich in Windeseile vonstatten gegangen. Als klar wurde, dass sich die Welt noch eine ganze Weile im Ausnahmezustand befinden würde, war es wichtig, das Momentum nicht zu verlieren. Um das Album fertigzustellen, musste zu unorthodoxen Mitteln gegriffen werden. Die wichtigsten Hilfsmittel: Zoom und ein Großbildfernseher, mit Ratterman und dem amerikanischen Team auf der einen Seite in Los Angeles und Madrugada auf der anderen in Oslo, Norwegen. Frustrierend? Oh ja. Aber der Esprit de Corps blieb stark.

„Die Technologie machte es uns möglich, Overdubs in Echtzeit zu machen, während Kevin uns von der anderen Seite des Atlantiks aus produzierte“, berichtet Jacobsen. „Ungewöhnlich und – um es milde auszudrücken – ziemlich interessant. Aber es verlangsamte den Prozess enorm.“

Es versteht sich von selbst, dass Høyem, Jacobsen und Pettersen die Abwesenheit von Robert Burås bei der Arbeit an den neuen Songs schmerzlich bewusst war, persönlich ebenso wie fachlich. Doch was hat sich seit dem bisher letzten Album „Madrugada" (2008) und „Chimes at Midnight“ sonst noch verändert?

„Die Songs sind ein Abbild dessen, wer wir im Hier und Jetzt sind“, gibt Høyem zu Protokoll. „Wir sind älter. Wir sind alle Väter. Ich glaube, ich habe eine differenziertere Sicht auf das Leben als vor 20 Jahren, eine größere Fähigkeit, mehr als nur eine Sache gleichzeitig zu fühlen. Die Ästhetik von Madrugada war sehr New York City und Berlin, wir waren eine Punkband, die den Blues spielte. All diese Elemente sind weiterhin da. Doch dieses Mal verspürten wir einen Reiz, uns stärker den verträumten Aspekten unseres Schaffens zu widmen. Die Stadt, in der wie aufgenommen haben, hat uns darin bestärkt.“

Das Resultat sei jedoch „kein konzeptionelles Album“, wie Jacobsen mit Blick auf „Chimes at Midnight" sagt. „Es weist nicht in eine bestimmte Richtung, was es für mich auf eine Art speziell macht. Eines hat es jedoch hat es mit all unseren Alben gemein: es ist dafür gemacht, live gespielt zu werden“.

„Ich glaube, es hat vielleicht einen stärkeren Singer-Songwriter-Vibe“, sieht auch Lauvland Pettersen Unterschiede zu den vergangenen Werken der Band. „Wenn ich eine Ballade schreiben und ihr die volle Orchester-Behandlung angedeihen lassen möchte, steht mir das frei. Es hatte sogar einen therapeutischen Effekt. Die Konzerte waren das reine Vergnügen, das Album gab mir jedoch das Gefühl, mit etwas abschließen zu können.“

„‘Chimes at Midnight' entstand aus einer von großer Freude und Wohlwollen geprägten Atmosphäre. Für mich ist es ein leidenschaftliches Album“, schließt Høyem.

Und wenn es so etwas wie einen idealistischen Überbau gibt, so ist es Høyems, Jacobsens und Pettersens Respekt vor ihrer gemeinsamen Geschichte. „Ich hatte schon immer romantische Vorstellungen von Bands im Allgemeinen – und von unserer Band im Speziellen“, so Jacobsen. „Ich wollte nie Musik außerhalb von Madrugada machen. Ich wollte sie mit den Leuten machen, die der Grund waren, warum ich damals mit all dem angefangen habe.“



Madrugada
"Chimes At Midnight"
(Album)
Label/Vertrieb:
Warner Music
VÖ: 28.01.2022

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

15.10.2021 - 10:06 Uhr
Nächste Single:

https://www.youtube.com/watch?v=fE7atpl_yCc

mir ist das alles bislang zu brav. Das könnt halt auch Siverts Solokram sein.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21187

Registriert seit 08.01.2012

15.10.2021 - 19:07 Uhr - Newsbeitrag


„The World Could Be Falling Down“ ist einer von Madrugadas Lieblingssongs auf ihrem neuen Album. Was wohl auch daran liegen dürfte, dass er seine Anfänge bereits während der Aufnahmen zu ihrem ersten Album „Industrial Silence“ (1999) nahm, jedoch seinerzeit unvollendet blieb. Er schlägt somit eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart der Band, die mit ihrer Wiedervereinigung für die triumphale Jubiläumstour zu „Industrial Silence“ vor zwei Jahren begann.
Wie Bassist Frode Jacobsen berichtet, entspringen die Anfänge des Songs einer „äußerst kreativen Periode in der Geschichte Madrugadas. Die Zeit, als wir an unserem Debütalbum arbeiteten. Seine Akkordfolge weist verblüffende Ähnlichkeiten mit ‚Shine‘ und einigen anderen Songs auf diesem Album auf. Wir hatten damals so viel Material und dieser Song wurde nie fertiggestellt. Doch keiner von uns vergaß und wir hatten immer vor, ihn eines Tages zu vollenden.“

Folgerichtig war es einer der ersten Tracks, die Madrugada aufnahmen, als sie sich im Februar 2020 ins Sunset Sound Studio in L.A. begaben. „Ich weiß noch, wie wir den Track fertigstellten und in uns allen eine Ahnung keimte, dass hier ein großartiges Album in der Entstehung ist. Es klang sofort frisch und rund“, erinnert sich Drummer Jon Lauvland Pettersen.
Procucer Kevin Ratterman (Ray LaMontagne, My Morning Jacket, The Flaming Lips) spielte bei dem Revival des Songs eine zentrale Rolle, wie Sänger Sivert Høyem berichtet: „Wir hätten den Song womöglich ruiniert, weil wir uns zu viel den Kopf zerbrochen hätten, doch Kevin half uns, ihn in die richtige Richtung zu formen. Es war ein guter und konstruktiver Prozess."

Madrugada haben bisher zwei neue Songs aus ihrem kommenden Album veröffentlicht, jeweils begleitet von packenden Live-Videos aus ihrer Heimatprovinz, den Vesterålen im Norden Norwegens. Dieser Track schließt dort nahtlos an.


„Unser Größenwahn kennt keine Grenzen“, lacht Jon Lauvland Pettersen, Schlagzeuger von Madrugada. Er ist gerade aus seiner Heimatprovinz Nordland zurückgekehrt, wo die Band nicht nur ein, nicht zwei, sondern ganze neun Musikvideos gedreht hat (wer es nicht glaubt: gern nachzählen).

„Als es aber dann um die Frage ging, wie wir diese neue Musik verpacken und präsentieren sollten, konnten wir uns auf nichts einigen“ – nichts Neues bei uns“, lacht Sänger und Gitarrist Sivert Høyem.

„Wenn es nach mir ginge, würden wir zwei Pressefotos machen, ein paar Poster drucken und direkt wieder auf Tour gehen“, befindet Bassist Frode Jacobsen. „Wir haben viel Zeit damit verbracht, uns auf ein Konzept für ein Musikvideo zu einigen – und dann kommt Eivind Holmboe des Weges und schlägt vor, neun davon zu machen. Darauf konnten wir uns einigen".

Schon bald wurden Pläne geschmiedet: „Wir waren uns über diese beiden Fakten einig: Wir kommen alle von den Vesterålen und die Vesterålen sind ein spektakulärer Ort. Wir machten dort 2019 ein paar Fotos und wollten seitdem wieder dorthin“, so Sänger und Gitarrist Sivert Høyem.

Und genau das passierte. Man reiste auf die Vesterålen, um neun Musikvideos an neun verschiedenen Orten zu drehen – sechs davon zu neuen Songs des kommenden Albums „Chimes at Midnight“, drei zu ausgewählten Klassikern aus dem Backkatalog der Band. In der Summe sollte daraus ein Dokumentar-/Konzertfilm entstehen, so die Idee der Band und Holmboes.

Was natürlich bedeutete: Madrugada mussten die Musik live spielen. Ganz egal, wo sie sich gerade befanden, sollte die Band ihre Instrumente einstöpseln und spielen. Bei Wind und Wetter (was im August auf den Vesterålen durchaus ein Faktor sein kann).

Sie performten einen Song in einem Silo, das früher zur Herstellung und Lagerung von Heringsöl verwendet wurde. Sie sangen auf dem Gipfel des Berges Storheia, 565 Meter über dem Meeresspiegel. Sie standen vor einem brennenden Haus und am Strand von Andenes, als gerade die Flut einsetzte.

Das Klima an der Küste machte sowohl der Produktion als auch den Performances der Band ständig einen Strich durch die Rechnung. „Eine Live-Performance am Strand und im Wald zu durchzuführen, ist ein logistischer Albtraum“, macht Regisseur Eivind Holmbo keinen Hehl aus dem Unterfangen. „Aber es hat auch Vorteile, Musik für die Möwen und die Bäume zu spielen: Du kannst den Job sehr schnell erledigen. Wir hatten keine Zeit für endlose Durchläufe wie bei einem normalen Set. Schließlich konnten wir die Ausrüstung nicht vor Ort lassen, um am nächsten Morgen da weiterzumachen“.

All das wäre ohne die Hilfe der Einheimischen nicht möglich gewesen: „Sie waren absolut großartig“, so Holmboe. „Die Band ist dort natürlich eine ziemlich große Nummer. Uns schlug eine Menge Wohlwollen entgegen.“

Madrugada waren weit entfernt von Los Angeles. Stattdessen weilten sie nun genau da, wo für einst für sie alles begann.

Als Madrugada 2019 nach gut zehnjähriger Pause wieder zusammenfanden, um das 20-jährige Jubiläum ihres Debütalbum-Klassikers „Industrial Silence" mit einer umfangreichen Comeback-Tournee durch Europa zu feiern, machten sie zwei erfreuliche Feststellungen. Erstens: das Interesse an ihrer Band hatte in ihrer Abwesenheit nicht nachgelassen, ganz im Gegenteil – auf dem europäischen Kontinent hatte es sogar zugenommen. Und zweitens: sie liebten es, wieder zusammen zu sein. Nie in den knapp 25 Jahren seit der Gründung hatte es so viel Spaß gemacht, in Madrugada zu sein.

Sänger und Gitarrist Sivert Høyem dazu: „Es war, als sich ob das letzte Puzzleteil an seinem Platz eingefügt hätte. Ich hatte mich auf der Bühne noch nie so wohl gefühlt. Es war überhaupt kein Stress, ganz anders als früher, wo ich immer großen Stress empfunden habe.“ Die Tour war ein wahrer Triumphlauf, mit ausverkauften Shows in ihrem Heimatland Norwegen, vielen Festival-Terminen und einer Vielzahl von Konzerten in ganz Europa, wo die Band nun Hallen ausverkaufte, die doppelt so groß waren wie die Venues, in denen sie früher gespielt hatten.

Zehn Jahre nach der Bandauflösung infolge des Todes von Gitarrist Robert Burås verspürten die drei verbliebenen Gründungsmitglieder – Høyem, Frode Jacobsen (Bass) und Jon Lauvland Pettersen (Schlagzeug) – eine neue Energie und waren bereit für mehr.

Sie wollten weitere Konzerte spielen. Dafür musste neue Musik gemacht werden. Denn darin waren sie sich einig: sie wollten nicht ewig weiter auf der Nostalgiewelle surfen. Und so kam es, dass Madrugada, eine Band, die normalerweise eine halbe Ewigkeit braucht, um sich selbst auf die kleinsten Dinge zu einigen, im Dezember 2019 von der Bühne direkt zurück in den Proberaum eilten.

„Wir hatten einen engen Zeitplan“, berichtet Frode Jacobsen. „Wir buchten uns Ende Februar im Sunset Sound Studio in Los Angeles ein und hatten etwa anderthalb Monate Zeit, um das Material zu entwickeln und in Form zu bringen. Es lief wie am Schnürchen. Wir waren immer noch high vom Touren und nahmen diese Energie mit in die Aufnahmekabine“.

„Jeder von uns brachte Melodien und Ideen ein, was dem Kreativprozess sehr zuträglich war“, fügt Høyem hinzu. „Und dann schauten wir einfach, wohin es uns treibt. Wir hatten das ‚Industrial Silence‘-Album noch in den Venen, nachdem wir es auf der Tournee live gespielt hatten, und ich hatte das Gefühl, dass es eine direkte Verbindung zu unseren prägenden Jahren gab. Egal, was wir anfassten – es klang am Ende nach Madrugada.“

In der Folge arbeitete die Band in ihrem eigenen Proberaum/Studio in Oslo und einem anderen Studio 45 Minuten außerhalb der Stadt, Velvet Recordings, weiter an den Songs, gefolgt von einer weiteren Woche des Feinschliffs in Berlin. 70 % des erarbeiteten Materials ist komplett neu, die übrigen 30% entstanden aus einigen älteren Songs, die sie aus der Vergessenheit retteten. „The World Could Be Falling Down“ etwa, das aus der Zeit ihres ersten Albums stammt, oder „Slowly Turns The Wheel“, das seinen Ursprung irgendwo zwischen dem dritten und dem vierten Album hat.

„Der Prozess unterschied sich grundlegend von den Aufnahmen meines letzten Albums mit der Band [„The Nightly Disease“, 2001]“, berichtet Lauvland Pettersen. „Damals war es ein klassischer Fall von 'Zweites-Album-Syndrom' – wir hatten nicht viel vorbereitet, sondern gingen einfach rein und versuchten, das Beste aus der gegebenen Zeit herausholen. Diesmal wurde das Material im Vorfeld nicht nur geschrieben, sondern auch sorgfältig arrangiert".



Madrugada
"Chimes At Midnight"
(Album)
Label/Vertrieb:
Warner Music
VÖ: 28.01.2022

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