Hartz IV

User Beitrag
Betroffener
10.08.2004 - 22:52 Uhr
Na, alle sicher vor Hartz IV ???
...
10.08.2004 - 22:57 Uhr
was heißt sicher? reformen tun not, auch wenn das was da abläuft mal wieder nur ein rumschrauben ist, was nicht viel bringt...
Aune
10.08.2004 - 23:05 Uhr
Tja, Reformen hin oder her. Haben sie uns bisher wirklich was gebracht? Also, irgendwas Profitables? Hmmmmmmm.....
*nachdenk*
...
10.08.2004 - 23:17 Uhr
ach bringen reformen was von heute auf morgen? interessant...
Aune
10.08.2004 - 23:18 Uhr
@...: Besserwisser! ;)
Guzica
11.08.2004 - 09:00 Uhr
Die Frage ist nicht, ob Hartz IV was bringt oder Reformen allgemein. Die Frage ist, was die SPD vor den Wahlen versprochen hat bzw. was sie sich auf die Fahnen schreibt.
Sozial und alternativ ist das keinesfalls. Es ist das, was die CDU tun würde, nur, daß letztere in Wirtschaftsfragen einfach kompetenter ist.
Sassenmann
11.08.2004 - 09:33 Uhr
S/Wirtschaftsfragen/betriebswirtschaftlichen Fragen

Volkswirtschaftlich tummelt sich in allen Parteien doch keine Persönlichkeit.
Flamethrower
11.08.2004 - 09:41 Uhr
@Guzica:
Nein, die CDU würde entgegen ihrer momentanen Aussagen noch schroffer ins Sozialsystem eingreifen und noch mehr wegstreichen.

Aber Ihr ganzen Demokraten/Marktwirtschaftler/Kapitalisten müsst Euch halt bewußt werden: Sozial UND Marktwirtschaft, das geht einfach auf die Dauer nicht !
Es funktioniert nicht, denn es rechnet sich nicht.
Weil die BRD aber ebendiese Illusion der DDR jahrzentelang vorgelogen hat, stehen wir nun da wie wir eben nun dastehen.
Und jetzt weiterschaffen und glücklich damit werden !
...
11.08.2004 - 10:33 Uhr
@guzica:
nicht dein ernst, oder? die cdu hatte schließlich 16 jahre zeit, reformen auf den weg zu bringen und was passierte? nichts. das problem ist, dass es länger als 4 jahre braucht, bis reformen greifen. leider verträgt sich das nicht mit der halbwertszeit der regierung, die dann vom volk abgewählt wird, sobald es einschnitte gibt. weil geiz ja geil ist usw.
in anderen ländern funktioniert es komischerweise. vielleicht weil dort der durchschnitts-iq höher ist als hier. vermutlich kapieren es die leute erst, wenn es ihnen so richtig dreckig geht.
Flamethrower
11.08.2004 - 11:01 Uhr
@...
Überschätz mal bitte die Demokraten nicht:
Kohl war der erste und einzige Kanzler in der Geschichte der BRD, der vom Volk abgewählt wurde.

...
11.08.2004 - 11:08 Uhr
das mag schon sein. aber es war nicht die erste regierung, die abgewählt wurde...
massive massive
11.08.2004 - 11:16 Uhr
reformen? besser für die menschen?
was soll daran besser sein, länger zu arbeiten? am besten wir lassen die ganze menschheit gegeneinander antreten, und wer nicht spurt, fliegt. arbeitsrechte sind eh fürn arsch, und überhaupt muss dieses anspruchsdenken mal ein ende haben!
...
11.08.2004 - 11:26 Uhr
hallo? sozialsystem? wenn kein geld mehr da ist, um alte und kranke zu versorgen, muss was am system geändert werden. und das geht nun mal nicht ohne einschnitte. erstmal hirn einschalten, dann posten.
Flamethrower
11.08.2004 - 11:37 Uhr
@...
das mag schon sein. aber es war nicht die erste regierung, die abgewählt wurde


? welche denn ? In der BRD ?
bartel (d.e.)
11.08.2004 - 11:46 Uhr
Quote "...und das geht nunmal nicht ohne Einschnitte..."

Fraglich ist u.a. das Ausmass und vor allem WER da zur Kasse gebeten wird.
Guzica
11.08.2004 - 11:52 Uhr
Wo habe ich behauptet, Kapitalist zu sein?
Wo habe ich behauptet, die CDU hätte etwas besser gemacht?
Wo habe ich bestritten, daß die CDU schroffer ins Sozialsystem eingreifen würde?

Leute, Leute, da wundert mich nichts mehr, wenn ich das hier so lese. Seid mal weniger befangen in dem Nachkriegs-System, nach dem von SPD und CDU + jeweils einer ausgleichenden kleineren Partei abwechselnd Schwerpunkte innerhalb eines starren Wirtschaftssystems gesetzt wurde.

Tatsache ist: keine der beiden großen Parteien ist in der Lage, auf die veränderte globale Situation einzugehen. Das liegt nicht nur an unserer gefestigten Demokratie, sondern auch an den gefestigten Parteistrukturen ("Gefestigt" darf hier wahlweise mit stabil bzw. betoniert synonymisiert werden, je nach Gusto).

Nicht das einzige, aber ein riesiges Problem ist, daß die Menschen in Deutschland sich für etwas besseres halten, weswegen sie oft der Meinung sind, sie hätten ein "Recht" auf Wohlstand und Luxus, und damit meine ich nicht nur arbeitsrechtlichen (Urlaub, Sozialleistungen usw.) sondern auch privaten Luxus. Denn eine Gesellschaft besteht aus Privatleuten, und es kann einfach nicht ohne Auswirkung auf die Gesellschaft sein, wenn bereits 14-jährige über von Krankenkassen finanzierte Tittenvergrößerungen reden.
düssi
11.08.2004 - 11:56 Uhr
Wenn Reformen doch bitte mal da wo man ordentlich was einsparen kann.
Wer braucht mehrere hundert Krankenversicherungen mit ihren Verwaltungen?
Die Bebauungspläne bei denen unsere Herren/Frauen Abgeordneten in ihren Wahlkreisen Geschenke an die Baulöwen und ihre Spezis machen?
Wie kann es sein, das manch deutsches Unternehmen mehr Subventionen bekommt als Gewinn gemacht wird und dafür die Arbeitsplätze mit unseren Steuergeldern ins Ausland verlagert werden?
Ich finde es sollte jeder in Deutschland verdiente Euro, auch von den Firmen mit Sitz im Ausland, versteuert werden.
Wenn das alles nicht reicht erst dann sollte man Einschnitte im Sozialwesen in Betracht ziehen.
Aber unsere Herren Großverdiener denken ja immer noch sie würden die Konjunktur ankurbeln und wundern sich zeitgleich über die sinkende Binnennachfrage.
Könnt mich wieder aufregen....
Patte
11.08.2004 - 11:58 Uhr
"und es kann einfach nicht ohne Auswirkung auf die Gesellschaft sein, wenn bereits 14-jährige über von Krankenkassen finanzierte Tittenvergrößerungen reden."

Wo gesehen?

Patte
11.08.2004 - 12:01 Uhr
Und Leute, wie Schumi und Bobbele und Co. sollte man ordentlich schröpfen. Wenn schon anpacken, dann doch bitte alle...
corny
11.08.2004 - 12:18 Uhr
die werten herren becker und schumacher zahlen ihre steuern doch garnicht bei uns.

oder könnte man es rechtlich möglich machen, dass deutsche, die im ausland ihren wohnsitz haben, ebenfalls steuern an den fiskus abtreten?
Patte
11.08.2004 - 12:25 Uhr
Man könnte zumindest an ihre "Ehre als Deutsche" appellieren. Und wenn sie nicht spuren - Staatsbürgerschaft weg.

Wie gesagt: nicht nur der kleine Mann muss mitanpacken, sondern auch diejenigen, die immer was "überhaben". Sonst macht das alles keinen Sinn.
Guzica
11.08.2004 - 12:27 Uhr
@Patte:

man nehme einen Querschnitt aus den Talkshows und Boulevardmagazinen, die vor 18.00 Uhr im TV laufen und stelle fest: Zielgruppe ist die kaufkräftige Altersschicht. Da heute so ziemlich jedes Kind am Konsum teilnimmt, ist klar, daß Tittenvergrößerungen und plastische Chirurgie allgemein die Kids bereits heute normt.

Oder sehe ich das als einziger so?

Folgender Link ist jetzt mal nur ein Beispiel dafür, daß die eigentlich Zielgruppe die Kids sind:
http://www.digitalfernsehen.de/news/news_13703.html

Wir stecken einfach zu tief im Konsum und vergessen, daß der Wohlstand, dem wir nachtrauern einmal hart erarbeitet war. Man muß nur mal TV einschalten, um zu sehen, was die Leute so zu bewegen scheint.

SPD oder CDU ist doch in Wirklichkeit völlig unwichtig für die breite Masse.
...
11.08.2004 - 13:11 Uhr
okay, guzica, dein zweites posting macht für mich schon wesentlich mehr sinn, sorry, wenn ich das erste falsch interpretiert habe.

was die steuerzahlungen von promis usw. angeht: das ist ehrlich gesagt absolut egal, wo diese leute ihre steuern zahlen. im gesamten haushalt macht das einen so kleinen teil aus, dass es nicht ins gewicht fällt.
massive massive
11.08.2004 - 13:59 Uhr
..es geht aber ums prinzip finde ich. Wenn sich jemand "deutscher" nennt und für Deutschland starten will, soll er auch zu seinem land stehen. dazu gehört auch, steuern zu bezahlen. Das Rotkäppchen besteht eh nur aus beliebig formbaren gel, das an einer fahne im wind flattert und nur alles für seine Kapitalvermehrung tut.
Wo ist die Logik bei der Theorie "sparen, sparen, sparen"? Wo es endet, kann keiner sagen, wenn man einmal angefangen hat. Bei chinesischen Arbeitsbedingungen?
Die Binnennachfrage wird auch nicht grade angekurbelt.
Im übrigen hat jeder Mensch vernünftige Arbeits- und Lebensbedingungen verdient. Dafür lohnt es sich zu kämpfen! Die Menschen gegeneinander auszuspielen, ist unglaublich. Ein Auslaufmodell, ein Rückschritt! Es darf nicht sein, dass sich die Firmen/Konzerne durchsetzen, die die skrupellosesten Forderungen an ihre Belegschaft haben und die schlechtesten Konditionen bieten!
Neil Archer
11.08.2004 - 14:17 Uhr
Im Grunde genommen läuft alles auf folgendes Problem zu:

Das wichtigste Ziel im Kapitalismus ist der Profit, alles andere ist dem unterzuordnen.

Das ist doch der eigentliche Knackpunkt. Du wirst nunmal kaum ein Unternehmen finden, dass daraufhin arbeitet, seinen Angestellten ein gutes Leben zu ermöglichen, das passt dann wieder nicht mit dem Profitgedanken zusammen.
Um es ganz einfach zu sagen:
Das Geld muss wieder dem Menschen dienen, so wie es ja eigentlich sein sollte, und nicht der Mensch dem Geld. Klingt zwar einfach, ist aber das entscheidene Problem.

Um nochmal zu hartz 4 zurückzukommen: Es ist ja wohl eine riesen Sauerei wie sich eine CDU-Politiker jetzt verstellen. Erstmal in den Kommissionen wesentlich stärkere Einschnitte fordern (z.B. sollt der Freibetrag bei Kindersparbüchern ungefähr bei 250 Euro liegen, nicht wie jetzt bei 750), dann aber sich groß aufspielen über die schlimmen, unzumutbaren Reformen. Da kriege ich das Kotzen.

Patte
11.08.2004 - 15:17 Uhr
"dann aber sich groß aufspielen über die schlimmen, unzumutbaren Reformen. Da kriege ich das Kotzen."

Dann wundern einen die gigantischen Umfragewerte für die CDU/CSU auch nicht mehr. Wählervolk besteht nur aus ungeduldigen, zimperlichen Wendehälsen. Ekelhaft sowas.
...
11.08.2004 - 15:19 Uhr
@massive massive:
du hast im prinzip recht. nur blöderweise interessiert das keinen großen konzern, solange die leute woanders für die hälfte vom geld arbeiten.
Flamethrower
11.08.2004 - 16:51 Uhr
@Patte:
...Meine Ehre als Deutscher...
ist das jetzt Dein Ernst ?
Da hätt ich nämlich nur einen Scheißdreck anzubieten.
Kellerkind
11.08.2004 - 16:52 Uhr
Wie wär's denn damit: Arbeitslose bekommen im ersten Jahr 2 Euro monatlich und haben Anspruch auf eine maximal 1,27 m² große Wohnung. Nachher kein Geld mehr und ihre "noch zumutbare" Wohnung müssen sie auch hergeben.
Schließlich hätten sie im Jahr vorher ruhig die Stelle als biologische Kloschüssel annehmen können, die solln sich doch nicht so anstellen! Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen! Amen.
massive massive
11.08.2004 - 17:02 Uhr
es muss gesellschaftlicher konsens sein, dass ein ausspielen von menschen gegen menschen eingedämmt werden muss! dafür ist international viel bewegung vonnöten! wenn wir den konkurrenzgedanken konsequent zuende denken, dann arbeiten wir uns nämlich alle tot und haben die unternehmen saniert.
ich sehe nicht ein, warum alles immer schneller, größer, billiger,... sein muss. es nutzt den menschen nicht.
wichtelhunter
11.08.2004 - 17:07 Uhr
Wie meinte einmal Ernst Probst? "Wo ständig reformiert wird, drängt sich der Verdacht auf, dass dort nie etwas Bleibendes geschaffen wurde."

Wohl wahr...
Kellerkind
11.08.2004 - 17:07 Uhr
Wahre Worte!
...
12.08.2004 - 13:03 Uhr
ja. und wer sich nicht bewegt, hat eh schon verloren.
Heiko
12.08.2004 - 13:07 Uhr
@...
"hallo? sozialsystem? wenn kein geld mehr da ist, um alte und kranke zu versorgen, muss was am system geändert werden"

vielleicht sollte man erstmal überlegen, warum kein Geld mehr da ist...nur ein kleiner Tip...
Logik
12.08.2004 - 13:26 Uhr
1. Ich zahle ins Rentensystem ein, wenn ich arbeite. Ich erhalte aber keine Rente mehr.
2. Ich zahle in die Arbeitslosenkasse wenn ich noch verdiene, schöpfe aber max. ein Jahr davon ab, auch, wenn ich z.B. 20 Jahre tätig war.

Fazit: Meine "Restloyalität" zum Solidarsystem geht zum Teufel.
Ich bescheiße spätestens ab jetzt alles und jeden incl. der Steuer unter dem Vorhalt der langfristigen Überlebenssicherung.
Ich werde zum Kleingauner, denke egoman, entschuldige das mit Notwehr und Kampf für die Familie z.B.

Am Ende gibt es nur noch Einzelkämpfer, erfolgreiche und weniger erfolgreiche.

Brave new world.
corny
12.08.2004 - 13:59 Uhr
selbst mit hartz IV hat die brd immer noch das beste sozialsystem lt. einer studie. in anderen ländern kriegt man nicht mehr vom staat.
EternalSun
12.08.2004 - 14:02 Uhr
Selbst wenn, das heißt dann für mich nur eins: Der Kapitalismus mit all seinen Auswüchsen und Entartungen muss restlos vernichtet werden!
corny
12.08.2004 - 16:41 Uhr
und welche wirtschaftsform schlägst du uns stattdessen vor?
...
12.08.2004 - 18:02 Uhr
@EternalSun:
hängt dein name eigentlich mit dem film zusammen?

@heiko:
"vielleicht sollte man erstmal überlegen, warum kein Geld mehr da ist...nur ein kleiner Tip..."
ja, warum ist kein geld mehr da? weil die sozialen systeme so nicht mehr funktionieren? weil die leute älter werden? die pharmaka immer teurer? die wirtschaft in länder abwandert, in denen die löhne niedriger sind? vw heute schon mehr autos in china verkauft als hier? bmw mehr in den usa als hier? der markt deutschland zunehmend seine attraktivität verliert, weil immer weniger leute da sind, die immer weniger geld ausgeben?

@corny:
norwegen, dänemark, teilweise holland, teilweise kanada.
...
12.08.2004 - 18:03 Uhr
letzteres bezog sich auf das sozialsystem.
EternalSun
12.08.2004 - 19:50 Uhr
Natürlich! Mit DEM Film. Also nicht mit irgendeinem präzisen Film, sondern einfach mit DEM Film.

Wirtschaftsform? Volksgemeinschaft oder sowas, im Zweifelsfall kollektiver Selbstmord.
Heiko
12.08.2004 - 21:05 Uhr
@...
ok, dann fang ich mal an: prinzipiell könnte ich auf jeder deinen Fragen wieder antworten: und warum ist das so? Aber das spare ich mir...und sag dir lieber mal was ich denke, warum das alles so ist, wie es ist.

- weil die sozialen systeme so nicht mehr funktionieren?

--> quatsch...das System funktioniert...wenn man auf die sich verändernden Verhältnisse richtig reagieren würde, dann wäre alles in Butter.

- weil die leute älter werden?

--> das liegt ganz einfach daran, dass es sich keiner mehr leisten kann, Kinder zu bekommen und die medizinische Versorgung immer besser wird. Lösung: siehe unten.

- die pharmaka immer teurer?

--> die Produkte werden ja auch immer wirksamer...die Forschung kostet aber dementsprechend. Und wenn ich sehe, wieviel Überschuss die Krankenkassen erwirtschaften, dann kann ich so einen Scheiss wie die Praxisgebühr nicht nachvollziehen. Dabei könnten die Krankenkassen ihre Kosten noch weiter senken, wenn die ihren riesigen Verwaltungwust mal aufräumen würden. Was da an Geld versickert ist einfach unfassbar.

- die wirtschaft in länder abwandert, in denen die löhne niedriger sind?

--> prima...aber verkaufen wollen sie alle auf dem deutschen Markt, weil sie dort ein vielfaches von dem einnehmen können, was sie in den Billiglohnländern für ihre Produkte bekommen würden. Deshalb bin ich der Meinung, dass es sinnvoll wäre, die Unternehmen zu zwingen, in Deutschland zu produzieren, wenn sie hier auch verkaufen wollen. Was anderes machen die Amerikaner auch nicht....und, oh wunder, die haben eine verdammt niedrige Arbeitslosigkeit. Und das liegt entgegen der allgemeinen Meinung nicht nur an den MacJobs. Ausserdem ist es doch interessant, dass sich in der ganzen Welt Firmen um deutsche Ingenieure bemühen, weil die mit die beste Ausbildung weltweit geniesen (nur als Beispiel, es gibt noch viel mehr deutsche Exportschlager).
Was wirklich hilft ist Druck auf die großen Unternehmen und Hilfe für Existenzgründer (z.B. geringere Auflagen etc.)...was bringt es der Bevölkerung den Gürtel immer enger zuzuziehen und jetzt auch noch die letzten Reserven rauszuquetschen?

- vw heute schon mehr autos in china verkauft als hier?

--> Na und? Sollen sie doch. Sind halt auch 20 mal mehr Menschen als in Deutschland und der Markt dort expandiert wie die Hölle. Ich sehe aber nicht, warum das ein Nachteil für Deutschland sein sollte. Es sollte im Augenblick eher dafür sorgen, das VW die Produktion hier auf Maximum fährt, weil die Fabriken in China noch nicht fertig sind und die Nachfrage ja irgendwie befriedigt werden muss.

- bmw mehr in den usa als hier? der markt deutschland zunehmend seine attraktivität verliert, weil immer weniger leute da sind, die immer weniger geld ausgeben?

--> und wie soll sich das ändern, wenn durch Hartz IV jetzt sogar die Kinder (die im übrigen selbst keine Jobs finden) für ihre Eltern ausgenommen werden, obwohl diese Eltern teilweise 40 Jahre in die Arbeitslosenversicherung (ja, es ist eine Versicherung) eingezahlt haben? Was geändert werden muss? Die Bürger brauchen einfach mehr Kaufkraft...das ist der Schlüssel zum Erfolg. Mehr Kaufkraft führt zu mehr Nachfrage, mehr Nachfrage führt zu mehr Umsatz und steigender Nachfrage an Arbeitskräften bei Firmen. Daraus folgt sinkende Arbeitslosigkeit...und schon ist der Boom da. Und wenn die Leute wieder Geld haben, dann werden auch wieder mehr Kinder gebohren.

Mein Geschreibsel erklärt natürlich nicht alles, aber ich denke, dass es alles Sinn macht.
Kellerkind
12.08.2004 - 21:08 Uhr
Planwirtschaft. JETZT!
Patte
12.08.2004 - 22:34 Uhr
"Und wenn ich sehe, wieviel Überschuss die Krankenkassen erwirtschaften, dann kann ich so einen Scheiss wie die Praxisgebühr nicht nachvollziehen."

Das kann ich auch deshalb nicht nachvollziehen, weil ich nicht einsehe, warum Bargeld in dieser Sache zwingend ein Muss ist. Wir leben doch im 21.Jahrhundert. Bricht denen etwa ein Zacken aus der Krone, wenn man das später überweist? Sollen das doch die Kassen am Ende des Monats vom Konto abziehen...
...
13.08.2004 - 00:28 Uhr
okay. erstmal ganz kurz zur praxisgebühr. die finde ich sehr sinnvoll und zwar aus einem ganz anderen grund: wenn ich sehe, wie meine eine mitbewohnerin dreimal die woche zum arzt rennt, wegen jedem kleinen scheiß, dann ist es vollkommen okay, dass sie dafür zahlt. und wenn es nach mir ginge, auch 50 euro! denn man merkt deutlich, dass es wirkt. und meine hausärztin sieht das genauso. wieviele leute rennen zum arzt, weil sie sonst nix zu tun haben. das darf einfach nicht sein. und geht nunmal nur über geld.

zum anderen schreib ich später oder morgen was.
...
13.08.2004 - 00:29 Uhr
@EternalSun:
aufgrund des namens hast du bei mir schonmal ein stein im brett.
EternalSun
13.08.2004 - 01:03 Uhr
Ist das jetzt Ironie gewesen mit dem Stein im Brett?

Naja, gegen das 50 € Praxisgebühren hätte ich eindeutig was, weil ich relativ oft zum Arzt rennen muss um mir ein gewisses für mein Überleben notwendiges Präparat verschreiben zu lassen... Und auch sonst... Wenn ich da nicht hin müsste würde ich für meinen Teil nicht hin.
jojo
13.08.2004 - 01:06 Uhr
hey an eternal sun: wie kann ich nen eigenen thread eröffnen??saga mir doch bitte jetzt
jojo
13.08.2004 - 01:15 Uhr
ich habss
corny
13.08.2004 - 07:47 Uhr
@...
du möchtest ein sozialsystem wie in dänemark?
da gegen ist hartz IV aber garnichts. wenn de dann dein angebot aus bayern nicht annimmst, kriegste garkein geld mehr, nichts. das sind nämlich die dänischen verhältnisse.

ich denke hartz IV macht theoretisch durchaus sinn, allerdings nur mit der vorraussetzung das arbeitsplätze in deutschland vorhanden sind.

das ist es aber nun mal nicht. und da muss zuerst angepackt werden. zuerst arbeit schaffen und dann die sozialversicherung bzw. die arbeitslosenversicherung so reformieren, dass sich arbeit wieder lohnt und nicht das ausruhen auf der sozialen hängematte.

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