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Tristan Brusch - Am Rest

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

26.04.2021 - 19:25 Uhr - Newsbeitrag
"Tristan Brusch ist wie ein „Einhorn“ in der deutschsprachigen Indie-Landschaft: einfach einzigartig."
- DIFFUS Magazin

Tristan Brusch ist einer der intensivsten Künstler des Landes: Der Wahl-Berliner macht in seinen Songs unendlich Schönes wie Hässliches sichtbar. Geschont wird man woanders. Das neue Album "Am Rest" erscheint am 08. Oktober 2021 und kann ab sofort vorbestellt werden. Bereits erschienen ist daraus die Single "Zwei Wunder am Tag".

Das Jahr 2020, diese ganze Seuchen-Story, das geht an keinem einfach so vorbei. Nach Motiven von Vergänglichkeit und Zerfall braucht man nicht lange suchen. Sie finden sich überall, im Alltag, im Netz, in der Kunst. Die neue Platte des Songwriters Tristan Brusch bringt genau dieses Spannungsfeld zwischen Licht und Licht-Vernichtung auf den Punkt. Mag man zumindest meinen, doch er selbst sagt allerdings: "Ich möchte nicht lügen, ‚Am Rest‘ wäre auch ohne Lockdown entstanden."

Ein Album machen über das Ende der Dinge, diese Idee trug Tristan Brusch schon lange mit sich herum, nun ist es raus. In einem Studio in Kreuzberg ist sie zu diesem knappen Dutzend Songs geworden. Endzeitstimmung, Abenddämmerung. "Am Rest" beschäftigt sich mit dem Ablaufdatum der Welt und spart sich selbst nicht aus. Klingt alles sehr düster? Ist es auch... Doch es ist erst dieser Blick in das letzte Loch, der es möglich macht, sich von den schönen und berührenden Momenten - die das Album genauso in sich trägt – überwältigen zu lassen.

Das letzte Loch beziehungsweise die "Fressvotze", wie es in "Zwei Wunder am Tag" heißt, spart Tristan Brusch also ganz bewusst nicht aus. Sie sind zentrale Orte auf "Am Rest". Bei diesem Künstler tauchen Alltag und Welt niemals durchgestylt und ästhetisch genormt auf. Wieso auch? Sie sind es nicht – und ein guter Texter ist immer auch ein genauer Beobachter.

"Am Rest" von Tristan Brusch erscheint am 08.10.2021 bei Bube Dame König Artist und kann ab sofort auf Vinyl auf der Webseite www.am-rest.de vorbestellt werden.

Armin

Plattentests.de-Chef

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13.07.2021 - 14:46 Uhr - Newsbeitrag
TRISTAN BRUSCH - "DER ABSCHAUM"

Mit "Der Abschaum" schenkt uns Tristan Brusch das zweite Stück Gold für die Ohren von seinem kommenden Album "Am Rest". Gab es je einen empathischere Ode an den Abschaum als dieses Stück? Schwer vorstellbar. Eine Art Swing mit Orchester-Anmutung öffnet hier den sonst so Geschmähten, den Verachteten, nicht weniger als einen Ballsaal.
50er-Jahre Feeling, Dreiviertel-Takt, musikalisch könnte dieser Song des Wahlberliners ein Engtanz sein in einer dieser Schmonzetten, die einst rund um Elvis Presley gedreht wurden. In diesen Sound singt Brusch von den Stadttauben, die sowas wie die Patronen seines kommenden Albums geworden sind. Sie saßen dort auf dem Fenstersims des Tonstudios in der Forsterstraße und schißen diesen gnadenlos voll. Und doch gewannen sie Bruschs Herz. "Der Abschaum" ist eine Liebeserklärung an die Lästigen, mit denen man ja vielleicht doch mehr gemein zu haben scheint als mit den ganzen intakten Gruppen um einen herum. Das hier ist der Soundtrack zur Dissoziation, die Musik der Kluft - und nur Tristan Brusch schafft es, sie nach Samt und Seide klingen zu lassen!

"Der Abschaum" erscheint mit der digitalen B-Seite "2006". Vorher war bereits die Single "Zwei Wunder am Tag" erschienen. Das neue Album "Am Rest" erscheint am 08.10.2021 und ist über www.am-rest.de vorbestellbar.
Tristan Brusch - Der Abschaum
Stream: https://spoti.fi/36tahNX


Armin

Plattentests.de-Chef

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08.10.2021 - 19:04 Uhr - Newsbeitrag
TRISTAN BRUSCH veröffentlicht sein neues Album "Am Rest" am 29.10.2021 - Ein phänomenales, düsteres, unmittelbares Werk. Heute erscheint die neue Single "Einer liebt immer mehr" mit Musikvideo.

TRISTAN BRUSCH - "Einer liebt immer mehr" (Single)
Musikvideo:

"Einer liebt immer mehr / und der bin ich immer gern" - Die neue Auskopplung handelt vom Ungleichgewicht einer Beziehung. Der berührende, treibende Song lässt dabei offen, welche der beiden Rollen die vermeintlich richtige ist, wenn es sie denn überhaupt gibt. Produziert wurde von Tim Tautorat (u.a. Tocotronic, Betterov, u.v.m.).

"Am Rest" versammelt elf ergreifende Stücke, getragen von dieser außergewöhnlichen Stimme, Stücke voller Witz, sprachlicher Finesse, Drama und überraschenden Wendungen - textlich wie musikalisch. Stücke, die einen nicht mehr loslassen, weil sie mehr erzählen als gebrauchsüblicher Pop, weil sie einen tiefer blicken lassen. Bisher wurden "Zwei Wunder am Tag" und der "Der Abschaum" ausgekoppelt.

Das Album erscheint am 29.10. über das Berliner Label Bube Dame König Artist und ist unter www.am-rest.de exklusiv bestellbar.

Armin

Plattentests.de-Chef

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20.10.2021 - 20:58 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Ina Simone Mautz

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01.11.2021 - 07:29 Uhr
Album des Jahres!

Perfect Day

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01.11.2021 - 14:28 Uhr
Tolles Album.

Autotomate

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01.11.2021 - 15:23 Uhr
Wenn sich sogar die PT-Legende Ina Simone Mautz zu einem Posting hinreißen lässt, werde ich wohl auch mal genauer reinhören müssen...

novemberfliehen

Postings: 83

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01.11.2021 - 20:18 Uhr
Es könnte sich tatsächlich um das Album des Jahres handeln.

Ina Simone Mautz

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02.11.2021 - 14:41 Uhr
Ja, bitte unbedingt alle mal reinhören! Besser noch: von vorne bis hinten anhören - idealerweise über Kopfhörer. Ich bin einfach so begeistert von „Am Rest“, dass ich das auch an dieser Stelle mal rausposaunen musste! 2008 hatte ich hier bereits Tristans Album „My ivory mind“ rezensiert und war damals schon äußerst angetan von diesem Künstler (er war gerade 19 Jahre alt). Umso mehr freut es mich, dass er jetzt nicht nur so ein grandioses Album veröffentlicht hat, sondern dass das auch adäquat medial gewürdigt wird (hier, SPON, ME, ich selbst hab beim RS 4,5 von 5 Sternen vergeben).

Pascal

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04.11.2021 - 03:18 Uhr
Singt er tatsächlich "Fressfotze" oder hab ich was mit den Ohren?

Enrico Palazzo

Postings: 2343

Registriert seit 22.08.2019

04.11.2021 - 06:25 Uhr
Jupp, singt er. Ich finde das Album echt gut, aber dieser ständige Drang nach Derbheit machts für mich etwas kaputt. Ich finde sowas wie Fressfotze einfach nicht geil.

Pascal

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 13.02.2013

04.11.2021 - 12:11 Uhr
Also ich verstehe, warum er das Wort wählt und die Drastik ist für mich an sich auch okay. Aber ich finde, er hätte auch eine Formulierung wählen können, die kein sexistisches Schimpfwort enthält. Ich finde den Song großartig, nur hier zucke ich immer wieder.

Aber ich zucke heutzutage auch, wenn Savas auf dem neuen Megaloh-Album dieses F-Wort bemüht. 1998 hab ich noch laut auf dem Schulhof seine Zeilen vorgerappt und da war das Wort noch das Unproblematischste. Werde ich alt oder sensibler?

All Crips are Bloods

Postings: 218

Registriert seit 05.06.2020

04.11.2021 - 12:58 Uhr
Vielleicht auch ängstlicher? Der Kontext macht die Musik, ich finde es passt hier einfach sehr gut. Der Song ist ja im Grunde eine Selbstanklage.

Pascal

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 13.02.2013

04.11.2021 - 13:22 Uhr
Wie gesagt, die Drastik oder Derbheit ist nicht mein Problem und ich finde den Song – auch inhaltlich – großartig. Mein Problem ist das Wort, das halt schlicht ein Schimpfwort für das weibliche Genital enthält und zwar ohne jeden zwingenden Grund. Er hätte auch "Fressloch" singen können oder "Fettfresse" oder was auch immer. Hätte keiner schlechter gefunden als jetzt.

All Crips are Bloods

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Registriert seit 05.06.2020

04.11.2021 - 13:53 Uhr
Pascal, schlägst du jetzt ernsthaft vor, stattdessen lieber Übergewichtige zu diskreminieren?

Ich mach nur Spaß, ich finde es halt nicht zielführend sich an einzelnen Worten aufzuhängen. Mir ist halt der Kontext wichtiger. Ich verstehe aber schon, wenn man sich daran stösst. Es ist kein schönes Wort. Und es wird häufig eingesetzt um zu verletzen.
In diesem Fall setzt der Künstler es aber anders ein, und deshalb halte ich es für legitim.

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

04.11.2021 - 14:41 Uhr
@Pascal: Genauso empfinde ich das auch.

Pascal

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 13.02.2013

04.11.2021 - 15:29 Uhr
Pascal, schlägst du jetzt ernsthaft vor, stattdessen lieber Übergewichtige zu diskreminieren?

Haha, ja, nee, natürlich nicht. Zum Glück gibt's das Wort "fett" auch in anderem Kontext als beim Gewicht. F**** aber nur in einem einzigen.

Mir geht es jetzt auch nicht drum, hier Wortklauberei zu betreiben. Aber es sticht hier halt klar aus dem Text raus. Wahrscheinlich hat Herr Brusch es genau deswegen so geschrieben, damit so ein Spießer wie ich sich darüber aufregt. In 10 Jahren wird er sich dann dafür schämen :D

Völlig abgesehen von dem Wort wird das Album voraussichtlich in meinen TOP-5 landen und ich hätte auch 8/10 gegeben.

novemberfliehen

Postings: 83

Registriert seit 13.06.2013

04.11.2021 - 19:28 Uhr
Als ich Zwei Wunder am Tag vor ungefähr einem halben Jahr erstmalig gehört habe, musste ich auch erst den Text nachschlagen und wurde bestätigt. Ehrlicherweise hat mich die Wahl etwas gestört und das Lied beschädigt bis kaputtgemacht. Mittlerweile bin ich mit der Wahl fein und verstehe auch die dahinterstehende Intention.

Sehr viele großartige Songs sowie auch ein oder der Song des Jahres.

Enrico Palazzo

Postings: 2343

Registriert seit 22.08.2019

04.11.2021 - 20:37 Uhr
Das ist schon ne ungewöhnliche und irgendwie zeitlose deutschsprachige Platte, so scheints mir. Könnte tatsächlich Top5 Material bei mir sein.

Wer hat das Ding denn so schön kratzig und weitläufig produziert?

Ina Simone Mautz

Postings: 5

Registriert seit 12.06.2013

08.11.2021 - 23:31 Uhr
Produziert hat Tim Tautorat (Hansa Studios).

Z4

Postings: 319

Registriert seit 28.10.2021

03.01.2022 - 12:26 Uhr
Die derben Wörter sind eindeutig Stilmittel, mit denen sein sonst eher weicher Gesang einen Gegensatz bekommt. Und wie das Fressfotze im ersten Song auf einmal auftaucht ist super lustig wenn man es nicht erwartet :D

Klingt wirkluch sehr aussergewöhnlich bisher, klingt nach einem Album, das ich in der Art schon lange gesucht hab. Klug, musikalisch nicht zu simpel, der Sound international konkurrenzfähig. Leider zu spät entdeckt für die Jahrescharts.

Z4

Postings: 319

Registriert seit 28.10.2021

03.01.2022 - 12:40 Uhr
Nochmal spezifisch zum Wort "Fressfotze": Künstlerisch braucht er da ein gut klingendes Wort, dass ist Fressfotze durch die FF-Alliteration. Zudem scheint es das Wort bisher kaum zu geben, die Google-Suche findet nur seine Textzeile, es ist also eine nicht zu unterschätzendende Neuschöpfung von ihm. "Fickfresse" als Alternative kommt viel häufiger vor, diskriminiert aber auch hässliche Menschen. Zudem ist die Bezeichnung Fressfotze erstmal nur eine Bezeichnung für den Mund, Fotze wird als Teil des Wortes zwar als Schimpfwort verwendet, aber das werden Schwanz, Arschloch und Maul auch standartmäßig. Ich plädiere in diesem Fall für Freispruch.

Enrico Palazzo

Postings: 2343

Registriert seit 22.08.2019

03.01.2022 - 13:25 Uhr
Ist bei mir auf Platz 4 der Albumcharts 2021 gelandet. :)

n00k

Postings: 40

Registriert seit 26.01.2021

04.01.2022 - 23:25 Uhr
Feines Album!

Pole

Postings: 38

Registriert seit 03.11.2018

06.01.2022 - 08:28 Uhr
Jetzt doch auf CD erhältlich! Geil.

Obrac

Postings: 1375

Registriert seit 13.06.2013

09.01.2022 - 13:23 Uhr
Ich fand und finde den Vorabsong "Einer liebt immer mehr" nicht gut, aber auf dem Album hatte er mich dann direkt, als er "Die Welt ist voller Menschen, die sich ineinander manschen" sang. Diese Melodramatik mit Tourette-Syndrom und einfach starkem Songwriting ist dann schon ziemlich unwiderstehlich.

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