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Jahrespoll-Forum 2021 Vol. 1

User Beitrag

Gordon Fraser

Postings: 1873

Registriert seit 14.06.2013

27.03.2021 - 23:57 Uhr
Fantastisches erstes Quartal. Und da kommt noch so viel gutes später im Jahr...

Alben

1. Still Corners - The Last Exit
2. Baio - Dead Hand Control
3. Arab Strap - As Days Get Dark
4. The Weather Station - Ignorance
5. Black Country, New Road - For The First Time
6. Wild Pink - A Billion Little Lights
7. Valley Maker - When The Day Leaves
8. The Hold Stready - Open Door Policy
9. Wildfires - Wildfires (Skateland)
10. MK Blank - Tickets, Numbers, Faces

Songs

Another Michael - Big Pop
Arab Strap - Here Comes Comus!
Fyfe Dangerfield - Woah! Life
Guided by Voices - Trust Them Now
Holiday Ghosts - Mr. Herandi
Islands - (We Like To) Do It With The Lights On
Ja, Panik - Backup
Nation of Language - Deliver Me From Wondering Why
The Reds, Pinks & Purples - Don't Ever Pray In The Church On My Street
The Reytons - Broke Boys Cartel

EPs

1. Stephen's Shore - Brisbane Radio
2. The Reytons - May Seriously Harm You and Others Around You
3. Beach Bunny - Blame Game
4. Real Numbers - Brighter Then
5. Beach Scvm - Sand Club

Kai

Postings: 790

Registriert seit 25.02.2014

28.03.2021 - 00:43 Uhr
Fand das Jahr bis jetzt eher Mau.
Kaum Filme, kaum Serien, keine Konzerte, viele Spiele verschoben und bei den Alben ist jetzt auch noch nicht so viel seit Dezember passiert.

Randwer

Postings: 1559

Registriert seit 14.05.2014

28.03.2021 - 09:52 Uhr
Song des Jahres bisher: Half Breed von Big ǂ Brave https://youtu.be/6CgK5w6E2ns

kingsuede

Postings: 2050

Registriert seit 15.05.2013

28.03.2021 - 11:24 Uhr
Alben

1. The Notwist - Vertigo days
2. Lana Del Rey - Chemtrails
3. James Yorkston - The wide, wide river
4. Arlo Parks - Collapsed in sunbeams
5a Nubiyan Twist - Freedom fables
5b Arab Strap - As days get dark

maxlivno

Postings: 2282

Registriert seit 25.05.2017

29.03.2021 - 13:22 Uhr
2021 ist jetzt schon in der Breite ein sehr gutes Musikjahr. In die Spitze sollten in den kommenden Monaten auf jeden Fall OG Keemo, Satomimagae und Squid vordringen können. Brockhampton, Godspeed, International Music, Sophia Kennedy und Hafti rechne ich auch Chancen zu. Noch dazu kommen etwaige mögliche Neuentdeckungen.

10/10
Black Country, New Road - For The First Time

9/10
Shame - Drunk Tank Pink

8.5/10
The Notwist - Vertigo Days
Feu! Chatteron - Palais d’argile
Fire - Defeat
Genesis Owusu - Smiling With No Teeth

8/10
Disarstar - Deutscher Oktober
Indigo Sparkle - Echo
Cassandra Jenkins - An Overview on Phenomenal Nature
Nick cave & Warren Ellis - Carnage
Anna B Savage - A Common Turn
Xiu Xiu - Oh No
Maria Arnal i Marcel Bages - CLAMOR

ijb

Postings: 1052

Registriert seit 30.12.2018

02.04.2021 - 11:05 Uhr
1. Anna B Savage: A Common Turn
2. Mogwai: As The Love Continues
3. Black Country, New Road: For The First Time
4. Dyspal: Lore
5. Rasha Nahas: Desert
6. The Notwist: Vertigo Days
7. Tindersticks: Distractions
8. Yu Su: Yellow River Blue
9. Hitra: Transparence
10. Sinikka Langeland: Wolf Rune
11. The Weather Staion: Ignorance
12. Arlo Parks: Copllapsed in Sunbeams

(Die Nr. 1 wird bestimmt nicht dort bleiben... Nick Cave, Valerie June, John Tejada, Moor Mother & Billy Woods noch nicht gehört, aber bestellt, sind bestimmt Kandidaten für die Bestenliste.)

AliBlaBla

Postings: 239

Registriert seit 28.06.2020

02.04.2021 - 17:50 Uhr
Alben bis jetzt The Notwist und Black Country, New Road, plus Nick Cave&Warren Ellis (bislang stärkstes dieses Jahr!!!)...
Sonst das Jahr bislang eher lauwarm, ..

Felice

Postings: 51

Registriert seit 10.04.2020

02.04.2021 - 20:40 Uhr
Sonst das Jahr bislang eher lauwarm

Dann hast du wohl Rasha Nahas nicht gehört.
Oder Nik Bärtsch? Fire! "Defeat"? Floating Points & Pharoah Sanders? Hitra, Valerie June, Mapstation?

ijb

Postings: 1052

Registriert seit 30.12.2018

02.04.2021 - 23:46 Uhr
Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Menschen ihre Musikauswahl treffen. Der eine schreibt "Fantastisches erstes Quartal", andere "lauwarm" und "mau".
Ich denke auch, es gibt immer so viel mehr zu entdecken, als man meint. Daher bin ich dankbar speziell für die Tipps von Gordon Fraser. Gleich auf die "Hearlist" geschrieben.

wilson

Postings: 206

Registriert seit 10.08.2015

02.04.2021 - 23:49 Uhr
A/LPACA - Make It Better
DINOSAUR JR. - Sweep It Into Space
EYECANDY - Supernova EP
FIRE MAN - Overcoming The Cycle Of Sun Collapse EP
INTERCOURSE - Rule 36
LICE - Wasteland: What Ails Our People Is Clear
MELT DOWNER - III
NOPES - Djörk
NOSE IN THE NOSE - Raw EP
THE NOTWIST - Vertigo Days
PENETRODE - Penetrode
PORTRAYAL OF GUILT - We Are Always Alone
S:BAHN - Queen Of Diamonds
TRIGGER CUT - Rogo
VALSE NOOT - Utter Contempt

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2021 - 00:10 Uhr
Reihenfolge spare ich mir, aber diese fand ich bisher toll:

Pharoah Sanders & Floating Points - Promises
Parannoul - To see the next part of the dream
Ben Howard - Collections from the whiteout
William Doyle - Great spans of modern time
Sage/Jusell/Prymek/Shiroishi - Setsubun
Madlib - Sound ancestors
Fire! - Defeat
Teenage Wrist - Earth is a black hole
BC,NR - For the first time
The Notwist - Vertigo days
Armand Hammer & The Alchemist - Haram
Ad Nauseam - Imperative imperceptible impulse

AliBlaBla

Postings: 239

Registriert seit 28.06.2020

03.04.2021 - 00:17 Uhr
Also, schon toll, wieviel Musik ihr so hört..lol...

Nein, im Ernst, das ist alles toll?
Ich finde ja auch, es gibt viel mehr zu entdecken, als man selber so auf dem Zettel hat, ..aber alles tolle Platten?

Da würde ich dann doch nicht so inflationär mit umgehen...
Und ich bin schon eher Enthusiast, ohne Scheiß..

AliBlaBla

Postings: 239

Registriert seit 28.06.2020

03.04.2021 - 00:29 Uhr
Nachsatz:......
Ich werde mal in die meisten Sachen rein hören, vielleicht sollte ich auch nicht so grumpy sein..

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

03.04.2021 - 00:29 Uhr
Nein, im Ernst, das ist alles toll? Da würde ich dann doch nicht so inflationär mit umgehen...

Mit dem Musik toll finden im Allgemeinen? Oder nur mit der Verwendung des Wortes? Ist weniger Musik toll finden besser? Oder kann man Musik toller finden, wenn man weniger davon hört? Erhelle uns gern ferner.

maxlivno

Postings: 2282

Registriert seit 25.05.2017

03.04.2021 - 10:29 Uhr
die neue Chris Corsano & Bill Orcutt “Made Out of Sound” muss ich bei mir noch hinzufügen. ist eine 9/10 für mich

ijb

Postings: 1052

Registriert seit 30.12.2018

03.04.2021 - 12:21 Uhr
Nein, im Ernst, das ist alles toll? Da würde ich dann doch nicht so inflationär mit umgehen...

Also die 12 Alben, die ich oben erwähnt habe, finde ich alle "toll", ja. Ich habe in eine ganze Menge weiterer Alben online reingehört und überhaupt auch sehr viele Rezensionen auf verschiedenen Websites gelesen (um herauszufinden, was mich vermutlich interessiert oder anspricht), und einige weiteren (Jazz-)Neuveröffentlichungen, die ich auch noch über Kontakte mit den Labels habe (ECM Records, SOFA Music, AMP Records, Losen Records, Floating Points) kenne ich noch nicht gut genug, um eine wirkliche Meinung dazu zu haben.
Will sagen: Bei der ungeheueren Fülle an Musik, die veröffentlicht wird, ist es jetzt nicht so schwer, 10 oder 12 Alben in 3 Monaten zu finden, die man toll finden kann. Ich könnte der Liste auch ein paar weitere hinzufügen, z.B. finde ich die Album von Alice Cooper und Special Request (DJ-Kicks) toll. Aber vieles habe ich noch gar nicht angehört, oder nur kurz - und vieles vertiefe ich tatsächlich auch nicht.

AliBlaBla

Postings: 239

Registriert seit 28.06.2020

03.04.2021 - 12:51 Uhr
Also, das war mir ja klar,das ich da was losgetreten habe-- nein, TOLL finden kann ja jede was und in jeder Menge es gefällt, ...,vermutlich meinte ich (da war ich sprachlich unscharf), eine Platte, die einen berührt, an-rührt, die zu einem spricht, die findet man nicht...20/30 Stück in drei Monaten..
Aber TOLLE Musikalben werden ja viele veröffentlicht, auch noch viel mehr, mehr als hundert, ist mir schon klar (grumpf), aber genau das macht es natürlich auch schwer,durchzublicken,auszuwählen -was ist wie handwerklich gemacht, und in welcher Tradition stehend, wo steht die Produktion im Vordergrund und wo würde es auch aus dem grottigsten Handy heraus gut klingen, weil es einfach catchy is..?..- NEIN ich möchte jetzt keine Empfehlungen a la "perfekt für den kuscheligen Abrnd zu zweit", "beim exotischen Kochen mit guten Freunden", "wenn du auf dem Motorrad allen Stress vergisst" usw usf, und "klingt wie" ist auch ein gefährlicher Abgrund, den frau besser umgeht, ... aber ohne jeden Anhaltspunkt wirds halt schwierig, zumindest die LAAAAAAAAAAANGE Liste, für mich! für andere ja vielleicht nicht? Klärt mich auf! Sagt ihr alle, jaja, kenne ich alles, oder sagt mir was- oder findet ihr auch manchmal
"Weniger ist mehr", ich empfehle Freunden grundsätzlich nicht mehr so Tonnen an Büchern/Musik, lieber ganz ausgewählt , ...
Mache ich mich irgendwie verständlich?

Ich will/wollte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, es gäbe nicht so viel tolle Musik (oder,wie manche meinen, HEUTE nicht mehr ..totaler Quatsch, es gab noch nie soviel gute Musik wie heute!), aber Musik, die einen persönlich anspricht, voranbringt, schockiert , die gibt es halt dann doch nicht so oft!
Das ist wie mit der Liebe.

Randwer

Postings: 1559

Registriert seit 14.05.2014

03.04.2021 - 13:29 Uhr
Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Wichtiger als die A-Note (handwerkliche Meisterschaft) und die B-Note (künstlerische Finesse) ist für mich die C-Note (wie es mir persönlich gefällt).

u.x.o.

Postings: 229

Registriert seit 29.08.2019

03.04.2021 - 14:30 Uhr
Randwerk bringt es auf den Punkt. Was wie musikhistorisch einzuordnen ist, interessiert mich schon seit der Jugend nicht mehr. Entweder mich kickt etwas, oder eben nicht. Da finde ich dann halt auch mal aktuelle Werke besser, als die vermeintlichen Originale aus den 70/80er-Jahren und kann gut damit leben, wenn das für manche nicht nachzuvollziehen ist. Music is emotion. Und Emotionen nun mal sehr individuell und persönlich.

ijb

Postings: 1052

Registriert seit 30.12.2018

03.04.2021 - 14:45 Uhr
@AliBlabla: Ah, okay, verstehe (glaub ich). Ja, schwierig, man steckt ja nicht im/in der andern drin... d.h. wenn ich einem konkreten Freund in meinem Umfeld etwas empfehle, kenne ihn ja schon ne Weile... und es handelt sich ja auch um individuelle Lieblingslisten hier... also wenn ich etwas anklicke, was jemand empfiehlt, und ich stelle fest "Ah, das ist so Punkrock oder Hardcore oder Progressive Metal oder altmodischer Mainstreamjazz oder so..." dann weiß ich, dass das eher nichts für mich ist. Auf der anderen Seite, wenn jemand sagt, "das findest du sicher gut, wenn du dies oder das magst, ist es auch schwierig, weil ich will ja nicht einfach etwas, das so ähnlich ist wie etwas, was ich schon kenne und gut finde..."

Also ich versuche mal, ein wenig zu meinen 10 Empfehlungen zu kommentieren:

1. Anna B Savage: A Common Turn - ist eine düstere Songwriterin mit einigem Pathos und ungewöhnlicher Instrumentierung, kantigen Texten und sehr individueller Ausdrucksweise; man sagen, es erinnere sie an Nick Cave oder PJ Harvey, das kann ich null unterschreiben (obwohl ich alles von den beiden im Regal habe), eher schon erinnert mich das an die Kompromisslosigkeit und den Gesangsgestus von Scott Walker; Nico wäre auch noch eine vage Referenz oder Zola Jesus oder Jenny Hval.

2. Mogwai: As The Love Continues - dazu wurde hier ja schon sehr viel geschrieben; ich bin kein Super-Mogwai-Kenner, habe aber die meisten Alben schon, teils intensiver, gehört. Dieses neue finde ich sehr vielseitig und eingängig und es hat ne sehr gute Energie.

3. Black Country, New Road: For The First Time - im entsprechenden Diskussions-Thread tauchen im steten Wechsel die Aussagen "hab's mal angehört, nicht so super" oder "klingt wie Sonic Youth, schlecht nachgemacht, nichts besonderes, hab ich schon bei XYZ gehört" und "hab's endlich angehört, ist doch überhaupt nicht so schräg wie alle sagen" auf. Ich tendiere zur letzten Gruppe. Vielseitig, vielschichtig und eingängig, bei aller Eigenwilligkeit. Ich höre die Platte sehr gerne.

4. Dyspal: Lore - super Elektro/Techno-Platte mit kleinen Drum&Bass-Noten. Eigentlich viel zu lang (80 Minuten), aber ich finde das gut, denn da kann ich mir meine Lieblingsstücke raussuchen. Sehr kraftvoll und kantig.

5. Rasha Nahas: Desert - eigenwillige Songwriterin aus Haifa, lebt in Berlin, schreibt weniger "spezielle" Sachen als Anna B Savage und singt auch "normaler", daher auch eine Empfehlung für Freunde klassischeren Songwritings. Ihre Texte sind schillernd und ihre Musik ist ziemlich abwechslungsreich, d.h. es gibt verschiedene Stileinflüsse. Ich habe hier ein Gespräch mit Rasha Nahas geführt und gepostet.

6. The Notwist: Vertigo Days - dazu schreibt ja fast jede/r hier was; muss ich sicher nicht erläutern. Für mich bleibt "Shrink" der Klassiker, und mir sind ein paar Songs auf dem neuen Album zu "typisch, wie ich es erwartet hätte", aber die ungewöhnlicheren Songs, finde ich alle sehr gut, speziell die leichte "Krautrock-Note".

7. Tindersticks: Distractions - also langjähriger Tindersticks-Fan habe ich hier meine Diskografie-Wertung gepostet. Das neue finde ich deutlich interessanter und spannender als die letzten paar Alben, die eher so im Mittelfeld waren.

8. Yu Su: Yellow River Blue - chinesische Elektronik-Musikerin, ein recht entspanntes, vorwiegend ruhiges Album mit verschiedenen Stileinflüssen, ein Stück klingt ein bisschen wie Richard D James, ein anderes hat mehr von Field Recordings, anderes erinnertt an TripHop oder "Downbeat"-Sachen (heißt das so)? Unscheinbare, aber poetische Platte.

9. Hitra: Transparence - italienisch-norwegisches Quartett mit Ambient-Jazz, recht ruhig und atmosphärisch, erschließt sich nicht gleich.

10. Sinikka Langeland: Wolf Rune - Sinikka ist eine norwegische Sängerin und Kantele-Spielerin, die eine Reihe großartiger Alben in verschiedenen Besetzungen veröffentlicht hat. Auf diesem neuen ist sie ganz alleine, aber erstaunlicherweise vergisst man das sofort. Sie hat eine unglaubliche stimmliche Präsenz und beherrscht ihr Instrument, aus der traditionellen nordischen Musik stammt, meisterlich. Die Musik hat einen gewissen nordischen Folk-Einschlag, aber mal sollte deshalb keine Berührungsängste haben. Wer Songwriting und eigenwillige Pop-Musik oder auch melodischen Jazz mag, kann auch mit Sinikka Langeland warm werden. Kann ich von Freunden von mir bestätigen.

AliBlaBla

Postings: 239

Registriert seit 28.06.2020

03.04.2021 - 15:01 Uhr
@ijb
Oh, vielen vielen, aber wirklich VIELEN lieben Dank; das ist ja toll, so kann ich mir was vorstellen, unsere Plattensammlungen haben,glaube ich, viele Überschneidungen ..
und viel Erfolg beim morgigen Eiersuchen (?) !!!

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

03.04.2021 - 18:38 Uhr
Pharoah Sanders & Floating Points - Promises

Weiß nicht so Recht, was ich davon halten soll. Schon gut, aber das Hauptmotiv wird einfach so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt so oft wiederholt. Bin mir noch nicht sicher. Sanders aber wieder echt ergreifend.

Felice

Postings: 51

Registriert seit 10.04.2020

04.04.2021 - 15:04 Uhr
Promises wird wahrscheinlich wieder das eine Jazz-Alibi-Album des Jahres, das am Ende unter den Top 10 aller »best of the year« Listen von Pop und Rock Magazinen zu finden sein wird. Wie Kamasi Washington, wie Nubya Garcia, wie Matana Roberts...

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 15:59 Uhr
@Felice

Wäre das denn so überraschend? Wie Kamasi stellt auch dieses Album eine personelle Brücke aus der Jazz-Blase. Inwieweit Floating Points in der Pop- & Rockpresse bislang stattgefunden hat, weiß ich freilich nicht, aber der Bezug zu zeitgemäßeren und hiperen Genres ist damit ja automatisch hergestellt.

Davon ganz ab sehe ich Promises aber auch ohne große Konkurrenz in seinem Feld. Müsste ich überschlagen, würd ich sagen ich verbringe so zwischen 50-60% meiner designierten Musikhörzeit mit Jazzveröffentlichungen. Davon machen Neuveröffentlichungen wahrlich nur einen Bruchteil aus, aber so zwei, drei Jazzneuheiten höre ich mir im Monat an. Und ich erinnere mich an kein Album der vergangenen Jahre, das diese Musikrichtung so authentisch und gekonnt neu auslotet. Wie lang musste man auf ein Album warten, das In A Silent Way als Ausgangspunkt nimmt und nicht Kind Of Blue. Hier wird nichts großartig neu erfunden, aber auf eine Weise weitergedacht, die neu und modern und fesselnd ist und klaren Bezug auf die Meisterwerke vor 50 Jahren nimmt. Für mich ohne Zweifel eine der großen, Genre transzendierenden Veröffentlichungen des Jahres und ich würde selbst dem Metal Hammer zunicken, wenn er das in seine Top10 packt.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 16:37 Uhr
Fire! - Defeat
Jeremy Pelt - Griot
Pino Palladino - Notes with Attachments
Pharoah Sanders & Floating Points - Promise
The Notwist: Vertigo Days
BC,NR - For the first time
Urban Village - Udondolo


Ich freu mich auf Wollny - Parisien - Lefebvre - Lillinger mit XXXX und natürlich die neue Tardigrada

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 16:39 Uhr
Also Promises lotet in meinen Ohren jetzt eigentlich nicht wirklich was neu aus. Klassischer Third Stream...

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 16:47 Uhr
Mit klassischem Third Stream wie Mingus oder Bill Evans hat Promises in meinen Ohren kaum etwas gemein.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 17:15 Uhr
Weil Mingus und Evans auch keinen Third Stream gemacht haben... Jedenfalls nicht hauptsächlich.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 17:22 Uhr
Ich meine eher so etwas: https://youtu.be/-w2nFl3skSY

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 17:27 Uhr
Du meinst also mit Big Band-Jazz a la Artie Shaw und Gershwin hat Promises mehr gemein? Ich wollte dem ja noch etwas entgegen kommen und die namhaften Interpreten herausheben, deren Third Stream-Phasen zumindest irgendwie genealogisch zu Promises passen könnten. Aber gut, der Begriff Third Stream stammt aus den frühen 60ern und ist in der Diskussion um ein aktuelles Album ohnehin redundant.

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 17:28 Uhr
@ijg

"Yu Su: Yellow River Blue" . . . dein Tipp, tolles Album, swingt etwas Sakamoto mit rein. Wunderbar.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 17:39 Uhr
Ich verstehe Dein Posting nicht, Eliminator. Minus macht keinen Third Stream. Und natürlich kann man Third Stream von damals mit Third Stream vergleichen. Verstehe Deinen Punkt nicht. Es ist ein gutes Album, keine Frage. Aber halt doch ziemlich generisch in meinen Ohren. Einzig das redundante Motiv ist ein eher neuer, im Ambient verwurzelter Move. Ansonsten halt ein Streicherorchester mit nem Saxophon.

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 18:07 Uhr
Minus macht keinen Third Stream

Wie oben erwähnt, ich bin kein Fan von dem Begriff, aber Alben wie Saint & Sinner Lady, Mingus x5 und Let My Children Hear Music laufen zweifellos unter Third Stream.

Und natürlich kann man Third Stream von damals mit Third Stream vergleichen.

Da werden wir uns wohl nicht einig. Allein die Disposition von Promises aus moderner Electronic, analogen Synths, Saxophon und (über sehr weite Strecken wahrlich sparsam bis gar nicht eingesetztem) Orchester kann unter dem - wie bereits angemerkt - uralten Begriff Third Stream nicht so recht überzeugend verbucht werden. Ich hab da nichts gegen, höre das nur völlig anders.

Einzig das redundante Motiv ist ein eher neuer, im Ambient verwurzelter Move.

Das Motiv ist das Rückgrat der gesamten Komposition und dadurch das Gegenteil von redundant. Und als solches rückt es das ganze Stück bedeutend weiter Richtung Ambient, als du vielleicht zugestehst. Auch ein Grund, warum
Third Stream für mich einfach nicht passen mag, um das Album zu kategorisieren und einer der Punkte, weshalb ich es sehr wohl als Genregrenzen auslotend empfinde.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 18:20 Uhr
Saint & Sinner Lady, Mingus x5 haben sicherlich Third Stream Anteile, aber klassischer Third Stream ist nicht unbedingt, vor allem letzteres. Will mich da aber nicht um Begrifflichkeiten streiten. Ist doch interessant, wie unterschiedlich wir das Album hören. Mir taucht das Motiv echt zu oft auf.

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 18:35 Uhr

. . . könnte mir vorstellen das das Album auch mit Donny McCaslin funktioniert. Dann bestimmt keine Rede von Third Stream.

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 18:42 Uhr
@ijg nochmal zu

"Yu Su: Yellow River Blue" . . . dein Tipp, tolles Album, swingt etwas Sakamoto mit rein. Wunderbar.

Nicht nur Sakomoto, auch seine frühere Band the Yellow Magic Orchestra spielt hier mit rein.

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 18:43 Uhr
Ist doch interessant, wie unterschiedlich wir das Album hören.

Definitiv! Und ebenso sehr interessant, darüber mit fachkundigen Personen zu sprechen.

Klaus

Postings: 2777

Registriert seit 22.08.2019

04.04.2021 - 19:04 Uhr
@ijb

Danke für die Liste. Da wir auf den oberen Plätzen viel Überschneidung haben, gönn ich mir die Rest dann auch mal ;)

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 19:31 Uhr
@Eliminator Jr.
Ich stocher ja nur im Jazz-Nebel. Kommst Du denn eher von der Ambient-Seite? Was waren denn deine Jazz-Highlights in den vergangenen Jahren?

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 19:49 Uhr
Ich stocher ja nur im Jazz-Nebel

Ja, das geht mir auch so. Dementsprechend sind meine Highlights der letzten Jahre aus der groben Richtung zum Teil auch Alben, die Jazz eher aufgreifen, als verkörpern. Hier ein paar Beispiele:

Flying Lotus - You’re Dead (Nu Jazz, Glitch)
Neptunian Maximalism - Eons (Avantgarde Jazz, Drone Metal)
Angel Bat Dawid - The Oracle (Spiritual Jazz)
Sons Of Kemet - My Queen Is A Reptile (Afro Jazz)
Jeff Parker - Suite For Max Brown (Fusion)
Yussef Kamaal - Black Focus (Jazz Funk)
Nik Bärtsch‘s Ronin - Llyria (Jazz, Minimalism)

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 20:00 Uhr

. . . Kamasi Washington mit "the Epic" und "Heaven and Earth" wäre da so mein Tipp.

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 20:02 Uhr
@ kingbritt

Stimmt, wichtige Ergänzung! Beide Alben und die EP dazwischen find ich sehr gut.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 20:03 Uhr
Angel Bat Dawid ist natürlich großartig. Kennst Du das Live-Album aus dem letzten Jahr von ihr? Echt ein Fiebertraum.

Was ich noch gut fand:
Irreversible Entanglements - Who Sent You?
Markus Stockhausen - Wild Life
Rob Mazurek Exploding Star Orchestra - Dimensional Stardust
Und vor allem: Dezron Douglas / Brandee Younger: Force Majeure (wenn man so will Third Stream unplugged :-))

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 20:12 Uhr

. . . oh ja, das embedded Album, ein Schade das rausschneiden (Rasierklinge) zu müssen. Hat sich aber gelohnt. Hier gibt es ja auch einen Jazz Thread.

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 20:17 Uhr
@kingbritt

Meinst du das im Cover von Heaven & Earth versteckte Bonus-Album „The Choice“? Die ist auch toll, empfinde ich persönlich aber zum eigentlichen Album zugehörig. Ich meinte die 2017er EP Harmony Of Difference, die zwischen den beiden Mammutalben erschien.

Eliminator Jr.

Postings: 912

Registriert seit 14.06.2013

04.04.2021 - 20:18 Uhr
@captain

Das Live-Album gefällt mir auch außerordentlich gut.

Aus deinen Empfehlungen ist mir nicht alles bekannt, das höre ich mir gern an. Danke!

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

04.04.2021 - 20:19 Uhr
Stockhausen könnte echt was für dich sein...

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 20:22 Uhr

Das "embedded Album" oder hidden gleich "the choise" vom "Heaven and Earth" Album.

kingbritt

Postings: 3612

Registriert seit 31.08.2016

04.04.2021 - 20:28 Uhr
"Harmony Of Difference" kenne ich nicht. Der Bassist Washington's Thundercat auch eine Wundertüte mit 4 Alben bisher, funky.

DerMeister

Postings: 480

Registriert seit 22.06.2013

04.04.2021 - 22:30 Uhr
Bei Promises bin ich mir noch nicht so sicher ob ich mir den Hype anschließen kann. Hab aber auch erst einmal reingehört.

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