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Die Kerzen - Pferde & Flammen

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 22687

Registriert seit 08.01.2012

25.02.2021 - 15:39 Uhr - Newsbeitrag
Liebe Musiclovers,

Ein Grund zur Freude. Unsere deutsche Lieblings-Popband ist zurück: Die Kerzen aus Ludwigslust. Pünktlich zur Pandemie vollständig nach Berlin gezogen, veröffentlichen sie heute aus ihren privaten Quarantäne-Home-Studios mit „Für immer“ einen Song, der alles bietet, was einen umwerfenden Pop-Song ausmacht: Große Sehnsucht und ein Verlangen nach nicht enden wollender Erfüllung. Ja, wenn das irdische Leben schon befristet ist, dann sollten wir wenigstens den Moment voll und ganz auszukosten: Für immer!
Im Hochkant-Video von Marcus Wojatschke sehen wir die Band in einer Art Massage-Karaoke-Maniküre-Tattoo-Studio. Ein Traumraum des Pops, wenn man so möchte.


Die Kerzen verleihen diesem bizarren Ort so viel Glamour und performen ihren Pop mit so viel Herzblut und Demut, wie wir es hier im Hause staatsakt. sonst nur aus dem angelsächsischen Raum kennen. Warum es ausgerechnet den Kerzen hierzulande so gut gelingt, dieses gleichsam melancholische wie upliftende Gefühl in einen solchen Song zu packen, wissen wir leider auch nicht. Es lässt sich am Ende nur auf sehr viel Talent - und was die Band angeht - auf echte Liebe und Freundschaft zurückführen! True love forever.

„Für Immer“ auf YouTube:

AliBlaBla

Postings: 1749

Registriert seit 28.06.2020

25.02.2021 - 18:47 Uhr
Also,..ich finds knorke.
Aber ich habe mich live Hals über Kopf in die Band verknallt.
Obacht: das ist übrigens nich "ironisch 80er Jahre", oder so.
Dit is real.

Enrico Palazzo

Postings: 2716

Registriert seit 22.08.2019

25.02.2021 - 18:54 Uhr
Oh Gott, watt is dat denn fürn Quark?

Autotomate

Postings: 4382

Registriert seit 25.10.2014

25.02.2021 - 19:00 Uhr
"Pulsintensiver" Uptempoquark.

Saschek

Postings: 148

Registriert seit 23.07.2018

25.02.2021 - 20:15 Uhr
Absolut korrekt. Allein für den Pressetext muss man sie loven. Wird auf jeden Fall mal vorgemerkt.

AliBlaBla

Postings: 1749

Registriert seit 28.06.2020

26.02.2021 - 11:35 Uhr
Chillt mal! Lasst lieber mal Love in eure Herzen, oder macht euch ne Quarkmaske..

Autotomate

Postings: 4382

Registriert seit 25.10.2014

26.02.2021 - 15:18 Uhr
Muss es ne medizinische sein, oder reicht ne Alltagsquarkmaske?

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 2625

Registriert seit 14.06.2013

26.02.2021 - 16:26 Uhr
"Indie"-Schlager. :)

AliBlaBla

Postings: 1749

Registriert seit 28.06.2020

27.02.2021 - 14:08 Uhr
@Autotomate
Alltagsquarkmaske reicht, hilft dem Gesäß zu ner gesunden Gesichtsfarbe, hieß es in meiner Familie dazu früher..
Hang in there& be safe always..

Saschek

Postings: 148

Registriert seit 23.07.2018

27.02.2021 - 19:19 Uhr
Lässt an Purple Schulz oder das ostdeutsche Gegenstück Wahkonda denken.

Mr. Orange

User und News-Scout

Postings: 2243

Registriert seit 04.02.2015

27.02.2021 - 20:47 Uhr
Sehr schön, neues Zeug von Keiler, der ja schon mit 17 nen ausgereifteren Musikgeschmack hatte als manch anderer mit 50. Der Kerl weiß auf jeden Fall, was er tut. Unterstütze ich einfach mal aus alter Sympathie.

Mr. Orange

User und News-Scout

Postings: 2243

Registriert seit 04.02.2015

27.02.2021 - 21:00 Uhr
PS: Find‘s immer total beeindruckend, wie man eine heutige Produktion exakt wie 1985 klingen lassen kann. Das ist überhaupt nicht einfach und erfordert neben technischem auch ganz viel ästhetisches Verständnis. Großen Respekt dafür!

Earl Grey

Postings: 384

Registriert seit 14.06.2013

28.02.2021 - 00:28 Uhr
@ Mr. Orange
Erzähl uns mehr..: was war denn mit mit 17???

Mr. Orange

User und News-Scout

Postings: 2243

Registriert seit 04.02.2015

28.02.2021 - 14:51 Uhr
@Earl Grey:
Er war damals in der Last.fm-Visions/Spex-Leser-Musiknerd-Szene unterwegs, da hat sich ein konstruktiver Austausch zwischen einigen musiksüchtigen Nerds ergeben. Lange her.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 22687

Registriert seit 08.01.2012

15.02.2022 - 19:31 Uhr - Newsbeitrag


Liebe Musiclovers,

„Die Kerzen laufen jetzt im Radio, ich hab’s dir doch gesagt“, singt Felix Keiler, Gitarrist und Sänger der Kerzen gleich im Album-Opener „Staub zu Staub“. Tatsächlich hatte schon ihr Debüt-Album „True Love“ (2019) der damals noch in Ludwigslust wohnenden Band ein paar veritable Hits zu bieten, die im Radio auf Rotation liefen.

Zu Felix Keiler gehören Jelena Von Eisenhart-Rohe an Gesang und Keyboards, Fabian Rose am Bass und Lucas Wojatschke am Schlagzeug. Vor etwa zwei Jahren, also pünktlich zum Pandemie-Start, zog die Band schließlich um nach Berlin.
Und hatte unerwartet viel Zeit, um Stücke für ihr zweites Album „Pferde & Flammen“ zu schreiben, das nun am 27.05.2022 erscheint. Die fertigen 10 Songs haben sie allerdings nicht in Berlin aufgenommen, sondern in Köln mit dem Produzenten und Kerzen-Fan der ersten Stunde Jochen Naaf. A perfect match: Der Kölner Produzent, der zuletzt mit Bosse oder Giant Rooks in den Charts unterwegs war, und die Die Kerzen haben zusammen eine fantastische Pop-Platte produziert. Ein New-Romantic-Update, das wie die perfekte Melange aus Purple Schulz und den Cocteau Twins klingt.


Ja, Die Kerzen sind große Musik-Auskenner*innen und tragen dabei immer den unbedingten Willen zum allgemeinverständlichen Pop-Song im Herzen. Nur logisch also, dass es auch auf diesem Album inhaltlich weiterhin um alle möglichen Spielarten der Liebe und der damit verbundenen Beziehungsgeflechte und Lebenskonstellationen geht. Eines Lebens zwischen wilden Nächten („Flammen“) und romantischen Zweierbeziehungen („Pferde“).
Wo die Kerzen im Song noch die Frage stellen „Willst Du Pferde oder Flammen?“ ist sich die Band in der Formulierung ihres Album-Titels nach ein paar Schnäpsen schnell einig geworden: Pferde & Flammen! Warum sich auf eines bescheiden, wenn man beides haben kann? Dass es nicht immer einfach ist, all das unter einen Hut zu bringen, davon handelt dieses Album, also von nicht weniger als all unseren Begierden und Wünschen und Hoffnungen. Kurz: von großer Popmusik! Mal bittersweet, mal in bester Party- und Geberlaune.

Hörbar sind sie nach wie vor große Fans des Achtziger-Jahre-Pops: Von China Crisis bis The Smiths, von Hall & Oates zu Chris Rea oder Kate Bush. Doch die Aneignung und Transformation ins Hier & Jetzt gelingt ihnen so mühelos und jenseits jeden Retro-Verdachts, dass wir sie hier umstandslos zur vielleicht stilsichersten Popband der Republik der Gegenwart ausrufen möchten. Vermutlich waren sie dies auch schon zuvor, doch Jochen Naaf hat ihre Stärken nochmal konsequent herausgearbeitet: Keilers schwelgend gläsernes Gitarrenspiel, Eisenharts Dream-Wave-Sirenengesang, Roses Jaco-Pastorius-Gedächtnisbass und Wojatschkes Power-Drumming, das immer mindestens so groß wie Tears For Fears klingen will.


Unbedingt herauszustellen ist auch nochmal der besondere Humor der Band, den sie eher mit zeitgenössischen Berliner Künstler*innen wie Fuffifuzzig oder Luis Ake teilen, als mit den großen Wave-Posern der 80er Jahre. Allein wie sie in der Hit-Single „Cabriolet“ die Story vom Diebstahl eines gelben Ford Escort-Cabriolets erzählen, in der ein Pärchen in bester Bonnie & Clyde-Manier durchbrennt, und das im Jahr 2022, in der solche Plots höchstens noch in Serien wie Stranger Things vorkommen, aber ganz sicher nicht im Real Life der GenZ, ist einfach nur herzerwärmende, tanzbare Romcom.Das Real Life findet heutzutage ja ohnehin in der Hauptsache im Swipe-Modus auf dem Smartphone-Display statt. Mit der richtigen Selbstinszenierung zwischen Humana- und Gucci-Look. Und der Selbstvergewisserung vorm Spiegel: „Zu schön um heut allein zu sein“, wie es Die Kerzen so treffend formulieren. Wie gut für uns alle, dass sich diese Band irgendwann am vielleicht unwahrscheinlichsten Pop-Ort des Landes, in Ludwigslust, gefunden hat. Denn die langjährige Freundschaft und die Intimität, die sie in ihrer Musik mit uns allen teilt, macht sie zu etwas ganz Besonderem.

Und wenn dann am Ende des Albums die Protagonist*innen ihre (Fern-)Beziehung mal wieder in den Sand gesetzt haben und den Blutmond, so rot wie das Cover, anheulen, dann schalten wir bequem auf Repeat und lassen uns erneut vom großen Herzschmerz, dem Verschwenden der Jugend, von wilden Nächten und dem Ende der Welt erzählen. Und erinnern uns, dass da doch noch immer ein ganzes gefährliches Leben auf uns wartet. Nix wie hin da! Läuft dann sicher bald auch wieder im Radio.


Tourdaten:
03.06.2022 Leipzig, Ilses Erika
04.06.2022 AT-Wien, B72
07.06.2022 München, Milla
08.06.2022 Stuttgart, Merlin
09.06.2022 Nürnberg, Club Stereo
10.06.2022 Karlsruhe, Kohi
11.06.2022 Mainz, Schon Schön
13.06.2022 Solingen, Waldmeister
14.06.2022 Köln, Bumann & Sohn
15.06.2022 Hamburg, Molotow Skybar
16.06.2022 Berlin, Privatclub

Booking:
http://dq-agency.com/

Web:
https://www.facebook.com/DieKerzen
https://www.instagram.com/diekerzen

Kaufen/Streamen/Vorbestellen:
lnk.to/DieKerzenPferdeFlammen


Tracklisting:
01 – Staub zu Staub
02 – Zu Schön
03 – Cabriolet
04 – So einfach
05 – Jelly
06 – Pferde & Flammen
07 – Küss mich nochmal
08 – Vorbei
09 – Bye Bye
10 – Blutmond

Earl Grey

Postings: 384

Registriert seit 14.06.2013

15.02.2022 - 19:50 Uhr
Ok, die -für immer- und -sonnenallee- sind nicht drauf.
Ich bin gespannt…

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

07.04.2022 - 18:42 Uhr - Newsbeitrag


Liebe Musiclovers,

„Die Kerzen laufen jetzt im Radio, ich hab’s dir doch gesagt“, singt Felix Keiler, Gitarrist und Sänger der Kerzen gleich im Album-Opener „Staub zu Staub“. Tatsächlich hatte schon ihr Debüt-Album „True Love“ (2019) der damals noch in Ludwigslust wohnenden Band ein paar veritable Hits zu bieten, die im Radio auf Rotation liefen.

Zu Felix Keiler gehören Jelena Von Eisenhart-Rohe an Gesang und Keyboards, Fabian Rose am Bass und Lucas Wojatschke am Schlagzeug. Vor etwa zwei Jahren, also pünktlich zum Pandemie-Start, zog die Band schließlich um nach Berlin.
Und hatte unerwartet viel Zeit, um Stücke für ihr zweites Album „Pferde & Flammen“ zu schreiben, das nun am 27.05.2022 erscheint.

Die fertigen 10 Songs haben sie allerdings nicht in Berlin aufgenommen, sondern in Köln mit dem Produzenten und Kerzen-Fan der ersten Stunde Jochen Naaf.
A perfect match: Der Kölner Produzent, der zuletzt mit Bosse oder Giant Rooks in den Charts unterwegs war, und die Die Kerzen haben zusammen eine fantastische Pop-Platte produziert. Ein New-Romantic-Update, das wie die perfekte Melange aus Purple Schulz und den Cocteau Twins klingt.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

19.05.2022 - 21:43 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

qwertz

Postings: 782

Registriert seit 15.05.2013

20.06.2022 - 13:40 Uhr
5/10 find ich viel zu hart, aber ja: Kommt mir auch weniger fokussiert und kompakt als das Debüt vor. Bleibt trotzdem für mich eine der wenigen Bands, die es schaffen mich mit ihrer Musik zum Grinsen zu bringen. Dazu Basslinien zum mit der Zunge schnalzen. Top!

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