Taylor Swift - Folklore

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Oceantoolhead

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27.07.2020 - 08:49 Uhr
@fuzzmyass

Warum in 100 Jahren Coldplay hören? Ganz einfach weil Parachutes auch in 100 Jahren eines der besten Debutalben bleiben wird.
An dieses Album hab ich mich immernoch nicht herangetraut. Alte Schandtaten schrecken mich ab.
Pitchfork bewertet ein Album das „we never ever get back together“ mit 9.0? Ich bin hochgradig verwirrt!
Staubt Apache hier bald auch die 9/10 ab?

Given To The Rising

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27.07.2020 - 08:55 Uhr
Ich höre auch heute noch die Debütalben von Richard Wagner und den Comedian Harmonists. Hat sich nicht viel verändert in den letzten 100 Jahren.

Klaus

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27.07.2020 - 10:19 Uhr
"da gibt es IMO auch heute viel interessantere Popstars (bevor jetzt die Frage kommt welche: z.B. Billie Eilish, Lana del Rey, Lorde, Florence + The Machine, oder etwas früher auch Amy Winehouse),"

Das Argument kommt ja auch immer wieder (auch von mir). Wenn man in die Thread hier reinschaut, sind da übrigen auch immer wieder die identischen Diskussionen (meist sogar von den gleichen "ich hör das nicht, weil das keine Musik für Erwachsene Männer ist" - Leuten) wie hier.

qwertz

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27.07.2020 - 10:39 Uhr
Ich finde, "Folklore" klingt wie ein Album voller Closer - und das ist nicht negativ gemeint. Waren die letzten Songs doch auf den Swift-Alben ohnehin immer recht gut. Die Schwarzweiß-Ästhetik des Artworks, die reduzierte Instrumentierung und die Abkehr von den konfettibunten Pophymnen erinnert mich zugleich an Coldplay, die mit ihrem letzten Album ja einen ähnlichen Schritt des Innehaltens vollzogen haben. Würde auch vorsichtig sein, da jetzt von einem kompletten Wandel zu sprechen. Mit ihrem nächsten Album könnte auch wieder der totale Gegensatz dazu folgen. Dass sie sich ausprobieren möchte und verschiedene Herangehensweisen an Alben ausprobiert ist nur allzu verständlich.

Mister X

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27.07.2020 - 11:28 Uhr
Die 9.0 für Red hab ich auch nicht verstanden. Auch wenn All Too Well drauf ist.

musie

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27.07.2020 - 11:35 Uhr
...und The Last Time...

Mister X

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27.07.2020 - 11:42 Uhr
Habs jetzt auch fast durch. Gute Songs. Das geht mir aber zu offensichtlich durch den Indie-Stimmenverzerrer.


Ich glaube schon aus Marketing-Gründen wird das Album nicht bei den Grammys nominiert. Kann sie wieder heulen :D

fuzzmyass

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27.07.2020 - 12:11 Uhr
Mich lassen die Songs einfach nur kalt... Christopher hatte es auf der letzten Seite recht gut beschrieben: "Keine Hooks, keine besonderen emotionalen Momente. Eher steril und ohne mutige Elemente."... plätschert solide vor sich hin... es ist halt auch irgendwie weder richtig Indie, Pop oder Folk, noch eine sonderlich spannende Mischung aus diesen Genres. Für Indie zu viel Hochglanz drin, für Pop zu wenig Schmissigkeit und Pep sowie Hooks...
Langweilig...

VelvetCell

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27.07.2020 - 12:15 Uhr
Ziemlich auf den Punkt, fuzzy. So empfinde ich das auch.

kingsuede

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27.07.2020 - 12:42 Uhr
Geht bei mir auf Platz 2 hinter Dylan Im Jahr 2020.

Leatherface

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27.07.2020 - 12:52 Uhr
Die laut.de-Rezension ist ausnahmsweise mal köstlich.

[...] Jetzt dürfen endlich auch die Karohemden der Welt, die ihre bisherige Arbeit mit naserümpfenden "Iiiih, Mädchenmusik" ignorierten, mit gutem Gewissen feststellen, dass Taylor Swift zu den besten Textern ihrer Generation gehört. Liest man erste Kritiken zu "Folklore", entdeckt man begeistert sabbernde Redakteure auf einer Schnitzeljagd, wie viele The National-Soundverweise aus einer Platte zu quetschen sind. Denn jeder weiß, Indie = gut und Pop = schlecht, weswegen dieses Album auch als ganz gut durchgeht, weil man dann über die Kerle dahinter reden darf. Das ist grenzdebiler Blödsinn. Diese Platte hat eine und eine einzige Stärke, die sie vor der gähnenden Langeweile ihrer anbiedernden Berufslangweiler-Produktion rettet – und zwar Taylor Swift selbst. Ihr Erzählvermögen und ihre schwerelosen Vocals halten "Folklore" großartig. [...]

fuzzmyass

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27.07.2020 - 12:54 Uhr
Ich fand schon The National nie besonders gut und Bon Iver gar scheußlich, vielleicht liegt es auch daran...

fuzzmyass

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27.07.2020 - 13:29 Uhr
"Geht bei mir auf Platz 2 hinter Dylan Im Jahr 2020."

Das kann man schon 3 Tage nach Veröffentlichung so fix sagen? Hui....

Ich liebe Dylan total, aber die grenzenlose Begeisterung für Rough & Rowdy Ways kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ich finde das Album solide und die Lyrics sind gut, aber musikalisch ist das einfach zu durchschnittlich und spannungsarm für ein Jahreshighlight. da hatte er mit Time Out Of Mind und Love & Theft z.B: deutlich besseres zu bieten...

Given To The Rising

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27.07.2020 - 13:32 Uhr
Einigen wir uns auf Grimes.

Hornrabe 1

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27.07.2020 - 14:20 Uhr
Ich höre das Ding seit Freitag Akkord und mich hat es vollends gepackt.
Ob Indie oder nicht, ich höre worauf ich Bock habe. Mal Lemmy, mal Taylor, aus die Maus.
National ist natürlich von Haus aus mein Ding, ich freue mich auch sehr auf die Solo vom Matt. Bon Iver war bisher für mich eher grenzwertig, aber ich werde es direkt mal wieder versuchen.
Dessners Handschrift ist in den von ihm produzierten Songs deutlich herauszuhören, die von Antonoff in seinen produzierten Songs ebenso.
Entscheidend ist an erster Stelle aber das Songwriting. Und damit packt Taylor mich seit der "1989" Scheibe massiv. Die Frau schreibt Refrains, die es vermögen, mich in allerhöchste Höhen zu katapultieren.
Und an diesen Momenten mangelt es auf "folklore" nicht. Man muss sich natürlich drauf einlassen, ganz unvoreingenommen. Am Anfang klingt es durch die Reduzierung schon relativ gleichförmig, ist es aber nicht! Es sind die wunderschönsten Melodien am Start. Angefangen mit "Cardigan" über "Mirrorball", "August", This is me Trying", "Illicit Affairs" und natürlich "Exile", welches über jedem Zweifel erhaben ist.
Die Scheibe ist ein Grower! Für mich ganz großes Kino! Aber Geschmäcker sind verschieden, daher ganz easy... ;-)))
Ach ja, das Artwork scheint auch wieder sehr cool zu sein. Ich freue mich sehr auf das Vinyl...

Pivo

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27.07.2020 - 15:01 Uhr
Unglaublich wieviel Aufmerksamkeit die gute Taylor hier bei PT auf sich zieht. Hören kann ja jeder was er möchte aber wurden hier nicht vor grauer Vorzeit eher die Nischen behandelt und nicht der Mainstream.....???

Ich bin noch nicht so lange Stammleser und ja es gibt auch Woche für Woche von Bands zu lesen, die man/ich nicht kennt/e, aber wenn ich dann die Rezis zu Madonna, Lady Gaga und Konsorten lesen muss, dann mag das am Zeitgeist oder am erhofften Traffic liegen, ich brauche diese Ausführungen nicht. Es ist nur schade, dass eine solche Platte den Platz einer möglicherweise tollen Nachwuchsband, etc. wegnimmt. Über Alben und Künstler aus dem Radiogewand schreiben sie doch alle. PT sollte sich den Nischen widmen. Dies ist zumindest meine Meinung.

Vor gefühlt 125 Beiträgen in diesem Tread schrieb, ich, dass ich mir eine Scheibe wie diese hier aus Prinzip nicht anhören würde, was mir ein paar Kommentare einbrachte. Daher kann ich noch anführen, dass ich pro Woche neben Arbeit und Familie mir vielleicht zwei Stunden freischaufle um aufmerksam Musik zu genießen. Diese wenige Zeit möchte ich natürlich nicht mit Experimenten der Marke "Taylor Swift" verbrigen…… Hier nehme ich Dinge die mir gefallen oder sicher gefallen....

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

27.07.2020 - 15:05 Uhr
"aber wenn ich dann die Rezis zu Madonna, Lady Gaga und Konsorten lesen muss, dann mag das am Zeitgeist oder am erhofften Traffic liegen, ich brauche diese Ausführungen nicht."

Dann mach es so wie im Supermarkt: Lass die Dinge stehen, die dir nich gefallen und überlasse die anderen.

"Es ist nur schade, dass eine solche Platte den Platz einer möglicherweise tollen Nachwuchsband, etc. wegnimmt."

Keine Rezension nimmt einer anderen den Platz weg. Manchmal (wie aktuell) wäre sogar noch zusätzlich mehr drin, manchmal ist der wöchentliche Platz begrenzt, dann wird aber nicht gestrichen, sondern geschoben.

Die Debatte "das gehört hier nicht rein" ist genauso müßig, wie immer wiederkehrend. Und so sinnlos, weil es hier schlussendlich darum geht, wem welche Musik gefällt.

Given To The Rising

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27.07.2020 - 15:09 Uhr
Ein bisschen berechtigt schon. Wenn ein Portal ohne Schlagerexperten Matthias Reim rezensiert z.B..

Klaus

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27.07.2020 - 15:15 Uhr
Es wäre ja auch mal schön, wenn diejehnigen, die sich an solchen Künstlern abarbeiten anstatt ständig unqualifiziert (und damit meine ich generelles schlechtfinden, ohne zu hören) dann auch mal dazu beitragen würden, den Nischenbands Aufmerksamkeit zu gewähren. Ein nicht gerade kleiner Teil der Rezensionen hier läuft im Forum mit 1 Posting durch - der "rezensiert" - Meldung. Wenn das Bedürfnis so groß ist, die knappe Zeit nicht mit Pop und dergleichen zu verschwenden, dürfte es so etwas ja kaum geben: Nischenbands, die teilweise sehr gut sind, aber hier keinerlei Rückmeldung erhalten - und da geht es jetzt nicht um die Rezensionen an sich, sondern die Musik dahinter.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 1924

Registriert seit 12.12.2013

27.07.2020 - 15:16 Uhr
Ich spreche hier nur für mich und nicht für Plattentests:

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass auch eine "Indie"-Seite Mainstreamalben bespricht. Allein schon, weil so eventuell andere Facetten des Werks beleuchtet werden als in anderen Medien. Und ich schrieb ja oben schon: Nur weil etwas populär ist, ist es nicht automatisch schlecht. Mal ein übertriebenes Beispiel: Ich fand "Old town road" absolut überragend. Der perfekte Hit. Zweieinhalb Minuten, kein Gramm Fett, dafür eine Hook für die Ewigkeit.

Ich kann mich erinnern, dass ich mit Anfang 20 auch so ein Geschmackspolizist war. Das gab sich dann mit der Zeit, als mir klar wurde, dass ich einfach Musik liebe und nicht meinen Geschmack. Das klingt jetzt natürlich auch wieder nach hohem Ross, aber was will man machen. Ich gehe jetzt Mariah Carey hören.

Given To The Rising

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27.07.2020 - 15:21 Uhr
Die Nischenbands werden meiner Ansicht nach schon erwähnt, nur eben nicht immer in den Rezensionen. Und wie gesagt wäre ich dafür die Schlager- und Volksmusikrezensionen zu streichen, wenn da sowieso immer nur eine 1/10 rauskommt, und stattdessen einer nicht so bekannten Band Platz zu machen.

fuzzmyass

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27.07.2020 - 15:43 Uhr
Mindestens wegen der The National und Bon Iver Connection gehört Taylor Swift hier absolut rein.
Aber ich stimme auch überein, dass hier manche Rezensionen von offensichtlichem Müll, die sowieso eine 2/10 bekommen, hier auch abgeschafft werden sollten...
Zumindest mir fallen immer wieder häufig interessante Musiker auf, die selten bis gar nicht rezensiert werden.

fuzzmyass

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27.07.2020 - 15:45 Uhr
Z.B. diverse Rezensionen zu Lena, max Giesinger, Marc Forster etc. etc. - braucht echt kein Mensch hier.
Hat aber auch nichts im Taylor Swift Thread zu suchen :)

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

27.07.2020 - 15:47 Uhr
Back On Topic:

Finde es aber auch etwas bizarr wie viel Aufmerksamkeit und Lob Taylor Swift hier bekommt. Aber mit 200 Mio Verkäufen ist man wohl automatisch in aller Munde...

maxlivno

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27.07.2020 - 16:37 Uhr
Mich erinnert "Folklore" sehr an das Ewe Owen Album aus diesem Jahr, welches ja auch von einem der Dessner Brüder (ich meine Bryce) produziert wurde. Nur, dass das Eve Owen Album deutlich stärker ist.
"Folklore" ist nett und klingt ganz schön aufs erste hören, aber mich selbst berührt hier nichts.

Hornrabe 1

Postings: 7

Registriert seit 14.05.2018

27.07.2020 - 16:47 Uhr
Ich bin vor ein paar Wochen durch Plattentests auf das neue und zweite Album von Becca Mancari aufmerksam geworden. Eine tolle Rezi, welche mich animierte, mal in die Scheibe reinzuhören. Ich finde sie megacool. 2015 wurde ich auch durch diese Seite hier auf My Morning Jacket aufmerksam, mit dem ersten Waterfall Album.
Ich denke auf jeden Fall, dass hier vielen weniger bekannten Bands und Künstlern Raum gegeben wird. Außerdem heißt es ja auch Plattentests.de und nicht Indie Platten was weiß ich.de
Seit ich irgendwann Anfang '93 die ersten Töne von Phillip Boa's Love on Sale gehört hatte, bin ich absolut Indie infiziert. Damals empfand ich es auch als No Go Mainstream Mucke zu hören. Heute, mit fast 50 sehe ich das dermaßen entspannt. Schubladendenken ist eh lächerlich.
Zudem gibt es genug Bands, die mit Indie angefangen haben und letztendlich ganz oben angekommen sind. Ist ganz oben dann automatisch Mainstream und uncool?
Dass Taylor auch gern in selbst ernannten Indie Kreisen gern gehört wird, liegt eventuell an dem sehr coolen covern ihres 1989 Album durch Ryan Adams. Keine Ahnung, ist mir aber eigentlich auch booggie. Beide Alben fetzen.
Taylor ist eine gute Songwriterin, das Album kommt extrem cool. Dessner und Vernon wissen schon, warum sie mit ihr kollaborieren. Um Kohle geht es denen sicher nicht, ebensowenig um Fame.
Ich finde es aber geil, wie sie polarisiert, da macht das Hören in der Tat noch mehr Spaß, als es so schon macht... :-))))

nörtz

User und News-Scout

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27.07.2020 - 16:53 Uhr
Taylor ist eine gute Songwriterin,...

Die schreibt doch kaum allein... :D

Hornrabe 1

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27.07.2020 - 17:27 Uhr
Meines Wissens kommen die Grundgerüste und Harmonien ausschließlich von ihr. Die Produzenten werden meist (nicht immer) als Co Autor aufgeführt.
Man erkennt es doch auch an den Songs, die Dessner oder Vernon produziert haben. Die Melodien sind immer typisch Swift. Die Arrangements wechseln halt nur...

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 26.02.2016

27.07.2020 - 18:45 Uhr
@Pivo:

Unglaublich wieviel Aufmerksamkeit die gute Taylor hier bei PT auf sich zieht. Hören kann ja jeder was er möchte aber wurden hier nicht vor grauer Vorzeit eher die Nischen behandelt und nicht der Mainstream.....???

Hier werden nach wie vor die Nischen behandelt, bei jedem Update sind Bands in jeglicher Bekanntheitsgröße dabei.

aber wenn ich dann die Rezis zu Madonna, Lady Gaga und Konsorten lesen muss, dann mag das am Zeitgeist oder am erhofften Traffic liegen, ich brauche diese Ausführungen nicht.

Andere "brauchen" die Ausführungen zu den Genres, die du hörst, vielleicht nicht. Das Gute ist: Dann liest man eben nur das, was einen interessiert.
Ich kann mich ja auch beschweren, dass keine von euch Nasen der letzten Phil-France-Platte Aufmerksamkeit geschenkt hat, aber alle danach krähen, dass mehr Nischen besprochen werden müssen. :-P

Es ist nur schade, dass eine solche Platte den Platz einer möglicherweise tollen Nachwuchsband, etc. wegnimmt. Über Alben und Künstler aus dem Radiogewand schreiben sie doch alle. PT sollte sich den Nischen widmen.

Noch mal, auch wenn es in anderen Threads wirklich schon mehrfach ausgeführt wurde: So funktioniert das bei Plattentests nicht. Es gibt keine Rezensionen, die andere "verdrängen".

@nörtz:

Die schreibt doch kaum allein... :D

Zum Songwriting-Prozess wurde ja das Dessner-Interview schon weiter vorne verlinkt. Vielleicht entspricht der ja doch etwas mehr deiner etwas gestrigen Vorstellung.

Mr. Orange

User und News-Scout

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Registriert seit 04.02.2015

27.07.2020 - 18:58 Uhr
PT sollte sich den Nischen widmen.

Und warum, wenn daran offenbar gar kein so großes Interesse besteht? Ständig passiert es, dass ich nach irgendwelchen gar nicht mal sooo unbekannten Acts suche und hier nicht mal einen einzigen Thread dazu vorfinde. Alles außerhalb des Rock/Songwriter-Kosmos findet hier sowieso höchstens völlig am Rande statt. Die meisten Stammuser der Seite sind vor allem an absolutem Mainstreamrock wie Metallica, Oasis, National etc. interessiert. Das ist nunmal kein Forum für Fans obskurer Raritäten.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

27.07.2020 - 19:16 Uhr
"Meines Wissens kommen die Grundgerüste und Harmonien ausschließlich von ihr. Die Produzenten werden meist (nicht immer) als Co Autor aufgeführt.
Man erkennt es doch auch an den Songs, die Dessner oder Vernon produziert haben. Die Melodien sind immer typisch Swift."

Und genau das ist IMO das Problem... sie ändert das Gewand bzw. lässt es ändern, behält aber ihre recht langweilige und sterile Melodieführung von früher bei... interessant wäre es gewesen, wenn sie sich in diesem Bereich auch weiterentwickelt hätte...

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

27.07.2020 - 19:34 Uhr
"Das ist nunmal kein Forum für Fans obskurer Raritäten."
Ich bin in so einem Forum. Mein Instagramaccount. Aber im Ernst: höchstens Reddit und ausländische Foren bieten solche Möglichkeiten. Die anderen sind wegen Mitgliederschwund längst geschlossen.

musie

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Registriert seit 14.06.2013

27.07.2020 - 19:34 Uhr
an Lisa Loeb erinnert mich das oft. neben LDR wohl die offensichtlichste Referenz. und nach Haim klingts zuweilen auch.

whitenoise

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Registriert seit 17.06.2013

27.07.2020 - 20:01 Uhr
Ich hoffe und denke, dass PT weiterhin von der Nische bis zum Superstar alles bespricht. In den meisten Magazinen gibt es eine solche Bandbreite nicht mehr und das ist sehr schade.

Kamm

Postings: 216

Registriert seit 17.06.2013

27.07.2020 - 21:09 Uhr
Hm. Hmhm. Bin jetzt beim zweiten Anlauf bis Track 11 gekommen und immerhin so weit, dass ich mir das noch mal in Ruhe und mit Kopfhörern geben möchte. Obwohl ich befürchte, dass ich dabei ziemlich müde werden könnte, trotz netter Ansätze.
Von daher nur ein paar voräufige Gedanken, die alle noch revidierbar sind, falls ich irgendwelche Qualitäten bisher einfach nicht erkenne (was mir häufig passiert).
Wie schon von einigen angemerkt, fällt eine in weiten Teilen recht flache, an Höhepunkten und Dynamik mangelnde Melodik auf, die aber manchmal von doch recht hübschen Arrangements gerettet wird. So etwas ist ja eine komplexe Sache, weil gewiefte MusikerInnen (huppsala, jetzt ist es mir doch mal passiert - ich meine normalerweise beides/alle) selbst aus den langweiligsten, abgenudeltsten Melodien durch kleine Verschiebungen, Details, einer am Ende doch unerwarteten Wendung oder wasweißich doch noch etwas Spannendes machen können. Die Grenzen zwischen dem Spiel mit Erwartunghaltungen durch echten musikalischen Gehalt und reiner Kaschierung von eben Langeweile sind da fließend und werden sehr wahrscheinlich auch subjektiv unterschiedlich wahrgenommen - Klassikconnoisseure werden da tendenziell weniger verzeihend sein als Popschlampen wie ich es bin.
Zurück zu Folklore: Viel zu oft konnte ich beim ersten Hören vom ersten Part der Strophe oder des Refrains auf den zweiten, dritten schließen. Ich habe es ein paar Mal getestet und Teile der Songs mitgesummt, die ich noch nicht kannte: Ging ganz gut und manchmal fehlerlos, wobei auch der alte Trick auffiel, dass einzelne Töne einfach ne Oktave höher gehaucht werden, um davon abzulenken, dass fast die gleiche Melodie zwei Songs vorher schon mal verwendet wurde. Dazu kam mir einiges generell sehr bekannt vor, keine Ahnung, spontan der Refrain von "Cardigan" - eine lahmere Version von Macy Grays "I Try", ebenfalls im Refrain. Oder die Hook (ja, tatsächlich!) in der Bridge von "the last great american dynasty", neben "seven" mein bisheriges Highlight; die kennt man von vielen Titeln, ist hier in der Dopplung des Gesangs, ich glaube, jemand anders hat es schon mal hier erwähnt, besonders schön geraten, was wiederum beweist, dass Aneignung nichts grundsätzlich furchtbares sein muss. Allgemein scheint es mir aber so, dass man die meisten Titel problemlos in den 4-Chord-Song einfügen könnte, mit dem Problem, dass sie neben den prominenten Vertretern der Pophistorie, die aus Tonika-Subdominate-Dominate Schmissigeres herauskitzeln konnten, verblassen würden.
Rhythmisch ist das alles leider durchgehend sehr routiniert, teils fast schon bieder und bietet keinerlei Überraschungen. Singen kann sie, obwohl ich die Stimme nicht als irgendwie besonders empfinde.
Vorläufig also, falls sich da nicht noch irgendwas tut und klick macht, maximal eine 6/10 für mich.

Abgesehen davon, etwas Neues für mich: Zum ersten Mal konnte ich Xavier bei etwas zustimmen, und zwar seinem Uff als Antwort auf Leatherfaces Geschreibsel.

Abgesehen davon 2: Die Rezi auf Laut, ich könnte kotzen. Zugegeben, das könnte ich eigentlich bei allem von Herrn Gölz. Ein (!) Satz zur Musik, der sich nicht negativ oder mindestens im Konjunktiv ("aufregend hätte sein können") genau dazu, nämlich der Musik (und nicht dem Rest) äußert. Macht 4/5, logisch. Der Rest: "Textanalyse", aufgeblasenes, inhaltsleeres, nichtssagendes, postmodernes Geseiere. Es geht in der Musik oft echt nicht mehr um die Musik, und das finde ich schade und ärgerlich.

Und kurz noch zum The National-Vergleich, der ja durch die personelle Beteiligung aufkommen muss: Mein letztes Album von denen war Boxer; ich weiß nicht, was die jetzt so machen. Aber musikalisch hat das im Pop-Rahmen eher wenig miteinander zu tun, zumindest wenn man unter musikalisch ganz klassisch die Zusammensetzung der Musik an sich, bestehend aus Rhythmik, Takt, Melodik, Harmonik, Klangfarbe und so meint. Z. B. hat die Musik von The National melodische wie rhythmische Wiederhaken, was man von Folklore nicht behaupten kann.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

27.07.2020 - 21:32 Uhr
In welchem Verlag soll dieser Roman erscheinen?

Mister X

Postings: 3244

Registriert seit 30.10.2013

27.07.2020 - 21:39 Uhr
Interessant. Die Ersten Reviews zu Release hatten fast alle volle Punktzahl. Jetzt nach und nach bekommt das Ding teilweise "nur" eine 6

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

27.07.2020 - 21:51 Uhr
Ich sehe schon: "Folklore" ist ein überaus komplexes Werk. Es gibt sein Geheimnis nicht auf diskursiven Weg Preis. Wahrscheinlich muss sich Taylor Swift deshalb dem Vorwurf von politischer Ignoranz, von fehlendem Engagement aussetzen. Wir sollten die Diskussion jetzt beenden.

Given To The Rising

Postings: 4800

Registriert seit 27.09.2019

27.07.2020 - 21:54 Uhr
Ich würde eine 6.5 geben, als Rezensent eine 7. Bis auf Seven und 2,3 weitere Songs eher gewöhnlich. Die Stimme von Bon Iver mag ich auch nicht.

kingsuede

Postings: 1553

Registriert seit 15.05.2013

27.07.2020 - 21:54 Uhr
@Xavier: Jo. Es wird ein Erfolg werden.

kingsuede

Postings: 1553

Registriert seit 15.05.2013

27.07.2020 - 21:56 Uhr
Bin weiterhin bei einer guten 8/10. Das Album Ist in beiden Teilen zu lang geraten, hat aber starke Songs und eine herbstliche Grundstimmung.

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

27.07.2020 - 22:04 Uhr
@ kingsuede

Ja, ja, ich weiß. Und last but not least der alternde, legendäre und eigentlich keiner Kategorie zurechenbare Bob Dylan.

Kamm

Postings: 216

Registriert seit 17.06.2013

27.07.2020 - 22:15 Uhr
Bei dem treffen für mich lustigerweise quer durch seine Diskografie die gleichen Kritikpunkte wie bei Folklore zu. /Häresiemode off

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 5324

Registriert seit 26.02.2016

27.07.2020 - 22:18 Uhr
Zumindest kann ich bei Dylan die Melodien auch oft "vorhersehen", das ist für mich aber auch kein grundsätzlicher Kritikpunkt. Musik ist ja nicht unbedingt besser, je überraschender sie verläuft.

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

27.07.2020 - 22:23 Uhr
Na ja.

Takenot.tk

Postings: 881

Registriert seit 13.06.2013

27.07.2020 - 23:54 Uhr
"Musik ist ja nicht unbedingt besser, je überraschender sie verläuft."

Das wohl nicht, schon gar nicht als Automatismus, aber Musik ist sicherlich spannender, je origineller sie ist. Da geht es ja nicht um die Neuerfindung des Rads, auch einer altbekannten Melodie kann man mit diversen Tricks neue Wendungen geben, mit Hilfe der anderen Bestandteile Harmonie, Rhythmus etc.
Ich würde schon sagen, wenn ein Lied so gar nicht überraschen kann, dann ist dann eher negativ, denn dann kenne ich das in der Form ja offensichtlich schon - warum also etwas neues hören, wenn es wirklich nur bloße Kopie etwas älteren ist?

doept

Postings: 308

Registriert seit 09.12.2018

28.07.2020 - 00:09 Uhr
Cover-Vergleich!

Taylor Swift
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/f/f8/Taylor_Swift_-_Folklore.png

vs

Myrkur
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/8/87/Myrkur_M_cover.jpg

Ich mag beide!
Düsterer Wald geht immer.

PS: Idee natürlich nicht von mir.

Kamm

Postings: 216

Registriert seit 17.06.2013

28.07.2020 - 00:27 Uhr
Ach, guter Standard geht ja auch mal klar, obwohl das auf Dauer doch irgendwann langweilig wird. Und die Überraschung ist nach mehrmaligen Hören zwangsläufig dahin. Aber das, was Takenot.tk sagt, Originalität, als ein Qualitätsmerkmal von Musik, die es schafft, sich eben vom Standard abzuheben. Ich habe es immer für eine natürliche Entwicklung gehalten, dass wenn man sich für etwas interessiert, in dem Fall Musik, man sich irgendwann auf die Suche nach den herausragenden Werken begibt und mehr in die Tiefe geht. Aber dann lese ich Rezensionen von bestimmten Leuten, z. B. auf Laut.de, und merke mal wieder, ich bin zu sehr von mir selbst ausgegangen und meinem Umfeld.

Given To The Rising

Postings: 4800

Registriert seit 27.09.2019

28.07.2020 - 00:29 Uhr
@doept: Halt klassisches Black-M***l-Cover. Die Sternchen, damit Rainer mich nicht verklagt.

Rainer

Postings: 616

Registriert seit 22.03.2020

28.07.2020 - 01:09 Uhr
Taylor Swift lol

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