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Taylor Swift - Folklore

User Beitrag

whitenoise

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Registriert seit 17.06.2013

25.07.2020 - 11:50 Uhr
Naja, ich finde das letzte Lana-Album nicht so überraschungsfrei. Ansonsten mag das vielleicht stimmen, bei "Folklore" ist Taylor Swifts Gesang aber an einigen Stellen wirklich sehr stark an die Intonation oder sogar an Gesangsmelodien von Lana Del Rey angelehnt.

musie

Postings: 3346

Registriert seit 14.06.2013

25.07.2020 - 11:59 Uhr
LDR, Haim (in August...), Musgraves, alles drin in diesem Album

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

25.07.2020 - 12:13 Uhr
Dank der Atmosphäre verblaßter Eleganz und seines bittersüßen Fin-de-siecle-Idioms wird das Album insgesamt hervorragende Kritiken bekommen. Hand drauf.

musie

Postings: 3346

Registriert seit 14.06.2013

25.07.2020 - 12:20 Uhr
Denke auch, dass diese Stimmung den Weltnerv aktuell genau trifft.

Earl Grey

Postings: 384

Registriert seit 14.06.2013

25.07.2020 - 15:13 Uhr
„ ....sehr stark an die Intonation oder sogar an Gesangsmelodien von Lana Del Rey angelehnt.“

Ich, kein großer Kenner der zwei Künstler, habe sogar heute morgen sehr verzweifelt nach dem mir vom Namen her nicht einfallen wollenden „Norman Fucking Rockwell“ bei Taylor Swift gesucht :)

BadaBing

Postings: 113

Registriert seit 27.06.2013

25.07.2020 - 15:35 Uhr
„exile“ ist wirklich herausragend. Der zweistimmige Gesang von Justin Vernon in der ersten Strophe mit übereinander gelegter Brust- und Falsettstimme ist schlichtweg wunderbar.

Xavier

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Registriert seit 25.04.2020

25.07.2020 - 15:38 Uhr
Ihnen gehört ganz einfach die Zukunft: die Zukunft der Musik, die Zukunft der "Intonation" und der "Gesangsmelodien". Auch die Zukunft des Musikhörens. Innovative Popmusik ist tot, mausetot!

whitenoise

Postings: 442

Registriert seit 17.06.2013

25.07.2020 - 16:02 Uhr
"Innovative Popmusik ist tot, mausetot"

Die neueren Sachen von FKA Twigs, Frank Ocean, Sophie oder Charli XCX mal gehört?

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

25.07.2020 - 16:28 Uhr
"Exile" - die ersten anderthalb Minuten sind okay. Dann wird alles sehr kitschig. 6/10

exy

Postings: 83

Registriert seit 22.12.2019

25.07.2020 - 16:35 Uhr
ich bin ehrlich gesagt erschüttert, dass intelligente leute auf diese marketing-masche reinfallen. das ist doch von vorne bis hinten durchgeplant. corona (ja, das war nicht geplant;)), geheim gehaltene veröffentlichung, kaum promo, ruhig musik, längerer text zum album den sie vorgibt, selber geschrieben zu haben inkl. deepem pic, der albumtitel selbst, indie-größen wie the national und bon iver eingekauft - was dann für unsere verhältnisse überhaupt nicht mehr bescheiden aussieht und somit nach hinten losgehen müsste.

irgendwelche mainstream-hörer finden das neu und aufregend? okay. ausgewiesene experten befassen sich ernsthaft damit und behaupten auch noch, das gut zu finden? ich weiß ja nicht.

wie gesagt: das gesamtpaket ist ein ganz faules ei. diese multimillionärin ist nicht darauf angwiesen, dass man ihr auf den leim geht.

(dieser text darf auch gerne als gerüst für die rezension verwendet werden, besonders der letzte satz.)

whitenoise

Postings: 442

Registriert seit 17.06.2013

25.07.2020 - 16:41 Uhr
Die Frage ist halt nur dabei, was denn das Ziel dabei ist. Für Mainstream-Hörer ziehen Namen wie The National oder Bon Iver kaum. Was bringt es Taylor Swift, bei irgendwelchen Indie-Kritikern besser anzukommen? Ist doch gar nicht ihre Zielgruppe. Natürlich ist das Album kalkuliert - so wie alle Alben großer Mainstream-Künstler - aber ich frage mich, ob die Kalkulation aufgeht.

kingsuede

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Registriert seit 15.05.2013

25.07.2020 - 18:10 Uhr
Durchgang 2.

kingsuede

Postings: 2808

Registriert seit 15.05.2013

25.07.2020 - 18:30 Uhr
Die beiden Auftaktstücke bieten einen guten Einstieg, bevor mit The last great American dynasty das erste wahre Highlight folgt. Exile fegt dann erstmal alles weg: einer der besten Songs der letzten zehn Jahre. Ich mag aber auch LDR und Musgraves.

dreckskerl

Postings: 7867

Registriert seit 09.12.2014

25.07.2020 - 18:36 Uhr
Zweimal intensiv gehört, beim zweiten Mal auch in Hinblick auf den "zu lang" Punkt, ich mag gerne Alben mit 12 Songs und 45 Minuten, wenn die Stimmung des Albums letztlich gleichbleibend ist, wie hier.
Ich muss aber noch weiter hören um die 4 rauszufiltern.
Musikalisch unangreifbar, was kritisch gemeint ist.
Verglichen mit Lana del Reys letzem ALbum, das sich einfach so viel musiklaisch getraut hat.
Aber wir sprechen von fucking Taylor Swift (stereogum befasst sich zunächst einen ganzen Abschnitt mit dem ersten "Fuck" auf einem Swift Album und der Zweideutigkeit dazu)
und ich bin sehr positiv überrascht, nach 1989 hatte ich früher so eine Entwicklung erwartet.
Für meine Ohren ihr stärkstes Album, aber auch nicht mindblowing, sie ist nicht Joni Mitchell.

Die Süddeutsche verreisst das Album in einer schon erstaunlichen Weise...die Autorin mag es wirklich gar nicht. :-) #Strickjacke

https://www.sueddeutsche.de/kultur/taylor-swift-folklore-kritik-1.4977915

Ich muss noch ein paar mal durchhören, aber ich finde locker 12 wirklich berührende Songs.
Bin mir nicht sicher ob das Bon Iver Duett dabei ist, das finde ich ab Mitte bischen sehr vorhersehbar.
Dazu, wer mag, eine Justin Vernon Collabo vom letzten Jahr mit dem m.E. spannenderen Ergebnis:

Bruce Hornsby & Justin Vernon "Cast Off"

https://www.youtube.com/watch?v=xJjeRKSPrCs

kingsuede

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Registriert seit 15.05.2013

25.07.2020 - 18:42 Uhr
Von den ersten acht Songs kann My tears ricochet weg, die anderen sind alle 7/10 und weit aufwärts.

dreckskerl

Postings: 7867

Registriert seit 09.12.2014

25.07.2020 - 19:04 Uhr
My tears ricochet ist unter meinen Top5...so verschieden kann man es sehn , was aber auch klar für das Album spricht.

kingsuede

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Registriert seit 15.05.2013

25.07.2020 - 19:06 Uhr
Auf der zweiten Hälfte kann Invisible string entfallen.

exy

Postings: 83

Registriert seit 22.12.2019

25.07.2020 - 19:08 Uhr
Sehr guter Text bei SZ, sollten sich einige mal ganz genau durchlesen!

exy

Postings: 83

Registriert seit 22.12.2019

25.07.2020 - 19:10 Uhr
Andererseits: Ist auf einer Seite, die der schwächsten (das sagen alle) The National eine 10/10 gibt, vielleicht sowieso schon alles verloren? Da muss man sich hier durchaus auf eine 7/10 oder besser einstellen.

cargo

Postings: 537

Registriert seit 07.06.2016

25.07.2020 - 19:17 Uhr
Das Duett mit Bon Iver finde ich jetzt gar nicht so überragend. Einige andere Songs zünden da mehr bei mir. Aber ich bin ja schon dankbar, dass er mal komplett auf seinen Autotune-Mist verzichtet.

Weiß noch nicht so recht, wo das Album wertungsmäßig bei mir landen wird. Glaube schon, dass man sich relativ schnell dran satt hören kann.

Enrico Palazzo

Postings: 2713

Registriert seit 22.08.2019

25.07.2020 - 19:18 Uhr
Guter SZ-Text zum Punkt Künstlichkeit des Ganzen.

Nichtsdestotrotz könnten ein paar schöne Songs dabei abfallen. Künstlerische Authentizität sehe ich aber hier nicht. Die sehe ich aber auch nicht bei LDR.

kingsuede

Postings: 2808

Registriert seit 15.05.2013

25.07.2020 - 19:19 Uhr
Der SZ-Text ist furchtbar, aber wer hört bei Taylor Swift auf die SZ. Die anglo-amerikanischen Medien überschlagen sich ja gerade.

Enrico Palazzo

Postings: 2713

Registriert seit 22.08.2019

25.07.2020 - 19:22 Uhr
Der IST nicht furchtbar, den findest DU furchtbar.

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

25.07.2020 - 19:24 Uhr
Die überschlagen sich immer. Siehe auch www.metacritic.com

Es wird zu viel gelobt.

kingsuede

Postings: 2808

Registriert seit 15.05.2013

25.07.2020 - 19:25 Uhr
Ja. Typisches SZ-Geschreibe halt.

Mister X

Postings: 3401

Registriert seit 30.10.2013

25.07.2020 - 20:38 Uhr
Werden hier neuerdings meine Kommentare gelöscht ? Vermisse drei Stück

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 2780

Registriert seit 12.12.2013

25.07.2020 - 20:59 Uhr
@Menge der Songs pro Jahr:
Die Beatles haben in acht Jahren über 150 Songs rausgehauen. Die meisten von denen waren ziemlich passabel. Will sagen: Dass es bei Künstlern heute oft so lange zwischen Alben dauert, hat oft eher mit den Mühlen der Musikindustrie als mit der Kreativität zu tun. Promotion, Tourneen, etc. kosten viel Zeit. Zudem ist der Produktionsprozess natürlich aufwändiger geworden, gerade im Mainstream. Wobei das auch nur eingeschränkt gilt, es kommt auch schlicht darauf an, wie viel Geld und Frickelwut zur Verfügung stehen.

Allgemein ist es kein Hexenwerk einen Popsong zu schreiben, es wird meist erst im Studio langwierig.

El arco

Postings: 107

Registriert seit 02.12.2019

25.07.2020 - 21:43 Uhr
Swift bzw Musik generell aus Trotz zu verurteilen ist, wie hier jmd geschrieben hat, total blödsinnig.

Ob man Swift jetzt mag oder nicht- 1989 war mit das beste Mainstream-Pop-Album der letzten Jahre.

Wie viel Strategie und Kalkül nun hinter diesem „vermeintlichen Indie-Album“ steckt ist mir da egal. Exile ist ein großartiger Song und Texte kann sie schreiben.

Mic

Postings: 394

Registriert seit 24.08.2019

25.07.2020 - 23:52 Uhr
Die sz Kritik ist so toll. Und Jennifer, das du meinen Satz zum hype mir so übel nimmst, finde ich komisch. Dieses Album wird überall gehypt. Überall. Und es ist so langweilig.

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

26.07.2020 - 02:29 Uhr
Das ist schon amüsant, dass es diese Seite hier seit 20 Jahren immer wieder aufs Neue schafft, irgendwie einen neuen Schwung an Kleingeistern zu generieren, die versuchen ihre tumbe Schwarzweiß-Weltsicht mit den immergleichen banalen Quatsch-Argumenten unters Volk zu bringen - Kommerzielle Musik XY is böse und "kalkuliert" und überhaupt "unauthentisch" und vernünftige Menschen können das ja eigentlich gar nicht gut finden und müssen daher irgendwie gekauft sein und bla bla bla bla bla. Gewürzt häufig noch mit Sexismus, Rassismus und anderem Ekelzeug (in diesem Fall "die männlichen, als authentisch erachteten Kollaborateure sind verantwortlich für was auch immer an dieser bösen kommerziellen Musik mal gut ist").

Dabei tut überhaupt nichts zur Sache, dass der exakt gleiche Stuss so ziemlich jedem großen kommerziellen Act seit Anbeginn der Popmusik von den Beatles und Elvis aufwärts vorgeworfen wurde (inkl in diesem Forum) und man kommt sich überhaupt nicht bescheuert vor, wenn man versucht 70 Jahre alte, reaktionäre Hirnfürze als heiße neue Erkenntnis von smarten Durchblickern zu verkaufen. So bietet Plattentests in diesen schweren Zeiten doch immerhin ein bisschen Beständigkeit, weil man sicher sein kann, dass auch in 20 Jahren noch die immergleichen banalen Quatsch-Diskussionen auf niedrigem Niveau geführt werden. Never change, Plattentests.

dreckskerl

Postings: 7867

Registriert seit 09.12.2014

26.07.2020 - 02:39 Uhr
Wow das ist ja mal arrogant :-)
Bewundernswert.
Tolle Schreibe.
Never mind, Ledergesicht.

Und was sagst du zum Album?

Mister X

Postings: 3401

Registriert seit 30.10.2013

26.07.2020 - 03:46 Uhr
Die Absichten können dem Hörer ja egal sein. Es zählt nur ob einem die Musik gefällt oder nicht. Der Rest geht einem nichts an.

exy

Postings: 83

Registriert seit 22.12.2019

26.07.2020 - 07:38 Uhr
@Leatherface: naja, sexisten sind dann wohl eher diejenigen, die die taylor swift dank männlicher hilfe plötzlich gut finden. und sie selbst leistet dem auch vorschub, indem sie all die männer ("heroes of mine"!) prominent im tweet erwähnt.

vollkommen ins leere läuft der vorwurf bei den leuten, denen ihre musik nach wie vor vollkommen egal ist.

wie findest du es denn, dass eine multimillionärin gerade jetzt in eine nische eindringt, in der viele künstlerInnen ums wirtschaftliche überleben kämpfen?

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

26.07.2020 - 08:40 Uhr
Welche Nische soll das sein? "Indie"? Die gibt's nicht. Hat's noch nie gegeben. Musik und der Musikmarkt sind viel komplexer als dass man sie in "indie" und "nicht-indie" einteilen könnte. Leute, die Marissa Nadler oder Joan Shelley oder whoever hören, hören nicht plötzlich auf damit, weil Taylor Swift ein melancholisches folkiges Album aufgenommen hat. Ein derart mit orchestralem Pomp produziertes Album hat mit dem LoFi-Folk irgendeines Bandcamp-Künstlers ohnehin nix zu tun. Es ist vor allem immer noch ein Pop album für Leute, die Pop mögen.

Und wenn einem das alles so egal wäre, müsste man nicht in irgendein Forum gehen, um kund zu tun, wie egal einem das ist, sondern würde sich einfach Dingen widmen, die einem weniger egal sind. Man müsste sich auch nicht irgendwelche fadenscheinigen Quatschgründe aus den Fingern saugen, weshalb man das jetzt mindestens fragwürdig findet, wie "dringt in ne Nische ein, wo andere Künstler ums Überleben kämpfen". Schon mal an all die Bands gedacht, die statt The National und Bon Iver große Hallen bespielen könnten, wenn diese Bands nicht fieserweise all die Aufmerksamkeit aufsaugen würden? Nö, weil's natürlich Käse ist.

Aber wie gesagt, alles schon mal gehört. Alles schon x-fach zu Tode diskutiert in diesem Forum. Der immergleiche Jahrzehnte alte Kommerz=/=Authentizität-Quatsch ohne jede Weiterentwicklung, vorgetragen vom immer gleichen Schlag von Nasen, die die Welt nur mit maximal schlicht organisiertem Schubladendenken erfassen können. Um es mit einer anderen kontemporären Popkünstlerin zu sagen: thank u, next.

Bic

Postings: 22

Registriert seit 10.11.2019

26.07.2020 - 08:51 Uhr
Exy. Was schreibst du da? Die die das Album gut finden sind die wahren sexisten? Weil sie männliche Unterstützung hatte? Hatte sie schon immer. also ist es deiner Meinung nach sexistisch eine Künstlerin zu hören weil sie mit Männern zusammengearbeitet hat, oder wie muss man das verstehen?

Enrico Palazzo

Postings: 2713

Registriert seit 22.08.2019

26.07.2020 - 09:36 Uhr
Und machst mit deinem tumben Kommentar Genau dasselbe, was du anderen unterstellst. Glückwunsch, Leatherface!

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

26.07.2020 - 09:36 Uhr
Für mich sind die Alben am besten, die mit kleinem Aufwand realisiert wurden, mit wenigen Leuten, mit wenig Studiotechnik. Wenn ich andauernd für die großen Konzerthallen schreibe/komponiere, verbrauchen sich auch die Mittel und die Formen. Mich stört diese Marktstruktur mit seinem Überperfektionismus à la Taylor Swift oder Lady Gaga.

MM13

Postings: 2151

Registriert seit 13.06.2013

26.07.2020 - 09:47 Uhr
@xavier
jetzt widersprichst du dich aber ein bisschen,den folklore ist doch genau das was dir eigentlich gefällt(sehr reduziert),natürlich wird taylor swift jetzt nicht anfangen durch kleine clubs zu tingeln aber ich finde man kann auch einfach mal über seinen etwas eingeschränkten indie-horizont springen und sagen,ja das album ist ganz gut,egal von wem und aus welcher sparte es kommt.

Bic

Postings: 22

Registriert seit 10.11.2019

26.07.2020 - 09:48 Uhr
@Xavier Hör auf zu heulen und geh deine Musik hören. @Enrico 2 Sätze...0 Aussage. Dann lasst es doch.

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

26.07.2020 - 10:08 Uhr
"Folklore ist doch genau das was dir eigentlich gefällt..."

Überraschungsfreies Einerlei in folkloristischem Kitsch-Ambiente? No Way.

Bic

Postings: 22

Registriert seit 10.11.2019

26.07.2020 - 10:21 Uhr
Ich bin ja auch ein leidenschaftlicher hater aber du solltest dir einfach ein anderes hobbie suchen als Musik hören.

Xavier

Postings: 448

Registriert seit 25.04.2020

26.07.2020 - 10:34 Uhr
Überdenkenswert.

exy

Postings: 83

Registriert seit 22.12.2019

26.07.2020 - 11:12 Uhr
@Bic: ne, wollte nur leatherfaces merkwürdige argumentation etwas auf die spitze treiben. aber so kennen wir ihn. wer anderer meinung ist, wird vorzugsweise mit dem argument sexismus, rassismus etc. diffamiert. genau das hatte ich auch schon auf seite 1 vorausgesagt.

Der immergleiche Jahrzehnte alte Kommerz=/=Authentizität-Quatsch ohne jede Weiterentwicklung, vorgetragen vom immer gleichen Schlag von Nasen,

na, wie lange bist du jetzt im forum? 15 jahre sicherlich. bei dir erkennt man auch keine weiterentwicklung. böse sind immer die anderen, du bist nach wie vor die strahlende progressive kraft, die aussagen, die klar von der meinungsfreiheit gedeckt sind, sofort mit totschlagargumenten niedermachen will. auch irgendwie nicht besonders ergiebig.

Kamm

Postings: 360

Registriert seit 17.06.2013

26.07.2020 - 12:12 Uhr
Ich habe es (noch?) nicht gehört. Und kenne auch sonst keinen einzigen Song von Taylor Swift. Kann also nicht wirklich mitreden. Aber die Diskussion hier, die finde ich interessant, zwischen den Extremen der Conveniencepop-Hatern, denen, die dem Hype folgen und denen dazwischen. Die Rezi der SZ mag ich, weil sie den kleinen Rest-Punk in mir anspricht, der da noch irgendwo sitzt. Was aber auch kein Anhaltspunkt dafür ist, wie ich die Musik letztendlich empfinden würde.
Das, was Leatherface anspricht, das stimmt ja, diese Diskussion hat es schon immer gegeben. Trotzdem glaube ich, dass es in den letzten ca. 10 Jahren Verschiebungen gegeben hat, die man auch gut exemplarisch auf Plattentests nachvollziehen kann. Wenn man 20 Jahre zurückgeht, und sich die Rezensionen von Mainstreampop-Alben durchließt, Robbie Williams, Natalie Imbruglia, Mel C, dann ist die Argumentation fast immer die gleiche: Nette Ansätze, aber, oh, so furchtbar konstruiert, so offensichtlich auf den Chartserffolg schielend, keine Risiken, vorhersehbar und so weiter. Das war halt die Position von einer distinktiven Warte aus, die klar "über" dem Mainstreampop stand, die sich als Gruppe von Musikkennern verstand, die sich eben nicht mit dem zufrieden gibt, was dem Ottonormalhörer im Autoradio vorgesetzt wird und deshalb andere Ansprüche hat. Sing when you're winning, meiner Meinung nach eine 9/10, hat hier eine 7/10 bekommen, die Imbruglia mit ihrem Zweitling eine 5/10 - auch die würde ich deutlich höher bewerten. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass ich damals noch 1Live gehört habe, Radiopop halt mochte und zu der Zeit gerade erst angefangen hatte, mich mit "weitergehender" Musik zu beschäftigen.

Das hat sich mit der Zeit geändert. Heute wird auch Musik, die man ansonsten eher aus tiefergelegten 3er-BMWs hört, im Feuilleton und auf Plattentests besprochen und teilweise mehr als wohlwollend betrachtet. Ich würde das vorrangig mit einem Erstarken postmodernen Denkens erklären wollen, habe das alles aber noch nicht ausreichend theoretisiert, um eine salonfähige Diskussion starten zu können. Andererseits sollte offensichtlich sein: Ich kann ja nicht einem Robbie Williams-Album eine 9/10 zugestehen und die ersten beiden Alben von Natalie Imbruglia gut finden, und mich gleichzeitig darüber beschweren, dass moderner Konsenspop wohlwollend aufgenommen wird. Ich behaupte, dass z. B. im Fall von Imgruglia der Kritikpunkt, dass von einem Popstar musikalische Elemente aufgegriffen werden, die eher einem distinktiven Publikum gefallen, ebenso zutraf wir heute bei Swift. Da gab es Einflüsse aus dem Trip Hop und dem Alternative Rock, heute sind es andere Genres. Und weiter, meiner Meinung nach sind da einige durchaus tolle Songs entstanden, mit ausreichend "originären" Melodien, Sounds und Strukturen, um das abseits von Authentizitätsdebatten zumindest musikalisch zu rechtfertigen. Inwiefern das auch auf Swift zutrifft, kann ich wie erwähnt nicht sagen - da müssten vielleicht die Hater hier mal etwas mehr Substanz in ihre Argumentation bringen. ;)

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

26.07.2020 - 12:42 Uhr
Ich bin an sich ja auch der Meinung, dass sich in den letzten Jahren auch hier etwas getan hat (wenn auch langsam) und dass man sich auch hier - wie eigentlich überall sonst - vom Dasein als rockistischer Gralshüter des "Authentischen" verabschiedet hat, der über einige Jahrzehnte in der Musikkritik stark vertreten war (ich könnte auch ausführen wie sehr diese Haltung im weißen männlichen Ego und patriarchalen Strukturen verwurzelt ist, aber dann wird mir wieder beleidigt unterstellt, ich würde die Meinungsfreiheit unterdrücken wollen).

Und trotzdem ploppt die gleiche fade Diskussion in diesem Forum immer wieder auf wie Unkraut, hier tatsächlich stärker als anderswo, und man braucht nur alle paar Monate hier mal wieder reinzuschauen, um in irgendeinem Thread wieder in die Endlosschleife einsteigen zu können. Es ist amüsant. Es ist auch ziemlich traurig, weil diese Diskussion so furchtbar oberflächlich und substanzlos ist und nur aus Strohmann-Hirngespinsten besteht.

Man könnte auch einfach mal tatsächlich gehaltvoll über Musik diskutieren. Musik ist gleichzeitig etwas wunderbar simples (ne gezielte Aneinanderreihung von Geräuschen) und wunderbar komplexes (ne gezielte Aneinanderreihung von Geräuschen, die im Hörer eine Vielzahl an ganz individuellen und verschachtelten Assoziationen weckt und sich je nach Kontext ständig wandelt). Hier befasst man sich weiterhin oft nur damit, ob diese Geräusche denn nun "echt" sind (als könnten sie irgendwas anderes sein) und verschließt sich jeglicher tieferer Betrachtung.

kingsuede

Postings: 2808

Registriert seit 15.05.2013

26.07.2020 - 12:57 Uhr
Vinyl 4 Betty‘s Garden ist bestellt, um einmal das leidige Thema zu wechseln.

dreckskerl

Postings: 7867

Registriert seit 09.12.2014

26.07.2020 - 13:03 Uhr
Ja dann aber mal ran an den Speck und theoretisiere nicht weiter rum, was hälst du nun von dem Album?

kingsuede

Postings: 2808

Registriert seit 15.05.2013

26.07.2020 - 13:10 Uhr
Ich bin noch in der Findungsphase, d.h. eine abschließende Bewertung habe ich noch nicht, bin momentan bei 7-8/10. Das Album ist nahezu durchgängig großartig mit einigen wenigen leichten Längen.

Autotomate

Postings: 4376

Registriert seit 25.10.2014

26.07.2020 - 13:13 Uhr
@Leatherface: Natürlich könnte man auch einfach mal tatsächlich gehaltvoll über Musik diskutieren, aber warum tust du es dann nicht? Warum steigst du nur immer wieder leidenschaftlich beschwingt in die selbe uralte Diskussion ein?

Inhaltlich bin ich ja auf deiner Seite, diese immer wieder aufploppende Debatte um "Authentizität" und "handgemachte Musik" etcpp. ist schon müßig, wenn man anderer Ansicht ist, aber manche sehen das ganze Paket halt einfach anders. So what? Das wird von dir hier so wahnsinnig arrogant und wenig über den Dingen stehend bejammert, so unduldsam und kleinhezig abgekanzelt, dass mir trotz inhaltlicher Übereinstimmung komplett die Lust vergeht, mich auch nur ansatzweise auf deine Seite zu stellen.

dreckskerl

Postings: 7867

Registriert seit 09.12.2014

26.07.2020 - 13:25 Uhr
Ich meinte nicht dich @kingsuede :-)
Es ging natürlich in Richtung Leatherface, so viel eloquentes Gemecker über die Limitiertheit der meisten User, aber immer noch kein Wort zur Musik, über diese man doch bitte "gehaltvoll diskutieren" möge.
So, go for it.



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