100 Videospiele für die Ewigkeit - Einzellisten

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Analog Kid

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31.08.2020 - 11:53 Uhr
Ich find's ja nach wie vor schade, dass die Turricans (wenigstens den zweiten) so gar keine Berücksichtigung erhalten haben. Müsste bei mir definitiv in die Top Ten.

Einer der geilsten Videogame-Soundtracks aller Zeiten jedenfalls (also die Amiga-Version von TII):

https://youtu.be/Fvha_2hAzq0

Ich liebe das so.

Given To The Rising

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31.08.2020 - 11:55 Uhr
Takenot.tk hat die coolste Liste. Millennial-Sozialisation, gefällt mir. Nur warum ist GTA SA so weit hinten im Verhältnis zu den anderen GTAs?

Takenot.tk

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31.08.2020 - 13:48 Uhr
OK, da ist mal ein Kompliment mit dem ich so gar nicht gerechnet habe...
Ist eigentlich einfach die Liste eines Gelegenheitsspielers, der in der von dir angesprochenen Zeit groß geworden ist (erster PC in der Familie 1998, vorher nur etwas über Freunde an Konsole).
Erste eigene Konsole sogar erst seit 7 Jahren.

Mit Gelegenheitsspieler meine ich vor allem mein Niveau, nicht unbedingt die Häufigkeit.

Damit würde ich auch die niedrige Platzierung von GTA SA erklären wollen - ich war beim dem Spiel doch sehr faul und habe es dank Spielstand von nem Bekannten nie tatsächlich durchgespielt, sondern nur die durchgespielte Welt als Spielplatz verwendet (was immer noch toll war, aber sicherlich eine Immersion wie später bei GTA IV z.B. verhindert hat, wo ich vor allem Story und Charaktere gut fand).


Given To The Rising

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31.08.2020 - 14:04 Uhr
"Ist eigentlich einfach die Liste eines Gelegenheitsspielers, der in der von dir angesprochenen Zeit groß geworden ist (erster PC in der Familie 1998, vorher nur etwas über Freunde an Konsole)."
Genau das war ich auch immer. Das Einzige, was ich noch zufügen würde, wären diverse AC-Teile und Stronghold Crusader.

Given To The Rising

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31.08.2020 - 14:16 Uhr
Bei Tomb Raider 3 musste ich mich auch durchcheaten. Pistolen ziehen, Schritt zurück, Schritt vor, hinknieen, dreimal drehen, Sprung nach hinten, Pistolen einstecken, schon hast du alle Waffen (inkl. Raketenwerfer) und volle Munition.

Given To The Rising

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31.08.2020 - 14:19 Uhr
Übrigens ist das auch ein texanischer Tanz.

Vennart

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31.08.2020 - 21:56 Uhr
@Affengitarre:
GTA San Andreas, Mirror's Edge, Bioshock & Bioshock: Infinite, Ratchet & Clank 2&3, THPS 2, Tekken 3 wären bei mir sehr weit vorne.
Und Batman: Arkham City, RDR, Burnout 3, Zelda: Link To The Past, Portal und Spyro The Dragon wären auch dabei.

Ja, das würde ich mit großer Freude lesen! Wenn die schönen Texte dazu zu viel Arbeit sind, dann gerne auch nur die Platzierungen :)

Affengitarre

User und News-Scout

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31.08.2020 - 22:10 Uhr
Cool, dass wir so viele Überschneidungen haben! "Mirror's Edge" habe ich tatsächlich gestern erst wieder durchgespielt, ich liebe das Ding! So ein richtiges Wohlfühlspiel für mich, das kann ich alle paar Monate einwerfen und fix durch die Kampagne flitzen. :)

25. Burnout Paradise (2008)

Ein herrliches Spiel. Eine tolle, abwechslungsreiche Stadt, dynamisches Wetter, viele tolle Orte für Stunts und Blödeleien und dann natürlich die epischen, serientypischen Takedowns. Das Highlight ist aber tatsächlich der grandiose Multiplayer. Anstatt nur Standardkost wie verschiedene Rennen zu bieten konzentriert man sich hier auf Aufgaben, die man in Teams mit 2 bis 8 Spielern erledigt. Das geht bei Sachen los wie dass sich alle an einem Ort treffen oder man insgesamt einen Kilometer driftet bis passend getimte Sprünge über alle anderen Spieler oder auch Crashes gegeneinander mitten in der Luft. Da sind teilweise herrlich absurde Aufgaben dabei, mit den richtigen Freunden ist das ein großer Spaß!

24. Super Mario Galaxy 2 (2010)

Vom Gameplay her hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht so viel geändert, aber das war ja auch damals schon großartig und da freut man sich ausnahmsweise über mehr vom selben. Die Level sind herrlich skurril, die Fähigkeiten klasse und die Steuerung geht so wunderbar locker von der Hand. Man kann über Nintendo ja sagen was man will, aber die Spiele haben oft so eine Art Perfektion an sich die mich immer wieder beeindruckt. Da stimmt einfach alles!

23. Grand Theft Auto IV (2008)

Niko Bellic kommt nach Liberty City, nachdem ihm sein Cousin Roman ausführlich geschildert hat, wie wunderbar dieses Amerika doch sei und wie unbegrenzt die Möglichkeiten. Er selbst besäße eine riesige Firma, Sportwagen, Villen und unzählige Frauen. Als Niko dann ankommt merkt er jedoch schnell, dass die Realität kaum weiter weg sein könnte. Ehe er es sich versieht gerät er wieder in den Sumpf aus Gewalt und Kriminalität, welcher kaum besser ist als der Krieg welchem er gerade entkommen ist. Der Ton des Spiels ist deutlich düsterer als gewohnt, die Stadt ist kalt, dreckig, grau. Atmosphärisch hat mich der Teil total gepackt, die Schießereien sind nicht mehr so furchtbar wie in den Vorgängern und auch die Charaktere sind wieder durchwegs klasse. Man wird Teil dieser Welt, interagiert mit den Charakteren und trauert auch um manchen Verlust.

22. Dark Souls (2011)

Nein, es geht hier nicht um den Schwierigkeitsgrad, das Spiel hat viel mehr zu bieten. Die Stimmung ist so wunderbar hoffnungslos, die Charaktere sind oft resigniert und melancholisch, es gibt kaum Musik, kaum Handlung, nur man selbst in einer Welt voller Untoten. Vom Ton der Spielwelt erinnert mich Dark Souls immer an die Spiele von Team ICO (Ico, Shadow of the Colossus), von welchem Miyazaki auch ein großer Fan ist. Das Spieldesign ist dabei recht klassisch und erinnert an bereits vergangene Generationen. Schon der Weg zum Boss gehört zum Boss dazu, jeder Treffer den man hier erleidet spürt man auch im großen Kampf. Jeder Gegner hat einen Kniff, eine Schwachstelle die es gilt herauszufinden. Weiß man, was das Spiel von einem will, ist es auch gut machbar (meistens) und es gab auch immer wieder Momente, welche mich einfach staunen lassen haben. Sei es ein beeindruckender Gegner oder auch ein wunderschöner Ausblick. Die Multiplayerkomponente mit den Notizen von Spielern, welche einem Tipps geben (von versteckten Items zu passenden Angriffsmustern oder auch gemeinen Lügen) geben dem Spiel noch eine weitere Dimension. Völlig zurecht ein moderner Klassiker.

21. Shadow of the Colossus (2005)

Um das Leben einer Frau zu retten macht man sich auf eine Reise, um 16 Kolosse zu töten. Zwischen diesen Kolossen gibt es nichts als Stille. Keine Aufgaben, keine Zwischengegner, nur die traurige Welt und das eigene Pferd. Die furchtbar melancholische Stimmung ist wahnsinnig packend und die Kämpfe gegen die Riesen sehr eindrucksvoll. Die Entwickler verstehen es, mit wenigen Worten eine intensive Geschichte zu erzählen.

20. Ratchet and Clank: A Crack in Time (2009)

Der Höhepunkt dieser tollen Serie. Das Gameplay wurde noch weiter perfektioniert, endlich hat man mit den Hoverstiefeln eine tolle Möglichkeit um sich angemessen schnell fortzubewegen und die Handlung war noch nie so gut. Die Level sind großartig designt und endlich sind auch die Abschnitte mit Clank richtig, richtig gut. Passend zur Thematik muss dieser die Zeit manipulieren um verschiedene Rätsel zu lösen die ein wenig an das großartige Portal erinnern. Die Gags sind lustig, die Charaktere liebenswertig und das Gameplay gewohnt toll.

19. Devil May Cry 3: Dante‘s Awakening (2005)

Der Erstling revolutionierte das Genre, Teil 2 war eine große Enttäuschung. „Dante‘s Awakening“ baut auf die Stärken der Serie und verbessert alle Elemente enorm. Die Kämpfe fühlen sich richtig gut an, die verschiedenen Stile und Waffenkombinationen sorgen für viele Möglichkeiten die Gegner zu erledigen und der Schwierigkeitsgrad ist knackig, aber nie unfair, die Bosse alle verdammt spaßig. Zudem ist die Handlung, sowohl die Geschichte an sich als auch wie sie erzählt wird, deutlich besser als je zuvor.

18. Crash Bandicoot (1996)

Hier begann es. Das erste Abenteuer von Crash spielt sich auch heute noch richtig gut, der Schwierigkeitsgrad ist genau richtig und die Level angenehm abwechlungsreich. Spiele ich auch immer wieder gerne durch.

17. Grand Theft Auto V (2013)

Ein Spiel wie Urlaub. War der Vorgänger noch düster und grau geht es hier nur noch um Spaß. Die Welt ist bunt und idyllisch, groß und abwechslungsreich. Ob man im Meer schwimmt, am Strand entlang radelt, mit dem Fallschirm unterwegs ist oder Tennis spielt, alles macht eine Menge Spaß. Waren die Minispiele in den Vorgängern oft eher durchwachsen spielt sich hier alles gut. Und ich liebe die Liebe zum Detail. Das eigene Internet, der spielinterne Aktienmarkt der von der Handlung beeinflusst wird, viele viele Eastereggs und so weiter. Es gibt viel zu tun, aber auch wenn man nur mit einem schönen Auto durch die Wüste fährt kann man viel Spaß haben.

16. The Last of Us (2013)

Mensch, hat mich dieses Spiel umgehauen! Ich konnte mit Uncharted ja nie so viel anfangen. Die Handlung wurde sympathisch erzählt aber bei den unzähligen Schießereien gegen ganze Klonarmeen verlor ich schnell die Lust. The Last of Us schlägt aber zum Glück eine andere Richtung ein. Die Munition ist rar, die Gegner zäh, das Schleichen empfehlenswert. Zudem ist die Handlung sehr packend (alleine der Einstieg ist ein Knaller!) und verliert auch während der vergleichsweise langen Spielzeit nicht an Reiz.

15. Super Mario Galaxy (2007)

Einfach perfekt! Die kleinen Planeten machen durchweg eine Menge Spaß, alles funktioniert. Das Spiel sieht für ein Wiispiel richtig klasse aus, die Steuerung geht locker von der Hand und die Welten sind durchweg klasse. Nach dem etwas enttäuschendem Super Mario Sunshine ein Oberknaller!

14. Mass Effect (2007)

Vom Setting her sprach mich das Spiel eigentlich nicht so an. Dann hat es mich komplett umgehauen. Selten zuvor hatte ich das Gefühl gehabt, so in einer Spielwelt zu stecken wie hier. Ich spielte nicht Captain Shephard, ich war Captain Shephard! Nachdem ich begonnen habe war ich eigentlich ein paar Tage lang nicht ansprechbar, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen.

13. Kingdom Hearts II (2005)

Nach den ganzen Sequels und Spin-Offs ist die Handlung der Serie verworren genug, um Hideo Kojima stolz zu machen. Bei Teil 2 passt aber alles noch. Eigentlich ist es eine bescheuerte Idee, die Welten von Final Fantasy mit denen von Disney zu kreuzen, aber hey, es funktioniert großartig! Während der Erstling noch mit Gameplayproblemen zu kämpfen hatte (doofe Kamera, lasche Kämpfe) fühlt sich der zweite Teil deutlich besser an. Alleine schon der Einstieg in dieser idyllischen Stadt ist wunderbar gelungen, auch die kitschige, verworrene Handlung hat mich richtig in ihren Bann gezogen.

12. Resident Evil 4 (2005)

Es gab Actionspiele vor und Actionspiele nach Resident Evil 4. Nachdem das Konzept der alten Teile langsam etwas ausgelutscht war, mussten Veränderungen her. Ein stärkerer Fokus auf Action, eine freiere Kamera, das sollte alles her. Und auch wenn das Spiel nicht mehr wirklich gruselig ist, ist es immer noch verdammt gut! Anstatt der Angst hat man es hier nämlich mit der Anspannung zu tun, wenn sich die Gegner geschickt um einen herum verteilen und in die Enge treiben. Das gezielte Abschießen der Körperteile macht heute wie damals noch viel Spaß, die Handlung ist serientypisch trashig aber unterhaltsam und das Pacing ist mehr oder weniger perfekt. Sollte es zunächst zusammen mit der gescheiterten Capcom Five exklusiv auf Nintendos Gamecube bleiben (auf welchem es auch für die damalige Zeit verdammt gut aussah), wurde es mittlerweile zum Glück für so gut wie jede andere Plattform portiert. Danach ging es mit der Serie leider bergab, wobei sie sich zum Glück wieder gefangen haben.

11. Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots (2008)

Der epische Abschluss einer großen Saga. Nachdem mit Teil 2 und 3 noch viele Fässer aufgemacht wurden gelingt es diesem Spiel tatsächlich ziemlich gut, viele Fragen zu beantworten, seien es die Patriots, die Geschichte um Foxdie und ähnliches. Wie in allen anderen Teilen der Serie steckt hier auch so unfassbar viel Liebe zum Detail drin, seien es die unzähligen optionalen Codecgespräche (Otacons Anruf zum Wechseln der Disc ist auch oberklasse!), dass Snake bei zu vielen geduckt laufen tatsächlich Rückenschmerzen bekommt und dies sich auf das Gameplay auswirkt, viele Referenzen zu den Vorgängern und mehr. Die Bosse sind im Vergleich zu den Vorgängern leider etwas farblos, aber dennoch ein gelungener Abschluss einer fantastischen Serie. Gab es in einem Videospiel jemals so lange Cutscenes?

Vennart

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31.08.2020 - 22:19 Uhr
WOAH Affengitarre, du lieferst hier ja auf allerhöchstem Niveau ab! Ich gebe mich jetzt mal den Texten hin. Auf den ersten Blick sind da 7 weitere Spiele dabei :)
Shadow Of The Colossus, GTA 4&5, Resident Evil 4, The Last Of Us, Mass Effect und endlich mal ein Ratchet&Clank Fanboy, die sind garnicht so leicht zu finden!

Oh ja, Mirror's Edge ist Liebe <3.

RandomChance

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31.08.2020 - 22:22 Uhr
Witcher 3 hatte ich sogar zweimal abgebrochen, weil mehr Film als Spiel. Und das, was Spiel ist, ist weder komplex (ein paar Alibi-RPG-Elemente) noch sonderlich spaßig (Panzersteuerung des Charakters, Fuchtelkämpfe). Kann sein, dass es später zulegt, aber für mich ein klassisches Produkt seiner Zeit: Präsentation über alles.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 7157

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31.08.2020 - 22:25 Uhr
Hab Witcher 3 seit zwei Jahren in Steam und noch nicht einmal installiert. Wenn ich schon die Kämpfe mit der Ausweichrolle des Todes sehe.

Given To The Rising

Postings: 7188

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31.08.2020 - 22:25 Uhr
Das habe ich hier auch geschrieben. Dass es mehr Dialoge als Spielmöglichkeiten gibt. Ist natürlich hier keine Mehrheitsmeinung.
Dein Kommentar sprengt den Thread. :D

RandomChance

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31.08.2020 - 22:26 Uhr
Die sind wirklich so, nörtz. Aber der Thread hat auch viel Gutes: DOTT! Thief! Prey 2017! Alien:Isolation. Und über Geschmack lässt sich ja nicht streiten. :D

MopedTobias

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31.08.2020 - 22:27 Uhr
Witcher 3 hat eine erzählerische Tiefe, die bei einem Spiel dieser Größenordnung immer noch ihresgleichen sucht. Gameplay-technisch hat es seine Macken, aber mit "Präsentation über alles" wird man dem Spiel keineswegs gerecht, imo.

Vennart

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31.08.2020 - 22:34 Uhr
Bin eigentlich ziemlicher Open-World Fan aber mit Witcher 3 habe ich mich auch nicht besonders anfreunden können.

Analog Kid

Postings: 1441

Registriert seit 27.06.2013

31.08.2020 - 22:41 Uhr
Der spezielle "gamey"-Aspekt bei Witcher kommt in den hohen Schwierigkeitsgraden zum Tragen, Stichwort Ausrüstung pimpen (speziell die verschiedenen Hexerrüstungen), Skills ausrüsten, Inventarmanagement für die ganzen Tränke, Öle, die man dann wirklich braucht um nicht abzukacken.
Muss gestehen, meins war das auch nicht (viel zu umständlich und langwierig), deswegen hab ich's ja auch auf dem zweiteinfachsten Skillevel gezockt, und da ist das Kampfsystem mehr Alibifeature als alles andere, das stimmt schon. Da gibt's dann eigentlich nur 2 Arten von Kämpfen - super einfach (80%) oder megafrustig (speziell Blood and Wine und ein paar Bossfights aus der Hauptstory)

RandomChance

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31.08.2020 - 22:47 Uhr
Apropos: Prey 2017 ist übrigens das Spiel, das Bioshock vor seinem Fokusgruppengeteste mal ursprünglich werden wollte. Aber jetzt genug geledert, dafür ist der Thread ja sicher nicht gedacht. *g*

RandomChance

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Registriert seit 02.05.2018

05.09.2020 - 16:49 Uhr
aber mit "Präsentation über alles" wird man dem Spiel keineswegs gerecht, imo.

Was ich z.B. mit "Präsentation über alles" meine: Witcher wird zum Beispiel für seine Quests gelobt, dabei sind die im Vergleich zu etwa einem Fallout New Vegas meist nicht nur linear, sondern auch eine Variante von dem hier: Quest annehmen, von A nach B reiten, die Witcher-GPS-Sinne aktivieren, Brotkrumen abfarmen, Monster schnetzeln. Und das meiste davon spielt sich auch selbst.

Was mit all dem Lob nämlich gemeint ist, ist die *Präsentation* der Quests. Filmische Zwischensequenzen galore, minutenlang, und alles meist in eine portionierbare Gute-Nacht-Story gebettet. Das ist alles Tapete. Kratzt man die ab, siehe oben. Angeblich können die Addons da aber teilweise mehr. Eines Tages, vielleicht...

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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05.09.2020 - 16:55 Uhr
Ja, viele der Quests ähnlich sich mechanisch stark. Es geht tatsächlich eher um die Geschichten. Die bleiben einem lang im Gedächtnis.

"Hearts of Stone" setzt dem Ganzen dann die Krone auf. Mechanisch gibts natürlich auch keine großen Überraschungen, aber diese Story... Ganz, ganz groß.

RandomChance

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Registriert seit 02.05.2018

05.09.2020 - 17:01 Uhr
Ja, habe schon viel Gutes über die Story gehört. Schade, dass die im Add-On erst kommt. Im Hauptspiel habe ich z.B. schon ein Problem damit, dass ich einem Mädel hinterherjagen soll, zu dem ich eigentlich so gut wie keinerlei Bezug haben kann...

Muss auch sagen, dass ich nicht mehr der Fan von "Interaktiven Filmen" bin. Mich beeindrucken meist mittlerweile Spiele mehr, die weniger mit opulenten Zwischensequenzen arbeiten, aber trotzdem anders Story vermitteln. Eigentlich ging das schon damals mit Thief/System Shock los..

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

05.09.2020 - 17:55 Uhr
Es ist aber eben nicht nur "Präsentation", für die das Spiel gelobt wird, sondern die darunterliegenden Geschichten, Figuren, die Welt, wie Christopher es schon beschrieben hat. Meiner Ansicht nach liegt hier die Substanz des Spiels und die "Tapete" ist das verbesserungswürdige Gameplay und Questdesign. Was verschmerzbar ist, weil da erzählerische Tiefe hintersteckt.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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05.09.2020 - 20:10 Uhr
Immersive Sims wie System Shock, Thief oder auch Prey (2017) haben nen anderen Ansatz. Da entsteht viel direkt aus dem Gameplay, diese Spiele sind ja nicht zufällig meist in der Ego-Perspektive.

Eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte, mir ist persönlich egal, wie sie erzählt wird, solange ich sie spannend finde. Manchmal spiele ich Visual Novels oder Point&Click-Adventures, auch da gibts tolle Stories.

RandomChance

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06.09.2020 - 03:37 Uhr
Eines meiner damaligen Lieblingsspiele ist Gabriel Knight 2, das ich auch heute noch gerne hervorkrame -- das ist aber alles so 1990er. Minutenlange Skript- und Zwischensequenzen, die einen passiv berieseln, passen aber wohl wieder sehr gut in die heutige Netflixzeit (nicht meine Welt). Ich hatte ehrlich gesagt teilweise gar nicht den Nerv, wenn nach jeder Mini-Aktion und für jede noch so kleine Nebenquest wieder in den "Hollywood-Modus" geschaltet wurde.

RandomChance

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Registriert seit 02.05.2018

06.09.2020 - 03:58 Uhr
*Verstärkt wird das beim Witcher dadurch, dass mir das Spiel kaum zutraut, alleine meine Schuhe zubinden zu können. Während man im ollen GK2 mitunter noch einen Ansatz von Detektivarbeit betreibt und Puzzles löst, klappert man im Witcher die Witcher-Sinne-Brotkrumen ab, bis die nächste Film-Sequenz triggert. Ist aber teilweise ein typisches Phänomen von Spielen ab einem gewissen Budget und nicht Witcher-spezifisch -- das war in den alten Teilen mitunter noch anders gelöst.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

07.09.2020 - 07:03 Uhr
Ehrlich gesagt sind alle drei Witcher-Spiele in Sachen Gameplay nicht so prall, ich fand Teil 3 noch mit Abstand am rundesten.

In Teil 1 wird man im 2. und 3. Akt wie ein Depp zwischen Stadt und Sumpf hin- und hergehetzt, das Kampfsystem langweilt schon vorher. Akt 4 ist dann aber schön, wenngleich natürlich trotzdem viele öde Kämpfe dabei sind.

In Teil 2 liegt der Fokus klar auf den Entscheidungen, die man trifft. Auch hier ist das Kampfsystem hakelig, die Menüs machen mich auch jedes Mal wahnsinnig.

Teil 3 ist halt sehr poliert, dass man bei Quests wirklich sehr oft einfach nur die Witcher Senses nutzt, stimmt. Ist sicher auch der Größe des Spiels geschuldet. Wobei es mMn eine recht angenehme Lösung für das uralte "Gehe zu Punkt X und suche Y"-Problem ist. Ich habe das bei Spielen in den 90ern abgrundtief gehasst, wenn man in nem labyrinthartigen Level ohne wirkliche Hinweise einfach nur alles absuchen musste. (Thief war da tlw. echt schlimm.)

RandomChance

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Registriert seit 02.05.2018

07.09.2020 - 10:04 Uhr
Ich habe das bei Spielen in den 90ern abgrundtief gehasst, wenn man in nem labyrinthartigen Level ohne wirkliche Hinweise einfach nur alles absuchen musste. (Thief war da tlw. echt schlimm.)

Ketzer! Mit ähnlicher Mechanik hätte das Spiel niemals funktioniert. SPOILER: Alleine der "WO BIN ICH?"-Moment in der Grabstätte mit dem Horn... als Garrett selbst auf seiner Karte kapituliert und einem vollends Boden unter den Füßen weggezogen wird -- genial.

Überhaupt sind die Karten in Thief mit das Geilste, was es bisher in Spielen gegeben hat. Sie machen nicht nur mechanisch Sinn (Garrett bekommt Karten mit spärlichen Hinweisen von seinen Auftraggebern), sie lassen einen auch über die Levelarchitektur grübeln. Die Levels in Teil eins sind allerdings deutlich labyrinthartiger, das stimmt.

RandomChance

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Registriert seit 02.05.2018

07.09.2020 - 10:05 Uhr
Passend dazu.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

08.09.2020 - 06:10 Uhr
Thief war in meiner Liste in den Top 3, ich liebe das Spiel. Und das Level mit dem Horn ist genial. Schlimm wirds hintenraus, da gibts einige völlig unlogische und grauenhafte Levels.

Aber Thief ist trotzdem ein absoluter Meilenstein. Sounddesign und Atmosphäre waren bahnbrechend damals.

RandomChance

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Registriert seit 02.05.2018

08.09.2020 - 12:06 Uhr
Leider ist das Spiel in mancherlei Hinsicht immer noch unerreicht. Was auch daran liegt, dass heutzutage eher einem Indie-Entwickler wirklich zuzutrauen ist, konsequent in diese Nische zu entwickeln; wenn sich ein Großstudio dran versucht, siehe Thief 2014. Die Dishonoreds (I like) sind ja nicht so weit weg, aber man spielt halt einen Assassinen mit Superkräften, der sich in jeder Lage ganz gut wehren kann.

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