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Black Country, New Road - For the first time

User Beitrag

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

05.02.2021 - 11:30 Uhr
Nach den ganzen Kommentaren hier (besonders Seite 1) dachte ich ja, hier kommt jetzt ein total sperriger,anstrengender, lärmiger Brocken von Album. Nun ja. Weder höre ich hier groß Sonic Youth raus (aber RZA wollte wohl nen großen Namen nennen in seinem komischen Rant) noch ist das wirklich anstrengend. Und wie captain schon meinte: Da trötet mal ein Saxophon, schon reden die Leute von Jazz. MIr zeigt das vor allem: Wenn eine Band eine extrem große Aufmerksamkeit bekommt, kommen die extremsten Beschreibungen raus (auf positiver wie auf negativer Seite).

That being said, fand ich das echt ziemlich interessant auf's erste Ohr.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

05.02.2021 - 11:39 Uhr
Sonic Youth höre ich da auch kaum raus. Viel zu verkopft dafür, und das will was heißen. Ich finde, dass Slint eine gute Referenz sind. Diese minimalistischen, schrägen Riffs, der Sprechgesang, das Manische.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

05.02.2021 - 11:43 Uhr
Slint würde ich auch mitgehen. Ich wurde auch an so leicht verquere Folk-Indierock-Bands der 00er erinnert. Ich komm nur noch nicht darauf, welche genau. Aber sowas aus der Riege Two Gallants...

Mayakhedive

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Registriert seit 16.08.2017

05.02.2021 - 11:49 Uhr
Die Kombination aus Saxophon und Singsprech weckt in mir Erinnerungen an Robocobra Quartet, musikalisch aber natürlich schon anders.
Der erste Durchgang lässt mich jetzt nicht begeistert zurück, aber interessiert genug, um es immer mal wieder zu versuchen.

maxlivno

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Registriert seit 25.05.2017

05.02.2021 - 12:01 Uhr
Saint ist mMn die einfachste und häufigste Referenz die im Netz herumschwirrt. "Athens, France" klingt ja auch eine Zeit lang wie ein schüchterner "Nosferatu Man"

maxlivno

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Registriert seit 25.05.2017

05.02.2021 - 12:01 Uhr
das soll natürlich Slint heißen

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

05.02.2021 - 12:11 Uhr
Ich bin noch nicht sicher, ob das Album auch für mich persönlich ein Jahreshighlight ist. Aber es fühlt sich wirklich wie ein potentieller Klassiker an. So ein Album erscheint nicht alle Tage.

Interessant, wie einige schon nach gerade mal einem Monat schon so viel von Jahreshighlights sprechen/schreiben. Ich bin noch nicht mal so weit, dass ich nach einer Woche Notwist sagen kann, ob mir das Album jetzt so nahe ist wie einige frühere, die ich z.T. mehr als 20 Jahre gehört habe. Ich finde es schon interessant zu sehen, wie klar manche hier nach gerade mal einem Anhören (oder auch einer Woche, siehe Notwist) zu der Aussage kommen können, ob sie das Album in fast einem Jahr zu ihren "Highlights" zählen werden. Bei mir geht das immer erst mit einem Kennenlernprozess einher, und dann zeigt sich mit der Zeit und im Vergleich, wie "highlightig" ein Album wird.


Ich will nicht den elitären Indienazi spielen, aber ich bin schon ziemlich erstaunt, dass vor dieser Rezension fast niemand hier was von Black Country, New Road mitbekommen haben will?

Doch, ich hatte vor einiger Zeit im Musikexpress eine Empfehlung gelesen.
Ich erwarte meine Platte heute im Laufe des Tages – und hoffe auch, dass sie nicht so zerfahren ist wie Black Midi (die mir eher "verkopft" erschienen). Offenbar sind sich nie meisten hier einig, dass Sonic Youth als Referenz nur sehr wenig taugt. Das wäre gut – obwohl ich die deutlich weniger verkopft finde als Black Midi. Die Besprechung im Musikexpress hatte bei mir den Auslöser für die LP-Bestellung gegeben.

Zappyesque

Postings: 462

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05.02.2021 - 13:03 Uhr
Ich teile diese Meinung: https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/reviews/black-country-new-road-review-the-staves-album-b1797561.html

wenn man unter dem Geschrammel mal auf's Gerüst schaut passiert hier wirklich arg wenig mMn.

testplatte

Postings: 298

Registriert seit 13.06.2020

05.02.2021 - 13:20 Uhr
mich hatte SUNGLASSES vor etlichen wochen via spotify- release-radar offenbar in einem sehr günstigen moment erwischt, denn bereits beim ersten hören wurden meine ohren und meine begeisterung immer größer ;-)

wiederholen liess sich dieses hörerlebnis in der letzten zeit nur noch bedingt, aber ich gebe dem album auf jeden fall eine chance.

BLACK MIDI kann ich auf albenlänge auch nicht immer hören, da muss der moment schon passen, nur 953 und NEAR DT, MI gehen eigentlich immer, die sind beide sehr großartig.

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

05.02.2021 - 13:34 Uhr
Ich habs dann heute zum ersten Mal durchgrhört und bleibe dabei: Mir ist das insgesamt zu versatzstückig, da fehlt mir ein sich natürlich anfühlender Flow. Ich weiß einfach nicht, was die Künstler mir damit sagen sollen.

ABER: Einige der Versatzstücke finde ich grandios, vor allem die Jazzparts (die mich sehr an die junge britische Jazzszene um Shabaka Hutchings und Sons Of Kemet erinnern) und die Klezmereinlagen. Deswegen sind das Intro und Opus meine Lieblingssongs.

Ich würde eine 7/10 geben und freue mich seltsamerweise mehr auf das, was da noch kommen mag, als über dieses erste Album. Ich habe das Gefühl, dass da noch Großes wartet. Aber dieses Album deutet das imho nur an, mehr nicht.

maxlivno

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Registriert seit 25.05.2017

05.02.2021 - 13:44 Uhr
Wo hört die Autorin vom Independent denn bitte Gang Of Four raus? Und immer dieses The Fall Geschwafel, das muss sich mittlerweile jede Band anhören, wird langsam langweilig. Ich kann ja verstehen, wenn die Musik als "anstrengend" empfunden wird, aber "predictable" ist doch eher ein schlechter Witz, wenn sie selbst im nächsten Absatz über Klezmer spricht, welcher auf 1/3 des Albums zu hören ist.
Und ihr Teil zum Text von "Sunglasses" setzt dem ganzen die Krone auf. Es ist natürlich leichter über den eigentlichen Inhalt hinwegzusehen und den Text als Möchtegern-Ironie abzutun, als sich damit zu beschäftigen, dass hier die Beschreibung einer fragilen Upper-Class Familie mit einem Misshandlungstrauma verwoben werden

Der Untergeher

User und News-Scout

Postings: 1582

Registriert seit 04.12.2015

05.02.2021 - 13:48 Uhr
Die Kombination aus Saxophon und Singsprech weckt in mir Erinnerungen an Robocobra Quartet, musikalisch aber natürlich schon anders.

Die Assoziation hatte ich auch, haha! Robocobra Quartet sind aber um einiges fokussierter, lassen ihre Referenzen weiter hinter sich zurück, setzen weniger auf Effekthascherei ;) Aber Vergleiche sind immer blöd.

Für mich war der erste Durchgang heute eher ernüchternd, weil ich schon alles kannte, außer zwei Songs. Und die Studioaufnahmen von Athens, France beispielsweise haut micht nicht soo um. Bin jetzt vor allem sehr gespannt, wie sie sich weiter entwickeln. Die stehen ja noch am Anfang ihrer Karriere.
Mich stört weniger das Versatzstückhafte, finde die einzelnen Passagen greifen konsequent ineinander. Wünsche mir einfach originellere Melodien und originellere Atonalität und wie die aufeinander reagieren. Die können ihre Instrumente spielen und haben Sinn für Brüche und Kontinuitäten, es fehlt nur noch etwas an einer eigenständigeren Formsprache.

humbert humbert

Postings: 2167

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 14:00 Uhr
Ich weiß ja nicht, welche Musik MACHINA privat noch so hört, aber ich bleibe dabei, mir ist das zu anstrengend. Bin da wohl zu zartbesaitet. Vielleicht dann beim 2. Album.
Aber schön, dass es mal wieder ein Album gibt, was so unterschiedliche Reaktionen hervorruft.

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

05.02.2021 - 14:14 Uhr
@Machina: Kennst du denn zB Sons Of Kemet? Wenn nicht, hör dir das mal an. Das sind bei BC,NT eindeutige Jazzanleihen.

ijb

Postings: 1052

Registriert seit 30.12.2018

05.02.2021 - 14:46 Uhr
Nach den ganzen Kommentaren hier (besonders Seite 1) dachte ich ja, hier kommt jetzt ein total sperriger,anstrengender, lärmiger Brocken von Album. Nun ja.

So gings mir auch. Nun habe ich die Platte einmal durchgehört, und muss auch sagen: Unter "sperrig und anstrengend" hätte ich auch echt etwas anderes erwartet. Da fallen mir auch zahlreiche Bands ein, die ich musikalisch anstrengend empfinde – oder bei denen ich eher nachvollziehen könnte, wenn man sie anstrengend nennt. Da gibt's von Sonic Youth einiges, das ich eher in die "Anstrengend"-Schublade einordnen könnte ("NYC Ghosts", "Evol", "Thousand Leaves"). Vielleicht die Stimme... das kann ich nachvollziehen. Er singt ja nicht, sondern ruft und brummelt eher.

Ob das "zu versatzstückig" ist, wie einige hier finden, das wäre für mich nach einmal anhören ein viel zu frühes Urteil.
(Die CD von Sons Of Kemet sowie die vielleicht sogar noch besseren CDs von The Comet Is Coming habe ich auch.)

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 2432

Registriert seit 14.06.2013

05.02.2021 - 15:25 Uhr
Mir kommen in manchen Passagen La Dispute in den Sinn. Oft auch Iceage, welche ebenfalls manischen Anstrich haben, häufig den aufs erste Ohr dissonanten, sperrigeren Weg wählen, statt die Hymne freizugeben.

Zu sperrig find ich's aber nicht, nach zweimal Hören. Da ich sperrige Musik selten höre, kann es nicht richtig sperrig sein. :D

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

05.02.2021 - 15:58 Uhr
Was mich echt überrascht: auch nach knapp 1.400 Ratings ist das Ding bei rym immer noch bei 4.05. Hätte da inzwischen mehr Hype-Backlash-Wertungen erwartet so wie in diesem Thread. Aber gut, kann alles noch kommen.

Werd mir das Ding mal heute Abend auf einem Spaziergang durch den Sturm geben. Mal schauen, wie es wirkt.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

05.02.2021 - 16:13 Uhr
Ich habe es jetzt gerade beim Spazierengehen ein Mal durchgehört. Gutes Album, das teils etwas ausfranst. Die Produktion ist mir einen Tick zu trocken, da fehlt oft das Volumen. Am Gesang scheiden sich sicher auch die Geister, ich hatte grade mal den Gedanken "Klingt wie eine Kreuzung aus jungem Conor Oberst und David Byrne auf Entzug".

7/10 auf jeden Fall, weil viele tolle Ideen drauf sind. Aber ich gebe dem Ding auf jeden Fall noch mehr Durchgänge, spannend ist es allemal.

Watchful_Eye

User

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Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 16:33 Uhr
@ijb

"Interessant, wie einige schon nach gerade mal einem Monat schon so viel von Jahreshighlights sprechen/schreiben."

Okay, ich dachte, ich hätte es eigentlich schon so formuliert, dass klar ist, dass auch für mich noch vieles offen ist.

Das Album hat mich aber tatsächlich gestern Nacht sehr beeindruckt. Es hat so ein gewisses "etwas", was ich selten bei Alben empfinde, auch nicht bei solchen, die als gemeinhin sehr gut gelten.

Zugleich hat es aber auch Aspekte an sich, mit denen ich noch nicht ganz so warm werde, insofern stellt sich für mich persönlich jetzt die Frage, ob ich mir diese Aspekte noch schönhören kann oder nicht. Aber ich konnte die grundsätzliche Begeisterung der Allgemeinheit irgendwie auf Anhieb nachvollziehen.

So der "unter 20 Durchgänge kann man sich kein Urteil erlauben"-Typ bin ich aber tatsächlich nicht. Sofern ich mit dem Stil der Musik grundsätzlich vertraut bin, spüre ich normalerweise relativ treffsicher, ob ich ein Album im Rahmen meiner Möglichkeiten "verstanden" habe oder ob mir da etwas im Weg ist. Bei den allermeisten Alben verändert sich da nach 2 bis 3 Durchläufen nicht mehr viel.

Manchmal ändert sich natürlich auch noch Jahre später grundlegend meine Meinung von einem Album, aber das bedeutet dann in der Regel nicht, dass ich damals zu oberflächlich hingehört hätte, sondern eher, dass ich mich in der Zwischenzeit als Hörer verändert habe. Es hätte dann nichts gebracht, das Album zur damaligen Zeit unzählige Male zu hören.

myx

Postings: 1881

Registriert seit 16.10.2016

05.02.2021 - 17:03 Uhr
Bin jetzt auch ein erstes mal durch mit dem Album. Vieles klingt interessant, manche Passagen sind sogar richtig mitreissend. Das Schwergewicht liegt mMn sehr stark auf den Texten, die Musik ist dann "nur" die Begleitung dazu. Manchmal erinnert mich das an einen ernsten Clown in der Manege, und oben spielt die Zirkusmusik dazu (meine ich wirklich so).

Wird sich für mich auf jeden Fall lohnen, das noch ein paar Mal anzuhören.

Kalle

Postings: 132

Registriert seit 12.07.2019

05.02.2021 - 17:17 Uhr
Das ruft bei mir die gleichen Assoziationen wie Free-Jazz hervor. Absolut zu anstrengend. Nichts für Vater sein Sohn!!

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

05.02.2021 - 17:17 Uhr
@Watchful_Eye:
Äh ja, ich sag ja nicht, dass ich es erstaunlich finde, dass man sich nach einem Hördurchgang eine Meinung bildet. Sondern dass ich es auffällig finde, wie viele Kommentierende hier schon nach gerade mal vier Wochen (und wie vielen gehörten Alben?) schon wieder von den Jahreshighlights schreiben.

Und: Natürlich ist zwischen "Ich hab's mir jetzt einmal angehört" und "unter 20 Durchgänge kann man sich kein Urteil erlauben" doch auch echt ne ordentliche Spannweite.
Nach einem Mal anhören habe ich erst einmal einen Eindruck, worum es geht, einen Eindruck von dem gesamten Werk, so ein Grundgefühl dafür, was hier überhaupt geboten wird – aber wenn ich eine Platte tatsächlich 20 Mal gehört habe, ist es extrem wahrscheinlich, dass ich das (sehr) gut finde, sonst würde ich dir ja nicht 20 Mal hören.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

05.02.2021 - 17:21 Uhr
PS: Machst du das denn so, dass du dich zum ersten Anhören ganz bewusst hinsetzst und während des Hörens nichts anderes tust? Oder hörst du über Kopfhörer?

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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05.02.2021 - 17:32 Uhr
Ich höre z.B. Musik fast nie nebenbei. Immer bewusst. Maximal spiele ich dazu ein Videospiel ohne Sound. Aber ansonsten ist Musikhören für mich ein bewusster Vorgang.

RZA

Postings: 56

Registriert seit 17.12.2019

05.02.2021 - 17:36 Uhr
"play 6 minutes of a 7/8 guitar riff and say shit like “i remember when we fucked against my Sonic Youth poster / your father stood in line at Tesco for a toaster” and then start blaring every horn instrument you can find around the 4 minute mark and rym will be like “this literally feels like i am witnessing the construction of the pyramids of giza” "

Exakt.

Enrico Palazzo

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05.02.2021 - 17:44 Uhr
Woher?

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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05.02.2021 - 17:49 Uhr
User-Review auf RYM

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 25098

Registriert seit 07.06.2013

05.02.2021 - 18:07 Uhr
@RZA:
Don't invest too much time and antipathy in music you don't like. It is ok that other people like it. :)

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 25098

Registriert seit 07.06.2013

05.02.2021 - 18:12 Uhr
Das ruft bei mir die gleichen Assoziationen wie Free-Jazz hervor.

Irgendwie müssen echt zwei verschiedene Alben im Umlauf sein.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 18:27 Uhr
Sunglasses ist echt ein Brett. Meine Fresse. Album gefällt immer besser. Und doch, ganz ganz wenig Free-Jazz-Elemente sind dein. Und an so Knallchargen wie die Two Gallants erinnert mich da gar nichts. Die sind hier viel viel verkopfter - gleichzeitig wurde das Album ja anscheinend live eingespielt. Schon echt gut...

javra

Postings: 64

Registriert seit 29.07.2014

05.02.2021 - 19:15 Uhr
Science Fair macht sich im Albenkontext echt gut, hat ne Weile gedauert, bis das bei mir gewachsen ist.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 19691

Registriert seit 08.01.2012

05.02.2021 - 19:35 Uhr
„Das siebenköpfige Kollektiv Black Country, New Road gilt als englischer Pop-Hype der Stunde.“
Der Spiegel

„Es dürfte nicht lange dauern, bis sich dieser Meilenstein als eigenständiger Referenzpunkt für mutige Rockmusik etabliert hat.“
plattentests.de/ Album der Woche (9/10)

„Black Country, New Road leuchten aus, was Pop im Jahre 2021 bedeuten kann und werden dafür als Heilsbringer gefeiert.“
ORF Ö1


Schon lange hat es nicht mehr so viel Aufregung um ein Debütalbum gegeben, wie um „For The First Time“ von Black Country, New Road, der Band der Stunde schlechthin. Mit ihren minimalistisch gehaltenen Tracks und unheilvollen Lyrics von Frontmann Isaac Wood scheint das Septett aus dem Vereinigten Königreich einen Nerv zu treffen, der scheinbar die ganze Welt wie verrückt nach dieser Band lechzen lässt. "Die ganze Welt"? Im Guardian stellte die Band kürzlich klar: „30% hate us, 50% don't care“.

Es ist diese aufreibende Mischung aus totalem Understatement, unglaublichem Talent und grenzenloser Selbstironie (ein Blick auf ihre Pressefotos, die eher ein Klassentreffen von Hufflepuff-Alumni als eine der derzeit heißesten Rockbands des Planeten vermuten lässt, genügt), die dieses Kollektiv so sympathisch, glaubwürdig und anziehend macht.

Das Album, das Anfang 2020 mit Andy Savours (My Bloody Valentine) aufgenommen und am Ende des ersten Lockdowns in Großbritannien fertiggestellt wurde, ist die perfekte Momentaufnahme einer neuen Band und all ihrer Energie, Wildheit und explosiven Ladung, die mit ihr einhergeht, während es gleichzeitig eindeutig die Arbeit einer Gruppe ist, die kein Interesse an Wiederholungen, eintönigem Songwriting oder kreativer Stagnation hat.

„It's black country out there!!!“

Eurodance Commando

Postings: 1168

Registriert seit 26.07.2019

05.02.2021 - 19:42 Uhr
Blabla authentisch und so... Erst mal wieder hundert Metakommentare und Shitpostings durchgescrollt. Das Album ist wirklich sehr interessant, die Dramaturgie durch die Songs hält mich wirklich bei der Stange, auch wenn ich das Chaos vermisse, was ich bei den Referenzen und Lobpreisungen vermutet hatte. Bei Wish kriegste trotzdem so'n Album auf keinen Fall. Bei Slints Spiderland geh ich aber mit. Das is schon sehr offensichtlich und auch total gut so. Hört man viel zu selten.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 8282

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 19:54 Uhr
Der Pressetext liest sich grausam. Man kann es mit den Lobeshymnen auch übertreiben. Zumal ich nicht sehe, dass die ganze Welt nach diesem Album lechzt, das dann doch eher eine Nische bedient und auch nicht wirklich irgendwelche neuen Grenzen übertritt.

ijb

Postings: 1052

Registriert seit 30.12.2018

05.02.2021 - 21:19 Uhr
Hier ist noch eine 9/10-Rezension, die einige hier diskutierte Begriffe aufgreift:

Black Country, New Road's Debut Sets a New Benchmark for Experimental Rock

»For the First Time" maintains a well-tempered intensity refined in its delivery but honest in its angst. Black Country, New Road show us what a "rock band" or "rock outfit" can achieve on their debut. For those bands labeled as experimental, we now have an expectation and a new benchmark.»


RZA

Postings: 56

Registriert seit 17.12.2019

05.02.2021 - 21:27 Uhr
"New Benchmark for Experimental Rock"

Haha, ja klar. Jetzt wird es lächerlich.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 21:35 Uhr
Habe es jetzt drei mal gehört. Das hat schon krasse experimental Elemente. Manchmal auch zunächst kleiner Natur. Bei einem Song spielt der Drummer etwa eine Phrase, die eigentlich ein Fill-In ist. Aber echt macht da einfach einen Beat draus. Das ist schon echt gekonnt. Doch doch, die sind schon echt gut.

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 21:36 Uhr
Auch, dass er sprechsingt aber dann auch Mal richtig austickt - hat man in der Form auch selten...

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 21:37 Uhr
Manchmal könnte man den Sound auch als Post-Arcade-Fire beschreiben...

cargo

Postings: 405

Registriert seit 07.06.2016

05.02.2021 - 22:42 Uhr
Haben wir bald alle Bands durch oder können wir uns irgendwann darauf einigen, dass Black Country, New Road einfach ziemlich eigenständig klingen?

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 2307

Registriert seit 12.12.2013

05.02.2021 - 22:51 Uhr
Sie klingen nicht wie David Guetta, soviel ist sicher.

Sick

Postings: 141

Registriert seit 14.06.2013

05.02.2021 - 23:30 Uhr
Also ich finds gut. So 'ne Art Klezmer-Post-Punk... Die einzelnen Teile fand ich schon immer toll, aber in dieser Weise verbunden hab ich das noch nicht gehört. Irgendwie geil. Einzig "Science Fair" geht mir auf den Sack.
Experimentell und sehr einzigartig das Ganze.

Sunglasses ist wirklich eine Hausmarke.

Vennart

Postings: 646

Registriert seit 24.03.2014

05.02.2021 - 23:36 Uhr
Sehr interessantes Album, ich habe noch nie eine Band gehört, die auf diese Weise diese verschiedenen Elemente verbindet.
Ich wundere mich aber schon etwas, wie Leute noch am Tag der Veröffentlichung das jetzt entweder zum neuen Meilenstein hochjubeln oder dem jegliche Qualität absprechen können. Auch wenn schon vorher einige Songs veröffentlicht wurden, ist es mir doch zu vielschichtig und zu schwer zu verstehen, um sofort sagen zu können, wie gut ich das letztlich finde.
Vielversprechend ist es aber definitiv!

StopMakingSense

Postings: 546

Registriert seit 30.06.2015

05.02.2021 - 23:46 Uhr
Also ich höre da ja viel Rooms Of The House von La Dispute raus - nur halt mit weniger Schreien, dafür mehr Arthouse-Gejammer und Blechbläsern... ;)

captain kidd

Postings: 2240

Registriert seit 13.06.2013

05.02.2021 - 23:55 Uhr
Ein Saxophon ist ein Holzblasinstrument.

Vennart

Postings: 646

Registriert seit 24.03.2014

06.02.2021 - 00:00 Uhr
"Rooms Of The House" ist ein wunderschönes Album (wo für meine Ohren nicht allzu viel geschrien wird), diese Ähnlichkeit habe ich aber noch nicht rausgehört. Ich werde mal drauf achten.

Watchful_Eye

User

Postings: 2320

Registriert seit 13.06.2013

06.02.2021 - 00:40 Uhr
@ijb:
"PS: Machst du das denn so, dass du dich zum ersten Anhören ganz bewusst hinsetzst und während des Hörens nichts anderes tust? Oder hörst du über Kopfhörer?"

Ich habe da ehrlich gesagt keine feste Regel. Manchmal finde ich es auch ganz passend, ein Album zunächst nebenbei zu hören und erst konzentrierter zu lauschen, nachdem ich schon einmal weiß, was da ungefähr auf mich zukommt.

Das mache ich zum Beispiel ziemlich oft so, wenn ich auf Basis von Tips oder Referenzen irgendetwas bei Bandcamp oder Spotify "anteste". Wenn ich dann nach einem Durchgang ahne, dass das etwas für mich sein könnte, höre ich im Anschluss konzentrierter hin.

Ich höre sowohl mit Kopfhörer als auch über Anlage. Ich schätze, das ist ungefähr so 50/50 und hängt von der Musikrichtung ab. Manchmal auch von der Tageszeit, denn derzeit wohne ich unter anderem aufgrund der Pandemie wieder bei meinen Eltern.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 25098

Registriert seit 07.06.2013

06.02.2021 - 13:23 Uhr
Und an so Knallchargen wie die Two Gallants erinnert mich da gar nichts. Die sind hier viel viel verkopfter

Ich meinte auch nicht Two Gallants sondern "was aus der Riege". Und auch da bezog ich mich eher auf den Sound als die Struktur oder Komplexität.

Eine Band will ich noch in den Raum werfen: die angejazzten Parts von Motorpsycho. :D

Ansonsten bin ich bei Vennart:
ch wundere mich aber schon etwas, wie Leute noch am Tag der Veröffentlichung das jetzt entweder zum neuen Meilenstein hochjubeln oder dem jegliche Qualität absprechen können. Auch wenn schon vorher einige Songs veröffentlicht wurden, ist es mir doch zu vielschichtig und zu schwer zu verstehen, um sofort sagen zu können, wie gut ich das letztlich finde.

Gestern war es mir zu düster irgendwie, vielleicht heute Abend nochmal.

Thom73

Postings: 1

Registriert seit 06.02.2021

06.02.2021 - 16:32 Uhr
ich bin so was von geflashed... seit gestern Mitternacht das Ding schon x-mal durchgehört und ich bin versucht, eine 10/10 zu geben, klarer AOTY Kandidat. Wer auf Debut-Album Songs wie Sunglasses und vor allem Opus raushaut hat das Potential mal gaaaaaaaaaaanz GROSS zu werden! Mir bleibt die Spucke weg!

Eurodance Commando

Postings: 1168

Registriert seit 26.07.2019

06.02.2021 - 23:02 Uhr
Jetzt kann ich die 9 absolut nachvollziehen. Mein Highlight: Das was in Science Fair abgeht und dann der Übergang zu Sunglasses. Irgendwie eine kompakte Version von Godspeed und dann eben Slint. Arcade Fire? Nee du lass mal. Und wie gesagt der Spannungsbogen von Anfang bis Ende, sehr gut durchdacht. Super Album!

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