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Das Coronavirus

User Beitrag

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

18.02.2021 - 12:51 Uhr
Der Krieg hat (meistens) mal ein Ende

Der Krieg hat ein Ende, aber nicht dessen Traumata. Was da an Gewalt miterlebt wird, wie Vertrauensverhältnisse zerstört werden... das ist ne ganz andere Nummer als eine Pandemie. Im Krieg verliert man den Glauben an die Menschlichkeit und die Menschheit.

aber wenn manche Virologen voraussagen, dass solche (und schlimmere) Pandemien in den nächsten Jahren/Jahrzehnten vermehrt auftreten könnten, weiss ich nicht, ob man da noch von einem lebenswerten Leben sprechen könnte. Die Zukunft wird es weisen, aber da wirst du doch paranoid, wenn du ständig damit rechnen musst, dass dieser Horror quasi von einem Tag auf den anderen wieder von Vorne beginnt.

Das haben Virologen schon immer gesagt und es war jedem denkenden Menschen klar, dass die Wahrschienlichkeit hoch ist. Im Prinzip sollten wir froh sein, dass es nicht ein Virus mit einer Sterblichkeit a la Ebola geworden ist.
Es bleibt zu hoffen, dass die Pandemie die Menschheit besser auf die nächste vorbereit hat, dass es beim "nächsten Mal" gar nicht so weit kommen muss. Dass es nochmal genau dasselbe von vorn werden wird, halte ich eher für unwahrscheinlich.
Mag sein, ich bin zu optimistisch, aber am Ende halte ich es für das beste, eine Krise auch als Chance zur Verhinderung weiterer Krisen zu sehen.

Pivo

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18.02.2021 - 13:01 Uhr
@Klaus

Das meinte ich ja mit meinem "Bettenthema". Wir hätten locker genug Geld für die Betten aber eben keine Zeit (für die Ausbildung und "Beschaffung" von Personal).

Man hätte mit Teilen der Gelder die für Wirtschaftshilfen locker gemacht wurden auch, zumindest auf finanzieller Basis, gefühlt die Umwelt retten können, die Schulen sanieren und die Pflegemisere beenden können.
Das dies, neben den Barmitteln auch noch viel zu viel Zeit benötigt ist eben das Dilemma in dem wir uns befinden.

Beknacktes Beispiel: Hätte jeder Deutsche ein Intensivbett daheim und einen eigenen Pfleger, dann bräuchten wir vielleicht auch keinen Lockdown.

Es wurde einfach der Bereich Pflege, Krankenhaus, neben Bildung und anderen Themenfeldern, in den letzten Jahren kaputtgespart und jetzt wo der Baum brennt ist auf einmal Kohle da ohne Ende.
Klar mit einer Pandemie hat niemand rechnen können, aber als kleine Lehre für die Zukunft sollte man schon mitnehmen, dass immer nur Sparen nicht wirklich die Lösung ist.
Auch wenn man an die finanziellen Folgen denkt für den Staat, ist es sicher besser zu verkraften, wenn immer wieder wenige Neuschulden gemacht werden als den ganzen Batzen auf einmal (reines Bauchgefühl).

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 13:07 Uhr
" und die Pflegemisere beenden können."

Dies ist nicht so. Die Pflege langfristig auszufinanzieren ist eines der Riesenthemen unserer Gesellschaft. Man hat in den letzten Jahren die Pflegestufen überarbeitet, bzw. Pflegegrade eingeführt. Allein dieses Unterfangen hat zu einem massiven Anstieg der kurzfristigen Pflegekosten geführt (merkbar über die entsprechenden Lohnnebenkosten) und da haben wir noch nichtmal im Ansatz von einer besseren Bezahlung des Personals gesprochen.

Es ist halt in diesem Bereich ein massives Dilemma, dass alle eine Verbesserung der Situation wünschen, aber keiner den Preis dafür zahlen möchte.

"Klar mit einer Pandemie hat niemand rechnen können, aber als kleine Lehre für die Zukunft sollte man schon mitnehmen, dass immer nur Sparen nicht wirklich die Lösung ist. "

Hattest du nicht auf den vorherigen Seiten genau das Gegenteil gefordert?

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

18.02.2021 - 13:33 Uhr
Die wirtschaftlichen und psychischen Schäden dürften in Deutschland unvorstellbare Höhen erreichen in den nächsten Jahren.

@deaf
Dazu will ich erst mal bemerken, in welchem Zusammenhang du das geschrieben hast: die Betonung liegt nämlich auf DEUTSCHLAND, da du dem gegenüber deine Schweiz preist, die aus deiner Sicht wegen weniger Lockdown, wohl viel weniger oder keine? Schäden hinterlässt?
Die wollen jetzt lockern, wir werden in ein paar Wochen oder Monaten sehen, was welche Folgen hat.

Der letzte Krieg hier ist lange her, aber die Folgen für Psyche und Wirtschaft damit gleichzustellen ist nun wirklich daneben.


Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 13:42 Uhr
Bezüglich der Schweiz möchte ich auf die gute und interessante Datensammlung der Süddeutschen Zeitung verweisen:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/corona-zahlen-1.4844448

Und hier speziell auf die tabellarische Übersicht aller Länder hinsichtlich Inzidenz und Todesfällen etc. weiter unten auf der Seite.

Ich verfolge das seit Beginn der Pandemie und die Schweiz war bei der Anzahl der Toten pro Hunderttausend zu Beginn hinter Deutschland oder maximal gleichauf bei der ersten Welle. Also im Grunde sehr weit hinten, Seite 8 oder so.

Im Zuge der zweiten Welle ist die Schweiz aber massiv vorgeprescht was diese Zahl angeht und steht nun auf Höhe mit Schweden (die besser durch die zweite Welle gekommen sind) und Brasilien auf Seite 3 der weltweiten Übersicht. Die Tabelle kann man je nach Wunschwert sortieren

Da hats also in den letzten Monaten hinsichtlich der Toten in der Schweiz im Zuge der zweiten Welle ganz schön geknirscht. Da würde ich aktuell nicht davon reden, dass die gut da durch gekommen sind, sondern deutlich schlechter als viele andere der Länder.

Alles andere an Langzeitfolgen wird sich zeigen. Aber ich befürchte auch, dass wir ne ganze Generation an Schülern vergessen, nämlich die, die eh schon schlecht zu erreichen waren vor der Pandemie und die ggf. in schlechten Verhältnissen oder Flüchtlingsunterkünften leben etc....

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 13:48 Uhr
Aber aktuell ist der Inzidenzwert in der Schweiz auch recht niedrig, sehr nah am Deutschen, das stimmt schon.

Für die Tschechische Republik siehts da grad ganz düster aus. Hoher aktueller Inzidenzwerte bei eh schon hoher Todesrate auf 100.000 über die gesamte Pandemielänge. Die könnten bald noch weiter vorne stehen als eh schon.

Deaf

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18.02.2021 - 13:55 Uhr
Nein, die Schäden sind auch in der Schweiz katastrophal, aber schlussendlich wohl deutlich weniger immens als in Deutschland (ganz zu schweigen von Spanien, bspw.).

Der Kriegsvergleich kam nicht von mir, bin nur darauf eingegangen. Aber die ewige Relativierung der Massnahmenfolgeschäden erschliesst sich mir nicht. Betroffenen hilft es herzlich wenig, zu wissen, dass Kriegsopfer noch mehr litten oder es Menschen in Entwicklungsländern ja deutlich schlechter geht als uns.

Pivo

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Registriert seit 29.05.2017

18.02.2021 - 14:11 Uhr
@Klaus

Ich hatte mich ausdrücklich gegen die Bazooka ausgesprochen, da die Bazooka Schulden macht ohne Grundlage einer Investition. Wenn Schulden gemacht werden um Dinge wie Kurzarbeitergeld zu finanzieren ist dies in meinen Augen u.U. fatal, da kein Gegenwert erarbeitet wird, im Gegenteil.

Mit dem Machen von "normalen Schulden" im Sinne von investieren in, z.B. bessere Bildung oder Infrastruktur gehe ich mit, da hier ein ökonomischer Nutzen erzielt werden kann.

Wenn ich einen Kredit aufnehme und mir dafür ein Haus kaufe habe ich einen Wert der den Kredit sichert, im Idealfall auch deckt. Wenn ich einen Kredit aufnehme um meinen Urlaub bezahlen zu können ist irgendwas in die Schieflage geraten.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

18.02.2021 - 14:13 Uhr
"Es bleibt zu hoffen, dass die Pandemie die Menschheit besser auf die nächste vorbereit hat, dass es beim "nächsten Mal" gar nicht so weit kommen muss. Dass es nochmal genau dasselbe von vorn werden wird, halte ich eher für unwahrscheinlich."

und genau hier habe ich große Zweifel beim trampelhaft schwerfälligen Gebaren der Regierung... ich bin gar der festen Überzeugung, dass wir bei einer nächsten Pandemie fast exakt das gleiche erlebe würden

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 14:13 Uhr
Du fängst halt schon wieder an, mit Staaten genauso zu argumentieren, wie mit kleinen Haushalten und das ist halt so nicht haltbar. Es gibt genug Länder, die deiner Theorie teils seit Jahrzehnten widersprechen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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18.02.2021 - 14:20 Uhr
Der Kriegsvergleich kam nicht von mir, bin nur darauf eingegangen. Aber die ewige Relativierung der Massnahmenfolgeschäden erschliesst sich mir nicht.#

Ich habe den Vegleich reingebracht, weil du geschrieben hast, dass in den nächsten Jahren diese Schäden eintreten. Das glaube ich eben nicht. Die Wirtschaft ist jetzt runtergefahren, könnte aber eben nach einem Lockdown wieder hochfahren (wichtig wäre hier, Geschäfte nicht pleite gehen zu lassen, sodass dies einfacher geschieht). Das geht nach einem Krieg nicht so einfach. Und die psychischen Schäden halte ich eben nicht für zwangsläufig langfristig (wie eben auch beim Krieg). Für die meisten Menschen wird diese Krise kein jahrelanges Trauma darstellen, vorrausgesetzt es bleibt eben nciht ewig beim Lockdown. Was wohl deutlich traumatisierender wirken würde wären Todesraten wie in den USA, die eher durch ein "Laufen-lassen" der Infektion passieren würde (eine Maßnahme die du ja scheinbar besser fändest als einen Lockdown (korrigiere mich falls ich falsch liege)).

Pivo

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18.02.2021 - 14:22 Uhr
Wir hatten aber vor Jahrzehnten auch noch keine Pandemie mit derartigen Schulden in so kurzer Zeit.

Deaf

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Registriert seit 14.06.2013

18.02.2021 - 14:23 Uhr
Wenn man sich nur auf die reinen Todeszahlen bezieht, dann sind die Schweiz und Schweden natürlich "nicht so gut durchgekommen" bisher. Aber wie schon so oft erwähnt, sollte das nicht das alleinige Kriterium für Massnahmen sein, sondern das Gesamtbild angeschaut werden. Ganz davon abgesehen, dass dieser Corona-Nationalismus eh ziemlich doof ist und die Bedingungen in den einzelenen Ländern nur bedingt vergleichbar sind.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

18.02.2021 - 14:25 Uhr
und genau hier habe ich große Zweifel beim trampelhaft schwerfälligen Gebaren der Regierung... ich bin gar der festen Überzeugung, dass wir bei einer nächsten Pandemie fast exakt das gleiche erlebe würden

Das wäre natürlich fatal. Zumindest aus den Versäumnissen im Herbst MUSS gelernt werden.

fuzzmyass

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18.02.2021 - 14:26 Uhr
"Was wohl deutlich traumatisierender wirken würde wären Todesraten wie in den USA"


Unsere Todesraten der zweiten Welle waren gar nicht weit weg von denen aus USA

Klaus

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18.02.2021 - 14:31 Uhr
" Wir hatten aber vor Jahrzehnten auch noch keine Pandemie mit derartigen Schulden in so kurzer Zeit."

Streich das Pandemie und du hast eine recht "normale" Wirtschaftskrise, wie auch 2008 und 2011. Oder die Zinslage von Japan - seit 1990.

Deaf

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Registriert seit 14.06.2013

18.02.2021 - 14:35 Uhr
Sehe auch nicht, was in den USA genau schlimmer sein soll als in manchen europäischen Ländern. Die Todesraten sind generell nicht besonders besorgniserregend für U70-Jährige, sonst würden wohl sowieso alle zu Hause bleiben und ein Lockdown wäre gar nicht erst nötig.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

18.02.2021 - 14:38 Uhr
Aber wie schon so oft erwähnt, sollte das nicht das alleinige Kriterium für Massnahmen sein

Und zum dritten Mal bezog ich mich auf deine Aussage, die psychischen und wirtschaftlichen Folgen würden in den nächsten Jahren schlimm sein... whatever.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

18.02.2021 - 15:03 Uhr
Ich hoffe, dass man nun endgültig mit massenhaft zur Verfügung stehenden Schnelltests, Strategien ausarbeitet um die Schulen wieder zu öffnen. Es gibt genügend Länder die dies schon tun.

Die Schnelltests einfach über Apotheken zu verteilen, bringt m.E. gar nichts, es müssen überall Schnelltestzentren geben, die gezieltes und organisiertes Testen ermöglicht.

In der esten Welle mag unser föderales System noch hilfrech gewesen zu sein, inzwischen ist das ganze aber ein wenig wie eine "kleine EU", die mit dem Zwang zur Einstimmigkeit, innovative Ideen unmöglich machen.

Pivo

Postings: 759

Registriert seit 29.05.2017

18.02.2021 - 15:07 Uhr
@Klaus

Dem Japaner geht es per nicht sehr viel schlechter als uns, da gebe ich Dir Recht. In Japan werden aber auch viele Unternehmen nur noch dank der niedrigen Zinsen am Leben gehalten (die sog. Zombiefirmen). Ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, aber genau vor so einem Zustand der Wirtschaft in Europa wird immer wieder gewarnt.

Solange die Zinsen unten bleiben (können) kann man sich so durchwurschteln, aber wehe wir bekommen eine Inflation (was aufgrund der angeworfenen Gelddrucker weltweit irgendwann kommen kann), dann kann uns das aktuelle Gebaren durchaus um die Ohren fliegen.

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 16:20 Uhr
"Solange die Zinsen unten bleiben (können) kann man sich so durchwurschteln, aber wehe wir bekommen eine Inflation (was aufgrund der angeworfenen Gelddrucker weltweit irgendwann kommen kann), dann kann uns das aktuelle Gebaren durchaus um die Ohren fliegen"

Was ist "uns" und "wir"? Ansonsten, was ist zu viel? Ist Deutschland die massive Inflation der 1990er Jahre um die Ohren geflogen?

Solange Deutschland sich weiterhin auf Kosten der Anlagen der eigenen Bevölkerung saniert und Geld dafür bekommt, Geld aufzunehmen, ist jegliches festhalten an einer "schwarzen Null" eine alles andere als begrüßenswerte Entwicklung. Gerade in Hinblick auf die Nachhaltigkeit der jüngeren Generation, die dir ja so wichtig ist.

Eurodance Commando

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Registriert seit 26.07.2019

18.02.2021 - 19:13 Uhr
Wie nochmal?

Pivo

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Registriert seit 29.05.2017

18.02.2021 - 20:42 Uhr
Ich sehe trotzdem in den aktuellen "Investitionen" keine tatsächliche wertschöpfung von der die nächste Generation profitieren könnte. Wenn man straßen saniert, in die digitalisierung der Schulen investiert, usw. davon hat man irgendwas nachhaltiges.
Derzeit gehen diese "investments" drauf für staatshilfen. Da steht eben nichts dahinter. Ich weiss, dass du schreiben wirst, dass es nicht vergleichbar ist, aber ich hinterlasse als Erblasser lieber Vermögen und keine Schulden ohne Gegenwert.

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 20:57 Uhr
Wenn du Erblasser bist, solltest du öfter in die Sonne!

...sorry...:D

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

18.02.2021 - 20:59 Uhr
Auch Staatshilfen haben auch eine sinnvolle Aufgabe - als Stabilisierungsmerkmal und um die Wirtschaft am Leben zu halten. Da kann man kurzfrisitig schon mal das Geld in Menschen investieren und nicht nur in Beton.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

18.02.2021 - 21:12 Uhr
Hauptsache der Datenschutz sitzt und wir bleiben zuhause... alles andere egal...

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

18.02.2021 - 22:17 Uhr
Staatshilfen sind ganz wichtig, um die Pleiten während und nach Corona zu minimieren und mit Kurzarbeit erreicht man, dass viele Jobs erhalten bleiben, da sonst die Zahl der Arbeitslosen rapide ansteigen würde.

Der Punkt ist jedoch, wie sinnvoll und zielgerichtet sind diese Hilfen? Eine Bazooka ist kein Präzissionsinstrument.

Kurzarbeit ist bürokratiefrei in Anspruch zu nehmen, wieviele Großkonzerne jedoch hier in Deutschland Produktionen runterfahren, um Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, dafür dann in anderen Ländern die Produktion hochfahren um letztlich Profit zu machen, wird man sich fragen dürfen.

Der Gastronomie und Hotellerie versprach man für Nov. und Dezember 75% des Umsatzes!!! was absurd ungenau und viel zu hoch ist, dann lässt man sie ab Januar jedoch wieder im Regen stehen.
Der Einzelhandel soll Hilfen erhalten, wieviel ist nicht genau geklärt. Die meisten der versprochenen Hilfen sind jedoch noch nicht angekommen. Warum man die Auszahlung nicht an das Finanzamt bindet, sondern über das Wirtschaftsministerium organisiert fragt man sich.

Dann 5 Milliarden für die Automobilindustrie, die allesamt erhebliche 2020 Jahresgewinne vermelden.
Eine Mehrwertsteuersenkung von 6 Monaten für 20 Milliarden. Wozu?

Viel, sehr viel Geld, aber im rechten Moment scheint dann keins mehr da um zum Beispiel, mehr, viel mehr Impfstoff zu ordern.
Die gesamte Bevölkerung mit Masken zu versorgen, mehr Geld den Schulen/Kommunen in die Hand geben für Investitionen um die Belüftung zu verbessern, allgemein auf den Coronaschulbetrieb vorzubereiten.
Den Pflegekräften in der letzten Tarifrunde effektiv mehr Lohn zukommen zu lassen.
Schnelltest in Milliardenmenge zu bestellen und Testzentren einrichten.

Pivo fabulierte in einem seiner posts über die "Nutznießer" der Pandemie und meinte damit die ältere Bevölkerung.
Die wahren Nutznießer sind Amazon, Rewe, Lidl, VW, und wie sie alle heißen
und zwar mit astronomischen Beträgen.

Lidl hat, wenn ich es recht gehört habe 10 Milliarden mehr Gewinn im letzten Jahr.


Pivo

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18.02.2021 - 22:19 Uhr
@e.palazzo

:-)))

Sehr gut, dass trifft genau mein humorzentrum....

Grizzly Adams

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Registriert seit 22.08.2019

19.02.2021 - 08:32 Uhr
Die Bereitschaft der Bevölkerung, sich aktiv am Schutz der eigenen Gesundheit und der aller Mitmenschen zu beteiligen, ist vermutlich in hohem Maße weiterhin vorhanden.
Die Bereitschaft, dabei gleichzeitig die gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Verelendung hinzunehmen, zerbröselt indes zusehends und schlägt in Wut, Frustration und Enttäuschung um. Der nächste Schritt ist bei einigen wohl nicht mehr weit. Bleibt der eigenen Fantasie überlassen, wie dieser aussieht.
Daran ändern auch die staatlichen finanziellen Hilfen, so sie denn überhaupt ankommen, nichts mehr. Die strikte Lockdown-Politik hat ausgedient, das Festhalten an einem Inzidenzwert von bundesweit 35 halte ich angesichts der Virusmutationen für illusorisch. Der Trostpreis Frisörtermin statt Impftermin bindet keine gesellschaftlichen Kräfte und öffnet Perspektiven.
Ich bin sehr gespannt, wie das Coronakabinett in knapp zwei Wochen entscheiden wird...

nörtz

User und News-Scout

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19.02.2021 - 08:49 Uhr
Wie peinlich ist es denn, was die Uni Hamburg da gerade zum Ursprung des Coronavirus publiziert hat. :D

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

19.02.2021 - 08:58 Uhr
Was hat die Uni Hamburg denn publiziert? Ein Link wäre durchaus hilfreich :)

Autotomate

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Registriert seit 25.10.2014

19.02.2021 - 09:25 Uhr
Da ich gerade selbst danach gegoogelt habe:

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Forscher-Coronavirus-stammt-wohl-aus-Labor,corona6764.html

StopMakingSense

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19.02.2021 - 09:52 Uhr
Es wird weiter lustig vorgedrängelt bei den "Machern", mit wie immer sehr glaubhaften Begründungen (hier, wen überrascht's, Vertreter von AfD/FDP):

WDR Nachrichten

Speedy

Postings: 30

Registriert seit 10.02.2021

19.02.2021 - 10:00 Uhr
Ist ja ganz nett, aber ist es nicht wichtiger, wie wir die Seuche wieder in den Griff bekommen? Ich hoffe mal, dass die Impfungen schnell kommen für die Masse und bis dahin heißt es wohl noch: Augen zu und durch. Wenn bis zum nächsten Winter wirklich die meisten Menschen hierzulande safe gemacht werden können, glaube ich an auch daran, dass wir im Winter 21/22 offen lassen können. Es liegt also schon heute an allen (Regierung, Impfbereitschaft der Bürger) damit wir im nächsten Winter Ruhe haben.

nörtz

User und News-Scout

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19.02.2021 - 12:29 Uhr
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/rki-chef-wieler-zu-coronavirus-der-ruecklaeufige-trend-setzt-sich-nicht-mehr-fort-a-d08a7b56-3e63-410e-b307-d6722ab0c75c

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht Deutschland erneut an einem Wendepunkt: »Der rückläufige Trend setzt sich nicht mehr fort«, sagte er. »Die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz geht nicht mehr überall zurück.« Das RKI sehe an seinen Analysen, dass sich die zuerst in Großbritannien entdeckte Virusvariante B.1.1.7 in Deutschland ausbreite. Man müsse sich daher darauf einstellen, dass die Bekämpfung der Pandemie nun noch schwieriger werde. »Das Virus hat einen Boost erhalten, jede unüberlegte Lockerung wirft uns zurück, dann stehen wir in einigen Wochen wieder an dem Punkt, wo wir Weihnachten waren.«

fuzzmyass

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19.02.2021 - 12:41 Uhr
Na Gott sei Dank, dann weiter zuhause einsperren... puh, ich dachte schon da tut sich was und wir müssen wieder raus... und der Datenschutz ganz wichtig! Es soll keiner meine Daten auslesen und wissen, dass ich 24/7 zuhause hocke!

fuzzmyass

Postings: 5085

Registriert seit 21.08.2019

19.02.2021 - 12:47 Uhr
"dann stehen wir in einigen Wochen wieder an dem Punkt, wo wir Weihnachten waren."

Wenn wir weiterhin alles verschlafen wie vor Weihnachten, dann ja, sicher... wenn wir mal was lernen und uns weiterentwickeln würden... aber neee lass mal, bringt eh nix, viel zu anstrengend alles, und überhaupt - gibt ja immer noch Länder, wo die Lage schlechter ist... dann warten wir darauf, dass 2022 viele geimpft sind, ist bequemer... wird schon nix schiefgehen bis dahin mit neuen Mutationen etc... basst ois!

Der Wanderjunge Fridolin

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Registriert seit 15.06.2013

19.02.2021 - 12:57 Uhr
@fuzzmyass:

Sicherlich muss man an der einen oder anderen Stelle mehr tun, etwa Luftreiniger in Schulen, und auch ich bin nicht mit jeder politischen Entscheidung einverstanden. Manches ärgert mich sogar. Aber um eine Erkenntnis kommst du nicht umhin: Es ist geradezu das Wesen des Viruses, dass jede Bewegung und jeder Kontakt seine Ausbreitung begünstigt. Da kannst du im Detail Dinge verändern, wie du magst. Dieses Faktum bleibt. Und keines dieser Details wird stark genug sein, dem Virus die Stirn zu bieten. Jetzt spricht wieder der Pharma-Jochen in mir, aber da hilft nur eine ausreichende Durchimpfung. Erst dadurch werden wir das Gesundheitssystem nachhaltig und dauerhaft entlasten, nämlich in dem die Anzahl der schweren Verläufe massiv reduziert wird.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

19.02.2021 - 13:03 Uhr
Ja eben, sag ich ja... geht nicht, weil... aus Gründen... wenn eine volle Kontrolle zu anstrengend, dann lieber zuhause auf die faule Haut legen und warten... wird schon irgendwas irgendwo ohne unser Zutun passieren... gibt ja auch keine Länder und Lösungen, die das besser hinbekommen bzw. wo man sich gewisse Elemente abschauen kann... und eigene fortschrittliche Ideen/Studien sind verboten! Wo kommen wir dahin, wenn wir auch noch eine Perspektive haben wollen, tsetsetse... ausser vollem Lockdown und alles laufen lassen wie zuvor mit Fax-Nachverfolgung gibt es eh nix... ich bin hochzufrieden, unsere Regierung ist die beste... true love...

nörtz

User und News-Scout

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Registriert seit 13.06.2013

19.02.2021 - 13:06 Uhr
Vor Mai werden keine Lockerungen komme, denke ich. Hängt eben alles von der Mutante ab.

Enrico Palazzo

Postings: 1662

Registriert seit 22.08.2019

19.02.2021 - 13:09 Uhr
Ich frag mich, wie mit der Mutation und dem aktuellen Weg, wie wir damit in D umgehen (ohne Wertung an dieser Stelle) tatsächlich die Schulen aufgemacht werden sollen... Spätestens 3 Wochen später werden doch die Zahlen wieder durch die Decke gehen. Oder nicht?

Enrico Palazzo

Postings: 1662

Registriert seit 22.08.2019

19.02.2021 - 13:11 Uhr
@Wanderjunge:

Du als Fachkundiger - wie ist denn grad dein Gefühl, wann wir realistisch durchgeimpft sind? Aktuell haben wir nach 2 Monaten grad mal 3 bis 4 Millionen Menschen. Das macht mich immer noch nicht optimistisch, dass wir innerhalb von 12 Monaten durchkommen.

fuzzmyass

Postings: 5085

Registriert seit 21.08.2019

19.02.2021 - 13:17 Uhr
so Ende 2022 lockern wir dann irgendwann, wenn mal recht viele geimpft sind... aber man muss sich ja nicht impfen und "Privilegien" (sic!) soll es ja auch keine geben, von daher lieber noch länger den Lockdown durchziehen... evtl. bis 2024, führet uns dauerhaft in grüne Zonen!

Schwarznick

Postings: 863

Registriert seit 08.07.2016

19.02.2021 - 13:27 Uhr
"... wie mit der Mutation und dem aktuellen Weg, wie wir damit in D umgehen tatsächlich die Schulen aufgemacht werden sollen... Spätestens 3 Wochen später werden doch die Zahlen wieder durch die Decke gehen. Oder nicht?"

frage ich mich auch. gerade weil die briten-mutante doch um ein vielfaches ansteckender und auch vermehrt auf kinder/jugendliche übergehen soll und bereits schon jetzt bundesweit durch die decke geht. dann geht man in der tat ein riesen-risiko ein, dabei will man das doch unbedingt vermeiden.. *koppkratz*

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Registriert seit 25.09.2014

19.02.2021 - 13:53 Uhr
@Schwarznick: Es gibt Stellen, die wollen das unbedingt vermeiden. Es gibt Stellen, die das riskieren möchten. Und am Ende ist das, wie alles, eine Abwägungsfrage. Ist es bei einem Risiko von 99% von explodierenden Zahlen zu verantworten, zu lockern? Hier ist die Antwort wohl ziemlich einheitlich nein. Wie sieht es bei 50% aus? Bei 10? Bei 0,1?

@fuzz: Lockerungen verstärken Kontakte. Kontakte sind schlecht. Da hilft auch die bessere Nachverfolgung nur bedingt. Wenn jede Großveranstaltung oder auch jeder Schultag ein Superspreadingevent wird oder sich auch nur signifikant Leute anstecken, wird es selbst bei perfekter Nachverfolgung über Apps ohne diesen lästigen Datenschutz richtig böse.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2676

Registriert seit 15.06.2013

19.02.2021 - 13:59 Uhr
@Enrico Palazzo:

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich höre mich aber mal um.

Klaus

Postings: 2812

Registriert seit 22.08.2019

19.02.2021 - 14:04 Uhr
" Du als Fachkundiger - wie ist denn grad dein Gefühl, wann wir realistisch durchgeimpft sind? Aktuell haben wir nach 2 Monaten grad mal 3 bis 4 Millionen Menschen. Das macht mich immer noch nicht optimistisch, dass wir innerhalb von 12 Monaten durchkommen."

Wobei man auch ein bisschen die Dynamik beachten sollte. In meinem Bundesland sind drei Impfzentren seit Ende Dez. aktiv, die Mehrzahl jedoch (meine 11 oder 14) erst seit wenigen Tagen - und weitere kommen hinzu.

fuzzmyass

Postings: 5085

Registriert seit 21.08.2019

19.02.2021 - 14:07 Uhr
@Werbung

Mir geht es nicht um Großveranstaltungen... ausserdem kann man Kontakte unter bestimmten Bedingungen stattfinden lassen, die Infektionen stark reduzieren - mit regelmäßigen vorangegangenen Selbsttests, mit Masken und Abstand, mit Luftfilterung und digitaler Registrierung/Nachverfolgung etc. etc. ... und Kontaktnachverfolgung bringt enorm viel, wenn sie richtig gemacht wird und die Infizierten schnell/vorzeitig rausgezogen und isoliert werden können... bringen tut sie nur dann nichts, wenn erstmal Faxe übermittelt werden und dann Menschen abtelefoniert, was Tage dauert, wo sie mal einfach weitere Menschen anstecken, die man nicht mehr erfasst etc. etc...

Eine richtige Nachverfolgung ist ein quasi selbsterhaltendes System, was eben verhindert, dass sich die Infektion immer in weitere Höhe schraubt... das führt dazu, dass Lockdowns weiter verzögert und verkürzt werden können, im Best Case sogar lange zeit vermieden werden können...

Es geht darum um Bedingungen/Maßnahmen zu schaffen, unter denen zumindest eine Zeit lang mehr Kontakte in einem kleinen Rahmen möglich sind, damit wieder mehr laufen kann... das ganze kann man auch wissenschaftlich begleiten lassen, um zu verifizieren und optimieren... falls man dann sieht, dass Inzidenzen steigen, muss man eben wieder einen strickten Lockdown machen (optimalerweise regional für 2-3 Wochen)... das ist alles nicht unmöglich, es gibt diverse Technologien und Lösungen und Forschungsmöglixhkeiten... wenn man sich aber nicht mal die Mühe gibt und schwerfällig wie ein großes Schlachtschiff ist, dann muss man sich eben Jahre lang einsperren, was wiederum andere große Schäden verursacht... es gibt nämlich nicht nur Corona auf der Welt...

Was ist denn, wenn noch mehr Mutanten kommen, die irgendwann den Impfstoff aushebeln? weiterhin keine Lösungen suchen, sondern jahrelang eingesperrt bleiben, aus Angst keine 100%ige Kontrolle über das geschehen zu haben?? Das kann einfach keine Lösung sein, da kannst du Dich drehen und wenden wie Du willst

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Registriert seit 25.09.2014

19.02.2021 - 14:18 Uhr
@fuzz: Da kommen wir schon eher auf einen grünen Zweig. Deine Rants konzentrieren sich für meinen Geschmack etwas zu sehr auf die Faxgeräte und den bösen Datenschutz und für mich schwang da immer so im Subtext mit, dass man ohne diese "Steinzeitmethoden" alles wieder aufmachen könnte.
Für kleine private Treffen und vielleicht auch geöffneten Einzelhandel mit kommunalen Maskenkontrolleuren* könnte es so wieder reichen...


*Wieso gibts die eigentlich nicht? Schafft direkt Jobs, Bußgelder können verteilt werden und die Sicherheit in der Innenstadt oder so wäre viel besser. Einfach ein paar 2er Teams pro "Einkaufszentrum" (auch zwei Supermärkte nebeneinander zählen dazu), die jeden darauf hinweisen, dass die Maske doch bitte über Mund und Nase sitzen soll...

fuzzmyass

Postings: 5085

Registriert seit 21.08.2019

19.02.2021 - 14:24 Uhr
" für mich schwang da immer so im Subtext mit, dass man ohne diese "Steinzeitmethoden" alles wieder aufmachen könnte."

Nein, mir ging es auf gar keinen Fall um einfach "alles wieder aufmachen" als wäre nichts. Großveranstaltungen und auch Reisen sehe ich ohne ausreichende Impfmöglichkeiten als unmöglich, da wäre ich ja sogar pro Impfpflicht (wenn sich denn auch jeder impfen lassen kann).
Aber unter eingeschränkten richtig durchdachten Bedingungen könnte man zumindest Schulen, Gastro und weitere Bereiche öffnen.
Im letzten Sommer war ein Leben draussen auch halbwegs möglich - wenn man nun die genannten Bedingungen dazuaddiert und die vielen Reisen im Spätsommer verhindert, könnte man sehr gute Voraussetzungen schaffen...

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