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Regisseur: Martin Scorsese

User Beitrag

Z4

Postings: 8859

Registriert seit 28.10.2021

17.11.2022 - 13:05 Uhr
1. 1976: Taxi Driver
2. 1980: Wie ein wilder Stier (Raging Bull)
3. 1982: The King of Comedy
4. 2006: Departed – Unter Feinden (The Departed)
5. 1997: Kundun
6. 2013: The Wolf of Wall Street
7. 2002: Gangs of New York
8. 2004: Aviator (The Aviator)
9. 2019: The Irishman
10. 2010: Shutter Island

Nicht gesehen:
1977: New York, New York
1984: Anna Pawlowa – Ein Leben für den Tanz (Анна Павлова, nur Darsteller)
1985: Die Zeit nach Mitternacht (After Hours)
1986: Die Farbe des Geldes (The Color of Money)
1988: Die letzte Versuchung Christi (The Last Temptation of Christ)
1989: New Yorker Geschichten (New York Stories)
1990: GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (Goodfellas)
1991: Kap der Angst (Cape Fear)
1993: Zeit der Unschuld (The Age of Innocence)
1995: Casino
1999: Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung (Bringing Out the Dead)
2011: Hugo Cabret (Hugo)
2016: Silence

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 20364

Registriert seit 10.09.2013

17.11.2022 - 13:35 Uhr
1. Raging Bull
2. Taxi Driver
3. The Irishman
4. Goodfellas
5. The King Of Comedy
6. The Wolf Of Wall Street
7. Casino
8. Mean Streets
9. Silence
10. Cape Fear

VELVET UNDERGROUND

Postings: 131

Registriert seit 13.06.2013

17.11.2022 - 22:10 Uhr
Martin Scorsese

He makes the best fucking films
He makes the best fucking films
If I ever meet him I'm gonna grab his fuckin' neck
And just shake him
And say thank you thank you for makin'
Such excellent fuckin' movies

Then I'd twist his nose all the way the fuck around
And then rip off one of his ears and throw it
Like a like a like a fuckin' Frisbee

I wanna chew his fuckin' lips off
And grab his head and suck out one of his eyes
And chew on it and spit it out in his face
And say thank you thank you for all of your fuckin' films
Then I'd pick him up by the hair
Swing him over my head a few times
And throw him across the room
And kick all his fuckin' teeth in
And then stomp on his face 40 or 50 times

'Cause he makes the best fucking films
He makes the best fucking films
I've ever seen in my life
I fuckin' love him
I fuckin' love him

- King Missile

fuzzmyass

Postings: 21162

Registriert seit 21.08.2019

18.11.2022 - 00:34 Uhr
No offense, aber wie kann man bitte Good Fellas und Casino nicht gesehen haben? Vollkommen unverständlich für mich :) ;)

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

18.11.2022 - 08:43 Uhr
Schwierig... Ich versuch's mal:

1. Taxi Driver
2. Goodfellas
3. Raging Bull
4. The King of Comedy
5. Departed
6. Bringing Out the Dead
7. The Irishman
8. Casino
9. After Hours
10. The Wolf of Wall Street


Noch nicht gesehen: Kundun, Silence, New York New York, Cape Fear, The Age of Innocence, Hugo

Deaf

Postings: 3790

Registriert seit 14.06.2013

18.11.2022 - 09:04 Uhr
"Casino" kommt allgemein viel zu schlecht weg, ist für mich zusammen mit "Taxi Driver" sein bester. "GoodFellas" müsste ich nochmals schauen, falls ich irgendwann wieder Lust auf Mafia bekomme.

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

18.11.2022 - 09:08 Uhr
Du hast recht, ich relativiere mal:

1. Taxi Driver
1. Goodfellas
1. Raging Bull
2. The King of Comedy
2. Departed
2. Bringing Out the Dead
2. The Irishman
2. Casino
3. After Hours
3. The Wolf of Wall Street

:)

peter73

Postings: 3832

Registriert seit 14.09.2020

18.11.2022 - 14:59 Uhr
Hugo Cabret ist definitiv unterschätzt!
war kurz davor in meinen top100 zu landen... vemutlich weil es eher ein untypischer film von scorsese ist (mafia? gewalt? fehlanzeige); eine verbeugung vor den anfängen des kino und eher etwas für kinder/jugendliche. mir hat der gut gefallen.

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 11787

Registriert seit 23.07.2014

18.11.2022 - 16:20 Uhr
Ich glaube nicht, dass Hugo wegen der fehlenden Gewalt oder den Mafiabezügen nicht so gut ankommt. Mal davon abgesehen, dass viele seiner besten Filme (z.B. King of Comedy, After Hours, Wolf Street, Bringing out the Dead, Silence, Alice, New York, Age of Innocence etc.) auch ohne auskommen, fühlt sich Hugo für mich einfach etwas unspektakulär an, da fehlt einfach etwas Scorseses Handschrift.

eine verbeugung vor den anfängen des kino

Ja, das waren noch die besseren Momente, kam mir aber auch insgesamt zu kurz. Das bringt so ein "Cinema Paradiso" zum Beispiel erheblich besser rüber, auch wenn man die beiden Filme sonst eher schwer vergleichen kann.

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

18.11.2022 - 17:07 Uhr
@ Affengitarre

Auch wenn ich dir irgendwie gerne zustimmen wollte - aber in "King of Comedy, After Hours, Wolf Street, Bringing out the Dead, Silence" kommt schon eine gewisse Portion Gewalt zu tragen, findest du nicht? Speziell in "Silence" auf jeden Fall geht's ja auch darum. Und letztlich ist auch "The Age of Innocence" eine Variante davon - ein (sehr subtiler) Film über die psychische Gewalt, die von der rigorosen Gesellschaft ausgeht.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 36683

Registriert seit 07.06.2013

18.11.2022 - 18:34 Uhr
Finde es ziemlich eindeutig, dass Affengitarre von physischer Gewalt redet.

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 11787

Registriert seit 23.07.2014

18.11.2022 - 18:54 Uhr
@ijb Wenn du es so sehen möchtest, kannst du dann ja auch Alice rausnehmen, da gibt es ja auch einige gewalttätige Szenen. Aber ich glaube du weißt eigentlich schon, wie ich das meine.

An der Stelle möchte ich noch eine Empfehlung für das Buch "Conversations with Scorsese" von Richard Schickel geben. Eine gut geordnete Sammlung von mehreren längeren Unterhaltungen zwischen Scorsese und Schickel über Scorseses Filmkarriere, seine biografischen Hintergründe, Einflüsse und einiges mehr. Hört irgendwo nach "Shutter Island" auf und war für mich unglaublich interessant, da man viele persönliche Einblicke in die Entstehungen der jeweiligen Filme erhält.

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

19.11.2022 - 02:42 Uhr
Klar, ich ging selbstredend davon aus, dass sicherlich von körperlicher Gewalt die Rede war, hab ja auch nichts anderes gesagt.

An "Alice" konnte ich mich gerade nicht explizit erinnern, aber meine Anmerkung bezog sich schon auch auf physische Gewalt.
Deshalb hab ich das Thema bei "Age of Innocence" ja abgesetzt eigens ergänzt.
Ich, du und ihr wisst das natürlich alles genauer, da ihr euch auskennt, aber mein Kommentar sollte auch eher als Anmerkung für jene gemeint sein, die das nicht wissen, und da ist der Satz "davon abgesehen, dass viele seiner besten Filme auch ohne Gewalt auskommen", dann gar nicht so eindeutig, wie wir drei (oder andere Scorsese-Kenner) das jetzt verstehen: deshalb hab ich das einfach mal eingeschoben. Für alle, die da vielleicht viele Filme nicht kennen und sich denken, ach diese Nicht-Mafia-Streifen sind ja nicht so interessant, nicht so persönlich, nicht so wichtig oder so...

Gerade in "Silence" fand ich auch die körperliche Gewalt schon recht eindringlich und heftig, aber auch in "Bringing out the Dead" hab ich da einige sehr körperlich heftige Szenen in Erinnerung. Bei den anderen genannten mag das weniger extrem sein, klar, aber da seh ich doch auch einen Unterschied zwischen dem auch physischen Trip durchs nächtliche New York in von "After Hours" oder dem auch der physisch erzählten "Wolf" - und andererseits dem mit deutlich anderen Mitteln (poetischer, ruhiger, bedächtiger... was auch immer) erzählten "Hugo" - oder auch, swoeit ich erinnere, "Alice" oder "New York New York". "Age of Innocence" dagegen ist aber schon auch ein echt heftiger Film.

VelvetCell

Postings: 9801

Registriert seit 14.06.2013

20.11.2022 - 18:52 Uhr
Bin ein großer Scorsese-Fan und schätze auch Hugo Cabret sehr. Hier kannte ich tatsächlich das Buch vor dem Film. Und Scorseses wie immer optisch überwältigende Umsetzung war eine kongeniale Variante. Man nimmt ihm aber auch das Herzensthema "Frühes Kino" ab.

Zu schlecht weg kommen mir im Allgemeinen The Aviator und Gangs of New York, die ich viel oscarwürdiger finde als das folgende Departed, das ja zudem "nur" ein Remake war.

Z4

Postings: 8859

Registriert seit 28.10.2021

20.11.2022 - 18:57 Uhr
Er ist halt letztendlich eher ein Mainstream-Regisseur wie Ridley Scott, und kein typischer Autorenfilm-Macher. Ein paar Sachen hat er, die Autorenfilme sein könnten, aber fast alles ab Kundun ist halt Hollywoodkino.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 20364

Registriert seit 10.09.2013

20.11.2022 - 18:57 Uhr
Ich finde sie alle gleich "schwach" im Scorsese-Kontext (also so 7/10), wenn dich das beruhigt.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 20364

Registriert seit 10.09.2013

20.11.2022 - 18:58 Uhr
(Das war auf die drei im zweiten Absatz von VelvetCell genannten Filme bezogen)

VelvetCell

Postings: 9801

Registriert seit 14.06.2013

20.11.2022 - 19:02 Uhr
Wie soll ich das beruhigend finden?

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

20.11.2022 - 19:30 Uhr
Finde sowohl "Gangs of New York" als auch "The Aviator" um einiges schwächer als "The Departed". Das Problem ist, dass der damals bei den Oscars Best Picture wurde. Das hätte schon sein "Taxi Driver" anstelle von "Rocky" werden sollen. Oder zumindest "Raging Bull" anstelle von "Ordinary People". Unfassbar eigentlich.

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

21.11.2022 - 11:13 Uhr
@sweet nothing
Geht mir auch so. Das oft erwähnte "Problem" mit den Oscars ist halt einfach, dass "die Oscars", wie solche großen Filmpreise meistens, immer der Zeit hinterherhinken. Wenn man die "Bester Film"-Oscars rückblickend anschaut, hat ja wirklich nur sehr selten der tatsächlich kinematografisch oder künstlerisch "beste" Film die goldene Statuette bekommen. Das liegt einfach auch daran, dass da 1000 Leute abstimmen, und der Preis ist ja auch in erster Linie kein künstlerischer Preis, weshalb es nachvollziehbar ist, dass Raging Bull und Taxi Driver da nicht gewonnen haben, sondern schon von jeher ein Preis, mit dem die Academy vorrangig die Hollywood-Studiod-Produktionen feiert, die beim Publikum den meisten Anklang finden. Auch hier: Klar, dass dann nicht Taxi Driver und Raging Bull, sondern Rocky und Ordinary People gewinnen; das sind halt die "emotional direkteren" und weniger ambivalenten Filme.

Daher: Ich finde The Departed sehr unterhaltsam und als jemand, der Scorseses Schaffen eingehend studiert hat, freue mich, dass er wenigstens einen Oscar bekommen hat, denn für die Karriere (fürs Finanzieren von teuren Filmen) ist der doch sehr viel wichtiger, als den meisten bewusst ist. Eben auch weil damit, bis auf ganz wenige Ausnahmen, der Publikums-Appeal und nicht künstlerische Radikalität ausgezeichnet werden.

Z4

Postings: 8859

Registriert seit 28.10.2021

21.11.2022 - 11:26 Uhr
The Departed ist ein ebenso unwürdiger Oscar wie der Oscar für di Caprio für diesen Hundefilm. Insofern ist es doch irgendwie auch eine runde Sache.

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

21.11.2022 - 11:44 Uhr
Hundefilm?
Du meinst The Revenant?
Hier muss ich dir leider zustimmen. Ich fand The Revenant auch bei weitem nicht so "gut" wie die meisten anderen, auch wenn er zweifellos enorm beeindruckend ist – aber genau das empfand ich auch als das Problem: Der ganze Film "schreit" immer nur, alles will beeindrucken (tut's ja auch)... aber es fehlt ihm total die emotionale und poetische Kraft der besseren Filme vom gleichen Regisseur. Und natürlich hat auch Leo schon "besseres" Schauspiel gezeigt als in diesem "Ich zeig euch mal, wie krass ich sein kann"-Ding. Aber ja, das ist bei den "Oscars" ganz oft, das, was zählt. Ich freu mich aber dennoch, wenn Leute, die ich grundsätzlich für gute Regisseure, Autoren, Schauspieler/innen halte, einen Oscar bekommen, auch wenn man ihnen den natürlich auch "für einen anderen Film" geben hätte können. Aber dann seh ich's halt eher als Preis für eine anhaltend herausragende Leistung in dem Bereich (Scorsese, diCaprio u.v.a.).

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

21.11.2022 - 11:58 Uhr
"The Revenant" hat erfreulicherweise auch bei der 100 Filme Abstimmung nicht besonders gut abgeschnitten. Geschmackssicheres Forum :)

Old Nobody

User und News-Scout

Postings: 4224

Registriert seit 14.03.2017

21.11.2022 - 15:46 Uhr
1.Good Fellas 9,5/10
2.Shutter Island 9/10
3.Wolf of Wall Street 9/10
4.Kap der Angst 9/10
5.Departed 8,5/10
6.Taxi Driver 8/10
7.Farbe des Geldes 8/10
8.Aviator 7,5/10
9.Irishman 7/10
10.Casino 7/10

Insbesondere die letzten drei haben für mich einfach ein paar Längen, wenn auch natürlich bockstarke Momente. Bringing out the dead fand ich öde,Gangs of New York fand ich trotz Day Lewis und DiCaprio einfach langweilig,Hugo Cabret hab ich ausgemacht.Raging Bull hat mich komischerweise einfach nicht gekriegt,ist aber sehr lange her.Ich müsste den nochmal versuchen.


Zu Revenant: Sicher kein Ausnahmefilm,aber war schon klasse.Würd den bei ner 8/10 sehen. DiCaprio hätte seinen ersten Oscar freilich bereits für Gilbert Grape kriegen müssen

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

21.11.2022 - 17:10 Uhr
@Old Nobody
8/10 würd ich dem Revenant auch geben.
Bei den Scorsese-Filmen bin ich z.T. allerdings anderer Auffassung, speziell bei Casino, Irishman, Shutter Island – und, was viele hier ignorieren, The Age of Innocence, einem seiner Top3-Filme, sowie Kundun, für mich ebenfalls ganz oben.

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

21.11.2022 - 17:50 Uhr
Bringing out the dead fand ich öde

Das empfand ich auch so als der damals rauskam und ich weiß noch, dass ich ziemlich enttäuscht war. Hab ihn aber vor ein paar Jahren nochmal im Kino gesehen und da hat der Film auf einmal ganz anders auf mich gewirkt. Es ist ein harter, in nur wenigen Momenten aufheiternder Film mit einer argen Atmosphäre, die der grandiosen Kameraarbeit und einem starken Nicholas Cage geschuldet ist, der eigentlich nur in "Leaving Las Vegas" noch kaputter war.

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

21.11.2022 - 17:56 Uhr
@sweet nothing

Hey, genau die gleiche Erfahrung hab ich mit dem Film auch gemacht. Ale er rauskam, dachte ich "So ein schlechter Film von einem meiner absoluten Lieblingsregisseure", war geradezu erschrocken, fand aber schon den Soundtrack toll. Beim Wiedersehen hab ich erst verstanden, was er da tatsächlich gemacht hat. Der wusste sehr genau, was er da tut - und das mit ziemlich kleinem Budget.

Vennart

Postings: 1420

Registriert seit 24.03.2014

23.11.2022 - 18:42 Uhr
1. The Wolf Of Wall Street
2. Taxi Driver
3. Shutter Island
4. Casino
5. Silence
6. Goodfellas
7. The Departed
8. The Irishman
9. Cape Fear
10. Mean Streets


Und die mangelnde "Revenant"-Wertschätzung hier verursacht bei mir Schnappatmung.
Eindeutige 10/10 und neben "Apocalypse Now Final Cut" und "Blade Runner 2049" das atemberaubendste Kinoerlebnis der letzten Jahre für mich.

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

23.11.2022 - 19:09 Uhr
Es bleibt dir freilich unbenommen, den gut zu finden ;)

ijb

Postings: 8207

Registriert seit 30.12.2018

23.11.2022 - 22:55 Uhr
Und die mangelnde "Revenant"-Wertschätzung hier verursacht bei mir Schnappatmung.


Ist auf jeden Fall ein sehr guter Film.
Ich kann allerdings solchen doch recht simplen Revenge Stories selten viel abgewinnen; mir fehlt's da irgendwie auch an der Nachvollziehbarkeit, dass jemand drei Stunden lang durch den eisigsten Schnee und alle möglichen Prüfungen und Todesnähen ums Überleben kämpft, nur getrieben von einem Rachebdürfnis. Mir ist da einfach ein bisschen wenig Stoff, um mich emotional mit dem auf der Leinwand zu verbinden. Technisch aber 10/10, ja. Kammanixsagn.

sweet nothing

Postings: 2627

Registriert seit 04.11.2014

24.11.2022 - 09:37 Uhr
@ijb:

Ich sehe das wahrscheinlich ähnlich wie du, wollte gestern aber nicht weiter ausholen, weil ich ungern Filme madig rede. Es ist auch mehr einer persönlichen Präferenz geschuldet, warum ich mit Filmen wie "The Revenant", "Birdman", "1917", "Gravity" etc. nicht so viel anfangen kann. Technisch sind die alle einwandfrei, keine Frage, nur bleiben dann meistens andere Eigenschaften, die für mich einen guten Film ausmachen, gerne mal auf der Strecke. Es ist vielleicht ähnlich wie bei diesen "Style over substance"-Filmen dann eben so ein Technik show off, oder wie es bei Tarantino öfters mal der Fall ist, ein Gewalt show off, oder bei Kechiche ein Porn show off, keine Ahnung. Das darf alles sein, nur ist es eben Geschmacksache.

Aber um nochmal die Kurve zu Scorsese zu kratzen möchte ich noch anmerken, dass ich seine Filme vor allem deshalb so mag, weil er sie wie ein Konzert orchestriert, und von allem immer ein bisschen was zulässt. Da darf beispielsweise Kameramann Michael Ballhaus in "Goodfellas" eine Plansequenz abliefern, die auf der Straße vor einem Nachtclub beginnt und in einer 3-minütigen Kamerafahrt ohne Zwischenschnitt und ohne CGI dann quasi im Lokal endet. Es ist wie ein Drumsolo ohne Overdubs, wo jemand sein ganzes Können unter Beweis stellen kann, ehe die Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zugewendet wird. Ich bin da vielleicht auch ein bisschen altmodisch, aber mir ist sowas tausendmal lieber als ein Film, der fast schon zwanghaft ohne Zwischenschnitte auskommen will.

Vennart

Postings: 1420

Registriert seit 24.03.2014

24.11.2022 - 23:54 Uhr
Ich habe das schon häufiger gehört, dass "Revenant" einige Personen emotional kaltlässt, bei mir ist es so, dass mir beim Schauen des Filmes auch kalt wird aber deswegen weil der Film mich wie kein anderer, den ich gesehen habe, die Kälte spüren und schmecken lässt.
Aber wie sweet nothing das korrekt sagt, ist es natürlich persönliche Präferenz.

Für mich ergibt sich in dem Fall gerade durch die Simplizität der bare-bones Story (oder sollte ich sagen "bear-bones", höhö) in Verbindung mit den unbeschreiblichen und immersiven Bildern der unnachgiebigen Natur, dem animalischen und ungezähmten Schauspiel ein Sog, dem ich mich nicht entziehen kann und der mich auch emotional voll abholt.

Gerade auch den zutiefst philosophischen "Birdman" empfinde ich überhaupt nicht als "style over substance", das sehe ich dann zum Beispiel in Filmen wie "Die Verachtung", "Only God Forgives" oder "Neon Demon" aber bei dieser Meinung wiederum rümpfen sicher andere verständnislos die Nase :)

Den Gedanken, dass Scorsese seine Filme wie ein Konzert orchestriert und die dazu beschriebene Szene finde ich super!

Enrico Palazzo

Postings: 8699

Registriert seit 22.08.2019

24.03.2026 - 14:55 Uhr
Wir haben gestern erstmals Raging Bull gesehen und ich fand ihn insgesamt doch slightly overrated. Aber nur, weil ich ihn bei 10/10 vermutet hätte, aber ich glaube, ich bin "nur" bei einer 8/10. Und ich finde fast alle anderen Scorsese-Filme, die ich kenne, mindestens genauso gut oder halt besser.

Ich kann mein Gefühl auch gar nicht richtig erläutern, warum nur 8/10. Fantastisch inszeniert, die Boxkämpfe habe ich quasi richtig gespürt, De Niro in seiner nervigen Ekelhaftigkeit großartig, Pesci und Moriarty auch supersupertoll - dennoch fühlte ich mich mindestens in der ersten Hälfte teilweise auch gelangweilt und musste öfter mal nachgucken, wieviel Zeit denn schon rum ist. So in Gänze als Film, als Erzählung, hat er mich nicht endgültig gepackt.

DerMeister

Postings: 2614

Registriert seit 22.06.2013

07.04.2026 - 00:04 Uhr
Spontane Top 10:

01. Taxi Driver
02. Raging Bull
03. Casino
04. Goodfellas
05. The King of Comedy
06. The Irishman
07. No Direction Home
08. A Personal Journey with Martin Scorsese Through American Movies
09. After Hours
10. Killers of the Flower Moon
oder
10. Rolling Thunder Revue


"The Last Waltz" und "Alice Doesn't Live Here Anymore" haben aber auch Potential für die Top 10. Muss einiges mal wieder ansehen und gibt auch noch ein paar Filme die ich noch nicht kenne (vorallem "My Voyage to Italy" und die George Harrison Doku sehen interessant aus)

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