Westernhagen - Das Pfefferminz-Experiment (Woodstock-Recordings Vol.1)

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Armin

Plattentests.de-Chef

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16.10.2019 - 20:14 Uhr - Newsbeitrag


Marius Müller-Westernhagen

veröffentlicht neues Album

"Das Pfefferminz-Experiment

(Woodstock Recordings Vol. 1)"
am 08. November
Neue Single + Video "Mit 18" ab heute erhältlich
Dokumentation feierte heute Weltpremiere auf dem Film Festival Cologne

Berlin,16.10.2019. Marius Müller-Westernhagen hat heute sein neues Studioalbum angekündigt: Am 8. November veröffentlicht der Sänger, Songwriter, Musiker und Produzent „Das Pfefferminz-Experiment (Woodstock Recordings Vol. 1)“. Ein erster Vorbote des neuen Werks, das er gemeinsam mit dem Grammy-prämierten Produzenten und Multiinstrumentalisten Larry Campbell im legendären Dreamland Studio in Woodstock aufnahm, ist ab heute erhältlich – und auch das Video zu „Mit 18“ feiert heute Premiere. Das neue Album kann ab sofort vorbestellt werden.

Vierzig Jahre sind vergangen seit dem Erscheinen seines Albums „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“, das 1978 Marius Müller-Westernhagens Karriere begründete. Es war das erste Album des Musikers, das über 1 Million Mal verkauft wurde – und bei Weitem nicht das letzte: Die Liste der Millionenseller in Deutschland führt Marius Müller-Westernhagen mit sieben Alben an. Auf dem Höhepunkt seines kommerziellen Erfolges erkannte er, dass ihn Gigantomanie nicht mehr reizen konnte, sondern nur noch die Erweiterung seines künstlerischen Horizonts. Seine Musik wurde erdiger und luftiger. Und sie funktionierte auch unplugged ganz großartig.

Hieran schließt „Das Pfefferminz-Experiment (Woodstock Recordings Vol. 1)“ an: Im Studio wurden kaum mehr als ein paar Gitarren ausgepackt, eine Geige, eine Pedal-Steel-Gitarre, ein kleines Akkordeon, etwas Percussion. Aus dem vorhandenen Songmaterial erschufen Marius Müller-Westernhagen und seine amerikanischen Begleiter ein traumhaftes Gewebe aus Atmosphäre, Intensität und Seele. Sie ließen alles Überflüssige weg und kochten die Stücke runter auf ihre Essenz. „Die Lieder gehen heute viel tiefer, weil sie besser verstanden sind“, beschreibt Marius Müller-Westernhagen seine Erfahrung.

Diese Erkenntnis bildet sich unmittelbar in seinem Gesang ab. Wohl selten hat Marius Müller-Westernhagen seine Stimme so spannungsreich moduliert. Er zieht alle Register in Sachen Dynamik und Klangfarben und reagiert gesanglich subtil auf seine jahrzehntealten Texte, indem er sie an den richtigen Stellen ironisch bricht oder ihnen vollen Respekt erweist.

Larry Campbell, der Co-Produzent von Marius Müller-Westernhagen, hat mit zahllosen Größen der amerikanischen Musik gearbeitet und eine halbe Ewigkeit in der Band von Bob Dylan gespielt. Die Arrangements entstanden im intensiven Zusammenspiel der Musiker und in endlosen Diskussionen. Die daraus gewonnene Tiefe und Wahrhaftigkeit, der ganze Geist dieser Aufnahmen vermittelt sich beim Hören sofort. „Das Pfefferminz-Experiment“ ist wie die Wiederbegegnung mit einem alten Freund, der schon immer aus der Menge herausstach und mit zunehmendem Alter an Klasse und Lässigkeit dazu gewonnen hat.

Im Rahmen des Film Festival Cologne findet heute Abend um 19:00 Uhr in Anwesenheit des Filmteams die Uraufführung der Dokumentation „Das Pfefferminz-Experiment“ statt. Shahin Shokoui, Agnesz Pakozdi und Chris Hegedus-Pennebaker haben Marius Müller-Westernhagen im Studio bei der Arbeit beobachtet und die neuen, alten Songs filmisch in Szene gesetzt. Außerdem befragten sie ihn selbst über seine Wiederbegegnung mit dem Album sowie einige seiner Zeitgenossen – Joschka Fischer, Iris Berben, Hape Kerkeling, Jürgen Klinsmann u.a. – dazu, wie sie „Pfefferminz“ damals erlebt haben.

Am kommenden Freitag (18.10.2019) ist Marius Müller-Westernhagen zu Gast in der Talkshow „3 nach 9“ (NDR).

Web2.0

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16.10.2019 - 20:56 Uhr
Joschka Fischer, Iris Berben, Hape Kerkeling, Jürgen Klinsmann u.a.


Da wurde wohl versucht, den Musiker um den es geht noch an Scheußlichkeit zu übertreffen, damit er nicht allzu schlecht wegkommt, buah.

Armin

Plattentests.de-Chef

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21.11.2019 - 21:43 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Corristo

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21.11.2019 - 22:28 Uhr
Bißchen übertrieben, dem Westernhagen vorzuwerfen, er hätte doch seine Texte von damals bitte ändern sollen. Und ich meine, den Song "Dicke" hätte er tatsächlich dann einfach komplett weglassen müssen, was das ganze Unterfangen dann ad absurdum geführt hätte. Das war sicherlich schon zu seiner Zeit kein sonderlich netter Song. Bißchen unheimlich, wie auch von Künstlern heute Angepasstheit gefordert wird. Ein Musiker darf auch ruhig mal Reibungsfläche bieten.

Und auf der anderen Seite wird dann eine Band wie Silbermond genau dafür abgestraft, weil sie sich eben immer krass an den Zeitgeist anbiedern und das auch textlich. Das könnte man dann wiederum opportunistisch nennen.

Autotomate

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22.11.2019 - 08:15 Uhr
Warum überhaupt Übergewichtige dissen?

Laut Westernhagen ist "Dicke" kein Song, der Dicke disst, sondern ein Song, der Dickendisser disst.

Herr

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22.11.2019 - 09:00 Uhr
Diss versteh ich nich

tumbleweed

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22.11.2019 - 09:12 Uhr

"Laut Westernhagen ist "Dicke" kein Song, der Dicke disst, sondern ein Song, der Dickendisser disst."

Bullshit! Ist Westernhagen ein erbärmlicher Heuchler oder ist er echt so blöd zu glauben, dass er Dicken einen Gefallen getan hat? Mit diesem Satz hat er den Song im Nachhinein nur etwas schöngeredet.

Der Song wurde jahrelang von den Kids auf dem Pausenhof genutzt, um den "uncoolen Dicken" der Klasse zu demütigen!

Doch auch abgesehen davon, wirkt Westenhagen und seine Musik wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Braucht kein Schwein!

Autotomate

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22.11.2019 - 09:26 Uhr
@tumbleweed: Ganz deiner Meinung.
@Herr: Diss war sooo klar, Digga!

Felix H

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22.11.2019 - 09:29 Uhr
Bin da auch bei Tumbleweed. Ich sehe da keinen doppelten Boden bei "Dicke". Und selbst wenn es so gemeint wäre, wäre die Ausführung dann denkbar schlecht.

The MACHINA of God

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22.11.2019 - 22:41 Uhr
"Radio Maria" und eigentlich auch "Affentheater" mocht ich damals schon sehr gern. Danach hab ich ihn verloren.

Was von den späteren Alben wäre denn noch zu empfehlen?

dreckskerl

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22.11.2019 - 22:59 Uhr
Oh ich verlor ihn schon weitaus früher...

ich mochte ihn gerade noch bis einschließlich seines ersten Megasellers "Westernhagen", war aber nie Fan, da hats nie gereicht.

Das Album was damals in meinem Freundeskreis gewissen Kultcharakter hatte, war "Das Herz eines Boxers" , das war zu Beginn der NDW und hatte bisschen Punk und Ska und Saxophon und angenehm politisch unkorrekte Texte.
Lässt mich immer wieder grinsen, aber auch Kopfschüttlen bei so mancher Zeile.
Die beiden Alben vor und nach Boxer mag ich auch, das sind "Stinker" und "Geiler is schon"

...du meinst doch mit späteren Alben, ältere?

The MACHINA of God

User und Moderator

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22.11.2019 - 23:06 Uhr
Nee, ich meinte eher neuere, später erschienene. :D

dreckskerl

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22.11.2019 - 23:37 Uhr
Okay...:-)
konnte ich mir nicht vorstellen...sorry.

alles was danach kam ist hier mit 5 Punkten bewertet worden, was ich sogar noch zu hoch finde.

Was aber auch zugegebenermaßen daran liegt, dass ich ihn seit langem ziemlich unsympathisch finde´und es auch so gar nicht mehr meine Musik ist.

Was ich halt noch mag sind die paar Alben Anfang 80er und da ist natürlich auch was Nostalgie dabei.

The MACHINA of God

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22.11.2019 - 23:41 Uhr
Ich glaub die sind mir dann halt zu sehr 80er... naja. Mal sehen. :)

dreckskerl

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22.11.2019 - 23:48 Uhr
Hör mal in den Boxer rein...allein schon "Der heilige Schwanz" hat echt Charme :-), den Song sollte mal Marc Foster covern...hehe

hos

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23.11.2019 - 00:46 Uhr
auch toll im Video von der auf Loreena McKennitt getrimmten Pfefferminz-Version ist ja die zurschaustellung des Nachteils jahrelangen schwere-Ohrringe-tragens.

10cm lange Lappen, die neben dem Kiefer schlappen.

Pascal

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24.11.2019 - 00:13 Uhr
Ich finde es zum Kotzen, wenn es immer heißt, bestimmte Wörter zu benutzen, wäre halt einfach nicht mehr zeitgemäß, und das wäre der Grund, warum man sie meiden sollte. Dabei war "Neger" auch schon 1978 kein nettes, sondern ein abfälliges Wort. Damals war es vllt. noch gesellschaftlich akzeptiert, das zu sagen, aber das macht das Wort zum damaligen Zeitpunkt nicht besser. Es liegt nicht am Zeitgeist, dass Westernhagen das nicht mehr singen sollte, sondern daran, dass Leute heute hoffentlich klüger im Sinne von empathischer sind als damals. Dass man heute öffentlich eher nicht mehr auf Minderheiten eindrischt (und das stimmt ja noch nicht mal wirklich), ist ein Fortschritt und kein Trend.

Und: Wenn Westernhagen seine Echos nach der Antisemitismus-Debatte zurückgibt und dann ein Jahr später die "Neger"-Zeile nicht zensiert, dann macht er sich für mich völlig unglaubwürdig. Oder er ist halt einfach doof.

Und 2: Auch aus "Dicke" hätte man was Neues drehen können. Es gibt ja genug tatsächlich Dissenswertes, was man da hätte heranziehen können. Nazis oder so.

The MACHINA of God

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24.11.2019 - 00:15 Uhr
Word.

Corristo

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24.11.2019 - 02:51 Uhr
Und: Wenn Westernhagen seine Echos nach der Antisemitismus-Debatte zurückgibt und dann ein Jahr später die "Neger"-Zeile nicht zensiert, dann macht er sich für mich völlig unglaubwürdig. Oder er ist halt einfach doof.

Nein, das ist nicht doof, sondern es zeigt letztlich nur die Oberflächlichkeit all dieser Debatten. Es ist heutzutage so einfach, sich in den Medien allgemein als Menschenfreund zu inszenieren oder andererseits wiederum als böser Mensch zu gelten.

Pascal

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24.11.2019 - 11:29 Uhr
Gut und böse sind ja viel zu starke Kategorien. Was sich festhalten lässt, ist, dass sein Verhalten inkonsistent ist. Das macht ihn dann wie gesagt unglaubwürdig. Doof ist das durchaus, denn es ist ja nicht grundsätzlich schwierig konsistent zu handeln, wenn es einem tatsächlich wichtig ist.

Autotomate

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24.11.2019 - 11:45 Uhr
Auch aus "Dicke" hätte man was Neues drehen können. Es gibt ja genug tatsächlich Dissenswertes, was man da hätte heranziehen können. Nazis oder so.

Oh ja, super Idee, ich schlage schon mal spontan die untenstehenden Textfragmente vor. Ganz zufrieden bin ich nicht, weil Westernhagen ja gar nicht links ist, aber "linker Vogel" passte halt so gut zum "dünnen Hering".

Vielleicht hat ja jemand noch Verbesserungsvorschläge. Also:

Ich bin froh, dass ich kein Nazi bin,
denn rechts sein ist ne Quälerei,
Ich bin froh, dass ich so'n linker Vogel bin
Denn links bedeutet recht zu sein

Mit Nazis macht man gerne Späße
Nazis sind so braun wie Kot
Für Nazis gibt's kein' Dönermann
Nazis schaun nicht Böhmermann

Nazis haben schrecklich kleine Pimmel
Nazis ham'n halbes Hirn
Nazis komm' nicht in den Himmel
Jeder! Fasst sich! An die Stirn!

Und darum bin ich froh, dass ich kein Nazi bin
Denn rechts sein ist 'ne Quälerei
Ja, ich bin froh, dass ich so'n linker Vogel bin
Denn links bedeutet toll zu sein

Autotomate

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24.11.2019 - 13:18 Uhr
Ich finde das Lied "Dicke" in seiner Aussage auch scheiße, aber die Idee, man hätte den Diss auf irgenwelche Konsensfeinde umdichten sollen, ist doch absurd. Davon würde sich das Original nicht in Luft auflösen, und wer diesen Song hören will, der will ihn auch mit diesem Kacktext hören.

Pascal

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24.11.2019 - 13:31 Uhr
Wäre ja schön, wenn Nazis tatsächlich Konsensfeinde wären ...

Autotomate

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24.11.2019 - 13:40 Uhr
Sind sie nicht? Hier in Hannover war gestern eine Demo von 110 NPD-Nazis - und eine Gegendemo von 8000...

hos

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24.11.2019 - 14:00 Uhr
wie kann man bloss das Attribut "dick" in einen Topf mit Rassismus und Diskriminierung schmeissen?

"Dick" ist eine selbstgewählte Konsequenz der Gier nach Frass. Nichts, womit man geboren wurde, gar keine andere Wahl hatte, als exakt so zu sein.

Wer seine Fresserei nicht im Griff hat, dazu auch noch die Motivation an Bewegung verliert mag in einem bedauernswertem körperlichen Zustand sein.

Nichtsdestotrotz ist so ein Zustand halt dick und fett, bei dem Jammern genausowenig hilft wie Political Correctess.

Von daher: Ey Fettsack! Du bist ein Fettsack, und wenn du nicht willst, das man dich Fettsack bezeichnet, SEI KEIN FETTSACK UND BEWEG DEINEN ARSCH.

Gleiches für Faulpelze, Säufer, Kollegenschweine, Lügner, Junkies, (....)



MegatroII

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24.11.2019 - 14:17 Uhr
Vielleicht sollte Westernhagen ja eine zweite CD beilegen, mit einer 45-minütigen politisch-korrekten Triggerwarnung, die vor dem Abspielen der eigentlichen CD angehört wird. Beim rein digitalen Release wird die Triggerwarnung direkt in den Track eingefügt, der Track selber dann sozusagen als Hidden Track nach der Triggerwarnung... ;DDD

Autotomate

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24.11.2019 - 14:21 Uhr
@hos: Ich hab keine Lust, mit unempathischen Leuten wie dir über den Umgang mit menschlichen Schwächen zu diskutieren, aber wer hat denn "das Attribut "dick" in einen Topf mit Rassismus und Diskriminierung" geschmissen? Gar nicht mitgekriegt...

john_flennon

Postings: 57

Registriert seit 02.04.2019

24.11.2019 - 14:47 Uhr
Gleiches für Faulpelze, Säufer, Kollegenschweine, Lügner, Junkies, (....)

Für Arschlöcher, die andere als "Fettsack" betiteln, konsequenterweise dann aber auch.

hos

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24.11.2019 - 15:14 Uhr
@john_flennon, wenn mich das in deiner Welt zum Arschloch macht, bittesehr. Hab ich kein Problem mit.

Imho ist es hilfreicher, auch unschöne Wahrheiten beim Namen zu nennen, als um den heissen Brei zu reden und sich was vorzumachen, nur um des lieben Frieden willens.

@automate: mir ging es zwar nicht darum, auf den Autor zu zeigen, weil das in der Sache völlig egal ist, wenn du es aber nicht finden konntest, dann schaue nach 24.11.2019 - 00:13 Uhr - dort wurde die Diskussion um "Dicke" um diesen unpassenden Kontext bereichert.

btw, Empathie gut und schön - mein direkter Umgang mit einem Dicken wäre neben Ehrlichkeit auch Akzeptanz. Ich lehne den Menschen nicht ab. Ich mache dem Menschen nix vor. Ich rede die Person defintiv auch nicht bei jeder Begegnung mit Fettsack an. Hier ging es mir ausschliesslich um Klarstellung, um Wahrheit. Nicht um Diss.


hos

Postings: 459

Registriert seit 12.08.2018

24.11.2019 - 15:16 Uhr
falls jemand Probleme hat, meine Einstellung zum Thema zu verstehen oder einzuordnen - vielleicht hilft ja dies:

https://www.youtube.com/watch?v=Wqr5cw75PmM

john_flennon

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24.11.2019 - 16:11 Uhr
Das heißt, du verstehst dich als Comedian? Zu mindestens der letzte Satz von dir "Hier ging es mir ausschliesslich um Klarstellung, um Wahrheit. Nicht um Diss." ist Comedy pur.

zeze

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24.11.2019 - 16:34 Uhr
Keine Ahnung, wie das Album ist. Aber die Diskussion über "Dicker" und "Ne..." ist einfach lächerlich. Erinnert an eine Diskussion über die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, in der die Ureinwohner angeblich zu schlecht wegkamen und die daher annulliert werden sollte.

Oder daran, dass man den Niederländern den Assistenten vom Weihnachtsmann wegnehmen will.

Oder, oder, oder. So eine übervorsichtige Haltung braucht echt niemand.

MegatroII

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24.11.2019 - 18:58 Uhr
Bei der "Fetten Elke" regt sich ja komischerweise auch keiner auf.

Pascal

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24.11.2019 - 20:59 Uhr
@hos: Es gibt durchaus Gründe, warum Menschen dick sind, die nichts mit Fresssucht zutun haben. Medizinische (inkl. psychischer) Probleme beispielsweise. Was du oben ablässt, ist unerträglich. Ich habs nur nicht gelöscht, damit alle lesen können, wie du drauf bist.

MegatroII

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24.11.2019 - 22:05 Uhr
Nur, dass Westernhagen darüber keinen Song geschrieben hat. Sonst hätte er nicht "Dicke" geschrieben, sondern den "Gründe-warum-Menschen-dick-sind-die-nichts-mit-Fettsucht-zu-tun-haben"-Blues.

hos

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24.11.2019 - 22:48 Uhr
Danke Pascal, auch lustig zu lesen, wie Du so drauf bist.

Klaus

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Registriert seit 22.08.2019

25.11.2019 - 09:07 Uhr
Danke, Pascal. Das wollte ich genau so auch schreiben.

Web2.0

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26.11.2019 - 08:52 Uhr
Und hat "Dicke" jetzt nen doppelten Boden oder nicht? Es könnte auch eine Art deutsche Übertragung des Songs "Short people" sein, nur lange nicht so gut umgesetzt wie die Vorlage.

Web2.0

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26.11.2019 - 09:15 Uhr
https://youtu.be/8bfyS-S-IJs

dreckskerl

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26.11.2019 - 12:30 Uhr
Westernhagen hat ja behauptet, dass der Song bewusst die ganzen Vorurteile über Dicke auflistet um der Gesselschaft "einen Spiegel vorzuhalten" und dass dies gelungen sei, begründet er damit, dass gerade seine übergewichtigen Fans den Song abfeiern...

Nun, :-)...wie web2.0 schreibt "lange nicht so gut umgesetzt", wie beim Klassiker von Newman.

Ich würde nicht sagen "lange nicht so gut" sondern beschissen umgesetzt, bis gar nicht.

Die Ironie sollte sich im Text und vor allem auch in der musikalischen Umsetzung klar darstellen, das ist einfach nicht der Fall.

Gibt ja auch einen recht entscheidenden Unterschied, Newman ist ein recht kleiner Mann, Westernhagen eben ein "dünner Hering".

Herr

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Registriert seit 17.08.2013

26.11.2019 - 19:23 Uhr
Wenn das jetzt geklärt ist, könnte man ja nun mal zum Germknödel bitten.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 4084

Registriert seit 26.02.2016

26.11.2019 - 20:37 Uhr
Gibt ja auch einen recht entscheidenden Unterschied, Newman ist ein recht kleiner Mann, Westernhagen eben ein "dünner Hering".

Wollte gerade drauf hinweisen, aber du kamst mir zuvor. :-)

Corristo

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Registriert seit 22.09.2016

27.11.2019 - 04:55 Uhr
Ironie würde ich nicht sagen, Hauptmotiv für diesen Song ist wohl schlicht und einfach Provokation und auch schwarzer Humor oder auch Zynismus. Harald Schmidt hat jahrelang auf diese Weise großen Erfolg gehabt. Das lässt sich natürlich unter Moralmaßstäben nicht so gut rechtfertigen. Eine Art von doppeltem Boden könnte es trotzdem sein.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 936

Registriert seit 15.06.2013

27.11.2019 - 06:46 Uhr
"Dicke" ist ein Attribut, das nicht differenziert und dick zu sein ist in aller Regel mitnichten eine "selbstgewählte Konsequenz". Mal ganz davon abgesehen, dass es unzählige Menschen gibt, die "ihre Fresserei nicht im Griff haben" und trotzdem zufälligerweise nicht dick werden, dank des glücklichen Umstandes, einen entsprechenden Stoffwechsel zu besitzen. Für Menschen, die dieses Glück nicht hatten, ist das Thema leider auch nicht mit "beweg deinen Arsch" aus der Welt zu schaffen. Und selbst wenn... Ach, was rege ich mich eigentlich auf. Der Kommentar ist einer der ignorantesten und sachlich falschesten, die ich hier bisher gelesen habe.

dreckskerl

Postings: 1354

Registriert seit 09.12.2014

27.11.2019 - 09:51 Uhr
Sorry, bei Harald Schmidt war der Zynismus aber zumeist klar zu erkennen und Comedy/Kabarett ist nun auh eine andere Kunstform wie Rocksongs schreiben und performen.

peppermint patty

Postings: 595

Registriert seit 07.05.2019

27.11.2019 - 23:58 Uhr
Hört "Lass uns leben" und verzeiht Marius diesen entsetzlichen Song-Fauxpas!

dreckskerl

Postings: 1354

Registriert seit 09.12.2014

28.11.2019 - 00:01 Uhr
Nun, wenn es nur ein Song wäre, der richtig schlecht ist,...:-)

Corristo

Postings: 208

Registriert seit 22.09.2016

28.11.2019 - 00:51 Uhr
"Du bist gemein" finde ich auch ziemlich gut, sowas wie "Nimm mich mit" geht imho auch klar. Ein bißchen absurd bis unfreiwillig komisch wirds dann bei Sachen wie "Sexy" oder "Willenlos". XD Aber wenn sowas von Mick Jagger kommen würde, würde jeder sagen "voll der echte Rock 'n' Roll mit Ecken und Kanten". Wozu Westernhagen hören, wenn es so viel richtig gute Musik gibt? Könnte mir aber eigentlich mal wieder die ältere Live-CD von meinen Eltern geben. Und trotzdem ist mir so einer dann noch lieber als Adel Tawil, Andreas Bourani oder wie die alle heißen. Da ist dann alles dermaßen aalglatt, dass es auf andere Weise wieder völlig bescheuert ist.

peppermint patty

Postings: 595

Registriert seit 07.05.2019

28.11.2019 - 01:10 Uhr
Wer auf die 50 zugeht, und behauptet , dass "Wieder hier" ihn nicht berührt, der lügt! Ich sag mal so, ein typischer Tankstellensong, ihr wisst was ich meine :)

Solange ich die Zeile "Ich bin wieder da, noch immer ein Star" noch gutfinde, ist alles in Ordnung.

peppermint patty

Postings: 595

Registriert seit 07.05.2019

28.11.2019 - 01:20 Uhr
Noch besser passt "Bochum" von Grönemeyer, ich liebe diese Verliererhymne, ich wohne am Rande des Ruhrgebiets

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