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Welches Konzert hast du gerade besucht und wie ist deine Bewertung

User Beitrag

myx

Postings: 3474

Registriert seit 16.10.2016

21.06.2022 - 16:48 Uhr
Highlight waren Kush K, die auf Platte eigentlich eher leichtfüssigen Indie-Pop spielen, diesen aber live dank mächtigem, lustvoll und gross aufspielenden Drum/Bass-Fundament ungemein mitreissend inszenierten.

Klingt spannend und hätte mir bestimmt auch gefallen, ihr Album "Lotophagi" von 2020 schätze ich jedenfalls sehr.

MM13

Postings: 2154

Registriert seit 13.06.2013

22.06.2022 - 00:04 Uhr
gerade eben, einstürzende neubauten, mhp arena ludwigsburg.
nach 2 jahren wars jetzt endlich soweit, neubauten live, nicht ganz volle halle, wobei ich nicht weiss wieviel da rein gehn,wars erste mal dort, schätze so 3000/4000 eher älteres publikum.der totale krach ist nicht mehr da, aber das stört mich überhaupt nicht,es wird immer noch alles mögliche zum musik machen benutzt(zb. einkaufswagen) der sound war ziemlich gut, am anfang gabs einen kleinen zwischenfall mit einem ständigem dazwischengröler, den blixa dann los haben wollte, und der dann zum glück auch ging. sowas ähnliches hab ich noch vom letzten mal in stgt in erinnerung!
support waren zu meiner überraschung, die nerven.
die haben zu dritt mal richtig gerockt!

Arne L.

Postings: 251

Registriert seit 27.09.2021

22.06.2022 - 09:35 Uhr
Gestern bei Jimmy Eat World im Astra in Berlin. War alles nett und gut, auch wenn die Songauswahl eher so 6/10 in meinen Augen war. Aber spannend, dass Jimmy Eat World wahrscheinlich vollkommen wertungsfrei langsam zur Altherrenband wird, weil der Altersschnitt war definitiv ordentlich über dreißig und ich vermute, dass sie mit "Surviving" auch eher keine neuen Leute dazugeholt, sondern eher die alten Leute befriedigt haben. Aber darüber wirkten sie sich sehr bewusst und insgesamt auch sehr glücklich und dankbar, 2022 noch solche Venues spielen zu können.

Nummer Neun

Postings: 408

Registriert seit 14.06.2013

22.06.2022 - 09:44 Uhr
Ein Altersschnitt über 30 bringt einem schon das Label "Altherrenband" ein? Ach herrje.

sizeofanocean

Postings: 907

Registriert seit 27.01.2020

22.06.2022 - 12:27 Uhr
es stehen und sitzen halt vor allem alte Herren auf der Bühne...

MM13

Postings: 2154

Registriert seit 13.06.2013

22.06.2022 - 13:30 Uhr
also auf neubauten bezogen,stimmts wohl.
komplettbestuhlt,überwiegen ü50 (gehöre ich dazu).bandmitglieder sind ja auch nicht mehr die jüngsten,blixa mit langen jahren,sieht m.mn. zur zeit auch nicht wiklich fit aus.
und nochmal zu den nerven,für die war die bestuhlung wohl genauso befremdlich,wie die band für manchem im publikum! haben es aber glaube ich geschafft die meisten zu überzeugen.

kingsuede

Postings: 2811

Registriert seit 15.05.2013

22.06.2022 - 13:36 Uhr
Lorde im Kölner Tanzbrunnen

8/10

Deaf

Postings: 1737

Registriert seit 14.06.2013

22.06.2022 - 14:18 Uhr
blixa mit langen jahren

Hehe.

war die bestuhlung wohl genauso befremdlich

Wieso war's denn überhaupt komplttbestuhlt? Kürzlich in Zürich gab es jedenfalls nur Stehplätze.

oldschool

Postings: 486

Registriert seit 27.04.2015

22.06.2022 - 14:28 Uhr
THE JESUS AND MARY CHAIN (plays Darkland)

(Wiesbaden Schlachthof 21.06)

Nach fast 2jähriger Verspätung hat es diesmal geklappt. Jesus & Mary Chain haben ihr Album Darkland gespielt. Der Sound war gut, kam zuweilen aber live etwas zu brav rüber. Aber das poppige,tolle Album war ja auch keine Rockplatte.

Der zweite Teil des Sets bestand aus Songs der restlichen Alben und war weitaus lärmiger und druckvoller. Da ist auch der Funke endlich übergesprungen.

7/10

SammyJankis

Postings: 176

Registriert seit 03.02.2020

23.06.2022 - 09:44 Uhr
Ich war gestern bei Pain of Truth im Kultempel in Oberhausen. Hatte im Vorfeld schon die starke Befürchtung, dass der Laden viel zu groß ist für die Triple B Tour ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so katastrophal wird. Schätze so 30 Zahlende in einem Raum, der trotz abgesperrter Empore sicherlich 250 Leute fasst. Bei den ersten beiden Bands waren mehr Bandmitglieder der anderen Bands als Zahlende im Raum. Ein Trauerspiel. Da Pain of Truth und Three Knee Deep einen Hype in der Hardcore Welt erfahren und durch ihren stumpfen Sound durchaus geeignet für den Ruhrpott. Anscheinend habe ich deren Zugkraft etwas überschätzt. Auf der anderen Seite ist im Moment auch einfach viel los und 25 Euro Abendkasse für vier Bands, die alle zum ersten Mal in Europa sind, sind schon ne Ansage.

Life's Question - Die Band kommt eigentlich zu früh nach Europa, weil die LP erst in zwei Monaten erscheint. Auf jeden Fall die eingängigste Band des Packages. Hardcore mit einigen Metalriffs, durchaus abwechslungsreich. War musikalisch vollkommen okay, aber natürlich war nichts los.

Buried Dreams - Es wurde stumpfer. Hatte das Album, welches glaube ich 2020 kam, ein paar mal gehört und für solide befunden. Live war das Ganze auch völig in Ordnung. Die Band hat sich trotz der Leere ins Zeug gelegt.

Three Knee Deep - Die Band ist einfach nur stumpf und es is auch nicht gut. Im Endeffeit basiert der Erfolg der Band auf dem, was vor der Bühne so passiert. Ohne die Gewalt ist es einfach nur eine miese Band, die etwas peinlich prollig daherkommt. Hab mich aber trotzdem gefreut, dass "Wetlandz" kurz angezockt wurde.

Pain of Truth - Einzige Band, bei der was los war, was Mosh angeht. Lag auch an einigen Mitgliedern anderer Bands, die ihren Spaß hatten. Gefühlt wurde alle Songs, die bisher rausgekommen sind, gespielt. Gab auch ein paar textsichere Leute vor der Bühne und auf der Bühne durfte jeder mal featuren. Im Endeffekt ein versöhnlicher Abschluss eines traurigen Abends.

foe

Postings: 62

Registriert seit 10.06.2020

23.06.2022 - 11:34 Uhr
Beck gestern in Zürich. Wahnsinnig gut. In etwa so stelle ich mir übrigens ADHS vor.

Deaf

Postings: 1737

Registriert seit 14.06.2013

23.06.2022 - 11:43 Uhr
Gestern auch Beck. Bin nicht wirklich ein Fan und kenne nur die "Odelay" richtig, aber das hat schon sehr Spass gemacht und Beck selbst war auch extrem gut gelaunt und sympathisch. Und der Mann sieht immer noch aus wie Anfang 30.

fakeboy

Postings: 2487

Registriert seit 21.08.2019

23.06.2022 - 11:44 Uhr
War nicht dort, hab aber vernommen dass der Mittelteil fast etwas zu durchorchestriert gewesen sein soll. Teilst du das nicht?

foe

Postings: 62

Registriert seit 10.06.2020

23.06.2022 - 17:01 Uhr
Kommt darauf an was mit „durchorchestriert“ genau gemeint sein soll?

fakeboy

Postings: 2487

Registriert seit 21.08.2019

23.06.2022 - 17:28 Uhr
Die Rede war von einer "durchgetakteten Megamix-Show mit vielen flachen Momenten" im Mittelteil. Dafür seien Anfang und Schluss schön gewesen.

foe

Postings: 62

Registriert seit 10.06.2020

23.06.2022 - 18:20 Uhr
Nun ja, ich sagte dazu: „Hits! Hits! Hits!“. Fand das dementsprechend ziemlich gut. Hingegen der Anfang, als er alleine auf der Bühne stand (mit Gitarre und Mundharmonika), hätte nach meinem Geschmack auch gut einen Song kürzer sein dürfen.

AliBlaBla

Postings: 1749

Registriert seit 28.06.2020

23.06.2022 - 18:40 Uhr
@MM13
WAU; ....DIE NERVEN als support der Neubauten, ..wie geil is das denn? Ich hoffe, das ging für die meisten im Publikum auf, ich würde mich über die Combo mega freuen, ..überhaupt muss man DIE NERVEN sehen, und nich zu Hause hören, das macht mir selten so richtig Spaß.
Jaja, ....so Bands gibts.

MM13

Postings: 2154

Registriert seit 13.06.2013

23.06.2022 - 19:22 Uhr
@aliblabla
mich hats auch mächtig gefreut,zumal ich von einem support nichts wusste, meine karte war ja schon zwei jahre alt, und wie gesagt,ich glaube schon dass sie gut ankamen.
und wenn ich den drummer richtig verstanden habe,sagte der das sie wohl das erste mal in ludwigsburg spielen obwohl sie aus der gegend kommen :-)
heute in der lokalpresse bekamen neubauten extrem gute kritik, leider nichts zu den nerven.

peter73

Postings: 962

Registriert seit 14.09.2020

24.06.2022 - 09:28 Uhr
kein konzert, dafür kabarett:

Hazel Brugger - 23. 6. 2022 (A-Linz, Posthof)

große frau, große klappe ...
aber auch sehr sympathisch, wie die deutsch-schweizerin sich selbt und das publikum veralbert und gleichzeitig (un)wohl fühlen lässt. ich sage nur "fister pflock"!!! empfehlung!

fakeboy

Postings: 2487

Registriert seit 21.08.2019

24.06.2022 - 10:18 Uhr
Ich finde Hazel Brugger wirklich sehr sehr sehr nervig...

sizeofanocean

Postings: 907

Registriert seit 27.01.2020

24.06.2022 - 11:18 Uhr
"Ich finde Hazel Brugger wirklich sehr sehr sehr nervig..."

same here

VelvetCell

Postings: 4653

Registriert seit 14.06.2013

24.06.2022 - 11:49 Uhr
Ich finde Hazel Brugger wirklich sehr sehr sehr gut...

Kai

Postings: 1487

Registriert seit 25.02.2014

26.06.2022 - 00:02 Uhr
War gerade bei Jimmy eat world im Palladium und während Publikum und Band bester Laune waren und die Setlist ein perfekter Mix durch die ganze Diskographie, war der Sound wirklich übel. Ich hab zu meiner Studentenzeit im Palladium gearbeitet und da auch schon ne Menge Konzerte gesehen aber so einen
Sound heute hab ich dort noch nicht erlebt. Vor allem die erste halbe Stunde ist mit Matsch noch beschönigt.

Klaus

Postings: 5354

Registriert seit 22.08.2019

27.06.2022 - 11:08 Uhr
War gestern mal komplett anders als sonst unterwegs und zwar in Berlin im Neuen Museum. Dort gab es passend zu einem aktuellen Ausstellungsschwerpunkt zur Geschichte der Musik ein klassisches Konzert, bei dem thematisch zu den einzelnen Aspekten an verschiedenen Orten gespielt wurde. Geleitet wurde das von Radoslaw Pallarz, den wir hier zuletzt auch mit "No Time For Pain" rezensiert hatten, welcher aber ansonsten klassische Musik komponiert, thematisch zu Italien, Ägypten und Co. War erstaunt, wie gut die Akustik dort vor Ort war. Die Idee parallel zu kurzen Vorträgen passende Musik einzuspielen war auch super, einziges Manko (neben dem Punkt, dass es etwas kurz war) war, dass man an den einzelnen Stationen die anderen gehört hat und somit ein bisschen Soundmatsch entstanden ist. Interessantes Konzept auf jeden Fall, mit dem so ein Museumsbesuch noch mal ganz anders wirkt.

NeoMath

Postings: 733

Registriert seit 11.03.2021

27.06.2022 - 12:36 Uhr
Gestern Jerry Cantrell im Kesselhaus, Berlin.

Sound war gut, Jerry's Spiel wie gewohnt gekonnt und sicher, Solis weitestgehend auf den Punkt; muss auch, weil die bei ihm viel wert sind. Das sind nicht einfach nur "los, rödel mal irgendein Solo runter", sondern der Mann hat sich Gedanken darüber gemacht, wie eines klingen soll.

Setlist war -wie zu erwarten- gemischt aus Solo- und Alice-Stücken. Positiv dabei fand ich, dass drei Lieder des AIC-Debüts vertreten waren; die Hits von der Dirt durften natürlich nicht fehlen, und es wäre für mich auch "schlimm" gewesen, wenn er sie nicht gebracht hätte. Down In A Hole hätte vielleicht noch dabei sein müssen...

Vielleicht war der Gesang bzw. die Gesänge einen Tick zu leise abgemischt, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau.
Greg Pruciato hat seinen Job als Gast- oder Hilfssänger -wie auch immer man es nennen will- ganz gut erfüllt. Er kam zwar zu keiner Sekunde an die Gesangsqualitäten von Layne Staley heran, aber das war von vornehereim klar, so dass ich diese Erwartung auch nicht hatte. Bei den energischen Gesangsparts fiel mir auf, dass Greg stimmlich wenig Spielraum hat und schnell ins Schreien oder Kreischen übergeht, anstatt den Tön zu halten.
Dennoch: Aufgabe insgesamt gut erfüllt.

Während des Konzerts fiel mir zudem sehr deutlich auf, wie viel mehr Drama in den Alice-Stücken steckt und dass Jerry's Solo-Songs insgesamt nicht nur positiver wirken sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes positiver gestimmt sind, wenn auch nicht gänzlich.
Die neueren Songs kamen gut rüber, einzig die mit leicht erhöhtem Country-Touch sagen mir persönlich nicht so zu. Dafür waren Atone und Brighten klasse.

Insgesamt ein toller Abend mit vielen unsterblichen Klassikern. Bei den AIC-Songs war ich für einen Moment sofort wieder jugendlich, mit allen Höhen und Tiefen.

Ein Schöner Abend.

fuzzmyass

Postings: 8634

Registriert seit 21.08.2019

27.06.2022 - 13:02 Uhr
Jerry Cantrell habe ich am Samstag in Köln gesehen und es war großartig... er hat eine fantastische Band und Greg Puciato hat es IMO so unfassbar grandios gesungen, dass das für mich sogar noch mehr AIC 90er Flair hatte als AIC selbst als ich sie die letzten Jahre sah.... ich hatte mehrfach Gänsehaut aufgrund der eindringlichen Performance... auch die Solosongs kamen großartig, für mich ist Brighten ein wahnsinnig gutes Album und gefällt mir sogar noch besser als Ranier Fog von AIC...
Gesang war bei uns auch phasenweise nen ticken zu leise, lag u.a. auch an dem lauten Publikum (aber nicht nur)...

edegeiler

Postings: 2555

Registriert seit 02.04.2014

27.06.2022 - 15:47 Uhr
Ich musste meine Karten für Köln leider coronabedingt verkaufen, Schade.

meyhem

Postings: 312

Registriert seit 15.06.2013

28.06.2022 - 20:11 Uhr
War auch letzten Samstag im Palladium in Köln bei Jimmy eat World.
Ja Bands und Publikum waren top, hat richtig Spaß gemacht.Bis auf ein paar Lieder die vielleicht gefehlt haben super Songauswahl. Was mir aufgefallen ist, das man die Sänger zwischen den Songs kaum verstehen konnte wenn die was erzählt haben, aber vielleicht ist das der matschige Sound von dem Kai ja bereits berichtet hat.

Kai

Postings: 1487

Registriert seit 25.02.2014

28.06.2022 - 20:27 Uhr
Also ich fand es (zu erst hinten, dann an der Seite) auch während der Songs mitunter sehr schwer.
Das Schlagzeug hat man immer gehört aber alle anderen Instrumente waren gefühlt auf gleicher Lautstärke.
Dadurch konnte man Bass und Gitarren kaum voneinander trennen und zwischenzeitlich konnte man kaum eine Melodie erkennen.

Vielleicht stand ich auch einfach schlecht aber vor allem die ersten 30 Minuten waren wie gesagt das schlimmste, was ich dort gehört habe (und das lag sicher nicht an der Band).

Talibunny

Postings: 1062

Registriert seit 14.01.2020

28.06.2022 - 21:57 Uhr
Nick Cave gestern Köln, Lanxess Arena.

10/10

Siehe Nick Cave Live - Thread

OMalley

Postings: 252

Registriert seit 16.01.2022

29.06.2022 - 15:57 Uhr
Pearl Jam in Frankfurt, Festhalle, gestern Abend.

Die Vorgruppe White Reaper tat mir ein wenig Leid. Erst tut sich zwei Stunden gar nichts auf der Bühne...nix, keine Techniker, keine Mikrotests....NIX. Dann kommen die Jungs auf die Bühne und es kommt nur der halbe Sound, einige Instrumente waren komplett nicht zu hören und alle Mikros aus. Trotzdem haben sie den ersten Song durchgezogen. Man sah den Sänger ordentlich singen, gehört haben wir alle nix. Das hat schon für Erheiterung gesorgt.
Danach Ratlosigkeit auf der Bühne, bis es irgendwann weitergehen konnte. Peinlich, peinlich. Nicht für die Band, eher für die Crew. Die Band hat so Sympathien gewonnen und wurde nach 30 Minuten freundlich verabschiedet.

Um kurz nach neun, Licht aus, leider nicht das Metamorphosisintro und auch hat Vedder nicht eröffnet, sondern die Band gleich mit inside job. Ich liebe inside job, also alles wunderbar. Erst zum Gesangstart kam dann Eddie dazu.

Leider spielt die Band auf dieser Tour nur 2-Stundenkonzerte. In der Vergangenheit gab es immer mindestens 2,5 Stunden und auch bis zu 3-Stundenkonzerte in Europa.
Da sind wir auch gleich beim Manko des Abends. Natürlich sind zwei Stunden normal immer ausreichend, nur ist man halt auch verwöhnt worden in den letzten Jahren.
Die obligatorischen zwei Zugabenblöcke mit jeweils 6 - 7 Titeln wurden gestrichen und durch einen Block mit 4 Titeln ersetzt.

Für mich hat der Set dadurch gelitten, dass es nicht mehr in die Tiefe geht. Früher wurden öfters ruhigere, atmosphärischere Lieder eingebaut, was jetzt aus zeittechnischen Gründen nicht mehr klappt. Also ging es schlag auf Schlag weiter.

Die Band war in absoluter Topform und Spiellaune. Für mich gab es auch zwei Lieder, die ich auf meinen neun Konzerten davor nicht bekommen habe. garden und in my tree sind jetzt abgehakt und beide gehören zu meinen Favoriten. Besonders garden war eine Macht.
Oh, fatal hatte ich auch noch nie und wurde gespielt.

Die neuen Stücke von gigaton waren tatsächlich Stimmungskiller. Dance of the clairvoyant mag ich auf dem Album sehr gerne, live war es eher holprig und die Stimmung flachte gut ab. never destination gab es noch von gigaton, überraschenderweise, gleich nach jeremy folgte buckle up. Stimmungstechnisch eine totale Vollbremse, obwohl ich das Lied ganz witzig finde. Dann jedoch sofort better man und alle waren wieder dabei.

Ansonsten: Eine schöne Lightshow, ein lautes Publikum, indifference als Finale im vollen Saallicht mein Lieblingsende, Josh Klinghoffer war leider hinten in eine Ecke gepackt und durfte erst bei porch das McCreadysolo spielen. Boom Gaspar ebenfalls irgendwie kaum zu hören und eigentlich unnötig.

Vor rivers cross zu Beginn der Zugabe ist Eddie Vedder kurz durch alle Themen gehechelt_: Abtreibungsverbot, Waffengesetze, Klimawandel und letztlich Ukraine. Das war dann etwas zu viel gewollt in zu wenig Zeit.

Was war noch? KEIN EVEN FLOW!!! Es stand auf dem Zettel für die Zugabe, aber even flow und (leider auch) crazy mary wurden gegen river cross und state of love and trust (GEIL!) ausgetauscht.

Die zwei Stunden waren rum, die Setlist ganz gut für die neue Spielzeit, aber es blieb das Gefühl, dass es früher magischer war, weil nicht so runtergespielt wurde und die Zugabeblöcke schon kleine Konzerte in sich waren. Warum auch immer die Band jetzt reduziert hat. Es hätte, meiner Meinung nach, dem Set so gut getan, wenn es noch Platz für mehr Stücke wie nothing as it seems, off he goes, immortality gehabt hätte. Die reine Vollgasschiene ist bei PJ weniger mein Ding (von Ausnahmen natürlich abgesehen).

Der Sound war ok. Von der Lautstärke ging es im ersten Block vor der Bühne, auch ohne Ohrenstöpsel, allerdings empfand ich die Qualität als eher mittelmäßig.

Setlist:

inside job
animal
last exit
why go
mind your manners
interstellar overdrive
corduroy
fatal
elderly woman...
dance of the clairvoyants
in my tree
given to fly
garden
never destination
do the evolution
jeremy
buckle up
better man
porch
---
river cross
state of love and trust
alive
indifference

Talibunny

Postings: 1062

Registriert seit 14.01.2020

29.06.2022 - 18:13 Uhr
@OMalley

Die Enttäuschung bei der Spielzeit kann ich verstehen. Gerade wenn Bands die Latte so hoch gelegt haben.
Die Ankündigung von The Cure, dass sie künftig (erst mal ?) keine 3-Stunden-Konzerte mehr spielen werden, hat bei mir auch erst mal für hängende Mundwinkel gesorgt.

meyhem

Postings: 312

Registriert seit 15.06.2013

29.06.2022 - 18:27 Uhr
@Kai
Ich stand recht weit vorne links von der Bühne aus gesehen. Wie gesagt Sound sicher nivht Top aber mir ist das besonders beim sprechen aufgefallen.

Klaus

Postings: 5354

Registriert seit 22.08.2019

29.06.2022 - 22:36 Uhr
Ok. Nick Cave war sehr krass.

AliBlaBla

Postings: 1749

Registriert seit 28.06.2020

29.06.2022 - 22:45 Uhr
@Klaus
Neid...

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 8195

Registriert seit 26.02.2016

30.06.2022 - 07:43 Uhr
Nick Cave gestern war wahnsinnig gut. Ein unglaublicher Performer, der gleichzeitig viel mit dem Publikum agiert, aber trotzdem eine unnahbare Präsenz beibehält. Die Band dazu auch top aufgelegt.
Und es war immer intensiv, die lauten Momente mitreißend, die leisen bewegend. Setlist ist ja bekannt, ich fand auch die mehr oder weniger Abweichungen von den Originalen spannend (speziell die schleppende Version von "The Mercy Seat").
Alles in allem umwerfend toll.

Ich war auch bisher noch nicht an der Waldbühne in Berlin, warum auch immer. Gefällt mir ziemlich gut, wobei gestern Abend glücklicherweise keine Sonne war, sonst brät man da glaub ich ziemlich.

Klaus

Postings: 5354

Registriert seit 22.08.2019

30.06.2022 - 09:32 Uhr
Gestern wohl die beste spontane Konzertentscheidung ever getroffen. Nick Cave & The Bad Seeds in der Waldbühne. Habe ihn ja schon zig Male gesehen und hatte aufgrund des doch recht hohen VVK-Preises dieses Mal geplant, es auszulassen. Es ergab sich, dass Menschen Tickets über hatten (vor der Halle haben sogar welche ihre verschenkt) und somit stand ich 18:45 Uhr im Funkloch-Kessel vor der Bühne. Natürlich keine Chance mehr, weit nach vorn zu kommen, aber dafür, dass es eh nicht geplant war, kann man hier nicht meckern. Kurz nach 19 Uhr war dann schon der tatsächliche Beginn, Vorband gab es keine.

Nick Caves Bühne ist das Publikum. Das wird ab der ersten Sekunde von "Get Ready For Love" deutlich, als der mittlerweile fast 65-Jährige bereits in den ersten Menschentrauben hängt. Ihm wurde auf dem Absperrgitter der Menschen vor ihm ein Laufsteg gebaut, den er zwischenzeitlich nur für Klaviereinlagen und kurze Besuche bei der Restband verlässt. Die Bad Seeds sind heute um die Good Seeds ergänzt - ein dreiköpfiger Mini-Gospelchor, welcher den Songs ein starkes, zusätzliches Element gibt. Die Setlist ist großartig. Endlich finden mal wieder Stücke von Abbatoir Blues den Einzug (neben get Ready For Love noch There She Goes My Beautiful World und O Children) und ein unerwartetes Highlight neben der Best-Of-Songs ist das unglaublich groovende "City Of Refuge".

Der Sound ist bis auf den Opener absolut fantastisch, die Band in unglaublicher Spiellaune. Die Setlist umfasst an diesem Abend 22 Songs, Spielzeit über zweieinhalb Stunden. From Her To Eternity, Jubilee Street und Tupelo dabei in komplett ausgedehnten Versionen und der Higgs-Boson-Blues wird zum visuellen Schmachtduett mit einer Zuschauerin. "White Elephant" hätte ich jetzt als Closer der Show nicht gebraucht, finde den Song etwas arg prollig. Danach jedoch noch zwei Zugabenblöcke: "Into My Arms", gesunden von 20.000 Menschen, dazu "Vortex" und "Ghosteen Speaks" im ersten Teil und dann Jack The Ripper und eine absolut großartige Version von Henry Lee, bei der eine der Backgroundsängerinnen den PJ-Harvey-Part so inbrünstig schmettert, dass schon während der Zeilen applaudiert wird. Mit "Mermaids", dessen Größe sich erst in den letzten Takten so richtig einschleicht, geht es dann nach Hause. Was für ein Abend!


Get Ready for Love
There She Goes, My Beautiful World
From Her to Eternity
O Children
Jubilee Street
Bright Horses
I Need You
Waiting for You
Carnage (Nick Cave & Warren Ellis cover)
Tupelo
Red Right Hand
The Mercy Seat
The Ship Song
Higgs Boson Blues
City of Refuge
White Elephant (Nick Cave & Warren Ellis cover)

Encore:
Into My Arms
Vortex
Ghosteen Speaks

Encore 2:
Jack the Ripper
Henry Lee
Mermaids

SammyJankis

Postings: 176

Registriert seit 03.02.2020

30.06.2022 - 10:35 Uhr
Ich war gestern bei Gatecreeper in Dortmund im JunkYard Club. Anfahrt war die absolute Hölle. Hab 2,5 Stunden von Düsseldorf zur Location gebraucht, kann man echt keinem erzählen. Der Laden war einigermaßen gefüllt, vielleicht 150 Zahlende. Positiv noch zu erwähnen. Beginn 19:40 Uhr, Ende 21:30 Uhr, das war sehr entspannt.

Eyemaster - Sind kurzfristig als Support nachgerückt, nachdem der eigentliche Support, dessen Name mir entfallen ist, gecancelt hat. Death Metal Band aus Essen, die erstaunlich gut als Support gepasst hat. Eher gedrosseltes Temppo, die Songs kamen groovig daher. Das war ganz cool, schon deutlich schlechtere Supports im Metalbereich gesehen. Nach 25 Minuten war dann auch schon Schluss, gerne wieder.

Gatecreeper - Waren glaube ich seit ihrer ersten Tour mit Ratlord als Support nie wieder in Europa. Hatte dementsprechend richtig Bock und wurde nicht enttäuscht. Sound änderte sich im Vergleich zur Vorband wenig. Langsamer, grooviger Death Metal. Die Crowd, die bei der Vorband noch ruhiger gestimmt war, wachte auch auf und es gab durchgehend einen Pit. Man kann sicher kritisieren, dass die Songs alle sehr ähnlich klingen, aber ich finde, dass die Band mit ihrer letzten Veröffentlichung mehr Abwechslung in ihren Sound gebracht hat. Die neuen Songs, die natürlich auch gespielt wurden, haben deutliche Grindcore Anteile. Gefällt mir gut, die aktuelle Platte ist auch mein Liebling in der Discographie. Gig war schon sehr cool. Spielzeit eine knappe Stunde, hätte um ehrlich zu sein mit weniger gerechnet. Rundum gelungener Abend.

Dasc

Postings: 102

Registriert seit 14.06.2013

30.06.2022 - 16:48 Uhr
Nach langer, langer Zeit endlich mal wieder ein Festival besucht. Rock in Rio am 18.06. in Lissabon (nachdem es zwei Jahre lang immer wieder verschoben wurde). Eine tolle Location und insgesamt eine entspannte bis ausgelassene Stimmung mit knapp 80000 Leuten. Bands, die ich gesehen habe:

Xutos & Pontapés:
Wird manchmal als die derzeit erfolgreichste portugiesische Rockband bezeichnet. War nicht ganz meine Musik und ich kannte keines der Stücke, aber das Publikum ist auf jeden Fall mitgegangen. Von der Stimmung her war's super.

Liam Gallagher:
Ja, der Mann weiß, wie man rockt. Aber diese leicht aggressive, pöbelnde Einstellung ging mir irgendwie ein bisschen auf die Nerven. Ansonsten aber top. Und am Schluss auch noch ein paar Oasis Songs, das hat schon Spaß gemacht.

Muse (als Ersatz für Foo Fighters, die ursprünglich 2020 angekündigt waren):
Definitiv überhaupt nicht meine Musik, aber meine Güte können die eine Party abziehen. Konfettikanonen, Feuersäulen und Feuerwerk noch und nöcher. Ein Freund, dem ich davon später erzählt habe meinte, dass er bei Muse immer das Gefühl hat, sie versuchen von der Dramatik Queen zu kopieren, ohne das Songmaterial zu haben. Mich hat es ein bisschen an ein Zitat für wissenschaftliche Publikationen erinnert: "Sind die Daten gut genug, oder brauchen wir Farbe in den Abbildungen." Auf diese Situation zugeschnitten: "Ist die Musik gut genug oder brauchen wir massiv Feuerwerk." Unabängig davon muss ich allerdings sagen, die Party, die sie hier mit mehreren 10000 Menschen geschmissen haben war trotz einsetzenden Regens ein Höhepunkt des Festivals.

The National:
Ursprünglich der Grund, warum ich mir dieses Ticket Anfang 2020 geholt hatte. Und sie haben nicht enttäuscht. Der Sound war grandios, die Band sowieso und die Songauswahl hat kaum Wünsche offen gelassen (Bloodbuzz Ohio, The System Dreams in Total Darkness, England, Terrible Love, Fake Empire,...). Mein persönlicher Höhepunkt des Festivals!

Und zum Schluss noch eine zufällige Entdeckung, Bombino:
Auf jedem Festival gibt es ja normalerweise eine Band, die man durch Zufall entdeckt und die sich als im Nachhinein als ein unverhoffter Höhepunkt entpuppt. So habe ich vor einigen Jahren zum Beispiel mal Nadine Shah entdeckt. Und hier war es Bombino aus Niger. Trotz der kleinen Nebenbühne hat sich die Band in einen beeindruckenden Rausch gespielt. Sehr eindrucksvoll, jetzt werde ich mir mal auf jeden Fall deren Studioalben geben.

Klaus

Postings: 5354

Registriert seit 22.08.2019

30.06.2022 - 16:53 Uhr
" Nach langer, langer Zeit endlich mal wieder ein Festival besucht. Rock in Rio am 18.06. in Lissabon (nachdem es zwei Jahre lang immer wieder verschoben wurde). Eine tolle Location und insgesamt eine entspannte bis ausgelassene Stimmung mit knapp 80000 Leuten. Bands, die ich gesehen habe:"

Ist die Location wirklich so groß oder ist das über alle tage verteilt? Hatte das Meo Kalorama im Blick, was ja am gleichen Ort ist und ein extrem gutes Lineup hat, dann aber lieber gelassen. Kenne dort nur die Location für das NOS Alive in Alges, wo ja deutlich weniger Besucher sind.

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