Welches Konzert hast du gerade besucht und wie ist deine Bewertung
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boneless Postings: 7299 Registriert seit 13.05.2014 |
19.06.2026 - 23:26 Uhr
Zu heiß wars gestern hier auch, trotzdem gehe ich viel lieber zu dieser Jahreszeit auf Konzerte als im November, wenn man mit seiner Klamotte nicht weiß wohin. Im Freien zu kalt, drinnen viel zu warm. Nervig. Dann lieber drinnen und draußen heiß. :DGestern also Greet Death und Brickbiter in der Groovestation in Dresden. War ein Pre-Fest zum Farewell Youth Festival und netterweise kostenlos. Herrlich. Irgendein Girl mit Gitarre klimperte und sang, als ich in der Groovestation ankam. 3 Songs angehört und ich fragte mich, warum Menschen weiterhin so belanglose Folkmusik machen, die schon 10000x ähnlich gespielt wurde. Echt öde bis ärgerlich. Dann lieber ins Freie und mit zufällig getroffenen Bekannten aus Leipzig gesprochen. Brickbiter waren dann nur marginal besser als die Dame davor, auch hier: was bewegt Menschen dazu, Hardcore zu spielen, der 0 Eigenständigkeit hat? 4 Songs ausgehalten, dann ging mir das eintönige Gezeter der Frontfrau richtig auf den Sack. Also wieder an die frische Luft. Es kann nur besser werden... Und es wurde besser, aber wie. Greet Death enterten pünktlich die Bühne und starteten mit einem Sound, der mir direkt die Ohren anlegte. Es war LAUT und das nicht zu knapp. Das sorgte schon für interne Wallung, super war natürlich, dass die Musik dazu auch noch optimal passte. Ich mag Greet Death auf Platte, hab sie zuletzt aber aus den Augen verloren und ihre Platte aus 2025 gar nicht gehört. Ich wurde direkt eines Besseren belehrt, denn was die Band da gestern in 60 Minuten an Shoegazewucht rausgeblasen hat, war nichts weniger als brillant. Hammer! Spielfreude ohne Ende, dazu wurde wirklich amtlich gerockt, ich war echt begeistert. Genau so muss eine Band aus diesem Bereich spielen, um mich zu überzeugen. Ein dickes Danke deshalb ans Farewell Youth Team für diesen Abend, denn im Vorprogramm der mittlerweile langweiligen Touche Amore hätte ich mir das wohl sicher nicht angeschaut… |
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fuzzmyass Postings: 22493 Registriert seit 21.08.2019 |
20.06.2026 - 13:55 Uhr
Foo Fighters, München, Allianz Arena war schon sehr gut, die Band hat trotz 2 Vorbands zuvor tatsächlich volle 3 Stunden gespielt (plus/minus paar Minuten)... Grohl's Gebaren ist teilweise schon wie erwartet etwas dezent cringy rock-am-ring-esk - immer wieder "Motherfuckers" als Ansprache des Publikums, frühzeitig sehr hart darauf rumgeritten und damit kokettiert, dass man ja 3 Stunden lang spielen werde... ein bisschen übers Ziel, aber sonst waren er und die Band schon sehr gut drauf und das ist auch zu großen Teilen ziemlich gut aufs Publikum rübergesprungen... es waren auch einige nette sehr unmainstreamige Überraschungen im Set, z.b. wurde ein Medley aus je einem Song einer Ursprungsband jedes Bandmitglieds gespielt inkl. entsprechenden alten Fotos auf den Screens - Germs (Smear), No Use For A Name (Shiflet), Sunny Day Real Estate, Wallflowers und irgendwas instrumentales von Illan Rubin an der Gitarre, was ich nicht erkannt/verstanden habe.. der kann btw sensationell gut Gitarre spielen.. das war für große Teile des mainstreamigeren Publikums etwas unbekannt und komisch, ging auch kurz etwas auf Kosten der Stimmung, war aber ein sehr schönes Highlight! Ansonsten, wenn man sich alleine die ersten 10 Songs des Gigs anschaut und auch wie zwingend die gespielt wurden, dann ist das tatsächlich ziemlich stark und da gibt es nichts zu mäkeln, Publikum war da auch recht in Extase: All My Life The Pretender Times Like These Rope Stacked Actors My Hero Learn to Fly These Days Walk This Is a Call Wirklich mega starker Run... Sound war ein wenig wechselhaft - oft sehr gut, druckvoll und klar (z.b. Rope, Stacked Actors, This Is A Call), in manchen Momenten bzw eher ganz am Anfang etwas dumpf und muffig (All My Life und Pretender), generell aber okay bis sehr gut und ab Song Nr. 3 auch immer besser... etwas später kam der Akustik Teil auf der B Stage, die mitten im FOS1 Bereich war... wurde leider mit dem mega schnarchigen und schunkeligen Wheels eröffnet, das zwar vom Publikum super aufgenommen wurde, aber ich ich mag den Song einfach nicht - boring.. Rest des Akustik Sets inkl. Marigold und Big Me war ganz cool, hat auch für Abwechslung gesorgt und man war im FOS1 super nah an der Band, aber mega umgehauen hat er mich jetzt auch nicht... Die paar neuen Songs waren generell voll okay und sind nicht unangenehm aufgefallen, ich habe immer noch nicht in das neue Album reingehört - muss ich mal nachholen... überraschend gut und knackig kam La Dee Da aus dem von mir total ungeliebten Concrete & Gold Album... großes Highlight war der dreier Block aus Monkey Wrench, Breakout und Aurora - wirklich killer, super Sound auch... bei Best Of You kann ich mir einfach nicht helfen - bei "I got another confession..." muss ich an sein aussereheliches Kind denken, der eh schon etwas zu stark pathos-überzogene Song dadurch schon auch mit kleinem Cringe-Moment (subjektiv :) Der Zugabenblock wurde sehr druckvoll mit The Teacher eröffnet - super gut dargeboten, aber nicht gerade eine Stadionhymne, von daher Stimmung im Publikum etwas gedämpft, für mich aber ein Highlight... danach zum Abschluss Exhausted und das unausweichliche Everlong, das zwar auf der einen Seite schon etwas totgespielt ist, aber auf der anderen halt doch irgendwie für jede einzelne Person im Stadion ein super Highlight zum Abschluss war...Band hat danach bei der Verabschiedung einen recht glücklichen Eindruck gemacht, Publikum auch... Vorbands: Otoboke Beaver aus Japan - etwas chaotisch, skurril und wild, aber schon sehr witzig und unterhaltsam... Inhaler mit Bono Jr. an Gitarre+Gesang - nicht schlecht, aber zu großen Teilen schon auch sehr schnarchig-langweilig... Stimmfarbe aber sehr nah an Papa Bono, 2-3 Songs des Sets könnten so als nette U2 B-Sides durchgehen... Insgesamt würde ich sagen - das Ganze lohnt sich sehr... klar, kleine Abstriche hier und da (die bekannten Themen wurden in sämtlichen Foo Fighters Threads zu Tode durchdiskutiert), aber wenn man die Band noch mag und sich nicht zu sehr an manch rock-am-ring-esken Stadion-/Altherrenrock-Moment stört, dann kann man sehr gut (und sehr lange) unterhalten werden... Summa summarum sicher nicht ganz so stark wie das Konzert im viel kleineren Zenith vor irgendwann ca. 20 Jahren, aber doch ein sehr guter Abend.... konnte nicht mit phänomenalen Stadionkonzerten von z.B. Oasis und Blur in den letzten Jahren mithalten, dennoch ein Erlebnis... würde sagen so 8-8,5/10... |
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messiah Postings: 32 Registriert seit 14.06.2013 |
20.06.2026 - 16:22 Uhr
@boneless: Greet Death waren in der Tat fantastisch, was für ein gewaltiger Sound. Wegen mir hätten sie noch ewig weiterspielen können. Leider wieder diese, wahrscheinlich bautechnisch sinnvolle Säule vor meiner Nase - nein, die Groove Station wird wohl schon deswegen nicht mehr mein Lieblingsclub. |
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Deaf Postings: 3889 Registriert seit 14.06.2013 |
20.06.2026 - 16:47 Uhr
Augen auf bei der Platzwahl! :-) |
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Saschek Postings: 931 Registriert seit 23.07.2018 |
21.06.2026 - 02:43 Uhr
Snail Mail heute im Columbiatheater in Berlin. Support von Unflirt. Richtig gutes Konzert. Trotz der Hitze und trotz Fußball gut besucht. Perfektes Publikum und die Musiker:innen waren in super Stimmung. Dank kleinem Saal auch sehr direkt und intim. Für mich eines besten Konzerte seit langem. |
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Gomes21 Postings: 6275 Registriert seit 20.06.2013 |
21.06.2026 - 08:56 Uhr
Kadaver, Elder, etc. beim Junkyard Open Air in Dortmund Kannte dabei keine der Bands gut, nur sporadisch. Elder durften nur enttäuschend kurz spielen, keine 45 Minuten, dabei hätte ich gerne länger zugehört. Gerne hätte man die Band auch auf den längsten Slot setzen dürfen, waren mit Spielfreude unterwegs und haben mir Lust gemacht mal genauer reinzuhören. Kadaver eher nicht. Ne Band wie gemacht für Rock am Ring, was für mich eher nicht positiv ist. Viel Show, dafür musikalisch more of the Same, jeder Song hat mindestens eins, wenn nicht 2 Blues Pentatonik Solos. Klingt erst mal fett, wenn man das zwei mal gehört hat ist es aber auch mehr als verbraucht. Haben sich ganz schön selbst gefeiert, naja… Weitere Bands: Daily Thompson - kam gut an, irgendwo zwischen Grunge und Stoner, Haben Stimmung gemacht und klangen gut, hätten gerne etwas länger gedurft. Dirty Sound Mangnet - urgh, mit das schlechteste was ich lange live gesehen habe - die Ankündigung „wir spielen sonst 2-Stunden Sets“ hat das auch nicht besser gemacht (warum auch). Zeit zum Pommes holen. |
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Talibunny2 Postings: 876 Registriert seit 28.07.2025 |
22.06.2026 - 18:22 Uhr
A Perfect Circle21.06.26 Mitsubishi-Electric-Halle Düsseldorf Sehe es bei den Kritikpunkten ähnlich wie Fuzzys Eindruck vom Auftritt in München. Dazu noch : -Schweineheiss -Jenny Beths (obwohl ich sie v.a. wegen Savages, aber auch als Arte-Moderstorin mag), Auftritt hat mich bis auf das Björk-Cover komplett kalt gelassen. Da hat auch viel nackte Haut nicht geholfen. -Die 10-Minuten-Pause so sinnvoll wie WM-Trinkpausen bei 25 Grad. -(Netto-)Spielzeit unter 90 Min. arg wenig Ich würde mit 7/10 werten. |
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Ralph mit F Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion (Ralf Hoff) Postings: 898 Registriert seit 10.03.2021 |
23.06.2026 - 13:09 Uhr
Kleine Zeitmaschine in Köln letztes Wochenende.Melt-Banana haben den Blue Shell auseinandergenommen, Ü40-Moshpit inklusive. Eine der wilderen Shows die letzten Jahre. Bei American Football war es dann eine Mischung aus Gluthölle und Gottesdienst. Tolles, LP4-lastiges Set mit dem grandiosen Bad Moons zum Abschluss. Good times! |
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Gordon Fraser Postings: 3036 Registriert seit 14.06.2013 |
23.06.2026 - 15:17 Uhr
Ah, auf AF freue ich mich im Herbst auch sehr. Klingt gut. |
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boneless Postings: 7299 Registriert seit 13.05.2014 |
25.06.2026 - 11:48 Uhr
Farewell Youth Fest in Dresden in diversen Locations, letztes Wochenende. Wie 2025 auch war ich am Sonntag zugegen, was zum einen schon am ordentlichen Ticketpreis fürs gesamte Wochenende lag, zum anderen auch daran, dass glücklicherweise 95% der interessanten Bands für mich am Sonntag gespielt haben. An den Vortagen hätte ich lediglich Knives, Boneflower und Between Bodies gern gesehen, war aber nicht zwingend, zumal Knives und Boneflower auch noch gleichzeitig gespielt haben.Wie dem auch sei, am Sonntag direkt zu Beginn am Start gewesen, denn 14:15 haben Scott Evil aus Köln im Katy's gespielt und die haben mich mit ihrer Emo meets Shoegaze Mischung sehr gut eingefangen, liebenswerter Sängerin inklusive. Leider gabs ein Problem: der Raum im Katy's war gefühlt 20 m² groß und hatte keine Belüftung. Es war unglaublich heiß, ich habe in meinem Leben noch nie so heftig auf einem Konzert geschwitzt. Das die Band trotz der Hitze eisern ihr 30 minütiges Set durchgezogen hat, war schon sehr bemerkenswert. Ich musste beim vorletzten Song raus, habs nicht mehr ausgehalten. Sowas hab ich echt noch nicht erlebt. Ansonsten aber super Einstieg in den Tag, hätte gern das Vinyl mitgenommen, aber wollte die Platte nicht 8 Stunden durch die Gegend schleppen, also ich hab zähneknirschend verzichtet. Eine Entdeckung waren Scott Evil aber auf jeden Fall, schon allein dafür hatte sich der Tag gelohnt. So... dann direkt rüber in die HD Metalbar geswitcht und A Dog Called Ego geschaut. Waren nicht all zu viele Leute da und ich fands jetzt auch nicht berauschend. Halt so Alternative Metal/Grunge, aber irgendwie ohne Spirit, deshalb hab ich nach 3 Songs den Entschluss gefasst, in die Groovestation zu wechseln. Dort spielten gerade Frachter, die ich ganz gut fand. Halt so aktuell angesagter Punk/Emo/Post-Hardcore Kram auf Deutsch. Würde ich mir jetzt nicht auf Platte anhören, hat aber live funktioniert. Immerhin wars in der Groove einigermaßen angenehm hinsichtlich Temperaturen. Dann im Freien bisschen gechillt und anschließend eine Etage höher ins Lofthouse zu Tiny Voices. Auch hier: live macht dieser Emotionsausbruch zwischen Post-Hardcore und Hardcore Punk ziemlich Spaß, aber irgendwie hatten die trotzdem nix, was man so nicht schon besser gehört hatte. Zeitplan war eng, ich bin deshalb schon bisschen eher von Tiny Voices los, hab mir fix was zum Abendessen besorgt und war dann rechtzeitig in der Chemiefabrik, um noch den Rest von Serve mitzubekommen. War jetzt nicht geplant und 3 Songs dieses Bollometalcores waren auch mehr als ausreichend. Hat dennoch gut unterhalten, stumpf muss halt auch mal sein. Dann schnell raus in den Garten, denn das Highlight des Tages stand an: Fiddlehead. Endlich habe ich eine der besten Emo/Post-Hardcore Bands live gesehen, allein für diese Gruppe hätte ich die 65 Euro Tagesticket bezahlt. Und es war einfach nur großartig, obwohl Open Air. Patrick Flynn ist einfach so ein Obersympath. Kommt erstmal im langärmeligen Deutschland Jersey auf die Bühne, irritierte Blicke und er nur so: "Ich bin ja Lehrer und einer meiner Schüler hat mir das Trikot geschenkt und meinte, ich solle das unbedingt in Dresden tragen. Ich habs ihm versprochen, hab aber leider nicht bedacht, wie heiß es hier ist." Aha. :D Und dann folgten schweißtreibende 30 Minuten, die so viel Herzblut enthielten, dass man es kaum fassen konnte. Natürlich gabs nur Hits, die Crowd war außer Rand und Band, alle haben das Leben, die Band und sich selbst gefeiert. Dass die Songs längst unsterblich sind und Flynn ein schlicht umwerfender Sänger und Performer ist, versteht sich von selbst. Freudetaumelnd habe ich mich aufs Rad geschwungen und bin wieder zur Groovestation gefahren, denn Militarie Gun standen schon in den Startlöchern. Und die entpuppten sich als größte Überraschung an diesem Abend, denn meine Herren: die haben alles in Grund und Boden gerockt, das kam ziemlich unerwartet. Was für ein Fest! Energie pur, die mittlerweile dem Pop Punk verfallene Band war einfach super unterhaltsam und hat in der Mitte des Sets mal eben ein richtig feines Strokes Cover (You Only Live Once) zum Besten gegeben. 45 tolle Minuten später hieß es dann: beeilen, denn Basement haben schon angefangen zu spielen und so bin ich zügig wieder zur Chemo geradelt, um noch gute 40 Minuten ihres Sets (ebenfalls im Garten) mitzubekommen. Das war auch sehr nice. Ich kenne die Band jetzt nicht all zu gut, die melancholische Aura ihres Auftritts war aber ganz nach meinem Geschmack, Aquasun hat mich echt mitgenommen. Das nächste Highlight also. Danach hieß es wieder: aufs Rad und in die Groovestation, denn zum Abschluss des Festivals standen keine geringeren als Turbostaat auf der Bühne. Ich muss ja zugeben, dass ich kein Fan bin, aber das Konzert war echt klasse. Allein die Chemie zwischen Band und Publikum hat mir Gänsehaut bereitet, da wurde echt jedes Wort inbrünstig mitgesungen. Knappe 70 Minuten in der pickepackevollen und schon nach wenigen Songs siedend heißen Groovestation später sind dann alle glücklich und erschöpft in die Dresdner Nacht getaumelt. Was für ein Tag! Insgesamt wars mal wieder eine wirklich großartige Zeit. Die tollen Locations, das wunderbare, respektvolle Miteinander und natürlich die Bands. Wohlfühlatmosphäre pur, auch wenn man zwischendrin halt die Qual der Wahl hatte und auch mal hetzen musste, um alles zu sehen, was man wollte. Props an die Macher hinter diesem Fest, da steckt viel Herzblut und Leidenschaft drin, vor allem so ein Ding in Dresden aufzuziehen. Ausgabe Nr. 3 2027 ist übrigens schon fix und hat mit Dillinger Four, Ef, Fjort, Captain Planet und The World is A Beautiful Place schon erste, richtige Hochkaräter zu bieten. Es bleibt spannend! |
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Gordon Fraser Postings: 3036 Registriert seit 14.06.2013 |
25.06.2026 - 14:00 Uhr
Klasse Bericht, danke. Und so ein Line-up in Dresden of all places ist echt 'ne tolle Sache. Der ständige Venue-Wechsel klingt aber auch nach bisschen Stress. :DMilitarie Gun stehen schon lange auf meiner Wunschliste. |
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boneless Postings: 7299 Registriert seit 13.05.2014 |
25.06.2026 - 22:06 Uhr
Lohnt sich auf jeden Fall. Ich ärgere mich rückblickend ein wenig, dass ich meinen lahmen Arsch Samstag Nacht nicht rechtzeitig hochbekommen habe, um zu High Vis zu gehen. Als ich dann gegen 0 Uhr doch noch loswollte, kam die Nachricht, dass es ausverkauft ist. Bisschen kacke, andererseits weiß ich nicht, ob mir das nicht zu viel Energie für den Sonntag geraubt hätte, denn total voll, sehr heiß und schweißtreibend wars wohl auch. Naja, beim nächsten Mal dann. |
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ThomZH Postings: 30 Registriert seit 21.02.2026 |
27.06.2026 - 17:58 Uhr
Heute endlich mal wieder zu Stahlberger - die etwa sechs letztjährigen Konzerte sind viel zu lange her! Mal schauen, ob mir Stahlberger auch in der Sauna gefällt;-) |
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pounzer Postings: 679 Registriert seit 24.08.2019 |
27.06.2026 - 20:30 Uhr
Gestern Abend mal wieder eine Portals-Show mit Million Moons, Civil Service und Wildernesses. Also ein Abend voller Post-Rock. Ich weiß es nicht, ob es an dem angenehm kühlen Klima im Black Heart hing, an meinem leicht dehydriertem Zustand, an dem Bier, das mich mehr beschickert hat als erwartet, oder an allem zusammen, aber obwohl ich keine der Bands davor jetzt so richtig gefeiert habe, hat der Abend total ins Schwarze getroffen. Richtig gute Show!Das Ganze war übrigens quasi die Release-Show zu Million Moon's neuem Album You Be Good, I Love You, das ich dementsprechend wärmstens (hah!) empfehlen kann. 8/10 |
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Felix H Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion Postings: 11645 Registriert seit 26.02.2016 |
27.06.2026 - 22:17 Uhr
Ich war gestern bei The Weeknd in München.Tatsächlich wohl die am wenigsten beschissen heiße deutsche Stadt gestern, aber immer noch genug, dass ich sehr schnell eher flüssig war. No thanks to Ticketmaster/Live Nation, dass unsere Plätze zwar von Ober- in Mittelrang verlegt wurden, aber so dermaßen weit an der Seite waren, dass wir schon gut backstage reinschaun konnten. Voract Playboi Carti haben wir uns wegen Hitze gespart, die letzten Minuten klangen recht energisch. The Weeknd hat mittlerweile unfassbar viele Hits, die er auch gut über die Setlist verteilt hat. (37 Songs! Die meisten davon nicht oder kaum gekürzt!) Die vermummten Tänzer waren zwar nicht mehr als nette Extras, aber in Kombi mit der Maske, der er anfangs getragen hat, gab es schon gut Atmosphäre. 2 Stunden gingen schnell rum, keine Zugabe, keine sonderliche Interlude-Kacke. Und "Blinding Lights" in nem vollen Stadion wirkt schon unfassbar gut. Doch, das lohnt sich. Abel Tesfaye selbst sagte "best night ever". Wie ich kürzlich im Forum lernte: Wenn der Künstler das sagt, stimmt's auch. |
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ijb Postings: 8574 Registriert seit 30.12.2018 |
28.06.2026 - 19:43 Uhr
Ich MUSSTE natürlich zu Pulps erstem Berlin-Besuch seit 30 Jahren, da führte kein Weg dran vorbei. Als bekannt wurde, dass Pulp nach so langer Zeit tatsächlich doch noch einmal auf Tour außerhalb ihres Heimatlandes gehen, stand fest, dass ich da hingehen müsste, zögerte trotzdem lange, mir eine Karte zu kaufen, weil das dann doch ein stattlicher Preis für ein Konzert ist, und so viel Geld gebe ich eigentlich nie für eine einzelne Veranstaltung aus. Und da mein Kontostand seit einiger Zeit immer um den Gefrierpunkt herum eiert und die Frau Gemahlin aus Sorge vor der Menschenmenge bei Arizona-Temperaturen partout nicht dazu zu bewegen war, das 5 Minuten entfernte Konzert mitzubesuchen und ich mir wenig davon versprach, alleine hinzugehen, habe ich dann doch bis gestern Nachmittag mit dem Kauf gewartet, bis ich eben für einen sehr guten Preis eine Karte bekam. Und dann merkte ich am Ende doch, wie zentral diese Band und diese Musik für mich damals tatsächlich gewesen ist – und es bis heute geblieben ist. Keine andere Band aus der Britpop-Zeit der Neunziger hat bei mir einen vergleichbaren Status, also dass ich alles, was die in der Jahrzehnte langen Laufbahn gemacht haben, so gut kenne und nach wie vor so schätze. Das war gestern eine Zeitreise in ein anderes Leben, als ich 16, 17, 18 war, aber es war keineswegs nostalgisch, da ich die Lieder nicht mit konkreten emotionalen Momenten verbinde, und die jüngsten Lieder von „More“ sind ja auch nicht nostalgisch, sondern leben von einer wahren Zeitlosigkeit, und diese Band hat einfach durchweg ein exzellentes Niveau behalten – wahrscheinlich genau deshalb auch nur vergleichsweise wenige Alben aufgenommen, gerade mal 8 reguläre Alben in fünf Jahrzehnten. Und da passte alles elegant zusammen, die alten britischen Hits, aus der Zeit, als Pulp außerhalb Englands niemandem ein Begriff waren, ebenso wie die ambitionierteren der „Hardcore“- und Scott-Walker-Jahre und die überzeugendsten kleinen Geniestreiche des jüngsten Albums, ausschließlich Großartigkeiten, darunter all diese Lieder, mit denen ich schon fast mein ganzes Erwachsenenleben verbracht habe. Und überraschend, was die alles ausgepackt haben über die zweieinhalb Stunden! Sunrise!!! Razzmatazz!! This is Hardcore!!! The Fear! Acrylic Afternoons!! Pink Glove! Und als die Publikumsabstimmung erwartungsgemäß zugunsten des relativ wenig genialen Konsens-Hits Help The Aged ausging, war ich ein wenig traurig, dass ich nie in den Genuss kommen würde, (das als Gegenkandidat aufgestellte) Love is Blind live zu erleben. Doch die Band war nach dem Abschluss ihres festgelegten Programms – die ausgedruckte Setlist war durch, und alle wollten gerade abgehen – wohl selbst ein bisschen traurig, dass dieser Berlinbesuch schon enden musste (wenn sie erst in 30 Jahren wiederkommen, sind die alle über 90). Und schoben spontan doch noch Love is Blind hinterher, von ihrem 92er Album „Separations“, das ich großartig finde — eine Ansicht, mit der ich relativ einsam dastehe – wenn auch nicht der beste Song von dem Album, so eine riesige Freude für mich. Noch aus der Zeit vor ihrem großen Popdurchbruch, eine düster-abwegige Elektropopnummer, die wenig bis nichts mit dem positiv-melancholischen Charme der nachfolgenden Hit-Alben gemein hat. Und da konnte ich über 99% der Anwesenden im Saal große Fragezeichen schweben sehen, sichtlich fast niemand kannte das und wusste damit was anzufangen. Jarvis Cocker aber verausgabte sich ein letztes Mal genauso wie bei all den Hits, die alle auswendig mitsingen, offenbar war das das erste Mal seit 1994(!), dass sie das spielten. Die Band hatte nicht zu viel versprochen, als sie vorab ankündigten, diesen Abend würden wir under Lebtag nicht mehr vergessen. Ich bin wohl nicht bei einem Konzert so mitgegangen, seit ich Teenager war — bzw. man sagt heute ja „seit ich Teenager bin“, was ich zwar vollkommen abstrus finde, aber vielleicht passt es hier, weil da gestern so manche plötzlich wieder Teenager waren, selbst die deutlich jüngeren Gäste, die 1996 noch nicht einmal auf dieser Welt waren. Und ich merkte, wie stark diese Songs Teil meiner Identität sind und über all die Jahre geblieben sind. Das ist nicht wie bei irgendwelchen Jugendfreuden, die man 30 Jahre später als längst überholte Banalitäten erkennt. Diese Lieder sind tatsächlich zeitlos und transzendieren die Zeit, für die sie einst standen. |
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Deaf Postings: 3889 Registriert seit 14.06.2013 |
29.06.2026 - 12:43 Uhr
Konzerte im 2. Quartal 2026:April: 23) Imarhan / 3Yooni, Dachstock - Bern 24) Habak / Decay Remains / Ikigai, Bad Bonn - Düdingen 25) Tortoise, Fri-Son - Fribourg 26) Ditz / Televisionmind, ISC - Bern 27) Billy Cobham Time Machine, Marians Jazzroom - Bern 28) Conic Rose, Museum Tinguely - Basel 29) A Place To Bury Strangers / Kontravoid, Bogen F - Zürich 30) Den Der Hale / Leech, ISC - Bern Mai: 31) Orcutt Shelley Miller, Bad Bonn - Düdingen 32) Nils Petter Molvær Trio, Le Singe - Biel 33) Jazzmeia Horn, Marians Jazzroom - Bern 34) Bruit / Endless Dive, Bad Bonn - Düdingen 35) Hugo Race & Giovanni Ferrario (Fatalists Duo), El Lokal - Zürich 36) Puffer / Boltbreak, Bad Bonn - Düdingen 37) Metallica / Gojira, Letzigrund - Zürich 38) Voodoo Jürgens / Palinstar, Gaskessel - Bern Juni: 39) High Vis / Cage, Kiff - Aarau 40) Element Of Crime / Tristan Brusch, Mokka Garten - Thun 41) O.R.B. / Shah Blah, Zent - Bern 42) Greet Death / Ruined, Bad Bonn - Düdingen Best Kept Secret Festival - Beekse Bergen: 43) -Fr: Jack White / Model/Actriz / Curtis Harding / Blood Incantation / Croithe / NewDad / Sudan Archives 44) -Sa: Nick Cave & The Bad Seeds / Nation Of Language / Aldous Harding / Wolf Alice / Hiqpy / Naika 45) -So: Gorillaz / Ethel Cain / Sylvie Kreusch / Mac DeMarco / Dressed Like Boys / Yard Act / Servo 46) Black Tusk / Orgo, Bad Bonn - Düdingen Abyss Festival - Hauteville: 47) -Sa: Author & Punisher / Faetooth / Embryonic Autopsy / Hook, Line & Skinner |
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mrnovember Postings: 626 Registriert seit 10.10.2019 |
29.06.2026 - 23:30 Uhr
@ijb: Sehr schön beschrieben, da finde ich mich sehr drin wieder.Hier in Köln hat Pencil Skirt die Abstimmung gewonnen und Jarvis hat sich erstmal für den Text entschuldigt. |
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Nummer Neun Postings: 1359 Registriert seit 14.06.2013 |
30.06.2026 - 10:52 Uhr
@PULP @jib: Da schließe ich mich an, sehr schön beschrieben. War auch Samstagabend dort, verbunden mit einem Berlin-Wochenende, und habe den Ausflug nicht bereut. Vielleicht von den unmenschlichen Temperaturen in der Stadt mal abgesehen. Aber das Konzert war groß und größer, fantastische Stimmung und große Unterhaltung. Sehr viel Nostalgie, aber ohne dass die neueren Songs da in irgendeiner Form abgefallen wären.Den Preis fand ich fair, hätte nach der Konzert-Ankündigung tatsächlich mit noch mehr gerechnet. Das Tempodrom gefiel mir als Location sehr gut. Toller Moment auch, als wir nach dem Konzert im leichten Nieselregen zur Abkühlung zurück ins Hotel laufen konnten. |
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ijb Postings: 8574 Registriert seit 30.12.2018 |
30.06.2026 - 11:19 Uhr
@Nummer NeunKlar, der Preis war nach aktuellen Konzertpreis-Maßstäben an sich in Ordnung. Über 40 bis maximal 50 gehe ich aber eigentlich nicht beim Kauf von Konzertkarten. Mehr ist bei mir schon ein spürbarer Einschnitt; das geht auch vielen Menschen in meinem Umfeld so. Größere Konzerte entwickeln sich leider ein bisschen zu einem Ausdruck der Klassengesellschaft. Würde ich im Monat 2000 verdienen, würd ich mir darüber wahrscheinlich (auch) keinen Kopf machen. Die wirtschaftliche Lage (auch bei uns individuell) hat sich in letzter Zeit aber leider so gar nicht verbessert, und ich sehe für die Zukunft sicher weniger Konzertbesuche als mehr auf der Wahrscheinlichkeits-Hochrechnung. Daher bin ich enorm froh, dass ich am Ende noch hingegangen bin. Ich fand die Show übrigens gar nicht so besonders nostalgisch, wahrscheinlich weil die das alles so frisch und zeitlos hinbekommen haben. Mich hat auch beeindruckt und überrascht, dass da doch eine ganze Menge sehr junger Leute waren, die damals sicher nicht unter uns waren, um die Musik mitzuerleben. Es war keine Retro-Rockshow, eher eine Zeitreise. |
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mrnovember Postings: 626 Registriert seit 10.10.2019 |
30.06.2026 - 13:03 Uhr
Das fand ich in Köln auch sehr überraschend: Sehr viele junge Leute, die aber auch mit den Deep Cuts vergangener Zeiten gut vertraut zu sein schienen. Aber auch die älteren Besucher stilvoll gealtert, richtig angenehmes Publikum. |
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ijb Postings: 8574 Registriert seit 30.12.2018 |
30.06.2026 - 16:25 Uhr
@ mrnovemberJa, hab gesehen, dass bei euch in Köln neben dem uralten "Seconds" auch noch "Pencil Skirt" und sogar das fantastische "Monday Morning" geboten wurden! Die haben ja fast das komplette "Different Class" gespielt! |
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Nummer Neun Postings: 1359 Registriert seit 14.06.2013 |
30.06.2026 - 19:44 Uhr
@Ijb: Klar, keine Frage. Ich spare mit mittlerweile auch das ein oder andere Konzert. Ich wollte damit nur sagen, dass ich bei der Ankündigung schon fast mit einem dreistelligen Preis gerechnet hatte. |
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ijb Postings: 8574 Registriert seit 30.12.2018 |
30.06.2026 - 22:25 Uhr
@Nummer NeunJa, stimmt irgendwie, geb ich zu. Ich war leider erstmal erschrocken, als ich die Preise sah, einfach weil ich sonst nie Karten in solcher Höhe kaufe. (Ausnahmen waren nur je ein Mal Nick Cave und The Cure, die aber ja beide kontinuierlich groß auf Tour waren, und einige hier im Forum mutmaßten vor einem Jahr noch, dass es an Pulp hierzulande nur wenig Interesse gäbe.) Ich hab mir letztens ne Karte für Kelelas Konzert im Herbst gekauft, weil ich wiederum tatsächlich erstaunt war (und bin), dass das nur 45 kostet. Nach heutigen Maßstäben für so internationale Popgrößen ja echt wenig. Da hatte ich mit 75 bis 80 gerechnet, vergleichbar mit SZA (die ja nur halb so viele Alben gemacht hat, die auch nicht erfolgreicher waren). Ich war bei Kelelas erstem größeren Berlin-Konzert vor 9 Jahren, und das kostete nicht wahnsinnig weniger. |
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Hierkannmanparken Postings: 3201 Registriert seit 22.10.2021 |
04.07.2026 - 10:57 Uhr
ZZ Top auf der Seewiese in FriedbergAuch wenn Frank Beard ausgefallen ist und somit nur Billy Gibbons von der Originalbesetzung auf der Bühne stand, war das Konzert echt beeindruckend. Die Band hat ziemlichen Wert darauf gelegt, dass die Songs mit viel Druck rüberkommen. Der Drummer hatte drei Kicks, eine fetter als die andere. Wenn er alle drei gleichzeitig bedient hat, ging einfach eine enorme Druckwelle über die Wiese. Mit diesem Gimmick hatten sie über den Abend verteilt immer wieder ihren Spaß. Ich hab glaube auch noch nie so eine lässige Bühnenpräsenz erlebt wie von Billy Gibbons. Man hatte genau so viel Spaß beim Zusehen wie beim Zuhören. Es war aber nicht nur Show, als Blues-Konzert ging das auch absolut durch, alles begnadete Musiker. Highlights waren: das Doppel Waitin' for the Bus/Jesus Just Left Chicago; Just Got Paid, ein Song den ich völlig vergessen hatte; und Cheap Sunglasses, aber vor allem wegen des Riffs nach "Go get yourself some cheap sunglasses", das war einfach soo fett umgesetzt, Bada Bam Bam, Bada BAM BAAAM! Billy Gibbons ist 77, ich hatte erwartet, dass ich da hingehe und mich freue, die Band nochmal gesehen zu haben, mehr nicht. Dass das aber eine prägende Konzerterfahrung wird, ich glaube, damit haben viele nicht gerechnet. Absolute Empfehlung von mir, die nochmal live zu sehen. Die Highlights waren so zahlreich, dass mir La Grange nicht gefehlt hätte. Als letzte Zugabe haben sie es gespielt und da fiel mir ein, Ah stimmt, war ja noch nicht. |
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Loketrourak Postings: 3939 Registriert seit 26.06.2013 |
04.07.2026 - 23:59 Uhr
Madness im Stadtpark Hamburg Leider Regenschauer. Show etwas zu kurz (70 min.) und natürlich ein Best-of Programm. Suggs leicht bedröhnt hatte ich den Eindruck, aber insgesamt eine launige Angelegenheit. |
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Talibunny2 Postings: 876 Registriert seit 28.07.2025 |
05.07.2026 - 17:51 Uhr
Rock WerchterGerade eben Rise Against. Ganz gut, aber einmal reicht mir dann auch. |
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Talibunny2 Postings: 876 Registriert seit 28.07.2025 |
05.07.2026 - 19:34 Uhr
Eben beendet : A Perfect Circle.Starker Auftritt. Stunde natürlich viel zu kurz und wie im Flug vergangen. |
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doept Postings: 961 Registriert seit 09.12.2018 |
07.07.2026 - 22:32 Uhr
Soap & Skin in der Wiener Staatsoper, 4.7/5.7Wertung: Keine, denn das wäre gegenüber meinen vergangenen und zukünftigen Konzerten einfach unfair (ja, es war natürlich eine 11/10) Diese Kombination von einer Lieblingskünstlerin und diesem Spielort kam unerwartet, und dieses Ereignis - wer weiß ob man sowas noch mal zu sehen bekommt - durfte ich nicht verpassen. Zum Kontext: In der Wiener Oper sind nur Eigenproduktionen von September-Juni zu sehen, aber es gibt ein ca. 14-tägiges Fenster Anfang Juli in dem auch andere Künstler die Oper bespielen dürfen. Die Konzerte bildeten den Abschluss der Torso-Tour, und die Setlist war auch nur geringfügig verändert zur Tour im letzten Herbst/Winter. Ebenfalls unverändert war zum Glück die Band, d.h. Anja Plaschg am Klavier plus 6 MusikerInnen an Streich- und Blechblasinstrumenten - man hat ja schon oft genug gesehen dass Bands in einem solchen Umfeld dann noch Musiker ergänzen oder experimentieren, das war hier nicht der Fall insofern hatte man eine top eingespielte Gruppe. Neben der unglaublichen Atmosphäre (beide Abende lange ausverkauft, und ein zum Teil ziemlich euphorisches Publikum am Start) war dann vor allem der Sound einfach Wahnsinn. Die Oper ist akustisch genau für diese Instrumentierung gemacht, ich habe noch nie so einen guten Sound gehört: Absolut klar, jedes Instrument gut zu vernehmen, und dass trotz in manchen Teilen und gerade im letzten Drittel des Konzertes ziemlich ordentlicher Lautstärke. Lediglich bei Samples (z.B. Meltdown oder dem Ende von Vater) hat man gemerkt dass diese harten Sounds nicht 100% in die Oper passen, aber das war trotzdem immer noch ein hervorragendes Klangerlebnis. Dazu eine richtig gut durchdachte Lichtshow, meist minimalistisch aber auch Strobo-Effekte wurden eingesetzt. Ob's das bei Mozart-Opern auch gibt? Sehr cool war "The sun", als lediglich ein gelber Scheinwerfer hinter Anja stand und dadurch ihr Schatten auf der 25m (!) hohen hinteren Logenwand beim Spielen zu sehen war. Die Interaktion von Anja mit dem Publikum war - erwartbar - gering, wobei sie wieder kurz vor Ende einen riesige Menge Blumen im Publikum verteilte, schöne Aktion. Zum Abschluss dann das an diesem Ort unglaubliche (verkürzte Version) von "Boat turns towards the port", wow. Und am Ende meinte man schon zu sehen dass die Band ziemlich ergriffen war von der Reaktion des Publikums auf den Auftritt, vollkommen zurecht natürlich. Habe selten so kurzweilige 2 Stunden auf Konzerten verlebt, und das meist mit einem Grinsen im Gesicht weil's einfach von Anfang bis Ende perfekt war. Bin aber auch gespannt was jetzt von Soap&Skin als nächstes kommt, denke mal so ein Karrierehighlight muss man auch erstmal verarbeiten. Insofern wenn mal ein Künstler den ihr mögt in der Oper Wien spielt: Hingehen! Es dürfte sich sehr lohnen! Zu den Plätzen: Waren Samstag in einer der Logen (1. Rang, recht weit vorne), das war schon cool und die Sicht ist perfekt, allerdings stelle ich mir das in der Tat eher bei Opern als vorteilhaft vor um das Geschehen zu überblicken. Sonntag waren wir auf dem Parkett (Reihe 5), das war deutlich besser da die Licht- und Soundeffekte halt doch eher auf Frontalbeschallung ausgerichtet sind. Dazu noch ein paar Tage Wien aussenrum, besser kann man so ein verlängertes Wochenende wohl kaum gestalten. Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/soapandskin/2026/wiener-staatsoper-vienna-austria-1b72c9d0.html |
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fakeboy Postings: 6826 Registriert seit 21.08.2019 |
13.07.2026 - 14:10 Uhr
Strung Out im Sedel, gleich bei mir um die Ecke. War eher spärlich besucht, vielleicht 60 Leute. Suburban Teenage Wasteland Blues und Twisted By Design gehören für mich zu den besten Alben aus der Mid-90s-Melodic-Cali-Punk-Schublabde - dennoch hab ich Strung Out nie ganz so gefeiert wie Lagwagon, Bad Religion, NOFX oder ihre schwedischen Kollegen wie Millencolin, Satanic Surfers oder Adhesive. Für mich gehörten sie mit Face To Face oder No Use For A Name eher zur zweiten Garde. Warum eigentlich? Vielleicht auch deshalb, weil ab den 2000ern die Alben etwas austauschbar wurden. Wohl deshalb hab ich die Band noch nie live gesehen - und nun die Gelegenheit genutzt, dies nachzuholen. Und ich hab's nicht bereut. Zuerst spielten The Corps aus Kanada. Guter wenn auch ziemlich vorhersehbarer melodischer Punkrock mit einigen metallischen Momenten. Insofern fast schon zu ähnlich wie der Headliner - aber ein ganz passender und unterhaltsamer Support Act. Strung Out legen dann mit Firecracker los, gefolgt von Too Close To See. Zwei der allerbesten Album-Opener (von den bereits genannten Alben) und überhaupt Songs aus jener Ära. Letzterer mit diesen unglaublich geilen zweistimmigen Gitarrenpart in der Mitte. Herrlich. Es folgen noch einige Songs von diesen Alben, ehe die Band einen Querschnitt aus der Zeit danach anspielte, wovon insbesondere Nowheresville (vom vermutlich drittbesten Album Tranmission.Alpha.Delta) und Velvet Alley hervorstachen. Dass der Abschluss mit Bring Out Your Dead und Matchbook wieder aus Songs aus meinen Lieblingsalben bestand, war wohl kein Zufall - es sind einfach die Klassiker der Band. Bei Matchbook machte Sänger Jason Cruz (der deutlich besser bei Stimme zu sein scheint als sein Kollege Joey Cape, den ich zwar eigentlich bevorzuge, aber der zuletzt live oft sehr schief klang) einen Ausflug ins Publikum - schon cool, wenn man einen Sänger, dessen Stimme einen seit man 16 ist begleitet, einfach direkt vor sich hat. Und das nur wenige Kilometer Luftlinie vom Zimmer entfernt, in dem man damals die Musik rauf und runter hörte... Alles in allem ein ziemlich perfekter Sonntagabend für jemanden, der in den Teenagerjahren diese Art von Musik komplett verinnerlicht hat und sich auch heute noch gerne von hyperaktivem melodisch-metallischem Punk umblasen und zum Rumzucken animieren lässt. Etwas mehr Songs von meinen Lieblingsalben wären nett gewesen - aber das ist Jammern auf hohem Niveau. |
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